Orgelpfeifen in Velbert gestohlen

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In Velbert wurden aus einer nicht mehr genutzten Kirche Orgelpfeifen gestohlen.

Ob erst kürzlich oder schon eine Weile her ist eine der offenen Fragen.

Allein die Überschrift ist den Klick auf die Meldung wert.
"Alle Register gezogen : 100 Orgelpfeifen aus Kirche geklaut"

 
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Bei dem momentanen Zinnpreis hat sich das gelohnt.

Wenn die Pfeifen eingeschmolzem werden, ist ein Nachweis der Herkunft der Zinn/Bleibarren fast unmöglich.
 
Bei dem momentanen Zinnpreis hat sich das gelohnt.

Wenn die Pfeifen eingeschmolzem werden, ist ein Nachweis der Herkunft der Zinn/Bleibarren fast unmöglich.
Lässt sich das Metall auch als Legierung von Zinn und Blei verkaufen?
Womöglich waren auch Pfeifen aus Kupfer enthalten, die für Metalldiebe besonders attraktiv sind.
 

Lässt sich das Metall auch als Legierung von Zinn und Blei verkaufen?
Es gibt Schrotthändler, die das nach Legierungsanteilen bewerten und vergüten.
Die schmelzen ein und machen eine Probe.
Meiner vor Ort zahlt nur den Preis für Bleischrott, egal wieviel Zinn dabei ist,
es sei denn, es ist gestempeltes Zinngeschirr.
 
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Hier nähere Informationen zur Orgel:


Vermerkt ist:
"The organ was sold in 2018 to a Spanish organ builder, who moved it to a church in Spain."

Daraus ist offensichtlich nichts geworden.
 
Die sind ja noch da.
Vielleicht gehen die beim nächsten Beutezug mit...
Ich denke, es waren doch mehr Kupferbecher vorhanden als nur diese vier sichtbaren. Vielleicht waren diese gekröpften Becher auch zu sperrig für den Transport.
 
  • #10
Vielleicht waren diese gekröpften Becher auch zu sperrig für den Transport.
Die sind doch kürzer als ein Offenbass 8'.
Den Rest kann man C und Cs-Seitenweise ineinander stecken, das sind dann 4-6 'Päckchen',
allerdings könnte der Schrotthändler Verdacht schöpfen, wenn die Kupferpfeifen am Stück abgegeben werden, da sie nicht ohne weiteres eingeschmolzen werden können.
 
  • #11
Merkwürdig finde ich, dass die Pfeifen offenbar sorgfältig verpackt wurden. Das wäre doch nicht nötig, wenn sie ohnehin eingeschmolzen werden. Im Video heißt es, der Materialwert würde "um die 10.000 Euro" betragen. Das wäre wohl der Fall, wenn es sich um reines Zinn handelte. In Pfeifenform ist es aber meist massiv mit Blei verunreinigtes Zinn. Ein großes Geschäft kann das also nicht sein.
Mir liegt eine Orgelfestschrift vor, in der der Orgelbauer auf die verwendeten Orgelmetall-Legierungen mit unterschiedlichen Zinn/Blei-Anteilen eingeht:
"Die sichtbaren Prospektpfeifen weisen einen hohen Zinnanteil in Essgeschirrqualität auf."
Angesichts des 16'-Prospektes wären da erheblich mehr als 10.000 Euro drinnen.
Um niemanden auf dumme Gedanken zu bringen, verrate ich den Standort nicht. :005:
 
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