Prüfungsprogramm für Zulassungsprüfung IGP Klavier Klassik: Stückauswahl

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tasteninstrument

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27.11.2025
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Hallo : )

Leider habe ich die Zulassungsprüfung zum Bachelorstudium IGP Klavier Klassik an der mdw dieses Jahr nicht bestanden, möchte es aber nächstes Mal auf jeden Fall wieder versuchen.

Zur diesjährigen Prüfung habe ich folgende Werke vorgetragen:

- Barock: J.S.Bach; Partita, BWV 825; Präludium, Allemande, Gigue
- Sonate bzw. Variationswerk: L. v. Beethoven; Sonate Op. 14 No. 1
- Romantik: F. Liszt; Chapelle de Guillaume Tell
- Impressionismus bzw. 20./21. Jahrhundert: L. Auerbach; Präludium No. 21
- Etüde: M. Moszkowski; Etüde Op. 72 No. 2

Leider habe ich mit der Vorbereitung zugegebenermaßen viel zu spät begonnen (konsequent erst ca. März) und musste dann in täglichen 4-5(+)-Stundeneinheiten das Beste herausholen, wobei ich die Sonate, das romantische Werk sowie die Etüde bereits vor einiger Zeit schon mal erarbeitet hatte. Diese Situation möchte ich dieses Mal auf jeden Fall verhindern und bereits jetzt ernsthaft mit der Vorbereitung beginnen.

Bezüglich der Stückauswahl würde ich außerdem gerne alle Werke neu wählen (Anforderungen: https://www.mdw.ac.at/lvb/studium/igp-bachelorstudium-zkf-klavier-zulassungspruefung/) und würde mich daher sehr über etwas Inspiration freuen - gerne einfach Komponisten, Zyklen, Bände, aber auch konkrete Werke - ich bin für alles dankbar!
Ich habe dabei eventuell an eine späte Haydn-Sonate, ein Brahms-Werk und etwas von Stockhausen gedacht; besonders mit der Moszkowski-Etüde hatte ich etwas Probleme bzw. habe mich mit ihr nie so wohlgefühlt.

Beim Feedback-Call mit einer Professorin habe ich folgende Notizen gemacht (etwas generisch :008:):
- Potenzial vorhanden - wieder versuchen

- Beethoven Allegro: viel Gestaltungswille, manchmal über das Ziel hinaus (viele Ideen -> aber im Rahmen halten); Nebenthema etwas ruhiger, linke Hand etwas zu direkt, kontrollierender zuhören, Sechzehntelgruppen zu Beginn gut ausspielen
- Bach Präludium: verträgt viel Atem, war etwas durchgespielt, Verzierungen rechts nicht ganz verständlich (funktionierte besser in der linken Hand)
- Liszt - Chapelle de Guillaume Tell: wie viel Pedal? -> etwas vorsichtiger (besonders bei Tremolo Stelle); tut gut - passt gut (spiele Romantik sehr gerne)
- Moszkowski: viel Energie, super Tempo; etwas Kontrollverlust; Klangbewusstsein auch im Forte (nicht knallen, nicht zu derb)
- Allgemein: Gestaltung der Abschlüsse
- Genaueres Zuhören (Lautstärke, Sauberkeit, Genauigkeit, Artikulation, Atmung)
- nicht knapp nicht bestanden - noch etwas Raum

- Stückauswahl vollkommen OK und gut gewählt; Niveau vs. Machbarkeit

Bereits im Voraus vielen Dank für eure Antworten : )
 
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Gute Reflektion deinerseits und auch gute Vorbereitung - nur offenbar zu spät und nicht ausreichend. Wichtigster Punkt: Du brauchst sehr guten Unterricht mindestens einmal im Monat (dann lange), besser jede Woche (mind. 60 Minuten, besser 90). Der Lehrer sollte dich auch zur Stückauswahl beraten können. Kann teuer sein, ja, aber besser kannst du dein Geld für dieses Studienziel nicht anlegen. Wir können dir natürlich irgendwelche Stücke empfehlen, aber ohne dich spielen gehört und noch besser unterrichtet zu haben, kann man keine sinnvolle Empfehlung abgeben.
 
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Liebe/r Tasteninstrument,

Ich schließe mich Stilblüte an! Ich finde vor allem den Punkt "Allgemein" und "Genaueres Zuhören" sehr wichtig, den die Professorin angesprochen hat. Denn das sind die Fähigkeiten, auf die es letztlich ankommt, egal welches Stück du spielst.

Würdest du sagen, dass die Kritikpunkte nur am großen Stress und Zeitdruck lagen oder würdest du sagen, dass dies generell stimmt. Ich vermute Letzteres, denn auch bei Zeitdruck ist das innere Hören präsent und mir scheint dies der Punkt zu sein, an dem du vor allem arbeiten solltest.

Daher ist die zentrale Frage, wie du dies erreichen kannst. Wie kannst du dein Hören, deine musikalischen Fähigkeiten verbessern? Und warum hat dies bisher nicht ausgereicht, sodass du die Prüfung nicht bestanden hast?

Wichtigster Tipp ist aus meiner Sicht, etwas an deinem Üben zu ändern. Wie übst du? Sehr vielfältige und differenzierte Übestrategien helfen, die eigene Klangvorstellung immer weiter zu entwickeln und ein Stück aus vielen verschiedenen "Hörperspektiven" kennenzulernen. Den Fokus der eigenen Aufmerksamkeit immer nur auf einen musikalischen Parameter (z.B. Artikulation) zu richten, ist ein wichtiger Trick (Prinzip der rotierenden Aufmerksamkeit nach Gerhard Mantel). In den Chor gehen, Kammermusik machen, Blattspiel, Transponieren, Improvisieren, Gehörbildung, Harmonielehre, Formenlehre, helfen, deine musikalische Fähigkeiten zu entwickeln.

Du könntest auch einen Meisterkurs machen oder Unterricht an einer Musikhochschule nehmen, um genaueres Feedback zu deinem Spiel zu erhalten. Was sagt denn dein Lehrer zu deinem Abschneiden und zur Kritik? Was sind seine Ideen der Verbesserung? Solltest du vielleicht den Lehrer wechseln?

Hol dir soviel Feedback wie möglich und bekomme den besten Unterricht, den du kriegen kannst! Ich wünsche dir viel Erfolg!

Liebe Grüße

chiarina
 
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Bezüglich der Stückauswahl würde ich außerdem gerne alle Werke neu wählen (Anforderungen: https://www.mdw.ac.at/lvb/studium/igp-bachelorstudium-zkf-klavier-zulassungspruefung/) und würde mich daher sehr über etwas Inspiration freuen - gerne einfach Komponisten, Zyklen, Bände, aber auch konkrete Werke - ich bin für alles dankbar!
Ich habe dabei eventuell an eine späte Haydn-Sonate, ein Brahms-Werk und etwas von Stockhausen gedacht; besonders mit der Moszkowski-Etüde hatte ich etwas Probleme bzw. habe mich mit ihr nie so wohlgefühlt.
ich sags gleich zu Anfang: ich kann inhaltlich nichts beitragen.

ich bin ein bisschen fasziniert von der verlinkten Information. Also einerseits, dass sie sich trauen bei den romantischen Stücken das Fantaisie-Impromptu, Liszt Liebestraum (ok, Liebesträume), Brahms Balladen op. 10 und die beiden Rhapsodien als Referenzen zu erwähnen und dann wiederum dass es zum klassischen Variationswerk bzw. zur klassischen Sonate nicht nötig ist, irgendwelche Hinweise zum Schwierigkeitsgrad zu geben. Ist ja eh alles dasselbe :D

Umso wichtiger möglichst mit Professoren zu sprechen und ggf. mal bei jemandem, der tatsächlich in Aufnahmeprüfungen involviert ist, zu checken, ob das anvisierte Programm üblich ist, ob es ausreichend ist etc.

lg .marcus.
 
Vielen, vielen Dank für eure Antworten - werde mir die ganzen Tipps, Anregungen und Gedanken auf jeden Fall zu Herzen nehmen :026:!
ich sags gleich zu Anfang: ich kann inhaltlich nichts beitragen.

ich bin ein bisschen fasziniert von der verlinkten Information. Also einerseits, dass sie sich trauen bei den romantischen Stücken das Fantaisie-Impromptu, Liszt Liebestraum (ok, Liebesträume), Brahms Balladen op. 10 und die beiden Rhapsodien als Referenzen zu erwähnen und dann wiederum dass es zum klassischen Variationswerk bzw. zur klassischen Sonate nicht nötig ist, irgendwelche Hinweise zum Schwierigkeitsgrad zu geben. Ist ja eh alles dasselbe :D

Umso wichtiger möglichst mit Professoren zu sprechen und ggf. mal bei jemandem, der tatsächlich in Aufnahmeprüfungen involviert ist, zu checken, ob das anvisierte Programm üblich ist, ob es ausreichend ist etc.

lg .marcus.
Liebe/r Tasteninstrument,

Ich schließe mich Stilblüte an! Ich finde vor allem den Punkt "Allgemein" und "Genaueres Zuhören" sehr wichtig, den die Professorin angesprochen hat. Denn das sind die Fähigkeiten, auf die es letztlich ankommt, egal welches Stück du spielst.

Würdest du sagen, dass die Kritikpunkte nur am großen Stress und Zeitdruck lagen oder würdest du sagen, dass dies generell stimmt. Ich vermute Letzteres, denn auch bei Zeitdruck ist das innere Hören präsent und mir scheint dies der Punkt zu sein, an dem du vor allem arbeiten solltest.

Daher ist die zentrale Frage, wie du dies erreichen kannst. Wie kannst du dein Hören, deine musikalischen Fähigkeiten verbessern? Und warum hat dies bisher nicht ausgereicht, sodass du die Prüfung nicht bestanden hast?

Wichtigster Tipp ist aus meiner Sicht, etwas an deinem Üben zu ändern. Wie übst du? Sehr vielfältige und differenzierte Übestrategien helfen, die eigene Klangvorstellung immer weiter zu entwickeln und ein Stück aus vielen verschiedenen "Hörperspektiven" kennenzulernen. Den Fokus der eigenen Aufmerksamkeit immer nur auf einen musikalischen Parameter (z.B. Artikulation) zu richten, ist ein wichtiger Trick (Prinzip der rotierenden Aufmerksamkeit nach Gerhard Mantel). In den Chor gehen, Kammermusik machen, Blattspiel, Transponieren, Improvisieren, Gehörbildung, Harmonielehre, Formenlehre, helfen, deine musikalische Fähigkeiten zu entwickeln.

Du könntest auch einen Meisterkurs machen oder Unterricht an einer Musikhochschule nehmen, um genaueres Feedback zu deinem Spiel zu erhalten. Was sagt denn dein Lehrer zu deinem Abschneiden und zur Kritik? Was sind seine Ideen der Verbesserung? Solltest du vielleicht den Lehrer wechseln?

Hol dir soviel Feedback wie möglich und bekomme den besten Unterricht, den du kriegen kannst! Ich wünsche dir viel Erfolg!

Liebe Grüße

chiarina
Gute Reflektion deinerseits und auch gute Vorbereitung - nur offenbar zu spät und nicht ausreichend. Wichtigster Punkt: Du brauchst sehr guten Unterricht mindestens einmal im Monat (dann lange), besser jede Woche (mind. 60 Minuten, besser 90). Der Lehrer sollte dich auch zur Stückauswahl beraten können. Kann teuer sein, ja, aber besser kannst du dein Geld für dieses Studienziel nicht anlegen. Wir können dir natürlich irgendwelche Stücke empfehlen, aber ohne dich spielen gehört und noch besser unterrichtet zu haben, kann man keine sinnvolle Empfehlung abgeben.
 
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