Moin!

Dieses Thema im Forum "Vorstellungsrunde" wurde erstellt von brandtaktuell, 28. Aug. 2006.

  1. brandtaktuell
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    brandtaktuell

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    Na gut, also, um diese Zeit sollte ich zwar arbeiten, aber nu hab ich mich schon seit 1 Stunde im Forum getummelt (hat mich doch der Newsletter reingelockt und mir einen Kommentar zum Auswendigspielen abgerungen), jetzt kommts auf die halbe Stunde auch nicht mehr an...
    Ist ja auch guter Brauch, sich den Alteingesessenen vorzustellen :-D

    Als gebürtiger Mittelfranke, norddeutsch sozialisiert, lebe ich nun schon seit 13 Jahren in Bamberg, hinnehmend, dass ich immer der Preiß' beiben werde. Es gibt Schlimmeres.

    Als ich 9 war, fand sich in unserem Esszimmer irgendwann ein Klavier, und ich erfuhr, dass ich nun Unterricht haben würde. Es hat mir komischerweise ein bisschen Spaß gemacht. Was auch daran lag, dass ich die Stücke von einer Stunde zur nächsten einigermaßen konnte, auch ohne nennenswert geübt zu haben (mir heute 1 Rätsel). Wenn ich wirklich üben musste, versuchte ich, das möglichst hinauszuzögern. Entsprechend langsam kam ich voran.

    Ebenfalls eher hinderlich war das Angebot meines Klavierlehrers: ein gütiger älterer Herr, Musiklehrer im Ruhestand und immerhin Komponist einer Kinderoper, die sogar im ZDF gesendet wurde (Stolz!), war der Meinung, dass Clementi & Co. für Kinder optimal seien. Modernere Musik sei einfach zu schwer. Beweis: er brachte mir "Popcorn" mit (dieses populäre 1. Synthie-Stück), das ich auch gern gespielt hätte (und sogar freiwillig geübt habe!). Aber die Dezimen in der linken Hand sind halt mit 11 nicht so richtig greifbar. Klar, moderne Musik ist zu schwer, das musste ich dann auch einsehen...

    Mit 14 habe ich dann aufgehört :cry:

    Aber zu Abiturszeiten habe ich wieder angefangen :-D !

    Und entdeckt, dass es sowas wie Ragtimes gibt.
    Und die 2. Ungarische Rhapsodie von Liszt gehört und beschlossen: die will ich spielen! Ein Jahr an ihr geübt und dann immerhin den 1. Satz recht passabel vorgetragen. (war musikpädagogisch vielleicht suboptimal, aber ich habs ja so gewollt)

    Dann folgten allerdings 15 klavierlose Jahre, bis ich vor 5 Jahren eines anschaffte, nicht zuletzt, weil unsere mittlerweile 3 Töchter mit Musik aufwachsen sollen.

    Aktuell bin ich 40, spiele leider äußerst selten, z.B.
    die Jahreszeiten von Tschaikowski (ja, den Januar kann ich schon :wink: ),
    Golliwoggs Cakewalk von Debussy,
    etwas Bach oder auch
    den Root Beer Rag von Billy Joel.
    Alles auswendig, weil ich nicht aufs Blatt gucken kann :cry:

    Gern täte ich ja Jazz-Improvisieren lernen (ich spiele auch Schlagzeug, früher in einer Bigband, heute ab und zu in einer Combo), aber bei meinem Übepensum wird das eher nix. Vielleicht im Ruhestand...

    Soviel erst mal von hier zu mir - viele Grüße an alle!

    Henning
     
  2. clavio
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    clavio

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    Hallo Henning,

    danke für Deine Vorstellung und herzlich willkommen hier im Forum!

    Gruß
     
  3. Hartmut
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    Hartmut

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    Da sind wir ja gar nicht so weit auseinander - sowohl räumlich als auch von unserer Historie her.
    Schlage vor du besuchst mich mal und spielst mir die Rhapsodie vor. Zur Belohnung gibt's dann Hefeweizen :wink:

    Der Hartmut
     
  4. brandtaktuell
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    brandtaktuell

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    @Hartmut

    stimmt, räumlich ja, Historie kann ich ich nicht beurteilen.
    Hm, gib mir 1 Jahr Zeit, dann kann ich die Rhapsodie vielleicht wieder (also, den 1. Satz). Dafür, dass Du sie dann angehört hast, darfst Du das Hefeweizen trinken ;)

    Viele Grüße
    Henning (der immer das gute U vom Wagner aus Kemmern trinkt)