Mozart KV466 1. Satz

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Carnina

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Meine Mozartreise ging gestern zu Ende (vorläufig) und das lustigerweise ausgerechnet in der „Via Mozart“ — und es war wirklich eine wilde Fahrt.

Nach allem, was ich letztes Jahr gespielt hatte, solo und mit Orchester, war Mozart ehrlich gesagt so ziemlich das Letzte, worauf ich Lust hatte. Nicht, weil ich Mozart nicht mag. Im Gegenteil: Ich liebe seine Klavierkonzerte und vergöttere seine Opern. Aber irgendetwas daran war für mich unangenehm besetzt, ohne dass ich am Anfang genau hätte sagen können, was es eigentlich war.

Im November habe ich angefangen, den ersten Satz dieses Konzerts zu lernen. Ich hatte ihn schnell auswendig im Kopf, aber spielen konnte ich ihn deshalb natürlich noch lange nicht, schon garnicht im Tempo. Und genau da wurde mir ein grundsätzliches Problem klar: Ich hatte keine wirkliche Strategie für Musik, die im Kopf viel schneller da ist als in den Fingern.

Ich habe damals den schönen Satz gehört, dass man sich bei Mozart erst einmal eine „Schallmauer“ bauen muss, damit das Stück auch unter Druck hält. Und ich merkte: Genau dafür fehlten mir die Mittel. Ich hatte nie systematisch Läufe geübt, Tonleitern, dieses ganze Handwerkszeug, das man für so etwas braucht. Und noch weniger wusste ich, ab wann ein Zwischenstand eigentlich okay ist oder woran ich merke, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das war wahrscheinlich das unangenehmste Gefühl an der ganzen Sache.

Dazu kam, dass ich mit einem eher destruktiven Bild von Mozart aufgewachsen bin: Mozart als das, was man spielt, wenn es für „Grösseres“ nicht reicht. Natürlich völliger Unsinn (!) — aber solche Sätze sitzen dann trotzdem irgendwo im System. Also habe ich Mozart anfangs nicht einfach gelernt, sondern mich ziemlich zuverlässig täglich daran abgearbeitet. Er war mein Watsch’nbaum an dem ich beinahe täglich gerüttelt habe. Und je mehr man sich ärgert und versuche etwas zu erzwingen um so mehr schlägt dieser zurück…. (Letztere nicht meine Worte… aber wahre)

Nach etwa fünf Wochen war ich kurz davor, das Konzert aufzugeben. Ich hatte schon angefangen, alle möglichen Hebel in Bewegung zu setzen, um doch noch zu wechseln. Dann kam aber der nächste Gedanke: Jetzt ist Januar. Was, wenn ich mit einem anderen Konzert am Ende noch mehr kämpfe? Was, wenn die Zeit, die so ein Stück braucht, bis es wirklich in den Körper sinkt, bei Mozart eigentlich besser investiert ist?

Also blieb ich dabei. Nicht aus grosser innerer Überzeugung, sondern eher, weil mir der Mut fehlte, komplett neu anzufangen.

Das Tempo war für mich lange völlig undenkbar. In meinem Kopf hörte ich mich schon träge und vertikal spielen, und ich war auf dem besten Weg, in ein altes Muster zu rutschen: mir selbst zu beweisen, dass ich es nicht kann. Ein Teil von mir wollte sich dem Stück wirklich widmen. Ein anderer Teil hat innerlich komplett blockiert und mir verboten, mich ernsthaft darauf einzulassen.

Im März ist das dann ziemlich eskaliert. Nach einem ordentlichen Streit und einem langen Gespräch ging plötzlich ein Knoten auf. Mir wurde klar: Das hatte eigentlich gar nicht so viel mit Mozart zu tun. Auch nicht damit, ob ich die Voraussetzungen für dieses Stück habe oder nicht. Es war ein altes Muster.

Das Schwierige war nicht, dass das Stück völlig ausser Reichweite war. Das Schwierige war eher, dass es vielleicht tatsächlich in Reichweite lag (was ich absolut nicht wahr haben wollte). Bei Stücken, die mehrere Nummern zu gross sind, kann man sich innerlich leichter retten: Man probiert halt mal, wie weit man kommt. Niemand erwartet etwas. Aber sobald etwas theoretisch machbar ist, ist das anders. Und genau da kann’s bei mir kippen. Absichtliches Dummstellen, inneres Verweigern, sogar bei Dingen, die ich eigentlich will — lang nicht mehr gefühlt aber hier kam es hoch und zwar massiv. Aber genau da hab ich es geschafft dieses Muster was mir vieles so schwer gemacht hat erstmals zu verstehen. Und ich glaube wirklich dass ich davor jetzt sicher bin.

Nach dieser Eskalation und Erkenntnis konnte ich mich dem Konzert erstmals wirklich nähern. Ich fing an, darin das zu finden, was ich an Musik liebe und dachte hier nicht finden zu können. Bei der ersten kurzen Probe vor ein paar Wochen hat man mir meine Vorbehalte noch ziemlich angesehen aber die Probe und das Zusammenspiel hat mich um 180 Grad gedreht. Ich wollte ein Teil davon sein bin heimgefahren und hatte einen ganz anderen Blick auf das Stück. Bei der letzten Probe kam jemand grinsend auf mich zu und sagte: „Du liiiebst es! Ich kann es sehen.“ Und ja. Ertappt

Ich liebe dieses Konzert inzwischen wirklich. Ich liebe Mozart. Und mittlerweile sogar Haydn — wobei ich bei den Sonaten noch nicht ganz so weit bin. Aber die Trios, das Konzert, die Symphonien und Streichquartette (mochte ich eigentlich schon vorher).

Natürlich gibt es noch genug, was ich anders machen würde oder noch lernen will. Ein grosses Thema bleibt das Tempo. Beim Spielen fühle ich mich oft entsetzlich langsam. In der grossen Probe letzte Woche war plötzlich dieser Flow da, aber innerlich hatte ich trotzdem das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Ich wollte, dass es mehr nach vorne geht, dass Phrasen zusammengefasst werden, dass es nicht in lauter Einzelteilen hängen bleibt. Hör ich mir die Aufnahme an dann denke ich „aber ist doch alles da..!“

Einer der grössten Lerneffekte in diesem Stück war für mich die Bedeutung von Mikro-Rhythmik. Genau die geht bei mir leicht verloren, und ich merke jetzt viel besser, wie wichtig sie ist, auch wenn wissen leider nicht reicht.

In der Generalprobe meinte der Dirigent dann: „Jetzt gebe ich dir schon ein wesentlich höheres Tempo als letzte Woche, und immer noch treibst du an.“ Danach war ich kurz etwas gestresst (ich wollte ja im Konzert nicht in einem Tempo landen wo es mich dann zerlegt) und nahm mir fest vor, im Konzert besonders ruhig und besonnen zu spielen. Der Konzertmeister meinte dass wenn ich ihn begrüße er keine festen energischen Händedruck will sondern einen ruhigen entspannten und das tat ich dann. Ich fühlte mich auch so - völlig ruhig und in der Überzeugung ein besonnenes Tempo anzuschlagen.

Ich war auch felsenfest überzeugt, viel langsamer gespielt zu haben.

Bis nachher die Bratschistin sagte: „Kann es sein, dass wir heute noch schneller gespielt haben als sonst?

Als ich später die Aufnahme hörte, war ich völlig platt. Mein Gefühl beim Spielen und das tatsächliche Tempo passen offenbar überhaupt nicht zusammen. Das Thema Tempokontrolle wird mich also wohl noch eine Weile begleiten.

Trotzdem bin ich unglaublich froh, dass es gestern so gut lief ich hab es sehr genossen. Ich hatte wirklich grossen Respekt vor Mozart und habe ein halbes Jahr lang allen erklärt, warum es die idiotischste Idee überhaupt ist, ausgerechnet Mozart im Konzert zu spielen — vor allem, wenn man vorher nie Mozart-Sonaten gespielt hat und keine Erfahrung mit seitenweisen Sechzehntelläufen hat.

Jetzt kann ich sagen: Dieses Konzert hat mir auf allen Ebenen unendlich viel gegeben. Ich will keine Minute eintauschen. Ich habe es wirklich wirklich genossen es zu spielen und wahnsinnig viel dabei gelernt.

Ich liebe es inzwischen wirklich sehr und möchte es irgendwann unbedingt einmal ganz spielen.

Aber vorher freue ich mich jetzt erst einmal auf Haydn im Oktober.


Fazit: bisher habe ich immer die Erfahrung macht dass sich durchbeißen hinterher auszahlt. Ich bin sooooo froh dass ich nicht auf ein anders Konzert gewechselt habe. Und dankbar für die ganze Unterstützung all der lieben Menschen die mich rotierend ertragen haben und auf Kurs hielten. Es könnte sich für mich nicht mehr gelohnt haben auch wenn ich mich schlecht fühle wieviel Nerven (nicht nur meine) das gekostet hat.



Konzert:


Probe:
 
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Zu guter Letzt hab ich gestern noch die offizielle Aufnahme bekommen. Ein Abschluss zu einem Konzert was ich wirklich über alles liebe. Und ich bin sehr seeeeehr dankbar was ich bis hierher und (vor allem daran) lernen durfte.

Jedenfalls will ich wieder Mozart spielen! Am liebsten das ganze Konzert oder ein anderes. Ich hab ihn so schätzen gelernt …. das wird noch eine große Liebe ❤️ und mit ein bisschen Abstand muss ich feststellen, dass der Mozart vermutlich sogar das ist, was ich bisher am besten gespielt habe. Auch wenn ich vor ein paar Monaten Stein und Bein geschworen hätte dass es das Gegenteil davon sein wird.

P.S.: ich weiß (eigentlich) dass man anschließend dem Dirigenten die Flosse reicht aber ich war so „Lost im Glück“ dass ich den Nächstbesten hätte umarmen können und ich hab genommen was in unmittelbarer Reichweite war. Ich hätte so gern weiter gespielt 😂🥴🫣 ich glaub ich muss mich mal in der Kammermusikanteilung umtun.

 
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Wow cooooll
 
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Es ist wirklich ein traumhaftes Stück 😇 der 2. Satz vielleicht der schönste überhaupt … ich denke ich werd’s fertig lernen auch wenn ich den Rest vermutlich so schnell nicht spielen werde. Es lohnt sich wirklich….
 
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auch wenn ich den Rest vermutlich so schnell nicht spielen werde.
Dafür kann ich einige sehr gut passende (ganz trockene) Technikübungen und hochqualitatives Metronom empfehlen.
 
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  • #10
@HomoSineCruribus Ich hab tatsächlich einige Zeit Hanon geübt und auch die Passagen im Mozart immer wieder mal mit Metronom und Rhythmen damit sie unter Druck halten und ich mich nicht verstolper. Das hat viel gebracht. Aber die Präzision hole ich nicht so schnell auf. Ich habe erst vor 5 Jahren wirklich begonnen Klavier zu lernen, davor fast 15 Jahre garnicht gespielt und daher kein jahrelanges Training von Tonleitern, Zerlegungen, Etüden etc. Das hört man natürlich, aber es wird besser. Letztes Jahr wäre ich unfähig gewesen diesen Mozart zu spielen (abgesehen davon war’s mein erster Mozart). Ich habe ein schweres Gewichtsspiel und es war nicht so leicht für mich diese Beweglichkeit zu erreichen. Was du meinst ist die Qualität und Gleichmäßigkeit im Anschlag in solchen Passagen. Das dauert leider und lässt sich nicht einfach beschleunigen nachzuholen 🥴 Man hört es dank direktem Mikrofon im Flügel* leider auch besonders deutlich.
 
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  • #12
Och, bei Stilblütes Kurs wirkte er auf mich wie eine ziemlich reale, nicht-trollende Person. Ich glaube, der Vorteil eines Neueinsteigers ist, dass er nicht so voreingenommen ist in seiner Herangehensweise, man müsse/könne etwas nur auf die Art x üben. Vielleicht ticken Wiedereinsteiger da etwas anders? Mich wundert ebenfalls, was man an dieser Übungsart so toll findet. Da wäre ich ja ständig unzufrieden mit dem Sound den ich produziere, spätestens, wenn ich den selben immergleichen ff-Klang auf ein Mozartkonzert übertragen würde!:konfus:@Carnina ich meine aber, dein 'Problem' zu verstehen. Ich hadere damit, mal einen kurzen Ausschnitt der Prestostelle (d-moll Fantasie) ins Forum zu stellen, weil mich sehr interessieren würde, wie man das noch angehen kann. Die Profis müssen es schließlich auch mal gelernt haben, es ist also prinzipiell möglich, haha!
 
  • #13
spätestens, wenn ich den selben immergleichen ff-Klang auf ein Mozartkonzert übertragen
Man kann es phasenweise so üben (Rhythmisch, Akzentverschiebungen, langsam/schnell, etc. das habe ich auch gemacht. Aber am Schluss ist Mozart keine Etüde. Es steckt überraschend viel Musik in diesen Passagen. Und es gibt unendlich viele Beziehungen die man anfängt wahrzunehmen wenn man sich damit befasst. Ja ich habe zeitweilig auch technisch geübt weil es einfach sehr schwer ist und man kommt nicht drum herum. Und ja es kann technisch mehr Qualität haben die es hätte wenn ich mehr sowas gespielt hätte aber habe ich bisher nicht.

Aber dass ich nicht alles Strich grade aus spiele ist tatsächlich Absicht… Ich habe diese Passagen bewusst so geformt, weil ich versuchen wollte den Stimmverlauf herauszustellen. Das ist tatsächlich kein Zufall sondern eine bewusste Entscheidung nicht alle Töne gleich laut zu spielen…!! Und es ist eine bewusste Entscheidung Agogik einzusetzen…. Ich habe lange Linien gesucht. Weil ich das sehr mag und das ist mir auch ganz gut gelungen denke ich.
 
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  • #14
Dass das Zufall sein könnte, hatte ich auch gar nicht angenommen :-) ich bezog mich nur auf die "Übung" an sich. Edit: so wie du es beschreibst, mach ich es ja auch ab und zu, anders bekäme ich die Prestostellen wahrscheinlich nicht ins Tempo.
 
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  • #15
Du hast Dich nun endgültig als Troll/Fake entlarvt. Naja, immerhin Chapeau, dass Du das so lange durchgehalten hast, ohne dass hier in nennenswertem Ausmaß der Braten gerochen wurde.
An alle :

Wenn die Art und Weise meiner Rede schon störend ist, entschuldige ich mich.


Ich habe versucht, "leichter" zu sein, weil ich finde, solche Haltung zu haben wirkt besser.

Alles, was ich hier geschrieben habe, ist trotzdem ernst*, obwohl es in Scherzform geschrieben ist.
(Übungsmethode, Respekt an @hasenbein, etc.)

Ich respektiere dich @hasenbein, aus unterschiedlichen Gründen, und die Übungsmethode - obwohl ich die Inhalte ein bisschen scherzhaft geschrieben habe - benutze ich wirklich (aber natürlich nicht nur das sondern mit anderen Übungsmethoden) .

@HomoSineCruribus Ich hab tatsächlich einige Zeit Hanon geübt und auch die Passagen im Mozart immer wieder mal mit Metronom und Rhythmen damit sie unter Druck halten und ich mich nicht verstolper. Das hat viel gebracht. Aber die Präzision hole ich nicht so schnell auf. Ich habe erst vor 5 Jahren wirklich begonnen Klavier zu lernen, davor fast 15 Jahre garnicht gespielt und daher kein jahrelanges Training von Tonleitern, Zerlegungen, Etüden etc. Das hört man natürlich, aber es wird besser. Letztes Jahr wäre ich unfähig gewesen diesen Mozart zu spielen (abgesehen davon war’s mein erster Mozart). Ich habe ein schweres Gewichtsspiel und es war nicht so leicht für mich diese Beweglichkeit zu erreichen. Was du meinst ist die Qualität und Gleichmäßigkeit im Anschlag in solchen Passagen. Das dauert leider und lässt sich nicht einfach beschleunigen nachzuholen 🥴 Man hört es dank direktem Mikrofon im Flügel leider auch besonders deutlich.


Ich habe gefunden, oder vermutet, dass Sie schon 20 30 Jahre lang Klavier gespielt haben, aber nur Klavier nicht als Beruf genommen haben...?

Es ist ernste Meinung, ich sage das nicht weil @hasenbein mich zurückgewiesen hat, sondern weil ich wirklich so gedacht habe.

Noch mal zum Thema Klavier - die Übungsmethode, die ich geschrieben habe, ist gut, wenn man wegen Lampenfieber Stabilität in Finger während Vorspiel verliert. Ich sage das ernst. Und in meinem Fall : das hat mir geholfen, diese Stabilität in meinen Finger stetig bleiben zu lassen. Ich unterreichte Sie nicht ! Nur meine Meinung wollte ich Ihnen mitteilen.


Also, so ist es. Ich will niemanden blamieren oder verspotten, aber ich will auch bisschen leichter sein, das wäre für mich besser, meiner Meinung nach. Schönen Abend allen !
 
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  • #16
@HomoSineCruribus ich hatte unregelmäßig Klavierunterricht als Kind bis ich ca 11 Jahre alt war. Aber nie geübt also habe ich nur 2 Klavierschulen gelernt, bissl diabelli für 4 Hände und Schumann wilder Reiter.

Dann habe ich Flöte gelernt 3,5 Jahre.

Zwischen 16-18 hatte ich nochmal Unterricht habe habe 2 Nocturnes und 5 Mazurken gespielt, 2 Bach Präludien (nicht WTK sondern aus den kleinen Präludien).

15 Jahre kein Instrument mehr angefasst

Im Alter von 33 im Jahr 2021 ein E Piano gekauft weil ich mich in Op.48/1 verliebt hatte und mit Unterricht begonnen.

5 Jahre später ist heute.
 
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  • #17
Ich habe nie Tonleitern geübt, ich versteh nichts von Musik Theorie und konnte keine Noten lesen geschweige denn zählen.

Darum -> nichts ist unmöglich. ABER. Man muss jeden (!) Ratschlag zumindest durchdenken, dann hat man Chancen zu lernen. Sonst NICHT.
 
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  • #18
Man muss jeden (!) Ratschlag zumindest durchdenken, dann hat man Chancen zu lernen. Sonst NICHT.
Das bringt aus mir "Oho" aus.

@HomoSineCruribus ich hatte unregelmäßig Klavierunterricht als Kind bis ich ca 11 Jahre alt war. Aber nie geübt also habe ich nur 2 Klavierschulen gelernt, bissl diabelli für 4 Hände und Schumann wilder Reiter.

Dann habe ich Flöte gelernt 3,5 Jahre.

Zwischen 16-18 hatte ich nochmal Unterricht habe habe 2 Nocturnes und 5 Mazurken gespielt, 2 Bach Präludien (nicht WTK sondern aus den kleinen Präludien).

15 Jahre kein Instrument mehr angefasst

Im Alter von 33 im Jahr 2021 ein E Piano gekauft weil ich mich in Op.48/1 verliebt hatte und mit Unterricht begonnen.

5 Jahre später ist heute.
sehr vorbildlich. 👍👍👍
 
  • #20
@HomoSineCruribus
Humor ist nicht das Problem. Im Gegenteil: Oft nimmt das Gegenüber eine Aussage leichter an, wenn sie Humor enthält.

Was für Irritation gesorgt hat, ist deine Empfehlung, unmusikalisch zu üben. Denn Hanon ist, und das ist bei den allermeisten hier im Forum Konsens, unmusikalisches, stupides Antimusizieren bzw. Minusmusizieren, weil dabei die Bewegungen mechanisiert und vom Kontrollorgan Ohr, welches genau unterscheidet zwischen Musik und z.B. dem Geräusch eines Presslufthammers, abgekoppelt werden,

Auch ist schon mehrfach der Vergleich zwischen Czerny und Hanon gemacht worden: Czerny ist, trotz des Fokus auf notwendige technische Phänomene, im Gegensatz zu Hanon immer Musik und kein stumpfes Training von „Fingerkraft“.

Hinzu kommt deine Lobeshymne auf das Metronom, dem Inbegriff des stupiden, fremdgesteuerten Übens, wenn man es nicht intelligent anwendet. Intelligentes Üben wäre z.B. ein Metronom nur auf Zählzeit 1 im Takt. Oder wenn man es als Wahrsager benutzt, um Temposchwankungen zu überprüfen.
 
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