Salonflügel (200-220 cm): wie entscheiden

  • Ersteller Ersteller drmacchius
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  • #61
Ich habe ja schon sehr viele generalüberholte Instrumente gesehen. Leider muss ich sagen, dass die wirklich Guten dabei nur die Minderheit waren.
Gut, da spricht der Profi.
Aber "gut" und "gut" hat analoge Bandbreiten. Die selteneren Fälle dürften die sein, wo ein Flügel* "richtig schlecht" gemacht ist, dass man ihn digital diskreditieren kann. Klar als "schlecht" brandmarken.

Aber zwischen "gut", "sehr gut", "exzellent", und "von göttlicher Kraft" liegen auch Bandbreiten, und die sind analog.
Ich ... bin ja z.B. von der in Hannover sanierten Klanganlage meines Flügels sehr angetan, aber wenn ein Steinway*-Fachmann ihn mit seinem geschulten Gehör gegen den heutigen Standard verprüfen wrde, dann könnte auch zu hören sein, "...hach jaa, dieser alte Klang... dringt nicht so wirklich durch..." oder anderes Analog-Diskreditives.

Auch die Mechanik, die Freund Michi Klaviermacher fittete, hat später in der Konkurrenz etwas "besseres" gesehen, in persona der in Wiener Neustadt generalsanierten Mechanik eines 1900er Bösendorfer 275, an dem ich mal in Edinburgh sitzen durfte. Der absolut einzige Flügel*, dem ich ... (subjektiv...) zumäße, echt besser zu sein als unserer hier. Gleich guter "alter" Klang, aber eben die Mechanik noch den merklichen Ticken präziser - den ich zwar bemerken konnte, hier aber auch so unbedingt nicht vermisse.

Will sagen, soll sagen, da ist immer auch eine individuelle Komponente dabei, besonders bei der Klangbeurteilung.

Ich kenne aber diese Buden, bei denen du 12 oder 15 "generalsanierte" Flügel* anspielst, und KEINER überzeugt dich. Da können sie nicht nur immer "Pech im Einkauf" gehabt haben, da haben sie auch "Das Händchen" (co) einfach nicht. Und merken es vielleicht nicht mal selber.
Oder sie hatten mal einen Superman in der Werkstatt, aber wollten auf Dauer sein Gehalt vielleicht nicht zahlen ...?...
 

  • #62
Gut, da spricht der Profi.
Aber "gut" und "gut" hat analoge Bandbreiten. Die selteneren Fälle dürften die sein, wo ein Flügel "richtig schlecht" gemacht ist, dass man ihn digital diskreditieren kann. Klar als "schlecht" brandmarken.
Flügel* sehe ich zwar nicht so oft wie Klaviere. Aber für beide gilt, dass komplett generalüberholte Instrumente mich nur selten überzeugen. Da geht es sowohl um Klang als auch um Spielart. Ich habe natürlich auch schon Gebrauchte gesehen, die wirklich wie aus der Fabrik wirkten und super gemacht waren. Ist, wie gesagt, eher selten. Und nach ein paar Jahren werden die Schlechten auch nicht besser, sondern schlechter.
 
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  • #63
Ich habe meinen generalsanierten Blüthner die Segnung einer Intination und Regulierung durch den örtlichen Klavierbaumeister gegönnt - ca. 600 Euro Investition mit enorm hohem Gegenwert. Seitdem sind Klang und Spielart genau so, wie sie mir gefallen. Es ist beeindruckend, wieviel ein Fachmann aus einem Instrument herausholen kann!
 
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