Mozart Sonaten Henle/Könemann Staccato

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Könemann unterscheidet in der Urtext Ausgabe der Mozart Sonaten zwischen Punktstaccato und einem längeren Strich, bei Henle gibt es nur Punkte.
Ist die Unterscheidung begründet, gibt es dafür auch einen Namen?
Hier ein beliebiger Beispieltakt
Henle:
IMG_20260509_093756620~2.webp
Könenann:
IMG_20260509_093802070~2.webp
 

In Mozarts Handschriften sehen die Zeichen manchmal wie Striche aus, manchmal wie Punkte und meistens wie irgendwas dazwischen. Einige Herausgeber (z.B. die NMA, von der Könemann abgeschrieben hat) versuchen, das abzubilden. Henle vermutet, dass Mozart hier gar nicht unterschieden hat und es reiner Zufall ist, ob ein Staccato nun eher wie ein Punkt aussieht oder wie ein Strich.

Ich finde die Notation von Henle sinnvoller, da in der NMA viel Spekulation dabei ist und man als Interpret ohnehin individuell entscheiden muss, wie man die Artikulation gestaltet.
 
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Der "längere Strich" ist ein sog. Keil. Der soll ein Stacc. eigentlich noch mal auf die Hälfte verkürzen. In diesem Falle hieße das, daß die Keiltöne also genau so kurz dauern sollen, wie die Punkttöne, weil letztere ja den halben Notenwert haben. Ob das Alle so genau genommen haben, bleibt wohl die Frage...
Und wie mick schrob, ist es letztlich wichtiger, ob man "an guades G'fuil füa die Musi hot, gell?"
 
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