Nahfeldmonitore für Digitalpiano Yamaha P-525

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Flieger1989

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Hallo in die Runde,

zuerst ein gesundes Neues Jahr.

Gibt es jemand mit direkter Vergleichserfahrung bei Yamaha* Nahfeldmonitoren HS7 vs. HS5 an Digitalpianos?

In Frage kommen von Yamaha* HS7 ohne Subwoofer oder HS5 ohne oder mit Subwoofer (die HS8 sind zu groß / schwer für das vorhandene Wandbord).
Beim HS5.

Einsatz am P-525. Budget 700-800 max. für 2 Monitore. Subwoofer ggf. später extra.

Vorher hatte ich Canton AM5 ausprobiert, diese verzerren jedoch in den Höhen etwas.

Vielen Dank.
 

Ich würde Genelec nehmen
 
Ich würde Neumann nehmen, aber das ist eine Frage des Preises.
 

Meine Erfahrung: 5-Zoller reichen für einen halbwegs vernünftigen Klang aus, auch ohne Subwoofer (habe selbst 5er Alesis* und 6er Rokit).
 
Die Rockit 5 von KRK, die ich vor etlichen Jahren mal gehört habe, waren sehr ordentlich. Und sehr günstig.
 
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Danke für die Tipps.
Welche Größe würdet Ihr empfehlen? Genelec 8020 oder 8030? Neumann KH80 oder KH120? Letztere sind aber eigentlich außerhalb des Budgets...
 
Nicht vieles ist so subjektiv wie Lautsprecherklang.

Daher online kaufen uns ausprobieren. Du hast ein 14-tägiges Rückgaberecht bei Nichtgefallen.

Membranfläche gibt Tiefgang mit Volumen, Bassreflex hilft dabei, im Regal wird eine Bassreflexöffnung, die sich nach hinten öffnet, vermutlich ein Problem sein.


Der tiefste Ton am Klavier hat 27,5 Hz, das schaffen die kleinen Dinger mit Bassreflex-Bauweise alle nicht. Das Thema bei Bassreflex-Lautsprechern ist, dass es unterhalb der Grenzfrequenz kaum Pegel gibt, darüber ist die Welt in Ordnung.

Ein Subwoofer lässt sich an Lautsprecher im geschlossenen Gehäuse (ohne Bassreflex) übergangsloser anbinden.
 
Meine Erfahrung: 5-Zoller reichen für einen halbwegs vernünftigen Klang aus, auch ohne Subwoofer (habe selbst 5er Alesis und 6er Rokit).

Meinst du nicht 15er? Oder 4x10 oder gleich 8x10?

Dann müssen es wohl die 8030 sein.
 
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  • #10
Wenn es amtlich bei Originallautstärke klingen soll: Neumann KH 150 plus KH 750 Subwoofer. Kostet allerdings ordentlich Geld, ersetzt aber auch die Hifi-Anlage.

Ich persönlich würde zunächst mit gebraucht gekauften KRK anfangen und dann gucken, wonach es mich nach ein paar Monaten gelüstet.
 
  • #12
Danke vielmals für die Tipps. Ich werde mich zunächst um die Raumakustik kümmern müssen.
 
  • #13
Als Anmerkung noch mal grundsätzlich ... ich bin bei Monitoren immer ein Fan davon, wenn der "gute Sound" durch das Gehäuse erreicht wird. Bei meinem letzten Vergleich von KRK, Adam und Focal, bin ich bei Focal hängen geblieben. Kein DSP an Board und der mit Abstand organischste Klang in diesem Trio.

Allerdings sind meine Ohren auch in die Richtung konditioniert, denn auch im Auto habe ich seit 30 Jahren Focal Lautsprecher ...

Nicht vergessen sollte man auch, dass das Spielen am Piano nicht die typische Situation im Studio darstellt, sondern ja auch eine gewisse Menge Wohlklang bringen soll. Ich vergleiche dies mit "Licht". Im Büro suchst du möglichst weißes Licht (3500-5500 Kelvin), im Wohnzimmer eher eines mit "Wärme" (also 2700-3300 Kelvin). Vor diesem Hintergrund sollte man die Lautsprecher in seinem persönlichen Testfeld - für den gewünschten Zweck - auch einordnen. "Vielleicht ist am Ende sogar eine HiFi Aktivbox" die Lösung (dann allerdings nicht für den Mix in der Studiosituation verwendbar).

Also bitte erst überlegen was die Hauptanwendung ist ... :super:

Und damit wird zumindest auch noch mal klar, das man sich selbst da reinhören muss. Allerdings lass dich bei der Auswahl nicht vom ersten "prominenten Höreindruck" blenden. Mit DSP fällt der Sound mit der Tür ins Haus und erst beim längeren Vergleich mit konventionell entwickelten Gehäusen, erkennt man, welche Feinheiten man vermisst hat.

Die Position an der man die Boxen stellt, trägt mit den dadurch entstehenden Reflexionen der Schallwellen maximal zum erreichbaren Genuss bei.


1770033323296.png

P.S. hier ein Querpass ins Musiker-Board, wo von einer Hausmesse zum Thema Fokal auch reichlich Informationen zur Produktion enthalten sind.


Gruß
Martin
 
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  • #14
Ich will hier ja nicht den Spielverderber machen, aber was soll das Ganze eigentlich? Was ist der Plan? Die Nachbarn samt Innenhof mit Schall "beglücken"? Oder sind die eigenen Ohren schon so taub, dass Lautstärke her muss?

Ich habe auch ein P 525 und bin mit den eingebauten Speakern sehr zufrieden. Aber ich will ja auch bloß Klavier spielen damit, mehr nicht.
 
  • #15
Wohlklang ist etwas sehr Subjektives und jeder Rat ist naturgemäß schwierig.
Neutrale, messtechnisch "richtige" Wiedergabe ist gefühlt oft matt und langweilig.

Mit Lautstärke hat das schon auch, aber nicht allzuviel zu tun.

Mit den eingebauten Lautsprechern wird man wohl Töne hören, im mittleren bis oberen Frequenzbereich vielleicht auch einigermaßen akzeptabel, aber untenrum muss einfach alles schwächeln. Geht technisch betrachtet doch gar nicht anders. Lautsprecher brauchen für Tiefgang zumindest ein gewisses Volumen und im Tieftonbereich auch etwas an Leistung, beides fehlt hier.

Bei unseren Roland* FP-90X kann man das sehr schön hören. Trotz eher aufwändigeren 2-Wege-Lautsprechern mit Bassreflex-System … der Klang bleibt unbefriedigend mager und dürr. Schon an kleinen Mackie-Monitoren legt der Sound spürbar zu, an der Stereoanlage mit Sub wird's dann langsam rund.
 
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  • #16
Ich habe den Vorgänger P-515, weil ich eine Möglichkeit zum Silentspielen suchte und mit Kopfhörern die Binaural-Version des CFX Samples recht gut fand. Die eingebauten Lautsprecher waren von Anfang an nicht mein Geschmack und klangen irgendwie verfärbt.

Auf Empfehlung eines YTubers ergänzte ich dann zwei iLoud-Micro Monitore, die ich allerdings mit dem Binaural-Signal (eigentlich für KH gedacht) betreibe, da man beim Üben ohnehin im Nahfeld sitzt. Die iLouds klingen gemessen an Größe und Preis hervorragend und erlauben auf diese Weise den binauralen Hörgenuss problemlos auch ohne Kopfhörer, den sie quasi ersetzen, wenn ich nicht unbedingt stumm üben muss.

Sollte im Prinzip natürlich mit allen Nahfeldmonitoren ebenso funktionieren, Voraussetzung ist nur eine einigermaßen gute Ausrichtung in Ohrhöhe (Tischständer verwenden) auf den Kopf... Ich verwende außerdem eine bestimmte Kombination von individuellen Equalizer- und weiteren Klangeistellungen am P-515 zusammen mit den schaltbaren Filtern der iLouds, was m.E. den Klang nochmal deutlich verbessert.

Den später angeschafften kleinen Subwoofer fand ich dagegen entbehrlich und hier keine weitere Verbesserung, da die kleinen Monitore einen erstaunlichen Tiefgang haben, der mir völlig ausreicht. Der Sub macht sich an meiner Hifi-Anlage besser.

PS.: mit einem akustischen Instrument kann die digitale Simulation aber bei weitem nicht mithalten.
 
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  • #17
Wenn es eine Spur größer sein darf, würde ich die Adam D3V den iloud vorziehen. Klingen für mich in jeder Beziehung besser. Tieferer Bass, bessere Auflösung, neutraler abgestimmt.
 
  • #18
Selber habe ich gute Erfahrungen gemacht mit 2x Genelec 8020 rechts/links neben - im meinem Fall Orgelspieltisch-Notenpult, + 2x Genelec 8010 hinten rechts/links (für die Wiedergabe des Kirchenschiffnachhalls von Kirchenorgelsamplesets) und einem abgrundtiefen Subwoofer, der nur mit Sackkarre transportiert werden kann. Für E-Piano reicht ja Stereo, 2x Genelec 8020, + ggfs. Subwoofer irgendwo im Zimmer. Der darf dann ruhig ab 120Hz oder so, abwärts übernehmen.

Es geht ja hier speziell um Nahfeldmonitore. Da möchte ich zu folgendem gerne einhaken:

Ich will hier ja nicht den Spielverderber machen, aber was soll das Ganze eigentlich? Was ist der Plan? Die Nachbarn samt Innenhof mit Schall "beglücken"? Oder sind die eigenen Ohren schon so taub, dass Lautstärke her muss?
Nahfeldmonitore sind dafür designed, in sehr kurzem Abstand zu den Ohren aufgestellt zu werden. Z.B. nur 1m entfernt - das heißt, rechts und links mehr oder weniger neben dem Notenpult, aber etwas weiter höher, in etwa gleichschenkligem Abstand zu den Ohren. Selbst wenn man die Lautstärke ziemlich aufdreht, bleibt es nach außen hin, außerhalb des Raumes etwa, erstaunlich leise. Wohlgemerkt, natürlich nur, wenn man Nahfeldmonitore auch so nahe aufstellt, wofür sie gedacht sind. Auf dem Bild von @Mac_News z.B. sind die Monitore meiner Meinung nach eigentlich schon zu weit weg von der Hörposition.

Sehr viel Baßtiefgang kann man leider nicht von Nahfeldmonitoren erwarten. Es sei denn, man gibt sich mit etwas größeren wie z.B. Genelec 8030 zufrieden. Kompromißloser ist die Kombination aus sehr kleinen Winzlingen wie z.B.Genelec 8010 und Subwoofer. Die Nachbarn wird man damit nicht mit dem Klang aus Nahfeldmonitoren beglücken können, es bleibt nach außen erstaunlich leise, wenn man außerhalb des Nahfeldschallbereichs bleibt. Aber sehr wohl wabern die Tieffrequenzen des Subwoofers durch alle Wände. Aber mit der Kombination kann man wirklich einen sehr detailreichen Sound erzeugen ohne Kompromisse in der Tiefe.

Einen kleinen Nachteil haben Nahfeldmonitore noch, wenn sie wirklich in dieser sehr nahen Hörposition aufgebaut sind: der Kopf fühlt sich regelrecht "eingespannt", wenn man ihn Richtung Tastatur neigt oder zur Seite, ist man sofort außerhalb des (ansonsten astreinen) Klanges.
 
  • #19
Die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellte sich mir, nachdem ich dieses oben gepostete Foto gesehen hatte. Reden wir hier über ein Setup für zu Hause oder für die Bühne? Man kann es auch übertreiben.

1770033323296-png.80219
 
  • #20
@Tastenscherge: Das scheint doch wohl ein Foto aus einem Musikstudio zu sein. Aber was soll die Frage, ob es für die Bühne sein soll? Nahfeldmonitore für die Bühne? Da erwarte ich doch eher Monitorboxen.

Nahfeldmonitore sind für Beschallung aus ganz nächster Nähe gedacht, so im 1 Meter-Bereich. Das macht absolut Sinn für das Digitalpiano zu Hause, gerade weil es für die Umgebung erstaunlich leise ist, außerhalb des engen Schallraumes.

Der springende Punkt ist, ob man mit der unteren Grenzfrequenz zufrieden ist, oder mit Subwoofer nachhelfen möchte.

Und ob man mit dem Umstand zufrieden ist, dass man den Schallraum schnell verlässt, wenn man sich beim Spielen bewegt. Ich war mit meiner Surroundanlage mit Nahfeldmonitoren für die Übeorgel mit dem Kopf regelrecht "eingespannt", kleine Bewegungen haben bereits das Hörbild rel. stark geändert.
 

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