Pop-Titel, die jeder sofort erkennt und mitsingt/pfeift

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von hasenbein, 3. Juni 2019.

  1. Tastimo
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  2. Melegrian
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    Zur Kofferradio-Generation kannst Du dann aber nicht gehören oder?
     
  3. Melegrian
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    Ich würde meinen, ein Intro muss vor allem eines besitzen, einen hohen Wiedererkennungseffekt und der ist nicht von der Länge eines Intros abhängig. Also an den ersten Klängen erkennen können, was kommt. Bei neueren Songs habe ich nicht bewusst darauf geachtet, nur beim Durchgehen von Listen ab und an gedacht, wann geht es endlich los. Fällt somit praktisch nur ins Gewicht, wenn man noch nicht weiß, was folgt.

    Ist mir bei einigen Texten aufgefallen, doch ließe sich wohl besser bei Studioaufnahmen realisieren, als bei Interpreten, die auch auf Tournee gehen oder allgemein viele Live-Auftritte haben, weil ja mehr Gewurstel auch mehr Texthänger bedeuten würde, könnte ich mir vorstellen.
     
  4. Holger
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    Hier schon. Sind dann aber türkische Hits.
     
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  5. Häretiker
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    Mit dem Song hat mich meine Bürokollegin genervt. :-)

    Grüße
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  6. herr_zog
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    Was sich liebt, das neckt sich. :-D
     
  7. Häretiker
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    Da is' was dran ... sie ist die Frau, mit der ich die meiste Zeit verbracht habe die letzten Jahre. :-)

    Grüße
    Häretiker
     
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  8. Dreiklang
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    Übrigens, falls es noch nicht sowieso bekannt ist: Songtexte sind heute kein Problem mehr.

    Einfach google <Songtitel> Songtext oder <Songtitel> Lyrics oder <Songtitel> Songtext Übersetzung

    Und auf Youtube findet man so oft gleich den Song samt seinem Text in einem Video.
     
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  9. Melegrian
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    Ja, genau, da habe ich die hier eingefügten Textschnipsel her, so weiter vorn bei "No Roots" von Alice Merton, obwohl ich das "root" in "I've got no roots uh uh uh uh" gar nicht klar heraushörte und einfach ein "hu" für gesungen hätte. Wenn man es dann weiß und sich mit verlangsamter Geschwindigkeit anhört, wird es deutlicher.

    Habe heute auf die Länge der Intros bei älteren Songs geachtet. Einmal von "In The Summertime" von Mungo Jerry - Erkennung innerhalb von 1 bis 3 Sekunden (je nach Vertrautheit würde ich meinen) - Länge des Intros etwa 17 Sekunden.

    Dann auf dieser Seite, bei den alten Beatles-Songs. Die Intros der ausgewählten Titel von den Beatles waren nicht länger als 10 Sekunden, so wie ich das sehe.

    http://www.musikanalyse.net/tutorials/popformeln/

    Da ließe sich dann wohl nicht mehr so sehr viel einkürzen.
     
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  10. Melegrian
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    Hier brauchen die nicht einmal ein Auto dafür, versuchte schon das eine oder andere Mal eine Schallquelle zu lokalisieren, eine einfache Tasche oder ein Rucksack, mit oder ohne Fahrrad, genügt Jugendlichen für orientalisch anmutende Klänge völlig. Sind aber nicht so laut wie unsere Straßenmusikanten.
     
  11. fisherman
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    Haha. Das einzige was sich geändert hast, bist Du! Du bist nämlich älter geworden und rutschst damit automatisch näher hin zur "Mitte" - bzw. wirst so langsam "Hauptzielgruppe". Und somit wird immer häufiger das gespielt, woran sich Dein Ohr seit 10-15 Jahren gewöhnt hat.
     
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  12. Melegrian
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    Fragte mich heute, warum mir ein Song von den Fantas (Die Fantastischen Vier - Die da!?!) von 1992 gefällt, gleichzeitig aber mit Rap nicht warm werde.

    Ist es die da, die da, die da, die da, die?
    Oder die da? Nein, freitags ist sie nie da.

    Hip Hop (wie ihn die Fantas machen) und Rap gehören eigentlich zusammen, weil letzteres ja nur der begleitende Sprechgesang ist. Kommt halt auf die Inhalte und begleitende Musik an. Unter Pop-Rap wird dann auch Falco mit "Rock me Amadeus" erwähnt. Das sind halt schon Unterschiede, im Vergleich mit einer Entwicklung, bei der da einfach Songs zerstückelt werden, um etwas Rap mit einzuflechten.
    Es würde aber auch keiner machen, wenn es dafür keine Zielgruppe geben würde. Vielleicht hört sich das mit einer entsprechenden Disko-Droge oder reichlich Alkohol ganz anders an.

    Dass man Pop, Hip Hop, Gesang und Rap richtig schön verbinden kann, beweist die Namika. Der Name war mir bis heute nicht geläufig. Wobei, sie hat sich wohl früher auch Hän Violett genannt. Mit "Je ne parle pas français" 2018 zwei Wochen auf Nummer 1 und insgesamt 38 Wochen in den Charts. 2015 mit "Lieblingsmensch" wohl den ersten Nummer 1 Hit.


    View: https://www.youtube.com/watch?v=Cz1rJtlGHVs

    Nun ja, zu "Girl On Fire" nach Noten geschaut, steht doch da Seite 1 von 9. Wer will denn 9 Seiten auswendig lernen, selbst wenn sich vieles wiederholen sollte. Ob da aber mehr Hooks enthalten sind, keine Ahnung, ich höre nicht mehr als gewohnt. Jedenfalls scheint das kein Weg zu sein, der sich erst in den letzten Jahren in diese Richtung entwickelte.
    Oh, doch, ab da könnte auch schon eingehakt werden, da die nächsten 3 Verszeilen sich nur geringfügig von der Wiederholung nach der zweiten Strophe unterscheiden. So kommt man bei 3 Strophen auf 6 Hooks oder wie wird das gerechnet?

    Os, she got both feet on the ground
    ...
    Ab da beginnt dann der eigentliche Hook, was so gesehen bereits der zweite wäre.

    This girl is on fire
    ...
    https://www.songtexte.com/songtext/alicia-keys/girl-on-fire-2bb910a6.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2019
  13. Dreiklang
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    Dreiklang

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    Vielleicht noch zwei Links zum Thema...

    https://www.faz.net/aktuell/feuille...ik-wie-die-akkorde-verschwanden-13579949.html

    Hier fällt mir auf, dass mit den 90ern eine Zäsur da war: der HipHop kam auf, und die Zahl der Akkorde in der Popmusik sank merklich.

    Das hier:

    https://www.deutschlandfunk.de/die-...ts-gemacht.807.de.html?dram:article_id=383749

    gibt ein bisschen Einblick, wie Hits produziert werden heutzutage. Wenn Poptitel ein Produkt sind, das ganz gezielt für eine bestimmte Käufer/Zielgruppe entwickelt und zugeschnitten wird, dann sehe ich das kritisch.

    Denn wenn man Leuten immer nur Musik vorsetzt, die genau ihrem aktuellen muskalischen Entwicklungsstand entspricht (eine höhere Komplexität "verwirrt" und wird nicht verstanden, ergo: abgelehnt und nicht gekauft/gehört), dann werden sich diese Leute auch kaum musikalisch weiterentwickeln.

    Wenn sie nicht von anderswo neue musikalische Anstöße bekommen...
     
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  14. Melegrian
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    Melegrian

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    Habe jetzt noch nicht alles gelesen, ist ja reichlich lang der Artikel. Doch nachfolgend eine Kurzfassung, wie der Song aus dem letzten Video komponiert wurde, vielleicht gefällt mir der ja deshalb besser:

    https://www.n-joy.de/musik/hintergrund/Namika-Je-ne-parle-pas-francais,ghdsnamika100.html

    Aber, wenn da in dem von Dir verlinkten Artikel bereits eingangs so ein Satz steht,
    dann weiß ich wirklich nicht, ob Jugendliche schon so einfältig geworden sind und nicht wissen, dass z.B. ein Bohlen für andere schreibt. Ältere wissen zumindest, warum hinter/unter den Titeln die Namen der Komponisten und Texter aufgeführt wurden, stand ja auf den Rückseiten von Plattencovern und bei Kassetten und CDs auch irgendwo, soweit ich mich erinnere.

    Dass irgendein kleines Schlagersternchen oder eine Girl- oder Boygroup ihre Songs nicht unbedingt selbst schreibt, würde ich eigentlich als allgemein bekannt ansetzen, doch wer weiß. Wobei nicht alle zu dämlich sind, so wird z.B. die Sängerin von "4 Non Blondes" (wobei mir nur der Titel "What's Up" und die große Motorradbrille in Erinnerung blieb) heute selbst als Songwriterin und Musikproduzentin aufgeführt. Denke, dass sich da Beispiele ohne Ende in beiden Richtungen finden ließen.

    Unabhängig davon fiel mir die einstige Outlaw-Bewegung in der Country-Musik ein, weil ich einmal etwas darüber las. Unter den Musikern, die sich nicht von den Produzenten in Nashville alles vorschreiben lassen wollten, befinden sich Namen, wie der von Johnny Cash oder der von Willie Nelson, der in die "Country Music Hall of Fame" aufgenommen wurde. Ich weiß nicht, was die selbst komponierten oder nicht, doch sie ließen sich zumindest nicht allzu viel reinreden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Outlaw-Bewegung

    Deinen verlinkten Artikel etwas weiter gelesen.
    Empfinde ich als zu zerwürfelt. Da würde bei mir weniger hängen bleiben, als bei einem Chorus nach Strophe. Oder eine Stelle, bei welcher der Ruf folgen könnte "und jetzt alle".


    View: https://www.youtube.com/watch?v=arI4lYDD5VM

    Doch weiter im Text, etwas weiter unten hört es sich doch gleich um Längen besser an für mein Empfinden. Sieht man auch an den Namen der Künstler, für der er schreibt. Nicht dass ich wüsste, was die alles an Titeln herausbrachten.

    View: https://www.youtube.com/watch?v=R7UrFYvl5TE

    Das ist aber interessant:
    Was da über Bob Dylan steht, ist nicht ganz richtig, der hat auch den einen oder anderen Song von anderen übernommen und dann nur etwas anders interpretiert. Weiß nicht mehr, wo ich das gelesen hatte, doch einige Künstler waren ja befreundet und tauschten sich aus.
    Eigentlich auch nichts Neues, würde ich meinen. Selbst für "Griechischer Wein" lieferte ein mit Udo Jürgens befreundeter Texter halt den Text, so habe ich es zumindest in Erinnerung, kann mich aber irren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2019
  15. Peter
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    Peter Bechsteinfan

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    Das gabs in den 70ern auch: Songs wurden nicht mehr nur platten- und konzerttauglich sondern auf einmal radio- und diskotauglich geschrieben. Kurz, tanzbar. Eine der Folgen in den 80ern: mehr Pop, weniger Rock.
    Heute sind zumindest die Genre wieder ausgeglichener vertreten. Das betrifft auch die potentielle Hörerschaft, deren Vorlieben man nicht mehr am Alter festmachen kann. Das z.B. Eltern auf Hiphop stehen und deren Kids auf Rock, hätte man sich in den 80ern nicht vorstellen können.
    Was die Studie leider überhaupt nicht berücksichtigt ist die Tatsache, dass seit dem Internet die Billboardcharts immer mehr an Aussagekraft verlieren.
     
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  16. Melegrian
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    Melegrian

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    Da beschäftigt man sich einmal ein paar Tage mit aktuellerer Musik und was stellt man fest?

    Rock-Oma Suzi Quatro hat Ende März 2019 ein neues Album mit dem Titel "No Control" herausgebracht und landete mit dem seit 1975 erstmalig wieder in den Album-Charts. Und ich dachte, die befindet sich im Ruhestand.
    Die Stimme ist nicht mehr ganz so hell wie mit "Can the Can" oder mit "48 Crash", wo sie sich noch die Stimme aus den Hals schreit, kann sich aber noch hören lassen. Zwei oder drei Titel hätte man sich sparen können, besonders die Nummer 4 "Love Isn't Fair" kommt mir fehlplatziert vor. Die restlichen Titel können sich aber für eine 69-jährige hören lassen, würde ich meinen. Einen größeren Querschnitt hat sie bereits früher gesungen, es war nicht nur eine Rockröhre.
     
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  17. Melegrian
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    Melegrian

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    Ja, nur nach den Charts wird man nicht gehen können, dafür dürfte es zu viele Kanäle geben. Doch selbst wenn sich nur nach den Verkaufszahlen gerichtet wird, können sich immer noch solche Pleiten wie bei der letzten Echo-Preisverleihung ergeben.

    Abschaffung Echo


    Mit den Genres blicke nicht richtig durch, welche da überhaupt wie gelistet werden oder wo was hingehört. Weiter vorne "Old Town Road", wird in der Wikipedia unter "Country, Trap" aufgeführt, wobei Trap ein Subgenre von Hip-Hop sein soll. Aus den Country-Charts soll der Titel aber wieder herausgeflogen sein, weil zu wenig Country-Anteile. Weiter unten steht dann:
    Von Blues lese ich da gar nichts, mein erster Höreindruck von der ersten Strophe war aber, was für ein schöner Blues. Erst ab der zweiten Strophe dann dieser Trap, der aber insgesamt gut passt.
    Verlinkt ist weiter vorn eine Version mit dem Rapper Eminem, gibt es halt in unterschiedlichen Variationen. Ebenso wie es den Song "Je ne parle pas français" mit und ohne den Rapper Black M. gibt.

    Die Nummer 1 Hits von 2013 durchgesehen, mir 3 ausgesucht, die meinem Empfinden entsprachen und nach den Genres geschaut, die den Titeln in der Wikipedia zugeordnet werden.

    Passenger mit "Let Her Go" - Genres Folk, Pop
    Robin Thicke mit "Blurred Lines" - Genres RnB, Soul
    Pitbull mit "Timber" - Genre Dance-Pop

    RnB soll für "Rhythm and Blues" stehen, Rhythmus höre ich genug, doch Blues gefühlt weniger als bei "Old Town Road". Blurred Lines befindet sich auf Platz 21 der meistverkauften Songs aller Zeiten, vermutlich weil den so viele mitsingen wollten.


    View: https://www.youtube.com/watch?v=yyDUC1LUXSU
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juni 2019
  18. thinman
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    thinman

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  19. Revenge
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    Revenge

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    Habe mich bisher noch gar nicht so richtig getraut "Cordula Grün" zu erwähnen, doch ich fand, der Song ließ sich am einfachsten mitsingen.

    Sie hieß Cordula Grün
    Ich hab sie tanzen gesehen
    In der Version von den Draufgängern mag es weniger wie ein übliche Pop-Song klingen, doch es ist ein Song des österreichischen Popsängers Josh.


    View: https://www.youtube.com/watch?v=Xw-g6X8qob0

    In der ersten Hälfte dieses Jahres hat ebenfalls die deutsche Version von "Cherry Lady", gecovert von Capital Bra, für Schlagzeilen gesorgt und lag Anfang April auf Platz 1 der Charts.

    "Cherry Lady" bricht immer mehr Rekorde ...

    Heute Morgen lese ich den Titel eines Songs, von dem ich noch gar nicht wusste, wie gut ich den mitsingen kann. Geht noch einfacher, man braucht nicht einmal richtig hinhören und dennoch bleibt der hängen. "Die immer lacht" ist nicht nur der Titel, sondern wird als Hook insgesamt 28-mal wiederholt. 2016 in den Jahrescharts auf Platz 2.


    View: https://www.youtube.com/watch?v=Bkj3IVIO2Os
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2019