Roland V-Stage: Jemand schon angefasst?

Registriert
06.12.2011
Beiträge
1.920
Reaktionen
1.792
Ihr Lieben.

Seit Anfang des Jahres ist das neue Roland* Flaggschiff Stage-Piano verfügbar.

Das "V-Stage"

Ich beabsichtige selbst auf absehbare Zeit keinen Neukauf eines Stage-Pianos, interessiere mich aber für die Entwicklungen insbesondere bei Roland*, da ich die Tastaturen der Instrumente bisher immer sehr mochte.

Hatte denn schon jemand von euch das V-Stage unter den Fingern. Es gibt eine Version mit 88 Tasten ("für Pianisten") und gewichteter sogenannter Hammermechanik und eine Version mit 76 leicht gewichteten Tasten ("für Keyboarder").

Bei Thomann* gibt es bisher für die 88 Tasten Version keine Bewertungen, lediglich bei Sweetwater findet man ein paar Reviews.

Die Aussagen sind gemischt, insgesamt wird das Instrument gelobt, aber so richtig begeistert scheint niemand zu sein.

Natürlich wird es mit dem Nord-Stage verglichen, das noch einmal deutlich mehr kostet, aber auch ein etabliertes und bewährtes Gerät mit großer Fangemeinde ist.

Es gab hier mal einen sehr langen Faden zum V-Piano, das V-Stage könnte man gegebenenfalls als gut 15 Jahre später erschienene kompakte, bühnentaugliche Version des V-Pianos bezeichnen, obwohl es vorher schon das RD2000 mit Modeling-Soundengine für die Klaviersounds gab.

Hat da jemand schon Hand angelegt?

LG

TJ
 

Grübel ....

Für mich käme das V-Stage nicht in Frage - man hört doch, daß es elektronisch ist.

Ob es für Dich eine Überlegung wert ist, hängt sicher davon ab, ob ein Instrument eine klangliche Bereicherung für Dein SetUp ist? Generell sehe ich ein V-Stage durchaus auf der Bühne zwischen Jazz, Ballade und ... .
 
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie
Für mich käme das V-Stage nicht in Frage - man hört doch, daß es elektronisch ist
??? Hast Du nicht selbst ein MP11?

Ich finde das Teil schon klasse, WENN man damit umgehen kann und es wirklich beherrscht.
 
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie

??? Hast Du nicht selbst ein MP11?

Gut beobachtet. Wärend Corona hatte ich einen Job, bei dem am Tag zwei, drei Kunden in den Laden kamen. Um die Zeit nicht ganz sinnlos abzusitzen, habe ich mir das MP11 angeschafft. Ursprünglich wollte ich dafür das Blüthner* Pro-88 EX haben, aber das hat mich in jeder Hinsicht enttäuscht.
 
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie
Grübel ....

Für mich käme das V-Stage nicht in Frage - man hört doch, daß es elektronisch ist.

Ob es für Dich eine Überlegung wert ist, hängt sicher davon ab, ob ein Instrument eine klangliche Bereicherung für Dein SetUp ist? Generell sehe ich ein V-Stage durchaus auf der Bühne zwischen Jazz, Ballade und ... .
Mir geht es eigentlich wie meistens primär um die Klaviersounds und dann irgendwann vielleicht noch um die Rhodes/Wurlitzer/Clavinet. Orgel geht nicht auf dieser Tastatur und mit Synths bin ich nie richtig warm geworden.

Und natürlich um die Tastatur. Ob das V-Stage bzgl. Tastatur und Onboard-Klaviersounds einen Fortschritt darstellt, ob jemand es mal angespielt hat und ob das Wow!, Ok oder Geht-so war, das würde mich interessieren.

In den wenigen Bewertungen hieß es, die Tastatur sei nicht die beste von Roland* und die Klaviersounds seien irgendwie schon gut , hätten aber auch ihre Schwächen.
 
Welche soll denn die beste Tastatur von Roland sein? Die PHA-50 gefällt mir gut.
 
Von PHA-50 steht aber nichts in den technischen Angaben des V-Stage. Andererseits kann ich mir fast nicht vorstellen, dass die dort eine schlechtere Tastatur verbauen.
 
  • #10
Ich wollte nicht implizieren, dass das V-Stage die PHA-50 hätte.

Auf der englischen Webseite ist oft von keyboard, performance keyboard, etc. die Rede. Nicht von "digital piano". Vielleicht ist keyboard auf Englisch höherwertig als bei uns. Aber es könnte auch heißen, dass der Fokus eben auf den Features liegt und nicht auf Klavierähnlichkeit.

"V-STAGE 88 with 88 weighted hammer-action keys and V-STAGE 76 with 76 semi-weighted keys and organ-style waterfall feel"
 
  • Like
Reaktionen: Austro-Diesel
  • #12
Hier steht's: es ist ein PHA-4 Keyboard.

Ja, und genau das finde ich seltsam. Das RD800 hatte PHA4, dann der Nachfolger RD2000 PHA05 und jetzt der Nach-Nachfolger (obwohl eigentlich geringfügig andere Gerätekategorie) rückschrittlich wieder PHA4.

Vielleicht tatsächlich , weil man damit eben nicht primär den Pianisten glücklich machen will, der notgedrungen ein Stage Piano spielt, sondern weil ein Allround-Bühnengerät geliefert werden soll, mit dem man eben sehr gut, aber nicht unter Roland-Bedingungen optimal Klavier spielen kann.
 
  • #13
Die Tasten der PHA-4 sind kürzer. Vielleicht auch mechanische Gründe, um das Gehäuse kompakt halten zu können.
 
  • #15
Der Verkäufer hat mich belogen!! :/
(vermutlich besser: sich geirrt)

Er hat behauptet, im LX-6 wäre wie im daneben stehenden HP-702 704 eine PHA-50 verbaut, dabei hat es die etwas längere Grand Feel.

Ich hatte aber beide vor meiner Frage kurz angespielt und mir ist kein Unterschied aufgefallen. Der Unterschied zur PHA-4 ist jedenfalls deutlich größer. Ich muss wohl noch einmal vorbeischauen.

Schade, dass man sich bei digitalen Instrumenten die Komponenten nicht wie bei einem PC selber zusammenstellen kann. Ich hätte gerne Tastatur 1 mit Lautsprechersystem 3 und Elektronikchips B...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie
  • #16
Der Verkäufer hat mich belogen!! :/
(vermutlich besser: sich geirrt)

Er hat behauptet, im LX-6 wäre wie im daneben stehenden HP-702 eine PHA-50 verbaut, dabei hat es die etwas längere Grand Feel.

Ich hatte aber beide vor meiner Frage kurz angespielt und mir ist kein Unterschied aufgefallen. Der Unterschied zur PHA-4 ist jedenfalls deutlich größer. Ich muss wohl noch einmal vorbeischauen.

Schade, dass man sich bei digitalen Instrumenten die Komponenten nicht wie bei einem PC selber zusammenstellen kann. Ich hätte gerne Tastatur 1 mit Lautsprechersystem 3 und Elektronikchips B...
... Ich muss tatsächlich mal die PHA-50 anspielen, bisher habe ich in meinem RD 800 die PHA4. Die ist eigentlich auch schon sehr gut. Das heißt aber, wenn ich upgraden wollen würde, und die Klavier Aktivität weiter im Vordergrund steht, dann wäre ich mit einem RD2000 EX (wird es wohl noch eine ganze Zeit lang neu zu kaufen geben) besser beraten als mit dem relevant teureren, neuen, gehypten, schön roten Flaggschiff V-Stage.
 
  • #17
Ich muss mich korrigieren: Daneben war ein HP-704 mit PHA-50.
Die Grand Feel des LX 6 ist noch einmal besser. Wenig überraschend fällt es umso stärker auf, je weiter man sich von der Tastenvorderkante entfernt.
 
  • #18
... jetzt habe ich das V-Stage selbst mal unter die Finger bekommen.

Wie bereits vermutet ist die Tastatur keine Revolution oder Offenbarung, zumindest nicht, wenn mann gute Roland-Tastaturen gewöhnt ist, aber sie ist mir auch nicht negativ aufgefallen.

Die Sounds: die Klavier-Sounds und Rhodes-Sounds haben mich tatsächlich aufhorchen lassen. Auch keine Revolution, aber doch auf den ersten Eindruck sehr sehr gut. Das rd-2000 kenne ich nicht, aber im Vergleich zu meinem alten rd-800 wäre das definitiv ein signifikantes Upgrade.

Der Preis ist mittlerweile auch gesunken und liegt deutlich unter den vergleichbaren Nord Stage und auch Nord Piano.

Also wenn ich gerade ein neues Stage-Piano anschaffen wollen würde, und eine 2-mmanualige Clone-Wheel-Orgel nicht Priorität hätte, dann würde ich das V-Stage 88 nehmen 😆
 
  • Like
Reaktionen: Austro-Diesel
  • #19
Zur Tastatur selbst gab es auf der NAMM 2025 schon Verwirrung, da Roland nicht so richtig mit einer Bezeichnung raus rücken wollte. Gesprächspartner damals war Ed Diaz ...

Hier mal ein paar Textfragmente aus dem Dialog (ich auf der NAMM - User aus der Piano Fraktion des MB in DE)

Mit dem (Ed Diaz) habe ich grade gesprochen. Die Tastatur unterscheidet sich. Also … V-Stage nennen sie ja fast alle, aber da gibt es Unterscheidungen.

V-Stage 88 Tasten ist vomSpielgefühl zwar nicht Piano, aber man muss/kann mehr mit den Tasten arbeiten. Sie haben mehr Widerstand und sind „schwerer“ unter den Fingern. Dafür fühlt sich die Oberfläche sehr angenehm an. Wenn man die Taste drückt dann sieht man eine Kante (also wie ein Belag auf der Taste). Damit sind wir - meiner nicht ausgebildeten Erfahrung nach - jedoch nicht beim Aufwand der an einer analogen Tastatur nötig ist. Man fühlt sich wohl, wenn man den etwas „leichteren“ Anschlag des E-Piano gewöhnt ist.

Die dir gegebenen Informationen zur Tastatur waren allerdings schon bekannt, so wurde das u.a. auch von Ed Diaz erzählt.

Konstruktive Ansatzpunkte wären Änderungen bei der Gewichtung sowie das Entfernen der Graduierung und des Escapement/Let off, deshalb mein Hinweis auf die Kawai RHIII in Nord Grand.

Hatte ich ihnen übersetzt … es klang so, als hätten sie der Tastatur noch keinen Namen gegeben. Ich gehe also davon aus, dass sie nicht so recht rausrücken wollen, an was sie sich orientiert haben.

Escapement findet man heraus, wenn man eine der Tasten langsam und wirklich sanft herunterdrückt. Dann kann man einen Punkt des geringen Widerstands auf dem Weg der Taten nach unten fühlen.
Das wäre die Escapement/Let off-Simulation, die eine konstruktionsbedingte Eigenschaft der Hammermechnik in akustischen Klavieren nachahmt. Witzigerweise ist das nur bei zartem Anschlag fühlbar, nicht beim Spielen in mittleren oder gar höheren Tempi und auch nicht beim üblichem "halblauten" Anschlag im mf oder mehr.

Graduierung lässt sich spüren, wenn man Tasten der tiefen Töne weit links und hohe Töne weit rechts wieder schön sanft im Niederdruck vergleicht. Brauchen sie den gleichen (relativ geringen) Kraftaufwand oder ist der verschieden? Bei der relativ schwer gewichteten PH4 war das für mich deutlicher spürbar als in der hochwertigeren PHA50.

Für mich fühlen sich hohe und tiefe Tasten erst mal gleich an.

Nach deinem Tipp mit dem „langsam“ eintauchen würde ich das beschreiben als: „Ich fühle den Punkt der zu überwinden ist nach ca. 50% Weg, aber ich könnte jetzt nicht sagen, ob es davor oder danach schwergängiger ist. Ganz langsam hat jedenfalls der „Velocity Trigger“ seine Probleme.

Lee (Moog Foundation) kennt Ed … und da er dieses „Gefühl“ noch nie selbst wahrgenommen hat, ist er jetzt selbst neugierig und versucht mal einen Buddy Buddy Talk zum Thema. Fakt ist aber, das Lee sich sehr wohl gefühlt hat auf der Tastatur. Das ging sehr flüssig. Er selbst spielt vielleicht 10% analog Piano. Hauptsächlich Stage Piano und Synth.

Nachfrage bei Ed Díaz hat ergeben, dass es der Escape Mode ist und der Hammer nach der Schwelle „frei“ wird. Lee und ich sind uns aber einig, dass der Weg bist zum „Release“ ein sehr ähnliches Gewicht hat wie danach.

Mit Beschleunigung in die Taste, merkt man dann die Unterschiede.

Gegenüber der besseren PHA50 hat man durch die PHA4 etwas Gewichtsersparnis, aber auch weniger Kosten und einen weiteren Unterschied zu den Roland RD2000 EX** und Roland Fantom 8 EX** mit PHA50.

Nachdem Roland sich nicht wirklich "klar" ausdrückt werden wir weitere Details absehbar in der kommenden Zeit erfahren.
Für dich noch zur Veranschaulichung, bei einer Konstruktion wie der PHA4 kommt das Gewichtungsgefühl beim Spielen durch Eigenwicht und Bewegung des "Hammers" zustande.

Wie gesagt ... alles aus den ersten 2 NAMM Tagen des Release ... Ich denke das Rätsel ist jetzt wohl leidlich gelöst ...

Gruß
Martin
 
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie
  • #20
Die Sounds: die Klavier-Sounds und Rhodes-Sounds haben mich tatsächlich aufhorchen lassen. Auch keine Revolution, aber doch auf den ersten Eindruck sehr sehr gut. Das rd-2000 kenne ich nicht, aber im Vergleich zu meinem alten rd-800 wäre das definitiv ein signifikantes Upgrade.
Vielleicht mal nachholen, das aktuelle RD-2000 EX schätzt meine Frau von Klang wie Spielweise doch sehr. Auch mir will so mancher Klang aus dem Gerät gut gefallen.
 
×
Dir gefällt Clavio.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Affiliate/Werbung
Millenium
Tablet Holder 10,1" - 14"
15,90 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben Unten