Ökologisch und umweltbewusst leben

Dieses Thema im Forum "Sonstige Musikthemen" wurde erstellt von Lizzythep, 1. Juni 2019.

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  1. dilettant
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    dilettant

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    Boah mich grausts. Aber möglicherweise hast Du Recht. Aber was für ein Leben ist das dann noch – bei zwar halbwegs gerettetem Klima, dafür auf engstem Raum in Monsterstädten zusammengepfercht?
    Ach hör doch auf, immer das Schreckgespenst AfD heraufzubeschwören. So bald die Grünen Verantwortung haben, was wohl kaum noch zu vermeiden ist, werden sie ganz ohne AfD entzaubert werden.
     
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  2. Kalivoda
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    Kalivoda

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    Man kann sich an vieles gewöhnen. Ich habe z.B. selbst einige Jahre in Yokohama gelebt. Das ist eine Stadt ungefähr so gross wie Berlin und trotzdem nicht mehr als einer von vielen Vororten von Tokyo. Das Angebot so einer Grossstadt hat schon was
    wenn man es sich leisten kann. Und ja, mich hat's am Wochenende auch immer raus gezogen ins Grüne, von dem es gar nicht weit weg aber auch mehr als reichlich gibt.
     
  3. Kalivoda
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    Kalivoda

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    Ich weiss nicht, warum Du und andere bei jeder Gelegenheit auf einer Partei rumhackst, die gar nicht Thema war. Natürlich werden sie in einer Regierung entzaubert, das hatten wir doch schon.
     
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  4. Lizzythep
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    Lizzythep

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    Na mal abgesehen davon dass tatsächlich aufgrund des steigenden Meeresspiegels weniger Platz sein wird werden manche Kontinente unbewohnbar sein(Südamerika,Afrika,...). Wohin mit all den Menschen?
     
  5. Nora
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    Nora

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    Stups sie zum Glück, sage ich nur. Unser Vermieter wollte keine Kinder in seinen Wohnungen, keine Musikinstrumente, keine Tiere, keine Untermieter. Jetzt wohnen in 2/3 der Wohnungen Familien mit kleinen Kindern, zwei Nachbarn vermieten unter, jede zweite Mietpartei spielt ein Instrument und meine Nachbarn im Erdgeschoss halten seit kurzem Hühner und Hasen im Garten. :005:
     
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  6. Nachtmusikerin
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    Nachtmusikerin

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    Gerade den Test gemacht: 7,81 trotz Einfamilienhaus und Ölheizung :006:
     
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  7. ehenkes
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    ehenkes

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    An welchen Messdaten kannst du das festmachen? Um welchen Faktor ist das Leben effizienter?
     
  8. ehenkes
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    ehenkes

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    Zurzeit fetzt es offensichtlich gewaltig in den Parteien (wohl mit Ausnahme der Grünen) um das Klima-Thema. SPD und die Union sind dem irrationalen Dauerfeuer hilflos ausgeliefert. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene fordern Taten anstatt leerer Worte, und zwar sofort. Damit kommen die von Lobbyisten und Ausschüssen abhängigen Laberbacken nicht klar.

    Die Grünen werden erst nervös, wenn sie wirklich agieren müssen, z.B. in einer Bundesregierung. Dann müssen sie ihre "Sache" durch Kompromisse verraten.

    Als Privatmensch kann man auf das Fliegen und auf das Auto verzichten, Strom sparen. Das wird allerdings nicht wirklich helfen, da dann letztendlich die Wirtschaft einknickt in Deutschland, und global sind wir als Hebel nicht bedeutend.

    Einen einfachen Weg aus der Irrationalität unter Beibehaltung der Demokratie sieht aktuell niemand. Am besten warten, bis der Klima-Hype abgeklungen ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2019
  9. mick
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    mick

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    Das ist ungefähr so sinnvoll wie die Empfehlung an einen Krebspatienten "Am besten warten, bis der Krebs-Hype abgeklungen ist."

    Es mag ja in seltenen Fällen zu einer Spontanheilung kommen - aber würdest du im Ernstfall dein Leben drauf wetten?
     
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  10. Barratt
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    Hm... Lizzy, ich finde Deinen Input wirklich prima, und es lohnt sich immer, über die realistisch umsetzbaren Möglichkeiten eines jeden Einzelnen zu reden.

    Aber bitte überleg doch mal, was es bedeutet, ausgerechnet "Unternehmen, die Industrie und so weiter" als Gegner der Weltrettung zu definieren.

    Marktwirtschaft funktioniert nämlich so: Es gibt einen Bedarf. Unternehmen / Industrie "und so weiter" bedienen den Bedarf und nehmen dafür einen Gegenwert. Seit dem Hochmittelalter flächendeckend: GELD. Wenn sie höhere Kosten aufgebrummt bekommen, geben sie diese an diejenigen weiter, die die Produkte kaufen. Wenn die willkürlich aufgebrummten Kosten so hoch sind, dass sie diese nicht mehr weitergeben können bzw. Aufwand und Profit in keinem akzeptablen Verhältnis mehr stehen, gehen die Unternehmen z. B. pleite. Dann verlieren Arbeitnehmer ihren Job, können weniger kaufen. Schon gar keine willkürlich verteuerten Produkte. Sie sparen bei den Dienstleistern. Gehen seltener zum Friseur, bestellen den Gärtner und den Klavierlehrer ab, verabschieden sich von der Haushaltshilfe. Der Friseur, der Gärtner, der Klavierlehrer und die Haushaltshilfe müssen daraufhin ebenfalls den Gürtel enger schnallen = Konsumverzicht. Worauf wiederum immer mehr "Unternehmen, [...] Industrie und so weiter" ihre Produkte nicht mehr gewinnbringend verkaufen können und Arbeitnehmer entlassen. Die daraufhin ebenso den Gürtel enger schnallen, auf "nette", aber im Grunde nicht notwendige Dienstleistungen verzichten. Merkst Du, was passiert?

    Das nennt sich DEFLATION und ist das Toxischste, was der Ökonomie passieren kann. In Europa gab es bis zur Weltwirtschafts- und hernach Eurokrise deflationäre Entwicklungen, denen die EZB sich verzweifelt entgegenstemmte. "Nach" der Eurokrise (man sollte ehrlicher sagen "während", denn wir stecken immer noch mitten drin) gibt es die absurde Situation, dass theoretisch (aufgrund der Umstände und der entsprechenden Geldpolitik) eine stattliche Inflation simuliert wird, während praktisch die zuvorige Deflation keineswegs überwunden ist. Das ist ein heikler geldpolitischer Drahtseilakt.

    Und obendrauf soll willkürlich die Staatsquote weiter erhöht werden. Diese CO2-Steuer wird, wie alle Verbrauchssteuern, selbstverständlich vom Endkunden bezahlt und damit dem freien Markt entzogen.

    Das Geld verschwindet zwar nicht, aber es entscheiden jetzt ein paar Wenige ("die Politik"), was damit gemacht wird. Diese paar Wenigen können sich deftig irren. Diese paar Wenigen haben oftmals bestimmte unumstößliche Vorstellungen, wie die Welt und die Menschen zu formen seien. Mein Professor in Politikwissenschaft pflegte zu sagen: Jede Politik, die nur mit einem "neuen Menschen" funktioniert, führt in die Diktatur, denn es wird keinen "neuen Menschen" geben.

    Sic.

    Also möge jeder so handeln, wie seine Intelligenz und sein Charakter es zulassen, und lieber fröhlich untergehen, als getriezt und gegängelt ein paar Jahrzehnte mehr vor sich hin zu vegetieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2019
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  11. Barratt
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    Aus Erfahrung wissen wir, dass globale Maßnahmen nicht so funktionieren, wie man es auf nationaler Ebene vielleicht noch irgendwie durchprügeln kann. Sollte man daher die Versuche unterlassen? Auf keinen Fall! Allerdings muss man dringend die Erwartungen anpassen.

    Weil da so viel Heuchelei im Spiel ist? Man muss sich ja dringend in Brasilien "Initiativen" anschauen, wo ein Dutzend Leute hochsubventioniert Alternativen zum Raubbau austesten. Anschließend hält man in Washington, London, Cape Town und Tokyo darüber Vorträge auf Umweltkongressen.

    Nö. Warum auch?

    Diesen Spruch habe ich erstmalig um 1974 gehört (Ölkrise). Wahrscheinlich stimmte er damals sogar. Heutzutage leben original DOPPELT so viele Menschen auf der Erde als seinerzeit, weil sie sich exponenziell vermehren und weil (u.a. im Zuge des Reproduktionsprozesses) weniger sterben.

    In 15 Jahren das planetarische Klima verändern? :021: Ernsthaft?

    Die bauen vielleicht in Sibirien blühende Landschaften auf oder erschließen die Grönländer Südhänge für exquisiten Weinanbau. :021:

    Bitte entschuldige, ich möchte nicht so rüberkommen, als verhöhnte ich Dich. Es ist richtig und wichtig, aufmerksam und selbstkritisch das eigene Handeln zu hinterfragen und ggf zu korrigieren = sich selbst möglichst wenig zuschulden kommen zu lassen. Aber am Ende des Tages sind all diese Überlegungen und – wenn´s richtig gut läuft – Maßnahmen nur für uns selbst, für unser eigenes Gewissen: Selbst möglichst wenig Schuld zu tragen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Ab dem Augenblick unserer Geburt verursachen wir in ökologischer Hinsicht Schäden. Zwingend. Wir können nichts dafür, in diese Welt gesetzt worden zu sein. Wir haben das nicht entschieden und wir haben nicht darum gebeten, das haben andere über unsere nochnichtexistierenden Köpfe hinweg entschieden. ;-)

    Über die Konsequenz aus diesem letzten Absatz möge jeder selbst nachdenken.
     
  12. Nachtmusikerin
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    Nachtmusikerin

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    Es gibt kaum etwas öderes und geschmackloseres als eine Erdbeere im Winter. Warum soll man so etwas essen? Aber was haben Bananen in der Aufzählung zu suchen? Die gibt es doch weder im Sommer noch im Winter aus heimischem Anbau.
     
  13. Barratt
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    Die Erderwärmung wird künftig ökologisch unbelasteten Verzehr dieser natürlich verpackten Früchte vom Biobauern umme Ecke ermöglichen. :005:
     
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  14. Andre73
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    Andre73

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    Ernsthaft - das geht schneller als viele glauben.

    [​IMG]

    https://www.spiegel.de/wissenschaft...aermsten-jahre-seit-messbeginn-a-1251941.html
    "Die vergangenen vier Jahre waren nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen vor fast 170 Jahren. 2018 sei das viertwärmste Jahr gewesen"
    https://www.umweltbundesamt.de/themen/die-vergangenen-fuenf-jahre-waren-weltweit-die
    "Neun der zehn wärmsten Jahre im 21. Jahrhundert gemessen."

    Das sind erst mal nur Messungen - ich hoffe zumindest denen glaubt man, wenn schon nicht den bösen Wissenschaftlern.


    Die Treibhauswirkung von CO2 ist exponentiell, wenn Du jedes Jahr linear mehr davon rausbläst. (und wir blasen das raus - viel Lärm um nix in Sachen CO2-Reduktion, wenn man den Verlauf anschaut:
    https://www.scinexx.de/news/geowissen/co2-ausstoss-steigt-ungebremst/)

    Dazu kommen ab 1,5 Grad die selbstverstärkenden Kipppunkte - diese kennt man nicht genau, aber wenn nur ein paar der 15 identifizierten Kipppunkte einschlagen, dannn wirds nicht schön. https://de.wikipedia.org/wiki/Kippelemente_im_Erdsystem
    Beispiel: Permafrost taut durch Erwärmung auf -> CO2/Methan wird frei -> mehr Treibhausgas, und zwar doppelt bis zu doppelt so viel wie derzeit in Atmosphäre ist.

    Kann man das alles genau vorhersagen? Nein, aber Trends kann man gut erkennen.




    Ich finde den Thread ja ansonsten erfrischend ehrlich.

    Wir lange hat man sich abgearbeitet an: Klimawandel gibts nicht, Klima gabs immer, Weltuntergang ist ja immer, "Wissenschaftler" Y hat aber das gesagt etc. etc.
    Das hat man inzwischen weitestgehend aufgegeben - die Messdaten sprechen für sich - und spielt nur noch regelmäßig Shoot the Messanger (Grüne, Greta etc.) - das wird dann auch irgendwann einschlafen.


    Aber in Wirklichkeit, ich vermutete es schon lange, waren das alles nur Lügengebäude - für sich selbst und andere. Die Wirklichkeit ist nämlich viel schnöder: Nach mir die Sintflut.

    Tendenziell unter wohlhabenden Ü50 besonders verbreitet, da sie nicht davon ausgehen, die Katastrophe noch zu erleben. Oder wenn sie teilweise kommt (Hitzewellen, Extremwetterlagen), sie im eigenen Haus mit Klimaanlage noch ganz gut abzufeiern - wen jucken die Ärmsten der Armen.

    Und diese Leute halten sich dann auch noch für wahnsinnig kulturell oder gar humanistisch. Ich bekomme nen Brechreiz.
     
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  15. Lizzythep
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    Lizzythep

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    Eben! Ich wollte doch damit ausdrücken dass wir es gewohnt sind Lebensmittel zu konsumieren die es eigentlich gar nicht geben sollte.
    @Barratt Dass du keine Erdbeere im Winter isst ist ja schön und gut. Aber wenn du mal ganz ehrlich bist wirst auch du irgendwas konsumieren was nicht zur Saison passt bzw aus Deutschland kommt. Fängt doch schon beim morgendlichen Kaffee an...

    Übrigens gibt es ja bereits Länder die eine Co2-Steuer eingeführt haben. Und zwar erfolgreich. In Schweden ist seitdem die Wirtschaft sogar gewachsen.
     
  16. Barratt
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    Barratt Lernend

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    Davon gehe ich auch aus. Aber in 15 Jahren eine Entwicklung nicht nur stoppen, sondern auch umdrehen, das halte ich für chimäresk.


    Klimaanlagen sind eine Pest wie Flugzeuge und Ozeanriesen.

    Stimmt. Der Kaffee kommt zu keiner Saison aus Deutschland (NOCH nicht, vgl. Erderwärmung).
     
  17. Häretiker
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    Häretiker

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    Moin!

    Zu den Kipppunkten, ab 37:20



    Grüße
    Häretiker
     
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  18. Tastimo
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    Tastimo Guest

    Aber in Gewächshäusern wäre der Anbau denkbar, oder?
     
  19. Barratt
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    Barratt Lernend

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    Da muss ich passen. Meine Kompetenz in puncto Bananenanbau tendiert straff gegen Null.

    P.S. Die Banane zählt für mich zu den überflüssigen Konsumgütern mit Luxuscharakter.
     
  20. Tastimo
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    Tastimo Guest

    Ich meinte eigentlich den Kaffee-Anbau im Gewächshaus. Bananen finde ich auch überflüssig.

    Und dann gibt es ja noch die Cherimoya. Die schmeckt wie eine verfaulte Banane.

    Nebenbei: Gewächshäuser dürften auch nicht so richtig super sein fürs Klima...
     
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