Mundart

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von altermann, 19. Feb. 2019.

  1. altermann
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    Gauf,

    wir Chaoten :lol:sind ein zusammengewürfelter Haufen, der die unterschiedlichsten Dialekte spricht.
    Ich nehme mir die Freiheit, euch mal meine Muttersprache vorzustellen. Dazu soll folgender Link dienen:
    http://www.erzgebirgisch.de/a.liste

    Gauf! :017:
     
  2. frosch
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  3. Tastensucher
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  4. altermann
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  5. altermann
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  6. cwtoons
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    Klingt wie 'ne Mischung aus Sächsisch und Bayerisch.

    CW
     
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  7. Tastensucher
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    Die Einwohner von Meng-Häm (Mengersgereuth-Hämmern) legten auch immer großen Wert darauf, zum Kulturkreis Oberfranken zu gehören und nicht zu Thüringen.
     
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  8. cwtoons
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    cwtoons

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    Ich hoffe nicht, dass ich die geschätzten Einwohner von Meng-Hem in ihrer kulturellen Identität belästigt habe. Schon Professor Higgins war sich sicher, dass man an der Sprache den Menschen erkennt.

    Laut Wikipedia allerdings liegt MH als heutiger Stadtteil von Frankenblick in Thüringen.

    CW
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Feb. 2019
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  9. thomas 1966
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    thomas 1966

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  10. klaros
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    klaros

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    Da ist was dran :
    Schlesien war schon mal österreichisch, womit die bayrische Komponente zu erklären wäre.
     
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  11. Klafina
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    Klafina

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  12. klaros
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    klaros

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    Wo gooscht naa?
    I gang hoim. :-)
     
  13. klaros
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    klaros

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    Minne Suen dä Drickes,
    dä kütt velitz jelickes.

    Mein Sohn der Heinrich,
    der kommt vieleicht gleich.

    Dialekt von Mönchengladbach und Umgebung
     
  14. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Aber das Erzgebirge liegt ja nicht in Schlesien. Aus dialektologischer Sicht ist das Erzgebirgische zunächst einmal historisch ein ostfränkischer Dialekt, der aber von zwei Seiten in die Zange genommen wurde: vom Norden her vom Sächsischen und vom Südosten und Süden her vom Nordbairischen - das ist die bairische Komponente, von der heute, nach der Exilierung der Deutschböhmen, nur noch die Oberpfälzer im Südosten als "Gefahr" übergeblieben sind. Aber die können gegen knapp 60 Jahre exklusive sächsische Akkulturierung natürlich nichts mehr ausrichten.

    Eine ähnliche Dialektmischung infolge Überlagerung durch einen Mehrheits- bzw. Prestigedialekt neueren Datums findet sich übrigens in Mittelbayern zwischen Donau und Altmühl. Ursprünglich ein Gemenge aus Nordbairisch und Ostfränkisch, kam der Dialekt immer mehr unter den Einfluss des Oberbairischen (dialektologisch: des Mittelbairischen), weil das der regionale "Prestigedialekt" wurde und auch durch die zunehmende Arbeitsmigration in den Münchner Raum immer mehr Elemente übernommen wurden. Man kann das an den Generationen beobachten. Als ich dort lebte, sagte mein erster Hauswirt, in den frisch angelegten Garten weisend:

    "Dou dou'i eitz no zwoi Bouchabeïsch nei" *)

    Sein Sohn hätte gesagt:

    "Doo tua'ri etz no zwaa Buachabiasch eini"

    Man beachte die Monophtongierung und die Ersetzung der gestürzten Diphtonge durch offene.


    *) Da tu ich jetzt noch zwei Buchenbüsche (hi)nein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Feb. 2019
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  15. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Was ist das? Ostalb?
     
  16. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Gooscht? Also das Schwäbisch-Bairische (wo ich jetzt lebe) und das angrenzende Württembergische zeichen sich eben dadurch aus, dass der 2. Person die Endung fehlt:

    a. "Woisch Du mia koin gschaita Sattler it?"
    b. "Du bisch a Bleedkopf, woisch"

    a. war eine der ersten Fragen die ich hier in Datschiburg gehört habe. Elektrisiert war ich allerdings nicht vom "woisch", sondern vom it, weil das ein mittelhochdeutsches Relikt ist.

    @klaros, bisch Du vielleicht a Preiß?

    Allemanen zu Hilfe!
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Feb. 2019
  17. Pedall
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    Pedall

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    Dass es einen Schwäbisch-Bairischen Dialekt gibt, ist mir neu. Von Bayerisch Schwaben habe ich gehört - aber ist das Schwäbisch dort Bairisch?

    Sehr merkwürdig kommt mir der Diphthong /ai/ vor, das Wort müßte doch /gscheit/ lauten? (von mhd schīden?)
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Feb. 2019
  18. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Achso - nein, ich hatte "Schwäbsch" geschrieben und habe dann ohne groß mir was dabei zu denken, Bayerisch nachgeschoben, damit niemand meint, es gehe um württembergische Varianten. Also: in Bayerisch Schwaben spricht man Alemannisch, wenngleich viele Eingeborene glauben, es handle sich um einen bairischen Dialekt. Denn sie sind in der Masse glühende Altbaiern (dafür halten sie sich). Die von den Wittelsbachern betrieben Ausrottung des historischen Bewußtseins und die Bairische Kulturüberformung hat hier, anders als in Franken, bestens geklappt.

    Das stimmt, da bin ich jetzt meinem nürnberger Heimatdialekt zum Opfer gefallen. Informell transskribiert müsste es gschejta heißen, weil das i palatalisiert wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Feb. 2019
  19. Klafina
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    Klafina

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    Pi mal Daumen, ja. Ich bin in Aalen geboren.

    "Hannes und der Bürgermeister" ist freilich kein lupenreines Schwäbisch "von dr Alb ra".
    Die Komede-Scheuer Mäulesmühle liegt in der Nähe von Filderstadt.
     
  20. rolf
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    rolf

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    ...pardon, dass ich das schwäbeln mit einem grässlichen Erlebnis unterbreche: Erzgebirge... vor Jahren … auf einer Hocketse, wie der Schwabe sagen würde, gab es neben regionalen Fressalien und Kaltgetränken live "Volksmusik"... ein paar Hampel in bergmännischer Tracht begleiteten recht öde eine monströse Megäre, welche "Aaaarzgeberch, Haaaamitland" krähte --- seitdem weiß ich, dass es einen noch entsetzlicheren Dialekt als das Sächsische gibt :teufel::-D
     
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