Oktavierungszeichen

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amicusrarus

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Hallo,
warum wird nach der ersten Zeile das Oktav.Zeichen angekündigt, welches aber nur für die Wh. gilt ??
ist das die normale Vorgehensweise oder jetzt nur zum Lernen ?? oder spiele ich da auch schon ab 2ten Takt eine Okt. höher und die Wdhlg. bezieht sich aufs D.S. al Fine ?? D.h. beim ersten mal ohne 8va Zeichen und bei der Wdhlg. ab dem 8va Zeichen eine Okt. höher ???
Nach der 4ten Zeile aber steht es mitten drin.. aber, ab wo spiele ich eine Oktave höher ??
ab der 4te Reihe zweiter Takt , dann das C3 ?? ( kann aber nicht sein, wegen dem Haltebogen ) oder erst ab dem h1 dann das h2 ??? Und das Ende der gestrichelten Linie ist auch wieder am Ende von Takt 3, mitten im Haltebogen, was mich etwas verwirrt, soll doch das Oktv.Zeiche bis zm Ende der gestrichelten Linie gehen ! Verstehe ich es jetzt richtig wenn ich nur vom h1 bis d1 inkl.bis zum Ende vom Haltebogen eine Okt. höher spiele ?? so ergibt es für mich Sinn ! Habe aber gelernt, was für mich Sinn ergibt, muß nicht immer richtig sein. !!!
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DonMias

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Ich glaube, es ist viel einfacher als Du denkst: Die komplette Wiederholung wird eine Oktave höher gespielt. Das beginnt genau beim 8va, (Takt 5) und endet beim Fine. Es wurde - wahrscheinlich aus Gründen der Übersichtlichkeit - einfach darauf verzichtet, die gestrichelte Linie komplett durchzuziehen.

Wichtig: Die Wiederholung beginnt nicht bei Takt 1, sondern bei Takt 5. Daher auch das "D.S. al fine", was bedeutet, dass Du ab dem folgenden Zeichen (dieser komische Doppelparagraph) wiederholen sollst. Es ist kein "da capo" (vom Anfang) sondern ein "dal segno" (vom Zeichen) zum Ende.
 
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Dorforganistin

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Tat er doch gar nicht, der Herr Brecht - steht sogar dabei, wer den englischen Text verfasste. :zunge::lol::idee:
 
Steinbock44

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Marc Blitzstein (US-Komponist) hat die englische Fassung der Dreigroschenoper erstellt und somit machte sie Weltweit bekannt.
 
Rheinkultur

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...dass Brecht englisch textete... man lernt nie aus :-D
Marc Blitzstein (US-Komponist) hat die englische Fassung der Dreigroschenoper erstellt und somit machte sie Weltweit bekannt.
Recht bald nach der Premiere des Stücks, nämlich anno 1931, erfolgte die Verfilmung in deutscher, englischer und französischer Version, mit der auch ein internationales Publikum erreicht werden konnte. In der französischen Fassung hört sich die Nummer so an:


LG von Rheinkultur
 
Rheinkultur

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Marc Blitzstein (US-Komponist) hat die englische Fassung der Dreigroschenoper erstellt und somit machte sie Weltweit bekannt.
Und er kam Weill stilistisch durchaus recht nahe, wenn er selbst komponierte:


Ähnlich wie Kurt Weill (z.B. in seiner 1. Sinfonie) ging er in seinen Instrumentalwerken stilistisch um einiges weiter, als man dies von seinen recht populär gewordenen Bühnenwerken erwartet hätte:


Hier übrigens ein sehr authentisches Dokument, dessen editorischer Wert die bescheidene Tonqualität in den Hintergrund treten lässt:


Natürlich mit der Moritat im ursprünglich vorgesehenen Arrangement.

LG von Rheinkultur
 
amicusrarus

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Wichtig: Die Wiederholung beginnt nicht bei Takt 1, sondern bei Takt 5. Daher auch das "D.S. al fine", was bedeutet, dass Du ab dem folgenden Zeichen (dieser komische Doppelparagraph) wiederholen sollst. Es ist kein "da capo" (vom Anfang) sondern ein "dal segno" (vom Zeichen) zum Ende.
Danke, das mit dem D.S.al fine war mir klar, habe aber gedacht, die gestrichelte Linie bezieht sich auf die Zeile oberhalb der Linie..! Aber so wie ich es jetzt verstehe, macht es auch Sinn, dann beginnt es auch erst ab dem Zeichen und endet bei Fine..( und gilt nur für die Wiederholung aber nicht für den ersten Durchgang. ) Und das 8va ist der Beginn und nicht die gestrichelte Linie !!
 
Rheinkultur

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Es wurde - wahrscheinlich aus Gründen der Übersichtlichkeit - einfach darauf verzichtet, die gestrichelte Linie komplett durchzuziehen.
Was selbstverständlich ist, kann in der Notation der Einfachheit halber wegfallen. Wenn beispielsweise eine Folge von Triolenfiguren über eine komplette Notenseite hinweg andauert, wird man die Ziffer 3 nur über die ersten Notengruppen schreiben und unterstellen, dass der Spieler das Prinzip dann verstanden hat. Wenn die Möglichkeit besteht, das Notenbild etwas schlanker zu gestalten, wird man sie sicherlich gerne nutzen. Das bedeutet im Falle der Oktavierungsvorschrift, dass ein unmotiviertes Hoch- und/oder Runterspringen im Oktav-Abstand wohl niemand ohne Notwendigkeit in Betracht ziehen würde.

LG von Rheinkultur
 
amicusrarus

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. Das bedeutet im Falle der Oktavierungsvorschrift, dass ein unmotiviertes Hoch- und/oder Runterspringen im Oktav-Abstand wohl niemand ohne Notwendigkeit in Betracht ziehen würde.

LG von Rheinkultur
Es war neu für mich und muss daher erst einmal zur Selbstverständlichkeit werden.
Die Lern-Bücher sind alle kurz und knapp gehalten und es mangelt durchweg an vernünftigen und verständlichen Erklärungen, sei es Keyboard oder Klavier. Aber zum Glück gibt es ja clavio und google, sonst müßte ich laufend meine K.L anrufen und neue Termine machen weil ich mal wieder was nicht verstanden habe. So kann ich das Üben auf zu Hause beschränken, wenn dann 4-6 Lieder sitzen mache ich Termin, spiele vor und sie verbessert und gibt Hinweise zu Haltung und Spieltechnik.
 
 

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