Moin oder ein lieber Gruß aus dem Norden

Dieses Thema im Forum "Vorstellungsrunde" wurde erstellt von Albatros2016, 26. Aug. 2019.

  1. Albatros2016
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    Albatros2016

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    Moinsen,

    nachdem ich hier nun schon seit 2 Wochen herumgeister und vieeeeel gelesen habe, wird es doch endlich Zeit mich vorzustellen. Wie unschwer an der Begrüßung zu erkennen ist, bin ich ein norddeutscher Fischkopp, mitten aus dem Herzen von Schleswig-Holstein und vom Klavierspielen habe ich genauso viel Ahnung, wie besagter Fisch.:004:

    Vor ein paar Tagen 52 Sommer jung geworden, habe ich nun doch beschlossen meinem Jugendwunsch nachzugeben, endlich Klavier zu lernen (nachdem ich ihn letztes Jahr begraben und das Digitalpiano verkauft habe. :013:)

    Ich wollte immer Klavier spielen lernen, durfte es aber als Kind/Jugendliche nicht...Kommentar der Eltern: "Das ist uns zu teuer....blabla." Als Ersatz bekam ich dann ca. 3 Jahre klassischen Gitarrenunterricht, wurde damit aber nie so wirklich warm, obwol ich Gitarrenklänge schon auch mag. Als mein Vater 2000 starb und ich aus einer Versicherung ein paar Mark bekam, hatte ich davon dann ganz spontan ein Digitalpiano gekauft. Bei uns machte gerade ein Geschäft dicht und es war rückblickend eine richtige Trotzreaktion.

    Wir hatten zu der Zeit noch 2 kleine Kinder (ein 3. kam dann später noch nach) und ich habe mir geschworen, dass meine Kinder nieeeee diesen Spruch zu hören bekommen, und wenn einer tatsächlich mal anfangen möchte ist zumindest schon mal ein Instrument da, so meine damalige Überlegung und ich könnte mich ja auch mal dran setzen. Bei ein paar Mal ist es dann geblieben. Musikunterricht für die Kinder hätte ich immer, und haben wir dann auch, finanziell auf Teufel komm heraus möglich gemacht, der älteste hat mehrere Jahre Horn gelernt und auch im Kreismusikschulorchester gepielt, die anderen beiden hatten dann tatsächlich Klavierunterricht. Allerdings haben beide leider keine allzugroße Begeisterung dafür an den Tag gelegt und nach relativ kurzer Zeit wieder aufgehört. Aber wie frau dann häufig so ist, für die Kinder wird versucht alles möglich zu machen und die eigenen Bedürfnisse werden komplett zurück geschraubt. Ich selber war mir aber das Geld für den Unterricht nie wert. (wobei das nicht heißen soll, dass das Vätern nicht auch so geht)

    Leider habe ich, außer in der Grundschule, nie Musikunterricht gehabt und da kann ich mich nur an ein halbes Jahr erinnern, wo wir mal einen Musiklehrer hatten, der mal was von Noten erzählt hat. Die waren für mich damals böhmische Dörfer und der Lehrer ist vor allem als Kreide und Schlüssel durch den Klassenraum werfend bei mir in Erinnerung geblieben. Ansonsten haben wir nur gesungen

    Witzigerweise habe ich zwar die klassische Gitarre nach Noten gespielt, aber lesen konnte ich sie nie wirklich. Wenn mein Lehrer gesagt hat ich soll z.B. ein a oder so spielen, dann hatte ich erst mal ein großes ? im Gesicht. Hab dann innerlich den Spruch für die Saitenbezeichnung heruntergebetet (Eine Alte Dumme Gans Hat Eier hieß der bei uns) und dann versucht herauszubekommen, welchen Ton er zur Hölle meinte. :008: Warum sich mein Gitarrenlehrer nie die Mühe gemacht hat, mir die Noten richtig beizubringen weiß der Geier und warum er es mit mir 3 Jahre ausgehalten hat? Ich glaube er war jung und brauchte das Geld. :021:

    Auf der Realschule gab es nur den Chor, den habe ich heiß und innig geliebt und der war 5 Jahre lang (bin leider erst in der 6. auf ihn aufmerksam geworden) mein wöchentliches Highlight. Später auf dem Fachgymnasium gab es keinen Chor mehr und das Singen geriet immer mehr in Vergessenheit, während des Studiums waren dann sowieso andere Dinge wichtig. Der Wunsch wieder zu Singen kam mit den Kindern, als ich ihnen Abends vorsang. Ich fand meine Stimme aber dermaßen eingerostet, dass es noch einige Jahre gedauert hat, bis ich mich endlich in einen Chor getraut habe. Vor 10 Jahren habe ich dann die beste Entscheidung meines Lebens getroffen und bin endlich endlich wieder mit dem Singen im Chor angefangen. Einige Zeit später habe ich dann einen noch größereren Herzenswunsch, als Klavier spielen zu lernen (ja den gibt es tatsächlich:007:), in die Tat umgesetzt.

    Ich habe mir die letzten 6 Jahre Gesangsunterricht gegönnt, wöchentlich eine Stunde Einzelunterricht im klassischen Gesang (1. Sopran), dazu gab es als Bonus noch 1x monatlich 3 Stunden Ensembleprobe und wöchentlich 2 Stunden Chor. Den Gesangsunterricht habe ich jetzt schweren Herzens zum Sommer dieses Jahres erst einmal gecancelt, da ich als 1. Vorsitzende mit unserem Chor dieses Jahr organisatorisch und Extraprobentechnisch so viel um die Ohren habe, (wir haben 40 jähriges Chorjubiläum und nehmen noch an einem Filmmusikprojekt teil mit großem Konzert. Als wenn man mit einem Jubiläumskonzert nicht schon genug zu tun hat :014::004:), so dass der Unterricht anfing zur Belastung zu werden und die Freude am Singen flöten ging. Außerdem kann nach 10 Jahren intensiven gemeinsamen musikalischem Arbeiten ein LehrerInnenwechsel sicher nicht schaden. Meine Gesangslehrerin war auch unsere Chorleiterin, als ich vor 10 Jahren anfing. Noten lesen habe ich mir im Laufe der Jahre selber beigebracht zumindest im Violinschlüssel und derzeit arbeite ich am Bassschlüssel, ist ja eigentlich alles kein Hexenwerk.

    Nachdem ich jetzt also beschlossen habe doch endlich Klavier zu lernen, hab ich das noch vorhandene Keybord vom Schrank geholt und sitze seitdem jeden Tag mindestens 1,5 Stunden davor, derzeit mit dem Heumann (ich weiß, ist blöd), aber erstmal hab ich nix anderes, aber ich halte mich nicht sklavisch daran und versuche auch Melodien selber auf der Klaviatur zu finden, Übungen à la links legato rechts staccato und umgekehrt zu machen und nicht nur Tasten zu drücken, sondern auch durchaus auf die Dynamik zu achten und wirklich auch die kleinen Stücke zum klingen zu bekommen, soweit es mit einem Keyboard überhaupt möglich ist. Zumindest verfügt es über eine Anschlagdynamik.

    Bei unserer Kreismusikschule habe ich bezüglich Klavierunterricht bereits angefragt aber ich warte seit einer Woche auf Antwort.

    Falls jemand aus S-H kommt, genauer die Ecke Kreis Segeberg, Kreis Pinneberg, Kreis Stormarn und einen Vorschlag für KLs hat, nehme ich sie gerne. Meine Suche im weltweiten Netz hat noch nicht wirklich was ergeben.

    Ich suche auch noch Musikläden, die diverse Digitalpianos zum Ausprobieren haben,vor allem auch von Roland. Ein mechanisches kommt leider nicht in Frage, da ich vor allem erst Abends zum Üben komme (zum Teil erst ab 21.30 Uhr) und mein Mann und die Nachbarn nicht super erfreut wären, hinzu kommt noch, dass das Instrument in mein Hobbyzimmer muss und das ist 2 Stockwerke höher unterm Dach und die Treppe ist verwinkelt und eng. Da es aber auch das Gästezimmer ist, muss es bei Bedarf auch weggestellt werden können. Außerdem sind die möglichen Stellwände schon belegt.

    In unserem Chorprobenraum und im Nachbarraum steht jeweils ein "richtiges" Klavier, an die ich,da ich den Schlüssel dafür habe, problemlos herankomme, so könnte ich auch z.B. eine Stunde vor der Probe schon in den Raum und mich an eines der Klaviere setzen. Insofern sehe ich das auch nicht so dramatisch mit dem Dgitalpiano, allerdings soll es vom Anschlag schon ordentlich sein und die Tasten dürfen beim Anschlagen nicht so ein lautes Klack Klack von sich geben wie das alte von Casio, das hat mich im Laufe der Zeit tierisch genervt.

    Witzigerweise hat mein Sohn, der schon mal Klavierunterricht hatte, zwei Tagen nachdem ich das Keyboard vom Schrank geholt, er das aber noch gar nicht mitbekommen hatte, gesagt, er möchte wieder Klavier lernen. Ich suche also nicht nur für mich einen KL sondern auch für meinen Sohn. :001:

    Respekt, wer es geschafft hat meinen Roman bis hierher zu lesen, ich hoffe ich habe nicht zu sehr gelangweilt. ;-)

    Ich werde mich dann mal weiter durch die Fäden lesen (diese Bezeichnung für die Threads hab ich vorher noch nie gehört). Auch wenn ich manches (noch) nicht bzw. nur teilweise verstehe, gerade wenn hier die Profis am Werke sind, finde ich vieles doch erhellend. Und auch wenn ich beim Singen natürlich in erster Linie auf meine Stimme gucke,
    (stimmt nicht ganz, ich habe mir zur Regel gemacht grundsätzlich alle Frauenstimmen zu lernen, so kann ich bei uns im Frauenchor wenn mal Not "am Mann :021:" ist überall einspringen, was letztes Jahr im Alt manchesmal bitter nötig war. Ich hab durch den Gesangsunterricht glücklicherweise einen ganz guten Stimmumfang, aber natürlich fehlt mir die wunderbare Wärme der Altistinnen in der Tiefe. Und ich habe es mir auch nur erlaubt, weil ich im Unterricht immer ordentlich in die Höhe getrieben wurde, meine Gesangslehrerin war natürlich wenig begeistert davon und auf Dauer wäre es selbstverständlich auch meiner Stimme nicht zuträglich gewesen und ich bin auch froh jetzt wieder voll in die Höhen zu gehen. )

    versuche ich, wenn die Klavierstimme vorhanden ist, auch diese zu verfolgen, da ich manche Anfangstöne ja auch vom Klavier übernehmen kann und ab und an gab es da einige Spielanweisungen, mit denen ich bisher nichts anfangen konnte und wo doch jetzt der Groschen gefallen ist. Dafür schon einmal vielen Dank. :024:

    Sonnige Grüße :023:
    Katrin
     
  2. rolf
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    rolf

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    Sicherlich findet sich im Land der göttlichen Matjesbrötchen Klavierunterricht, und dann kannst du dich bald bei den Wesendonck-Liedern selbst begleiten :-):drink:
    Willkommen!
     
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  3. Klein wild Vögelein
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    Klein wild Vögelein

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    Is ja en Ding, dass bei euch da oben die alten Gänse Eier haben! :lol:

    Nichtsdestotrotz , ich freu mich, dass du bei uns gelandet bist.

    Herzlich willkommen! :blume:

    Viele Grüße

    Marion
     
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  4. Muck
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    Muck

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    Herzlich willkommen! Sehr schöne Vorstellung!
    Es wird dir beim Klavierspielen wahnsinnig helfen, dass du so viel und gut singst! Stell dir am besten vor, dass du auch auf dem Klavier singst. Dann wirds musikalisch :-).
    Auch die Tatsache, dass du alle weiblichen Stimmen lernst wird dir helfen!!! Spreche aus Erfahrung ;-).

    Ich wünsche dir, dass du bald einen KL findest und freue mich, weiteres von dir zu hören.

    Liebe Grüße
     
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  5. Klafina
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    Klafina

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    Herzlich willkommen!

    Ich lese gern und viel Romane, von daher auch gerne mal einen im Forum.

    Den Gitarrensaiten-Merkspruch kenne ich übrigens als: "Einem alten Deppen geht's hart ein."
     
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  6. Evaaa
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    Evaaa

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    Herzlich willkommen auch von mir! Ich drücke die Daumen, dass Du demnächst mit einem guten Lehrer durchstarten kannst! :-)

    Mein Gitarren-Merkspruch war:
    „Ein Anfänger Der Gitarre Hat Eifer.“
     
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  7. Gernot
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    Gernot

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    Herzlich willkommen und viel Spaß hier im Forum! :026::026::026:
     
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  8. Albatros2016
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    Ich danke euch ganz herzlich für die lieben Worte und das ihr euch die Mühe gemacht habt, das alles zu lesen. ❤

    Mist, der Hinweis mit dem Matjes kam zu spät, war ich doch gerade am Überlegen, was wir heute essen könnten bei der Hitze und der Fischmann um die Ecke hatte natürlich gerade zu.
    KLs gibt es hier bestimmt, das Finden gestaltet sich gerade noch etwas schwierig. Aber kommt Zeit kommt KL.

    Wagner steht zwar nicht ganz oben auf meiner Liste, dafür aber Schubert. "Gretchen am Spinnrade" (da haben wir allerdings an Wagners Version schon im Unterricht dran gearbeitet, ich mag es von Schubert aber lieber) ist eines meiner absoluten Lieblingslieder und da ich selber wirklich produktiv spinne und ein Spinnrad besitze passt das so schön. Ob ich da aber jemals die Begleitung hinbekommen würde, wage ich im Moment zu bezweifeln und gleichzeitig zu singen, never. :021:
    Aber ich werde mir die Wesendonck Lieder in den nächsten Tagen noch mal in Ruhe anhören, vielleicht lass ich mich von Wagner doch noch bekehren.


    Hier oben ist manches ein bisschen anders. :021:


    Das merke ich selbst jetzt schon. Es gibt einfach ein paar Dinge, die haben sich inzwischen so auf meine Festplatte eingebrannt und das versuche ich auch bereits in die Tasten zu übertragen. Nur ist ein Keyboard da wirklich sehr begrenzt in den Möglichkeiten.

    Meine Gesangslehrerin hat wahnsinnig viel Wert auf den Ausdruck gegeben und es gab ein paar Punkte, die sie mantramäßig immer und immer wieder wiederholt hat:

    1. "Weißt du was du da singst? "
    Vor allem natürlich bei fremdsprachigen Texten." Drück das aus, was du singst."
    2. "Auf welchem Wort in der Phrase liegt die Betonung? ", "dahin strebt dein gesanglicher Höhepunkt der Phrase und das ist i.d.R. selten der höchste Ton, denn der ist schon so komponiert."
    3. "Du wirst für den letzten Ton bezahlt, deshalb Spannung bis zu letzt, über den letzten Ton, dann bestimmst du wann das Publikum klatscht und haut nicht in den Schlussakkord."
    4. "Jede Wiederholung ist anders zu singen, nimm dir farbige Buntstifte und unterstreiche dir jede Wiederholung in einer anderen Farbe und jede Farbe steht für einen anderen Ausdruck."

    Und das lernen der anderen Stimmen hat sie mir auch eingebläut. Ich markiere mir gleiche Töne in allen Stimmen, wo es unisono klingen muss u.s.w.

    Irgendwann werden solche Dinge selbstverständlich und manchmal nervt es mich beim Chor schon, wenn meine Chorschwestern das alles nicht machen, obwohl einige schon viel länger dabei sind und meine Gesangslehrerin diesen Chor auch 6 Jahre geleitet hat und auch das alles während der Zeit immer wieder gesagt hat. Dann muss ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass Unterricht dann dich noch was anderes ist.

    Deshalb kommt für mich Klavier lernen nur mit KL in Frage, weil diese ganzen Informationen einfach nicht im WWW zu finden sind.
     
  9. Muck
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    Muck

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    Gefällt mir auch sehr gut. Habe mal eine Sängerin damit begleitet, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und ist nach ein paar Jahren durchweg machbar.
    Gleichzeitig singen und spielen klappt nur bei gaaaanz einfachen Liedchen, muss mich sonst zu sehr auf den Gesang konzentrieren. Nur Mut!
     
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  10. Albatros2016
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    Danke, da haben wir ja schon was gemeinsam. Wobei ich inzwischen vom Lesen auf Hörbücher umgestiegen bin, weil ich dabei dann eines meiner Handarbeitsvorlieben (stricken, spinnen, nähen) nebenbei noch machen kann.

    Der Tag hat einfach zu wenig Stunden, arbeiten muss ich ja auch irgendwie noch.

    Den Spruch kenne ich auch, den anderen konnte ich mir aber besser merken, hält ja bis heute an

    Ich hoffe auch zügig jemanden zu finden. Zwar könnte ich meine Gesangslehrerin fragen, sie unterrichtet auch Klavier, aber 10 Jahre gemeinsames Musizieren reicht mir im Moment. Im Oktober bin ich in Sankt Peter Ording zur Singwoche, die sie dort regelmäßig veranstaltet, da kann ich zur Not bei ihr immer noch nachhaken. Wobei sie schon mal gesagt hat, dass sie eigentlich niemandem ohne richtigem Klavier unterrichten mag.
    Danke den habe ich bereits seit Tagen.
     
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  11. Albatros2016
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    Albatros2016

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    Ich glaube in dem Fall ziehe ich das Singen vor.
     
  12. Albatros2016
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    So mein Sohnmann, der gerade aus Berlin zu Besuch ist, guckt mit Vaddern ein Film, also nutze ich die Zeit, die er mein Zimmer gerade nicht belegt und maltretiere das Keyboard weiter.
     
  13. herr_zog
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    herr_zog

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    Willkommen im Forum! :-)
     
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  14. Lacrimosa
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    Lacrimosa

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    Herzlich Willkommen und vielen Dank für die ausführliche Vorstellung! Das klingt nach viel Motivation;-) Ich wünsche also ganz viel Freude mit dem Klavier, ich finde auch, dass Singen fürs Klavierspielen sehr nützlich ist:super:

    Und die Bezeichnung Faden für Threads habe ich auch hier im Forum zum ersten Mal gesehen, bin ja selbst noch nicht lange dabei, aber dann bin ich wohl nicht die einzige.
     
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  15. Albatros2016
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    Albatros2016

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    Guten Morgen

    Vielen Dank.

    Danke, kurz fassen ist und war noch nie so mein Ding (ebenso wie kurze Sätze, die sind bei mir auch ständig zigmal verschachtelt, ich entschuldige mich jetzt schon für mein wahrscheinlich nicht immer einfach zu verstehendes Geschreibsel ) Das war bei den Inhaltsangaben in der Schule schon immer mein Problem, ich hatte mit schöner Regelmäßigkeit das Thema verfehlt...Kommentar meiner Lehrerin:"Dies ist eine Nacherzählung"

    Es steht aber auch nichts da, was keiner von mir wissen darf und ich überlege mir schon sehr genau wie und was ich in Foren schreibe.

    Ja motiviert bin ich auf alle Fälle.
    Letzte Woche war ich an einem Tag total Müde, war aber noch nicht an die Tasten gekommen. Damit erst gar kein Schlendrian einreisst hab ich mir gesagt, du gehst wenigstens für 10-15 Minuten ans Instrument und wenn du Alle meine Entchen spielst. Ich war nachher fast 1 Stunde dran, nach kurzer Zeit wieder hell wach und die Übungen liefen sogar ganz gut.

    Die gleiche Erfahrung habe ich auch schon oft beim Singen gemacht, erst war ich total groggy und eigentlich lustlos und nach ein paar Tönen und vor allem nach dem der Körper in eine ordentliche aufrechte Position gebracht wurde, strömt plötzlich Energie in mich hinein.

    Mal eine Frage an alle:
    Geht euch das eigentlich auch so, dass ihr nach intensivem Üben/Proben kein Radio, Fernsehen und sonstige Geräuschkulissen ertragt? Radio ist da echt am schlimmsten.

    Und wenn ich abends vom Chor komme, brauche ich immer mindestens 1,5 Stunden um mich wieder so runter zu fahren, damit ich dann endlich ins Bett kann.
     
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  16. pianochris66
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    pianochris66

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    Hallo Katrin,

    danke für Deine doch recht spärliche Vorstellung:005: und viel Spaß im Forum:026:.

    Viele Grüße in den hohen Norden
    Christian
     
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  17. Barratt
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    Barratt Lernend

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    Willkommen!

    Gute Einstellung. :super: Von Deinen intensiven Gesangsunterricht wirst Du am Klavier schön profitieren können. :-) Viel Freude!
     
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  18. Lacrimosa
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    Lacrimosa

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    Sehr sympathisch - meins auch nicht:lol:In der Schule war es mein grösster Horror, wenn Aufsätze auf eine maximale Länge beschränkt waren.

    Das mit der Geräuschempfindlichkeit kenne ich persönlich (bisher) weniger, dafür kann ich vor oder nach einem Auftritt oder sogar nur nach einer intensiven Probe nichts essen.
    Aber das mit dem Runterfahren nach einer Chorprobe kenne ich auch, wobei ich nur dann aufgekratzt bin und Zeit brauche, bevor ich schlafen kann, wenn es Musik war, die mir gefällt/mich berührt. Früher nach dem Schulchor musste ich nie "runterfahren", da haben wir aber hauptsächlich Popsongs in Chor-Arrangements gesungen (gut, auch mal Gospel und tatsächlich auch mal was aus der Renaissance), hingegen als ich um Ostern herum bei einem Projektchor mitgesungen habe mit einem sehr schönen Werk von Buxtehude, da konnte ich hinterher nicht sofort schlafen. Im Moment kann ich wieder sehr gut schlafen und bin in den Proben auch ständig am Gähnen, weil mir das Programm schon wieder zu modern ist:schweigen:
     
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  19. Albatros2016
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    Albatros2016

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    Das kenne ich auch nur zu gut. In einem Englischaufsatz (diesmal war wirklich eine Nacherzählung verlangt), hatte ich es doch tatsächlich geschafft mehr Wörter zu schreiben, als die Geschichte hatte :021:. Wir durften aber nur max. 80% der Wortanzahl schreiben. Das waren harte restliche 10 Minuten, die ich noch hatte, um meinen Aufsatz diesbezüglich sinnvoll zu kürzen.

    Das dürfte mir gerne mal passieren.

    Wobei es sich mit vollem Magen wirklich grottenschlecht singen lässt, insofern vermeide ich vor den Proben und Konzerten größere Mahlzeiten und esse höchstens einen Apfel o.ä.


    Und dabei habe ich mir gestern so viel Mühe gegeben.

    Na gut, gibt es noch Nachschlag...:005:

    - Meinen bisher peinlichsten Moment beim Konzert hatte ich bei meinem allerersten Solo, ich hab die Arie Deh vieni, non tardar der Susanna aus Mozarts Hochzeit des Figaro gesungen und vor Aufregung 2x den Anfang der 1. Strophe gesungen. Zum Glück in italienisch (ich hatte mal ein paar Jahre Italienischunterricht an der Volkshochschule, deshalb wurde ich immer sofort zu den italienischen Fassungen genötigt, sofern vorhanden) so ist das außer mir selber niemandem aufgefallen, nicht mal meiner Gesangslehrerin. Aber mächtig geärgert hat es mich trotzdem. Auf der anderen Seite war ich auch Stolz auf mich, dass ich stur weitergemacht habe und dann doch zügig zum richtigen Text übergegangen bin.

    - Mein schönster Konzertmoment war nach meinem Solo von Schuberts Ave Maria mit deutschem Originaltext. Am Ende seh ich in der 1. Reihe doch tatsächlich einen ausgewachsenen Kerl von Mann Rotz und Wasser heulen. Ich hoffe immer noch, dass es vor Ergriffenheit war und nicht das ich ihm unsägliche Ohrenschmerzen bereitet hatte.

    - Das schönste Konzert hatte ich mit dem Chor. Wir hatten Joseph Gabriel Rheinbergers Missa in Es-Dur op. 155 in 3 verschiedenen Kirchen gesungen, unter anderem in unserer polnischen Partnerstadt Drawsko Pomorskie in einer Kirche mit traumhafter Akustik. Das war Gänsehautfeelung pur.

    Aber ich glaube, das reicht dann auch jetzt vom Singen.

    Wobei

    Ich habe mir die Wesendonck Lieder angehört. Wagner und ich werden einfach nicht so wirklich warm miteinander. Ich finde auch, dass meine anfängliche Soubrettenstimme, die sich inzwischen zum lyrischem Koloratursopran entwickelt hat einfach nicht zu Wagner passt.


     
  20. rolf
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    rolf

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    Paperlapapp - ein elegantes Flugtier :-) nimmt paar Klavierstunden und nochn paar Gesangsstunden, dann begleitet es wie Gerald Moore und singt wie Kirsten Flagstad :-):drink:
     
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