Selber habe ich gute Erfahrungen gemacht mit 2x Genelec 8020 rechts/links neben - im meinem Fall Orgelspieltisch-Notenpult, + 2x Genelec 8010 hinten rechts/links (für die Wiedergabe des Kirchenschiffnachhalls von Kirchenorgelsamplesets) und einem abgrundtiefen Subwoofer, der nur mit Sackkarre transportiert werden kann. Für E-Piano reicht ja Stereo, 2x Genelec 8020, + ggfs. Subwoofer irgendwo im Zimmer. Der darf dann ruhig ab 120Hz oder so, abwärts übernehmen.
Es geht ja hier speziell um Nahfeldmonitore. Da möchte ich zu folgendem gerne einhaken:
Ich will hier ja nicht den Spielverderber machen, aber was soll das Ganze eigentlich? Was ist der Plan? Die Nachbarn samt Innenhof mit Schall "beglücken"? Oder sind die eigenen Ohren schon so taub, dass Lautstärke her muss?
Nahfeldmonitore sind dafür designed, in sehr kurzem Abstand zu den Ohren aufgestellt zu werden. Z.B. nur 1m entfernt - das heißt, rechts und links mehr oder weniger neben dem Notenpult, aber etwas weiter höher, in etwa gleichschenkligem Abstand zu den Ohren. Selbst wenn man die Lautstärke ziemlich aufdreht, bleibt es nach außen hin, außerhalb des Raumes etwa, erstaunlich leise. Wohlgemerkt, natürlich nur, wenn man Nahfeldmonitore auch so nahe aufstellt, wofür sie gedacht sind. Auf dem Bild von
@Mac_News z.B. sind die Monitore meiner Meinung nach eigentlich schon zu weit weg von der Hörposition.
Sehr viel Baßtiefgang kann man leider nicht von Nahfeldmonitoren erwarten. Es sei denn, man gibt sich mit etwas größeren wie z.B. Genelec 8030 zufrieden. Kompromißloser ist die Kombination aus sehr kleinen Winzlingen wie z.B.Genelec 8010 und Subwoofer. Die Nachbarn wird man damit nicht mit dem Klang aus Nahfeldmonitoren beglücken können, es bleibt nach außen erstaunlich leise, wenn man außerhalb des Nahfeldschallbereichs bleibt. Aber sehr wohl wabern die Tieffrequenzen des Subwoofers durch alle Wände. Aber mit der Kombination kann man wirklich einen sehr detailreichen Sound erzeugen ohne Kompromisse in der Tiefe.
Einen kleinen Nachteil haben Nahfeldmonitore noch, wenn sie wirklich in dieser sehr nahen Hörposition aufgebaut sind: der Kopf fühlt sich regelrecht "eingespannt", wenn man ihn Richtung Tastatur neigt oder zur Seite, ist man sofort außerhalb des (ansonsten astreinen) Klanges.