Physiker unter uns...?

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Dreiklang, 20. Nov. 2019.

  1. Sven
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    Sven

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    Zumindest nicht, ohne das studiert oder wenigstens wirklich verstanden zu haben.
     
  2. Dreiklang
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    Dreiklang

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    Solange man nur über Bereiche redet, in denen man sich auskennt und sich reingekniet hat, ist immer alles in Butter.

    Bezüglich der Gravitationswellen: das haut mich nun nicht besonders vom Hocker. Gravitation breitet sich mit LG aus - warum sollte es also keine Gravitations"wellen" geben?

    Nebenbei: was hat eigentlich das hier:
    zu bedeuten? Gravitationsfelder überlagern sich doch nach dem Superpositionsprinzip... Vielleicht ist gemeint, dass sich die Superposition rechnerisch nicht so wie üblich behandeln läßt. Ich hoffe, dass die ART die Superposition der Gravitation zumindest theoretisch vorsieht, und auch mathematisch behandelt.
    (-> https://de.wikipedia.org/wiki/Superposition_(Physik))

    Und das Higgs-Teilchen... sind die Ergebnisse solcher Teilchenkollisionen nicht irgendwie wie Kaffeesatzlesen? Macht man genügend Versuche mit hoher Energie, dann kommt auch irgendwann mal etwas dabei heraus, das man so oder so interpretieren kann... solche "Erfolge" machen sich ja auch ganz gut bei der Frage nach der (weiteren) Finanzierung teurer Grundlagenforschungs-Einrichtungen - ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Aber ich hab' mir den konkreten Nachweis des Higgs-Teilchens ehrlich gesagt nicht näher im Detail angeschaut...
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Dez. 2019
  3. Häretiker
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    Häretiker

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    Weil es eine Vorhersage und der Nachweis damit eine weitere Bestätigung der ART ist.

    In der klassischen Näherung: Ja.
    Nach ART: Nein.

    Grob gesagt: Superposition hast Du bei linearen Differentialgleichungen.
    Die Gleichungen der ART sind nichtlinear.

    Nicht, wenn
    - die Theorie ein solches Teilchen erforderlich macht *)
    - da Teilchen die geforderten Eigenschaften aufweist

    Ach so! Solltest Du tun, *bevor* Du Kaffeesatzleserei vermutest. :-)

    Grüße
    Häretiker

    *)
    Stichwort: spontane Symmetriebrechung erfordert masselose Teilchen. Also braucht man einen Mechanismus, der den masselosen Teiclhen eben diese Masse verleiht. Steht aber wahrscheinlich ausführlicher in Wikipedia.
     
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  4. Ferragus
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    Ferragus

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    Es ging darum, dass du auf eine scheinbare Inkonsistenz in der SRT hinweisen wolltest, die aber eben keine ist. Aber darüber hinaus wissen wir das* eben schon, weil
    - es keinen experimentellen Beleg gibt, dass irgend etwas derartiges passieren sollte
    - das keine Vorhersage irgendeiner etablierten Theorie ist
    - es im Widerspruch zu belegten Theorien steht.

    * dass eine mit relativistischer Geschwindigkeit fliegende Fliege von Reibungseffekten usw. mal abgesehen keine Veränderung an sich feststellt.
     
  5. Dreiklang
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    Dreiklang

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    :010: Es ist schon mehr als ein kleiner "Schönheitsfehler", wenn die experimentell noch keineswegs vollständig bestätigte SRT Objekte direkt in Bereiche führt, in denen die heutige Physik gemäß Quantentheorie einfach aufhört zu existieren.

    Des weiteren bin ich mir nicht ganz sicher, ob Dir klar ist, wie "Physik" und physikalische Theorien allgemein funktionieren.

    Vorhersagen sind zwar immer schön und gut. Aber jedesmal, wenn eine Vorhersage durch ein Experiment oder eine Beobachtung widerlegt wird, dann wird die zugrundeliegende physikalische Theorie angepaßt oder komplett verworfen. Ist ja auch immer wieder passiert in der Physik - ein ganz natürlicher Entwicklungsprozeß.

    Und Vorhersagen sind solange pure Spekulation und Theorie, bis sie durch ein Experiment (oder eine Beobachtung) bestätigt werden.

    Und solange das nicht der Fall ist, darf man an ihnen auch mit jedem Recht zweifeln (so wie ich das in manchen Fällen bei SRT und ART auch tue).
     
  6. Ferragus
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    Ferragus

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    Die SRT ist völlig konsistent mit der Quantentheorie, weshalb streitest du das immer wieder ab?

    Nichts in der SRT wurde seit ihrer Entdeckung "angepasst" oder "verworfen". Dafür ist auch gar kein Spielraum, weil die Theorie auf wenigen experimentell gestützten Annahmen beruht und der Rest folgt.

    Falsch.
    a) "Theorie" wird etwas üblicherweise genannt, wenn es (unter anderem) durch Beobachtungen und Experimente belegt ist.
    b) Es gibt wenig in der gesamten Naturwissenschaft, was so gut experimentell belegt ist wie die spezielle Relativitätstheorie.
    c) Die ART ist ebenfalls ausgezeichnet bestätigt. Sowohl SRT als auch ART enthalten die Newtonsche Mechanik als Grenzwerte (beschreiben also auch die "klassische" Mechanik) und machen darüber hinaus Vorhersagen, die experimentell bestätigt sind.
     

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  7. Albatros2016
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    Albatros2016

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    Das einem theoretischen Physiker an den Kopf zu werfen ist schon ein bisschen....:013::013:
     
  8. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Wer @rolf zeigen möchte wie man übt, der schreckt auch davor nicht zurück...:022:
     
  9. Dreiklang
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    Nochmal will ich's nicht erklären...
    Du nennst eine Theorie, in der wesentliche Teile (Lorentzkontraktion - die physikalische Modellierung des Raums) und Grundannahmen (das Relativitätsprinzip) nicht experimentell bestätigt sind, "gut belegt"?
    Ich (sorry) nicht...

    Vorschlag: erden wir das Ganze...

    Man könnte ja vielleicht auch über andere Aspekte der Physik diskutieren (Doppelspaltexperiment u.a.) wo es weniger Streit etc. gibt...
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Dez. 2019
  10. Dreiklang
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    Dreiklang

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    @Albatros2016 @agraffentoni habt ihr eigentlich einen Schimmer, wovon wir gerade geredet haben...? :girl:Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen... :-D;-)
     
  11. Ferragus
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    Ferragus

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    Du hast weiter oben die Behauptung aufgestellt, es gebe einen Widerspruch zwischen Lorentzkontraktion und einer Planck-Länge als unterer Schranke. Ich habe darauf hingewiesen, dass das lediglich ein Missverständnis / Denkfehler deinerseits ist (beginnend mit der irrigen Annahme, die Quantenmechanik würde eine untere Grenze für Längen postulieren) und kein Widerspruch in den Theorien.
    Nicht nur gut belegt, sondern so ausgezeichnet wie es nur sehr wenig in der Wissenschaft ist. Gleichzeitig ist sie ein fundamentaler Bestandteil weiter Teile der Physik des letzten Jahrhunderts. Das scheint dir nicht ganz bewusst zu sein.

    Zweifelst du an der Evolutionstheorie? Daran dass, wir auf dem Mond waren oder dass 9/11 ein Terroranschlag war? Für keines dieser Dinge ist die Menge und Qualität an Belegen nur annähernd so gut wie für die SRT: Jeden Tag wird sie an Teilchenbeschleunigern in der ganzen Welt bestätigt, es gibt direkte experimentelle Nachweise von Phänomenen wie Zeitdilatation/ Lorentzkontraktion (Myonen!). Elektromagnetismus ist intrinsisch relativistisch, wir beobachten Dinge wie Spin-Bahn-Kopplung, die relativistischen Ursprungs sind usw. usf.

    Eigentlich witzig, dass die SRT so oft angegriffen wird und die Quantenmechanik fast nie. Böse Zungen würden behaupten, das liege lediglich daran, dass die Quantenmechanik mathematisch etwas schwerer zugänglich ist. Aber klar, gerne.
     
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  12. Dreiklang
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    Doch, schon... drücken wir es mal so aus: ich würde zu gern mal an Bord einer relativistisch schnellen Rakete gehen, und mal einen Ball nach vorne werfen ;-)
    Oder die Länge einer solchen Rakete messen, während sie an mir vorbeifliegt. Das könnte man locker mit Lichtschranken machen - bloß, wir haben halt keine solche Rakete.
    Ja, schon irgendwie seltsam. Ich weiss auch (ehrlich) nicht, woher das kommt, und könnte nur Vermutungen anstellen.
    Auch von der Anschauung her ist die Quantenmechanik keineswegs "von Pappe", würde ich sagen.
     
  13. PERFORMANCE
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    Die Länge einer Rakete, in der man sich selber befindet, ändert sich nicht.
    Nur für den Beobachter aus der Ferne.
     
  14. Dreiklang
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    Yepp, deswegen schrieb ich ja:
     
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    Klingt so, als würdest du daran zweifeln?
     
  16. Dreiklang
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    Eigentlich ging es im Faden bisher um nichts anderes. Einfach mal lesen...

    Aber es wäre langsam Zeit für einen Themawechsel ; -)
     
  17. PERFORMANCE
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    Natürlich habe ich das ganze hier gelesen, aber du zweifelst an den Theorien, weil man sie in der Praxis nicht verifizieren kann!?

    Das klingt so, als hieltest du die Theorien nicht nur für falsch, nein, es klingt so, als hättest du eine bessere Vorstellung des Ganzen. Würde mich mal interessieren, was das wäre.
     
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  18. Demian
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    Demian

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    Ich trolle mal ein bisschen:

    Durch die Beschleunigung mit Hilfe der Metronom-Methode verändert sich die Länge des Stücks. Aber nicht für den Beobachter (= Zuhörer), sondern nur für den Spieler.
    Im anderen Faden hieß es, zwei Jahre lang müsste ich die Methode ausprobieren, um objektiv darüber urteilen zu können. Puh... Die Dehnung der Zeit, oder so...
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Dez. 2019
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  19. Dreiklang
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    Nein, ich habe beileibe keine Alternativtheorie zur SRT in der Tasche oder in der Schublade. Nur ein unausgegorenes Modell, das zumindest Michelson-Morley nicht verletzen würde, über das es sich aber kaum wirklich zu reden lohnt, denn das müsste ich wohl erst mal weiter ausarbeiten...
    Da ist meiner Erfahrung nach sogar was Wahres dran ;-) Durch das Ticken scheint mir ein Stück bzw. eine Passage beim Üben subjektiv etwas schneller zu wirken (das Ticken hat wohl was musikalisch "Treibendes"). Das schadet allerdings nicht großartig...
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Dez. 2019
  20. instrumentenfreak
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    instrumentenfreak

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    Relativ zu einem mit Lichtgeschwindigkeit reisenden Photon kannst du diesen Versuch jederzeit und überall machen.
    SRT ist RELATIV und nicht ABSOLUT.
    Du müsstest eine Kamera aufstellen, diese auf annähernde Lichtgeschwindigkeit beschleunigen und während sie an dir vorbei saust, den Ball werfen. Dann die Kamera anhalten, zurückholen und das Video anschauen - und laut SRT würdest du auf dem Video sehen, dass du und der Ball ziemlich flach sind und deine Bewegungen langsamer sind.
    Es ist unerheblich, ob du selber oder die Kamera beschleunigt wird - der beobachtete Effekt ist der selbe.
    Interessant ist folgende Überlegung: wir wissen nicht, ob und wie schnell unser Universum sich bewegt. Es gibt keine Möglichkeit, das an irgendetwas festzustellen, da sich alle Dinge um uns herum sich relativ zu uns bewegen. Aus Sicht des Photons steht es selbst still und wir bewegen uns mit annähernd Lichtgeschwindigkeit.

    Hier ein gut erklärendes Video dazu:

    View: https://www.youtube.com/watch?v=CdSjy7PFnB0&t=1s