Perlen vor den Bushman

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Tosca, 10. Juni 2007.

  1. Tosca
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    Tosca

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    Der mächtigste Mann der Welt - peinlich, peinlich!

    http://www.stern.de/politik/ausland/:George-W.-Bush-Tollpatsch-Reisen-/590802.html
    Hier findet sich ein stern.de-Artikel mit dem Titel "Tollpatsch auf Reisen" über die Peinlichkeiten des George W. Bush. Nicht nur, dass er dem Heiligen Vater mit "Yes, Sir!" antwortete, sondern er bereicherte die G8-Gesellschaft auch um seine ganz persönliche Musikkultur:

    "Auch in Heiligendamm verwirrte der US-Präsident Gastgeberin Angela Merkel und die übrige G8-Schar mit ungewöhnlichem Auftreten. Der virtuose Auftritt der Geigerin Julia Fischer, die Werke von Beethoven und Mendelssohn-Bartholdy spielte, begeisterte Bush sichtlich - also klatschte er bereits nach dem ersten Satz des Konzertstücks. Höflich applaudierten die anderen Gipfelteilnehmer nach kurzem Zögern auch, wie dann nach jedem Satz, wohl wissend, dass sich das in klassischen Konzerten eigentlich nicht gehört. Am Ende des Auftritts der Star-Violinistin soll Bush der zarten Violinistin anerkennend auf die Schulter geklopft haben."

    Aua aua... :(

    Da kann man wirklich nur noch spekulieren, wie Mr President sich vor seinem "Kreuzzug" mit der irakischen Kultur (nicht) auseinandergesetzt hat...

    Geschockte Grüße
    Tosca
     
  2. Wu Wei
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    Wu Wei

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    ... mit den Worten: "Weiter so, Sportsfreundin!" :D
     
  3. Tosca
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    Tosca

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    Hier ist die Anekdote, wie die FAZ sie in ihrer Online-Ausgabe erzählt:

    Alles, was sie will, scheint ihr schon vor Ende des Gipfels erreicht. Auf dem Schlosskonzert jedoch läuft es anders, als Frau Merkel dachte. Dort zeigt sich, wem die Mächtigen in heiklen Situationen noch immer folgen. Die Geigerin Julia Fischer, derzeit Star der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, spielt den großen acht und ihren Ehepartnern in Hohen Luckow Beethoven und Mendelssohn-Bartholdy vor. Die Bundeskanzlerin wollte nur deutsche Klassik, höchstselbst hatte sie deshalb zuvor die Violinistin angerufen.
    Sie solle nicht enttäuscht sein, sagte Frau Merkel, wenn etwa Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy darob eingeschnappt sei oder wenn Bush nach dem ersten Satz einschlafe. Doch Amerikas Präsident macht das Gegenteil: Er klatscht begeistert - und zwar schon nach dem ersten Satz. Die anderen sind irritiert, doch dann applaudieren sie mit ihm nach jedem Satz. Am Ende des Konzerts tritt Bush zur zierlichen Meistergeigerin und klopft ihr auf die Schulter - mit den Worten, die am Ende der Bundeskanzlerin gelten: „Well done. Good job!”

    Auch nicht schlecht... :cool:

    Grüßchen
    Tosca
     
  4. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Lag ich doch ganz dicht dran, nicht?
     
  5. Amfortas
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    Amfortas

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    Ein Grund ihn nicht zu mögen....
    Sowas sollte man als kultivierter Mensch wissen!


    oli
     
  6. thomasz
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    thomasz

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    Also wirklich, Mr. President!

    Dass Sie im Irak Krieg führen und für den Weltmachtanspruch der USA Tod und Elend in Kauf nehmen, ist ja schon allerhand. Aber dass Sie jetzt auch noch im Konzert an der falschen Stelle klatschen und danach eine flapsige Bemerkung zur Solistin machen - das können wir Ihnen definitiv nicht verzeihen! Merken Sie sich das!