Ökologisch und umweltbewusst Leben

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Lizzythep, 1. Juni 2019.

  1. alibiphysiker
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    Und an die Fans von Benzin: https://www.zeit.de/gesellschaft/ze...n-tanklastwagen-tote-benzin-treibstoff-niamey

    Und an die Fans von Mehl: https://www.badische-zeitung.de/silo-explodiert-im-strassburger-hafen-drei-schwerverletzte

    Und an die Fans von Walen: https://www.spiegel.de/panorama/taiwan-wal-explodierte-auf-der-strasse-a-284138.html

    Man sieht: Allerhand Zeug kann explodieren.
     
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  2. ehenkes
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    Ja, das ist richtig. gerade auch im Bereich Energiespeicherung (Akkus, Natrium-Schwefel-EnergieBlocks, ...) ist schon einiges hoch gegangen. Die Ökos denken nur immer, das sei alles so lieb und natürlich. Ist es nicht, es wird Opfer kosten.
     
  3. dilettant
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    Auch Atomkraftwerke. Windräder hingegen explodieren nicht, was allerdings nicht heißt, dass sie nicht auch Nachteile hätten.

    Wenn wir uns drauf einigen könnten, dass alles Vor- und Nachteile hat und dass es darum geht, einen gangbaren Weg durch den Dschungel dieser Vor- und Nachteile zu finden, wäre viel erreicht.
     
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  4. Andre73
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    Andre73

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    Fast jeder Energiespeicher kann explodieren, wenn die Energiekonzentration nur hoch genug ist.

    Das liegt im Wesen der Dinge - man will Energie auf engsten Raum konzentrieren und das hat eben Vor- und Nachteile. Bei Benzin hat diesen Konzentrationsvorgang die Natur für uns erledigt, bei Wasserstoff und Akkus machen wir das. Das Ergebnis ist im Worst Case ähnlich - nur dass man bei Bedarf Wasserstoff und Akkus sogar noch höher konzentrieren kann als Benzin (z.B. Drucktank Wasserstoff).

    Ein Windrad ist kein Energiespeicher, nur eine Energieumformung Bewegungsenergie -> Strom - also nix Explosion.
    Bei Kernfusion kann was explodieren, nur muss man zuerst Unmengen an Anschubenergie leisten, damit überhaupt was passiert - das kommt auf der Erde in der Form nicht vor, wenn mans nicht wirklich mit riesen technischem Aufwand erzwingt. Und in Fusionsanlagen kann wiederum nix passieren, weil man dort im Gegensatz zu Fusionsbomben nur Miniplasmakügelchen gepulst fusioniert - also lauter Miniexplosionen.
     
  5. alibiphysiker
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    alibiphysiker Super-Moderator Mod

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    Genau, nur doof, dass im Grunde alles Opfer kostet. Also muss man sich zunächst auf eine Maxime einigen, anhand derer man Argumente in einer Diskussion bewerten kann. Wie wäre es z.B. mit:

    Gemäß dieser Aussage wären 2 Tote bei einer Wasserstoffexplosion verschmerzbar, wenn sich dadurch solche Szenerien

    https://www.spektrum.de/news/indiens-extreme-hitze-ist-keine-ueberraschung/1652498

    "Eine lang anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius ist in Nord- und Zentralindien inzwischen zu einer erheblichen Gefahr für Menschen und Infrastruktur geworden. Die extremen Temperaturen lassen den Asphalt auf den Straßen schmelzen und verursachten mehrere Staubstürme mit bisher mindestens 26 Todesopfern. [...] Im Bundesstaat Madhya Pradesh bewacht die Polizei Tankwagen, nachdem es an mehreren Orten zu Schlägereien um Trinkwasser kam."

    abmildern lassen könnten.

    Ich möchte nun gar nicht irgendwie Opfer gegen Opfer aufwiegen. Das ist im Kern der Sache natürlich menschenverachtend, aber als regelmäßiger Leser (=Abonnent) der "Spektrum der Wissenschaft" kann ich nur sagen: Ich bekomme tatsächlich Angst, wenn ich sehe, in was für einer Welt wir wahrscheinlich in 100 Jahren leben werden. Und das betrifft nicht nur den Klimawandel, sondern auch unseren absolut verschwenderischen Umgang mit allen natürlichen Ressourcen (die nicht unbedingt gegenständlich sind, sondern auch Dienstleistungen aller Art umfassen. Man betrachte z.B. schwarmbildende Insekten, Krill, Regenwürmer, Maulwürfe, Bäume, ...). Und dieses Magazin ist nun wirklich kein Hausmagazin einer blutrünstigen, ökoterroristischen Vereinigung sondern tatsächlich ziemlich objektiv.

    Naja, aber es besteht ja noch Hoffnung, denn wie sagte schon Max Planck:

    Also hoffe ich, dass spätestens die Generation meiner Kinder nicht mehr glaubt, dass die Empfehlung zu einer klugen vegetarischen Ernährung ein Eingriff in die eigene Freiheit ist, dass eine CO2-Steuer das Wirtschaftswachstum hemmt, dass die freie Marktwirtschaft ohne soziale und ökologische Regulierungsmechanismen funktionieren kann, dass fossile Brennstoffe eine tolle Idee sind, dass Bienen alleine eine Sache der "Ökos" sind ... . Ich persönlich glaube ja, dass man in der Zukunft über die aktuelle Zeit ganz ähnlich denken wird, wie beispielsweise über die Sklaverei in Kolonien in Amerika. Es entsprach dem damaligen Weltbild, manche Menschen als "Untermenschen" abzustempeln. Für uns ist das heutzutage ein menschenverachtendes Verbrechen ohne gleichen. Dem aktuellen Weltbild entspricht es massiv auf Kosten unserer nachfolgenden Generationen zu leben. In einiger Zeit wird dies vielleicht als das angesehen was es ist: Ein menschenverachtendes Verbrechen.
     
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  6. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Aber auch manchmal nicht ganz sicher.

    View: https://www.youtube.com/watch?v=J_UDoQDizwg
     
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  7. ehenkes
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    ehenkes

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    "Windmühlenbrand" - Es klingt echt lustig, dass der Feuerwehrmann ständig "Windmühle" sagt, dabei mahlt die "Mühle" gar nix mehr. Manche nennen auch ihr Motorrad/Auto "Mühle". :005:
     
  8. agraffentoni
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    agraffentoni

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    vermutlich doch, (die Neodym-Magnete?) denn sonst wäre es ja nicht so heiß geworden, daß es anfängt zu brennen...
     
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  9. ehenkes
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  10. dilettant
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    Da bedienst Du aber wirklich alle Klischees von "Konservativen" (aka "Rechten").
    • Es gibt in meiner Wahrnehmung sehr wenige, die eine CO2-Bepreisung als ökologisches Steuerungsinstrument ablehnen.Strittig ist eher die konkrete Umsetzung. Speziell eine neue Steuer hat zwar Gegner, aber die lehnen deshalb noch lange nicht die CO2-Bepreisung ab. Stichwort Zertifikate oder ökologische Steuerreform. Die Gegner einer CO2-Steuer mit Klimaleugnern gleichzusetzen, ist zwar geübte Praxis, aber keine respektable Gesprächsführung.
    • Nur wenige wollen aus Prinzip Kohle und Öl verbrennen. Selbst wenn man die CO2-Bilanz ignorieren würde, wärend diese Brennstoffe immer noch endlich und somit nicht nachhaltig, das ist doch unstrittig. Und Erdöl ist viel zu schade zum Verbrennen; man kann so schönes Playmo und Lego draus machen. Oder Windradflügel. Die Kritik am Kohleausstieg fragt einfach nur, wo ohne Kohle kurzfristig unser Strom herkommen soll. Und diese Frage hat noch niemand beantwortet.
    • Auch beim Bienensterben bin ich nicht sicher, ob den Leuten das wirklich egal ist, oder ob sie nicht einfach auch andere Probleme wichtig finden.
    Sorry, das oben zitierte von Dir ist m. E. kein Beitrag zu einer sachlichen Diskussion (ja gut, Fotos von explodierenden H2-Tankstellen sind es auch nicht, da gebe ich Dir ja Recht).
     
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  11. alibiphysiker
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    alibiphysiker Super-Moderator Mod

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    Ich wollte auch nicht völlig sachlich sein ehrlich gesagt. Dafür habe ich auch gar nicht die Kompetenz. Meine Intention hinter meinem Beitrag war aufzuzeigen, dass eine Veränderung der Prioritäten in unserem Handeln unumgänglich ist und weiter wollte ich mit relativ drastischen Aussagen einen Perspektivenwechsel evozieren. Weiter wollte ich auf Artikel in der Spektrum hinweisen in der Hoffnung, dass noch mehr Leute diese als Quelle verwenden. Zugegebenermaßen habe ich dafür eine recht "reißerische" Methode gewählt.

    Meine Aussagen am Ende sind natürlich mit einem Körnchen Salz zu genießen und die Wahrheit ist natürlich graustufiger. Aber niemand kann anzweifeln, dass die nachhaltige Gestaltung unserer Wirtschaft aktuell keine wirklich hohe Priorität hat. Eventuell schreibe ich heute Abend noch etwas dazu :-).
     
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  12. schmickus
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    schmickus

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    Wo gerade die ehemalige Sklavenhaltung in den USA thematisiert wurde: Auf lange Sicht durchaus vorteilhaft für ihre Nachkommen. Wenn man mit Schwarzen in den USA spricht, hört man
    -Ja, es gibt Rassismus und
    - Zum Glück ("Thank heavens!", "Praise the Lord!") lebe ich mit meiner Familie in den USA und nicht in Afrika.
     
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  13. walzer
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    Eigentlich wollte ich deinen Beitrag kommentieren, aber wie ich es auch drehe und wende - ich bin und bleibe sprachlos.
     
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  14. Tastenscherge
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    Tastenscherge

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    In den Siebzigern oder Achtzigern müssen wohl so einige Klavierlackierereien/Werkstätten in die Luft geflogen sein, weil dort Polyesterlack zusammen mit NC Lacken verarbeitet wurden. Hab ich gehört.
     
  15. walzer
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    walzer Guest

    Noch mehr Explosionen.

     
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  16. ehenkes
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    ehenkes

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    Übrigens brauchen wir bald viel viel mehr Strom, nicht weniger. Die Künstliche Intelligenz braucht richtig Power. Also ihr Physiker/Ingenieure: Strengt euch an, und gebt endlich Gas!
     
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  17. agraffentoni
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    agraffentoni

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    da wurde auch noch mehr geraucht, auch gedankenlos...:bomb:
     
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  18. Barratt
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    Stimmt, sie explodieren nicht. Aber ihre Flügel brechen ab und folgen den Gesetzen der Gravitation und der Fliehkraft. Wenn im Bereich des Impacts zufällig zwei Leute stehen, werden sie erschlagen = auch tot. Ist letztes Jahr in Rheinhessen passiert, ein paar Käfferchen weiter. Ohne Tote, GsD, das gigantische Teil crashte "nur" in einen Acker. Spannend: Es fiel nicht einfach runter, sondern schleuderte ein Stückchen weit weg von seiner Basis. Seitdem (Betroffenheit schärft Wahrnehmung) habe ich von mindestens einer weiteren terrestrischen Havarie dieser Art gelesen. Einige von den Dingern scheinen in die Jahre zu kommen...

    Trotzdem ist Windkraft "richtig und wichtig".

    16 Mrd. Erdbewohner bis Ende des Jahrhunderts. Doppelt so viele wie heute in 80 Jahren. Funktioniert leider nur, wenn die exponentiell verlaufende Kurve ihre Steigung abflacht. Als ich zur Welt kam (60er Jahre) lebten noch halb so viele Menschen hinieden = Verdopplung in ~ 50 Jahren.

    Der größte Gefallen, den man "künftigen Generationen" tun kann, ist sie zahlenmäßig so klein wie möglich zu halten. Ein Geburtenmoratorium wäre so eine Idee, die niemanden etwas kostet (im Gegenteil) und ein radikales ökologisches Signal wäre.

    Danke, dass es mal jemand sagt. Erdöl zu verbrennen und dabei nur an das verd*** Gas zu denken, das dabei freigesetzt wird, ist erbarmungswürdig. Erdölprodukte sind z.B. angeblich sogar für die pharmazeutische Industrie essenziell. Seit dem Schock der Ölkrise Anf. der Siebziger denkt man über Substitution nach. Sehr weit ist man nicht gekommen.
     
  19. Holger
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    Holger

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    Weil der Druck nicht groß genug war. Die Erdölindustrie hat den Preis immer so abgewogen, dass Alternativen wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig waren.
     
  20. Marlene
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    Marlene

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    Ist doch klar! Als Skiläufer und MTB-Fahrer würdest Du Dich in den Atollen zu Tode langweilen.
    :-D

    Ich habe meinen ökologischen Fußabdruck ermittelt aber nicht herausgefunden, ob der nun gut ist oder eher schlecht. Wo steht denn, welcher Wert noch ökologisch vertretbar ist? Bei Google habe ich nichts gefunden (oder falsch gesucht).