Steinway & Sons Preisliste 1967

  • Ersteller Ersteller Maiwald
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  • #21
Ach, da hat sich gar nicht viel verändert. Ein S&S Pianino kostete soviel wie ein Massen-Auto. Das ist auch heute noch so. Ein Golf 8 beginnt lt. Google bei rund 30 k.
Das einzige verbliebene S&S-Pianino K-132 schlägt sich derzeit mit fast 60.000 Euro zu Buche, also deutlich mehr als ein VW Golf.
 

  • #22
Das V-125 (anno 67 bereits erhältlich und als Einziges somit vergleichsfähig!) fiel erst vor kurzem aus dem Programm und lag m.W. am Schluss bei gut 30.000. Passt schon.
Klaviere gibts auch schon für deutlich weniger
Auch damals war das schon so. Hatte mal eine Sauter-Preisliste aus der Zeit und da lagen die Pianinos in etwa bei der Hälfte des S&S-Preises.

Auch wenn alle jammern - es ändert sich fast nie was.
Benzin ist so teuer wie noch nie? Falsch! Inflationsbereingt haben wir sowohl 1970 als auch 1979 mehr zahlen müssen...

usw.
 

  • #24
Geht endlich arbeiten und kauft euch ein Auto,
Das ist so ungefähr das, was ich fast jeden Tag fühle, wenn ich zu Fuß auf dem Weg zur Arbeit bin.
Mensch ohne Auto = Mensch allerhöchstens 2. Klasse.

Deutschland ist eine Auto-kratie (bitte verzeiht mir das Wortspiel ... ich hoffe, ihr wisst, wie ich das in dem Kontext verstanden haben möchte).
 
  • #26
Der Sparkäfer VW 1200 A des Modelljahres 1966 kostete im Oktober 1965 4.395,- DM. Ein Jahr später waren es 90 DM mehr.
Der eigentliche Clou ist heute, dass Klaviere aus jenen Jahren nicht nach Alter, sondern nach Zustand gewertet werden. Und folglich oft nahezu nichts mehr wert sind, im Ggs zum Käferchen ....

...Und da schon damals kaum eine Socke so ultra geizig war wie mein Alter Herr, und nur ca 5% die lauten Spardosen 1200 A oder Standard statt due Chromkäfer kauften, sei mit Abstand von 60 Jahren nunmehr gekündet, dass du kaum einen restgutem Käfer aus D noch vierstellig einkaufen kannst, und die krass begehrten Sparies von damals munter auf die 20.000 EUR zusegeln, wofür man locker einen Flügel* auch bekommen kann.
 
  • #28
Dann schau mal, was ein guterhaltenes S&S V.125 aus der Zeit heute kostet. Mit vierstellig ist da auch nix mehr - und zwar ganz ohne einen Hype - ganz im gegenteil.
 
  • #29
Steinway* ist die Rolex unter den Klavieren.
 
  • #30
Und folglich oft nahezu nichts mehr wert sind, im Ggs zum Käferchen
Wie viele VW Käfer wurden gebaut ... und wie viele Klaviere/Flügel* waren es im gleichen Zeitraum und noch wichtiger ... wie viele Käferbesitzer haben sich um das teil so aufwändig gekümmert, wie ein Flügelbesitzer um seinen Flügel*?
Klar wurden diese Autos geliebt, gehegt und gepflegt ... aber die wenigsten werden ihn jedes Jahr mal in die Werkstatt gegeben haben, um ihn auf Herz und Nieren überprüfen zu lassen und ihn wieder in einen optimalen Zustand zu bringen.
Beim Auto reicht die "Retrivialisierung" ... das soll bei Vorhandensein der nötigen Betriebsstoffe fahren, lenken, bremsen, der StVO entsprechen und dabei nach Möglichkeit nicht unnötig viel Sprit verbrauchen.
Niemand bringt seinen Käfer in die Werkstatt, weil der bei 3.500U/min in den Obertönen nicht mehr so schön klingt. Bei Flügeln kostet das zwar auch etwas weniger, aber die kriegen dieses Programm regelmäßig.

Eigentlich sind Klaviere und Autos nur vom Preis her vergleichbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #31
Nichtmal die "höheren Töchter" können sich heute noch mit ihrem Klavierspiel für einen poenziellen Gatten in Pose werfen (zum Glück müssen sie das aber auch garnicht mehr)
Das ist in der Diskussion (wo ein bischen Wehmut und Nostalgie durch den Raum schwingt), auch interessant - wie sah unsere Gesellschaft eigentlich aus, als die Preisliste gedruckt wurde? Nämlich schon anders als heute.
Meine Oma (Jahrgang 1937, lebt seit ein paar Jahren im Altenheim) hatte als junges Mädchen (Bauerntochter) Klavierstunden gehabt. Und ihre Eltern haben ihr dann Ende der 50er Jahre tatsächlich auch das Klavier mitgegeben als sie ihren Mann geheiratet hat.
Auf dem Klavier hat dann meine Mutter ein paar Jahre lang als Kind Unterricht gehabt. Das war keine Liebesbeziehung zum Klavier, sondern geschah mit einer gehörigen Portion Widerwillen.
Meine Oma hat dann durchaus überrascht und amüsiert reagiert, als ich ihr verkündet habe, sowas "freiwillig" machen zu wollen.
Ja, Klavierspiel war auch Ausdruck von gesellschaftlichem..Status? und wurde auch mal verordnet, weil sich das so gehört und schicklich ist.
 
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  • #32
Eigentlich sind Klaviere und Autos nur vom Preis her vergleichbar.
Der Aufstieg der Autos u.v.a, neben dem Nutzen auch der Effekt des "...ich kann mir eines leisten ...", und das Aufkommen des Radios, waren mitbegründend für den Niedergang der Klavierindustrie in den USA weniger der 20er als dann deutlich mehr der 30er Jahre. Begründend u.a. auch, dass Steinway* die Verträge mit den Umbauern zum Selbstspielklavier um 1932 (?) aufkündigte und die nicht abverkauften Klaviere und Flügel in eigene Obhut zurücknahm, die Selbstspielerboxen teils wieder rauswarf.

Vergleichbar ist da noch mehr - u.a. der Effekt des Alterns in Würde oder ohne Würde - welch letzteres aufgrund von Oxidation *1* Millionen Autos dahin raffte - in Klavieren jedoch nur die Saiten.
Also, meist hält ... ein Klavier länger. Was allerdings dann auch nix nutzt, wenn Resoboden übel gerissen, oder Stimmstock ausgeluddelt.
 
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  • #33
Viele Autos sind auch 24/7 Wind und Wetter ausgesetzt.
Das sind Bedingungen, die die allerwenigsten Klaviere lange überleben würden.
 
  • #34
Ein Steinway kostete eigentlich immer so viel wie ein Auto. Inzwischen sogar deutlich mehr als ein Einstiegsmodell.

Bemerkenswert, dass man für einen A in dieser fragwürdigen Louis XV Optik zwei schwarze O Modelle bekam.
Da ich immer wieder mit dem "Prinzessinnen Flügel" in Berührung komme, kann ich sagen, das der Steinway A-188 in dem Gehäuse Louis XV Skizze 1020 aktuell ca. 750.000 Euro kostet, nur auf Bestellung gefertigt wird, man die Hälfte des Kaufpreises anzahlen muss und dann zwei Jahre darauf warten darf. :009:
 
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  • #35
Drei Aston Martins
:blöd:
 
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  • #36
Da ich immer wieder mit dem "Prinzessinnen Flügel" in Berührung komme, kann ich sagen, das der Steinway A-188 in dem Gehäuse Louis XV Skizze 1020 aktuell ca. 750.000 Euro kostet, nur auf Bestellung gefertigt wird, man die Hälfte des Kaufpreises anzahlen muss und dann zwei Jahre darauf warten darf. :009:
Und klingt dann möglicherweise im Vergleich zu anderen Exemplaren in Standardausführung ziemlich bescheiden.
 
  • #37
Drei Aston Martins
kommt aufs Modell an
:lol:

Der Aston Martin DBR1 ist zwar kein "alltäglicher Aston Martin", nix aktuelles und auch nix für die Straße.
Aber einer von 5 noch vorhandenen wechselte 2017 für $22,5Mio den Besitzer.

Wir reden hier ja auch nicht über ein alltägliches Flügeldesign ... da darfs auch ein seltenes Auto sein.

PS:
Keine Ahnung, ob der Louis XV ein Rennwagen unter den Flügeln ist.
 
  • #39
Paolo Fazioli wurde mal nach dem F-308 für den Sultan von Brunei gefragt, wie der klinge oder so. Seine etwas verklausulierte Antwort war, sinngemäß, dass die größte Herausforderung des in goldenen Farben gemäß den südostasiatischen Königshaustraditionen ausgeführten F-308-Punkstückes gewesen sei, den Impact der Schmuckausstattung auf das Klangbild zu verhindern, zu kompensieren.
 
  • #40
Paolo Fazioli wurde mal nach dem F-308 für den Sultan von Brunei gefragt, wie der klinge oder so. Seine etwas verklausulierte Antwort war, sinngemäß, dass die größte Herausforderung des in goldenen Farben gemäß den südostasiatischen Königshaustraditionen ausgeführten F-308-Punkstückes gewesen sei, den Impact der Schmuckausstattung auf das Klangbild zu verhindern, zu kompensieren.
Goldene Verzierungen haben Einfluß auf den Klang ?
Weißer Lack klingt besser oder schlechter als schwarzer ?
Vergoldete Pedale sind leichter oder schwerer zu kontrollieren?
Ist abnehmender oder zunehmender Vollmond besser für die Spielbarkeit ?
 
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