agraffentoni
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die kaufen bei mir keine Steinways, sondern Pfeifenorgeln...Dann hoffe ich im Interesse der zahlenden Kundschaft
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die kaufen bei mir keine Steinways, sondern Pfeifenorgeln...Dann hoffe ich im Interesse der zahlenden Kundschaft
... die haben u. a. Demutspfeifen.Ah... und die haben - Agraffen...?
Besuche gelegentlich mal den Agraffentoni hinter Köln. Dann wird klar, warum er diesen Nick hat.Ah... und die haben - Agraffen...?
Eigentlich stört mich da nix, außer das die Tasten (noch) nicht nachgewichtet wurden nach komplettem Mechaniktausch und jetzt wiederholtem Hammerkopftausch nebst Abschleifen der Hammerseiten und im Fängerbereich. Das Niederdruckgewicht differiert um einige Gramm zwischen benachbarten Tasten. Ich habe es nicht genau gemessen, aber im Mittelbereich können es schon +/- 2 bis 3 Gramm sein zwischen den Tasten. Und jetzt, wo ich davon schreibe, fängt es mich auch schon stärker an zu stören als vorher.Trotzdem die Frage: neue Mechanik auf altes Tubengestell: was könnte man da ggfs. verbessern oder optimieren?
Gegenfrage: was stört Dich noch am derzeitigen Spielgefühl, was würdest Du gerne verbessert oder optimiert wissen?
Noch was zu Deinen Zahlen, falls Dir Dein Niedergewicht zu hoch scheint. Oft wird vergessen, dass Steinways Zahlen auf einer wichtigen, aber meist unbeachteten Vorgabe beruhen. Sie lautet, die Taste samt korrekt positioniertem Gewicht erst um 4 mm abzusenken, bevor man sie zum vollständigen Absinken loslässt. (Siehe dazu den "S&S Worldwide Technical Reference Guide"). Angesichts von möglichen ca 9,5 bis gut 10mm Tiefgang sind 4mm schon eine ganze Menge.
Hintergrund ist, dass das Losbrechmoment bei den offiziellen Steinway*-Angaben zum Spielgewicht ausdrücklich nicht mit berücksichtigt werden soll. Das macht in der Klaviaturmittellage dann gut und gerne 3 Gramm oder mehr aus. Falls Du nicht so gemessen hast, dürfte Dein Niedergewicht gemessen nach obiger Steinway* Vorgabe also eher bei 47-49g liegen, was angesichts der 30 Gramm Aufgewicht ziemlich nahe bei den Spezifikationen liegt, die laut Franz Mohr eigentlich nur Horowitz beherrschte. Fast alle anderen Pianisten fanden das dagegen quasi unkontrollierbar:
Franz Mohr über Horowitz' Spielgewicht
Womöglich könnte also auch Dir etwas weniger Aufgewicht und damit mehr Friktion sogar entgegen kommen?
Nicht wirklich. Denn die schwereren Hämmer liegen ja auch wieder auf dem entsprechenden anderen Hebel auf. Aufgewicht ist Niedergewicht minus Reibung. Dein tolles Aufgewicht entsteht durch die qualitativ hochwertige Mechanik, die wenig Reibungsverluste hat.Ich könnte mir vorstellen, dass das sehr hohe Aufgewicht auch damit zusammenhängt?
Man versucht ja auch nicht ohne Grund, das Aufgewicht im Rahmen das Möglichen zu maximieren...Diesbgzl. empfinde ich nix Störendes an hohem Aufgewicht, im Gegenteil.
Es wurde auf das alte Tubengestell nicht nur eine neue Renner-Mechanik aufgebaut, sondern das Röllchenmaß ist ebenfalls neu (17mm), gegenüber 16mm original von 1935. Damit konnte auch das Hammergewicht etwas höher sein als es ursprünglich war für gleiches Niederdruckgewicht. Ich könnte mir vorstellen, dass das sehr hohe Aufgewicht auch damit zusammenhängt?
Doch, es hängt auch damit zusammen. Schwerere Hämmer lassen das Niedergewicht entsprechend steigen, wenn das Blei, so wie hier, belassen wird:Nicht wirklich. Denn die schwereren Hämmer liegen ja auch wieder auf dem entsprechenden anderen Hebel auf. Aufgewicht ist Niedergewicht minus Reibung. Dein tolles Aufgewicht entsteht durch die qualitativ hochwertige Mechanik, die wenig Reibungsverluste hat.
Hat er aber nicht, die Ausbleiung ist so geblieben - wenn ich es recht verstanden habe. Es wurden schwerere Hämmer eingebaut, zwar mit längerem Röllchenmaß, also unter weniger Lasthebel, aber auf einem Tubengestell für altes Röllchenmaß, also unter leicht negativ geknickter Stößergeometrie, (die ohne unterlegte Pappscheiben an den Hebegliedkapseln das Losbrechmoment steigen lässt), und dann wurden die Hämmer leichtergefeilt, bis ein (inklusive vermutlich erhöhtem Losbrechmoment) akzeptables Spielgewicht herauskam.Mit leichteren Hämmern hättest du weniger Blei in den Tasten, damit das selbe Niedergewicht erreicht wird - und auch ein ca. gleich hohes Aufgewicht.
ich gehe davon aus, dass auch die Repetitionsfähigkeit mit hohem Aufgewicht besser ist als mit ziemlich niedrigem Aufgewicht. Diesbgzl. empfinde ich nix Störendes an hohem Aufgewicht, im Gegenteil.
Aber nicht in jedem Fall und für jeden Pianisten, siehe Mohrs Video. Es gilt auch nur, solange die Mechanik immer noch genügend Dämpfung bereithält den individuellen "Spielschwung" genügend abzubremsen um einen auch im pianissimo noch differenzierten Anschlag für den jeweiligen Pianisten zu ermöglichen.Man versucht ja auch nicht ohne Grund, das Aufgewicht im Rahmen das Möglichen zu maximieren...
Nein. Ich denke die rein auf die Trägheit bezogene Meßgröße Niedergewicht ist nicht eingeführt worden, um das Spielgefühl zu charakterisieren, sondern um ganz praktisch anhand eines Wertes und eines einfachen Verfahrens die Klaviatur auszuwiegen, d.h. die (Trägheits-)Verhältnisse immer so zu auszubalancieren, dass trotz verschiedener Hammergewichte und Geometrien eine während der sich bewegenden Taste einigermaßen einheitliche Spielweise möglich wird. Also genau im Gegenteil beim Ausbleien zunächst möglichst nur auf den unvermeidlichen Trägheitsaspekt abzustellen und alle zusätzlichen Friktionseffekte (Dämpfer, Losbrechen, Auslösung) so weit es geht dabei auszublenden.Aber ist es nicht schon fast ein Taschenspielertrick, das Niedergewicht ohne Berücksichtigung des "Losbrechmoments" zu messen? Denn als Spieler möchte ich doch gleichmäßiges Niederdruckgewicht haben, ausgehend von der Ruhelage. Also ist es doch besser, das auszumessen von der Ruhelage, um mglw. unterschiedliche "Losbrech-Reibungen" mit zu erfassen, und dann von z.B. 50g auszugehen statt 47g?
Hat er aber nicht, die Ausbleiung ist so geblieben - wenn ich es recht verstanden habe. Es wurden schwerere Hämmer eingebaut, zwar mit längerem Röllchenmaß, also unter weniger Lasthebel, aber auf einem Tubengestell für altes Röllchenmaß, also unter leicht negativ geknickter Stößergeometrie, (die ohne unterlegte Pappscheiben an den Hebegliedkapseln das Losbrechmoment steigen lässt), und dann wurden die Hämmer leichtergefeilt, bis ein (inklusive vermutlich erhöhtem Losbrechmoment) akzeptables Spielgewicht herauskam.
Wie kann man denn das Aufgewicht kompromisslos hochtreiben? Es sind doch die Reibungen da, bei bester Mechanik ca. 50% des Niederdruckgewichts, sonst eher mehr?Wird das Aufgewicht dagegen kompromisslos (zu) hochgetrieben, springt die Mechanik sozusagen schon bei leisester Berührung los (Mohr/Horowitz: you could almost blow on it to move....) und lässt den Hammer kaum gedämpft quasi an die Saite knallen, oder sogar trommeln. Wenn dazu dann noch das anfängliche Losbrechmoment relativ hoch liegt, finden das wohl nur die wenigsten Pianisten gut und kontrollierbar...
Eben, das sehe ich genau so! (ich würde nur sagen, dass bei der besten Mechanik die Reibung noch ein Stück unter 50% liegt)Wie kann man denn das Aufgewicht kompromisslos hochtreiben? Es sind doch die Reibungen da, bei bester Mechanik ca. 50% des Niederdruckgewichts, sonst eher mehr?
macht ca 21g Reibungsverlust, also ~41%.und ich so um 50-52g liege, und das mit traumhaft hohem Aufgewicht von ca. 30g.
Nicht, wenn die Geometrie entsprechend verändert wird! Schreibst du doch eh selberDoch, es hängt auch damit zusammen. Schwerere Hämmer lassen das Niedergewicht entsprechend steigen, wenn das Blei, so wie hier, belassen wird:
Wenn andere Hämmer das gleiche Niedergewicht verursachen, dann auch das gleiche (oder zumindest sehr ähnliche) Aufgewicht.Hat er aber nicht, die Ausbleiung ist so geblieben - wenn ich es recht verstanden habe. Es wurden schwerere Hämmer eingebaut, zwar mit längerem Röllchenmaß, also unter weniger Lasthebel, aber auf einem Tubengestell für altes Röllchenmaß, also unter leicht negativ geknickter Stößergeometrie, (die ohne unterlegte Pappscheiben an den Hebegliedkapseln das Losbrechmoment steigen lässt), und dann wurden die Hämmer leichtergefeilt, bis ein (inklusive vermutlich erhöhtem Losbrechmoment) akzeptables Spielgewicht herauskam.
Da steht "im Rahmen des Möglichen". Rein rechnerisch ist das Aufgewicht durch das Niedergewicht begrenzt, in der Praxis ist es noch deutlich darunter. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was du mit dem ersten Teil meinst. Nieder- und Aufgewicht wird ohne Dämpfung gemessen. Meinst du Reibung? Ja, in der Mechanik wird an gewissen Stellen Reibung gebraucht. Die Hammerachse sollte aber möglichst reibungsfrei sein. Je weniger Reibung desto präziser geht pp. Trommeln hat eher mit der Auslösung zu tun, eventuell auch mit schlecht eingestellten Fängern (aber selbst ganz ohne Fänger springen die Hämmer im Normalfall nicht wieder derart hoch).Aber nicht in jedem Fall und für jeden Pianisten, siehe Mohrs Video. Es gilt auch nur, solange die Mechanik immer noch genügend Dämpfung bereithält den individuellen "Spielschwung" genügend abzubremsen um einen auch im pianissimo noch differenzierten Anschlag für den jeweiligen Pianisten zu ermöglichen.Man versucht ja auch nicht ohne Grund, das Aufgewicht im Rahmen das Möglichen zu maximieren...
Wird das Aufgewicht dagegen kompromisslos (zu) hochgetrieben, springt die Mechanik sozusagen schon bei leisester Berührung los (Mohr/Horowitz: you could almost blow on it to move....) und lässt den Hammer kaum gedämpft quasi an die Saite knallen, oder sogar trommeln. Wenn dazu dann noch das anfängliche Losbrechmoment relativ hoch liegt, finden das wohl nur die wenigsten Pianisten gut und kontrollierbar...
wenn ich Matizio richtig verstanden habe, dann verursachen aber die anderen Hämmer in meinem Fall (altes Gestell, neue Mechanik) größere Losbrechreibung, falls das nicht durch Pappscheiben unter den Hebegliedkapseln kompensiert wird - verringert also das Aufgewicht bei gleichem Niedergewicht gegenüber der alten Mechanik und alten Hämmern.Wenn andere Hämmer das gleiche Niedergewicht verursachen, dann auch das gleiche (oder zumindest sehr ähnliche) Aufgewicht.
Nein, eben nicht "immer". Das ist zwar dann so, wenn das Niedergewicht durch leichtere Hämmer vermindert wird, die dann umgekehrt weniger Masse haben um die Taste zu heben. Aber wenn das Niedergewicht nicht durch weniger Masse, sondern bei z.B. gleichbleibender Masse durch weniger Reibung verringert wird, erhöht sich das Aufgewicht, weil auch dessen Masse gleichbleibt und beim Hochdrücken nun auf weniger Widerstand stößt.Geringes Niedergewicht bedeutet immer auch noch geringeres Aufgewicht.
Auch da widerspreche ich. Die Hammerachse darf zwar nicht zuviel Reibung haben, weil das neben dem Spielgefühl u.a. auch den Ton negativ beeinflußt, wenn der Hammer dann irgendwann zu lange an der Saite bleibt. Dann ist es nötig diese Reibung zu verringern, aber sie darf dabei auch nicht zu gering werden, weil sonst die Trommelgefahr steigt, da die nötige stoßabsorbierende Wirkung der Mechanik beim Anschlagen sonst zu gering wird, und irgendwann der ganze Mechanismus zu federelastisch wird, und da ist dann eben nichts mehr mit präzisem pp.Die Hammerachse sollte aber möglichst reibungsfrei sein. Je weniger Reibung desto präziser geht pp. Trommeln hat eher mit der Auslösung zu tun
Nein, nicht nur das, er wollte möglichst geringes Niedergewicht bei zugleich möglichst hohem Aufgewicht. Mohr nennt die Zahlen, 46g runter bei 30g plus x rauf.Horowitz wollte möglichst geringes Niedergewicht
Aber um wieviel geht es da? 2g mehr oder weniger fällt bei mir unter "sehr ähnlich".wenn ich Matizio richtig verstanden habe, dann verursachen aber die anderen Hämmer in meinem Fall (altes Gestell, neue Mechanik) größere Losbrechreibung, falls das nicht durch Pappscheiben unter den Hebegliedkapseln kompensiert wird - verringert also das Aufgewicht bei gleichem Niedergewicht gegenüber der alten Mechanik und alten Hämmern.
Doch, immer. Du hast den Satz falsch verstanden, vielleicht das erste Wort als "Geringeres" gelesen. Das Aufgewicht liegt immer unter dem Niedergewicht. Wer geringes Niedergewicht will, muss mit entsprechend geringem Aufgewicht leben.Nein, eben nicht "immer".
"noch ein Stück" heißt "mehr als nur ein bisschen", also "deutlich". Sollte eigentlich offensichtlich sein, dass mir klar ist, dass es nicht ganz nah bei 50% meine, weil ich ja erstens für das Instrument von Mindenblues 41% ausgerechnet habe und zweitens die zitierten 50% mit meiner Aussage nach unten korrigiert habe.Sprich, er wollte eine Mechanik mit gleichmäßig möglichst wenig Reibung - nach Deiner Rechnung weniger als 35% Reibung. Also nicht nur "noch ein Stück unter 50%" wie Du es den besten Mechaniken attestierst, sondern noch sehr deutlich darunter.
mit hineingesteckter Schraube, hat mir Micha Klaviermacher gezeigt.Sogar die Kapsel(!) muss sich von selber nach unten bewegen
Nein, Du irrst Dich, das ist nicht zwangsläufig so. Es kommt ganz auf die Umstände an. Du fixierst Dich beim Thema Gewichtung allein auf Veränderungen der Masse, übersiehst aber die Reibung, die zu ändern sich auf die Hebelarme nunmal anderssinnig auswirkt. Aber ich habe diesen wichtigen Unterschied oben schon erklärt und sollte nicht länger versuchen, Dich von Deiner einseitigen (und daher manchmal irrreführenden) Sicht abzubringen.Doch, immer. Du hast den Satz falsch verstanden, vielleicht das erste Wort als "Geringeres" gelesen..... Wer geringes Niedergewicht will, muss mit entsprechend geringem Aufgewicht leben....
Noch einmal: Du verstehst den Satz falsch. Anders formuliert soll er ausdrücken: Aufgewicht ist immer kleiner als Niedergewicht. Wer das Niedergewicht senkt, senkt die machbare Obergrenze für das Aufgewicht.Nein, Du irrst Dich, das ist nicht zwangsläufig so.
Nein, wie bereits BEHAUPTET. Die Ursachen von und Maßnahmen gegen Trommeln habe ich dir geschrieben, aber darauf gehst du nicht ein.wie bereits erläutert.
Aber hat er gesagt, dass sich die Kapsel ohne Schraube nicht bewegen darf?mit hineingesteckter Schraube, hat mir Micha Klaviermacher gezeigt.
Mir scheint eher, es ist noch nicht einmal alles ordentlich gelesen. Aber wenn du nicht willst, dann halt nicht...Aber es ist alles gesagt