Moderner Musikunterricht ?!

Muck

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Ich muss mir mal eben Luft machen... Mein Sohn ist nun in der 8. Klasse. Seit diesem Schuljahr ist Musik auch Hauptfach, ok. Aber: die erste Aufgabe besteht darin, dass Gruppen gebildet wurden, die in 3 Wochen einen Popsong schreiben sollen... Ich brauche nicht zu sagen, dass niemand von denen in der Lage ist, das zu notieren was sie vielleicht singen wollen. Eine Klassenkameradin schreibt jetzt einen Text, eine singt und mein Sohn soll (ohne den Text zu kennen oder zu wissen was die Klassenkameradin singen möchte, weil ihr ist das ja peinlich vorzusingen) irgendetwas komponieren. Besetzung: Keyboard, Violine, Sängerin, Schlagzeug.
Bei aller Liebe: ich bin da raus! Ich weiß auch nicht, wie ich ihm helfen kann. Vielleicht bin ich nicht aufgeschlossen oder modern genug, aber: was soll das? Ich verstehe den Sinn eines solchen Projektes nicht. Wenn mal ein Elternabend ist werde ich das bestimmt ansprechen, aber dann bin ich halt nur die nervige Mutter ohne Ahnung, hilft wahrscheinlich nicht viel. Vielleicht sagen hier im Forum ja alle Pädagogen: "ja, das ist super! Macht voll Sinn!" Dann akzeptiere ich gerne, dass ich von Musikunterricht keine Ahnung habe.
So, Luft ist raus ;-)
 
cwtoons

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Es haben schon Leute ohne jegliches theoretische Wissen Millionseller "komponiert".

Aber darum geht es bei dem Musikunterricht eben gerade nicht. Die Kids sollen ja musikalisches Wissen bekommen. Haben der Sohn und seine Freunde denn irgendwelche Voraussetzungen für das Erschaffen eines Popsonges, Notenlesen, Musiktheorie, Stilkunde? Oder sollen die bewusst krachend scheitern, um das alles dann umso bereitwilliger zu lernen?

Ist das Ziel der Popsong? Wohl nicht - aber was genau denn dann?

Und, noch interessanter, kann denn der Lehrer so etwas, einen Popsong schreiben?

CW
 
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Alter Tastendrücker

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Das ist ein uraltes und grundsätzliches Problem der Schulmusik.
Sie nutzt und verlangt ständig Fähigkeiten und Kompetenzen zu deren Zustandekommen/Erwerb sie absolut nichts beigetragen hat.
Allein die Fähigkeit eine kleine selbsterfundene Melodie zu notieren ist doch normalerweise nicht in der Schule vermittelt worden, wenn vorhanden!
Eigentlich sollte die sog. allgemeinbildende Schule nur Dinge verlangen (UND BENOTEN!), die dort auch vermittelt wurden.
Es ist ungerecht genug, wenn zweisprachig aufwachsende Kinder Vorteile haben, oder Kinder von Bildungsbürgern in fast allen Fächern Teile des Stoffes schon zu Hause mitbekommen haben und bei den Hausaufgaben kompetente Unterstützung bekommen.

Die Schulmusik ist dazu grotesk inkohärent, zwischen Liedchen singen und Webern Variationen analysieren ist alles relativ planlos über die Jahre verstreut.
Dazu kommt der ausgeprägte Unterschied in der tatsächlichen Vermittlung. Je nach Schule, Klasse oder Lehrer gibt es gewaltige Unterschiede in der Qualität.

Eine musikalisch/kulturelle Grundbildung zu vermitteln (Notenlesen, einfachste Theorie, etwas hörende Musikgeschichte, Basics of Formenlehre, ...) wäre auch heute noch eine nachvollziehbare Aufgabe. Das gelingt aber nur selten - am ehesten in musikorientierte Privatschulen, ev. in Schulen mit ungewöhnlich engagierten und fähigen Musiklehrern.

Ich halte auch den oft eher hilflosen Umgang mit der jeweils aktuellen Popmusik nicht für besonders hilfreich, da
1. Die Jugendlichen diese Musik für sich (durchaus auch im abgrenzenden Sinne!) hören wollen; der Musiklehrer stört da.
2. Die Moden so schnell wechseln, dass Aktualität kaum denkbar ist (Lehrpläne!)
3. In jeder Klasse sehr unterschiedliche Musikgeschmäcker vorzufinden sind, die möglicherweise zu heftigen emotionalen Reaktionen führen
4. Die Lehrer öfter nicht kompetent genug sind alle paar Monate neue Stilrichtungen aufzunehmen (kein Vorwurf!)

Es wäre in der Mathematik ja auch nicht zielführend, wenn mann den Stoff nach dem vermuteten Geschmack der Schüler auswählen würde.

Kleine persönliche Ergänzung:
Das Wort "kreativ" und alle Derivate sollte für wenigstens 20 Jahre aus der Schule und aus den Lehrplänen verbannt werden. Ich vermute, das würde sehr kreativitätsfördernd wirken!
 
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Piassion

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Liebe @Muck,

ich bin kein Musikpädagoge, aber was mich an der Darstellung stutzig macht, dass jeder "sein Ding" machen will. Es soll doch ein Gemeinschaftsprojekt sein und dreien fällt doch beim Texten oder komponieren bestimmt mehr ein als einem. Hat die Gruppe denn ein paar Grundlagen in Musiktheorie, z. B. Modi, üblicher Tonumfang einer Melodie, Grundton, Finalis, Anwendung von Kadenzen? Vielleicht müssen sie sich das auch z. T. selbst erarbeiten? Da gibt es ja auf YT auch gute Erklärvideos. Ich finde diese z. B. ganz gut: https://www.youtube.com/c/PlusMusik/videos
 
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Edeltraud

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Solche Aufgaben gab es hier auch schon und die Musiklehrer an der Schule meiner Kinder halte ich für sehr fähig.

Einmal in der sechsten Klasse. Da lautete die Gruppenaufgabe: Schreibt einen Song (musste nicht Pop sein) mit dazugehöriger Begleitung. Solosingen war nicht zwingend notwendig, dann musste die Gruppe das Lied anschließend mit der Klasse einstudieren. Was natürlich bedeutet, dass auch eine Notation dazugehört. Grundlagen in Harmonielehre und Tonfunktionen waren zu diesem Zeitpunkt eingeführt. Die Besetzung war frei bzw. richtete sich nach den in der Gruppe gespielten Instrumenten. Bei Sohni waren es Klavier, Oboe, Violine + Gesang.

Apropos Singen: Der Musiklehrer in der achten Klasse hat es geschafft, dass ALLE vor der Klasse einzeln vorgesungen haben. Nicht weil er eine Note brauchte, wie man das immer mal wieder in Horrorgeschichten hört, sondern weil er einfach ein fähiger Chorleiter ist, dass sogar Pubertiere mitmachen.

Jetzt in der neunten gab es nochmal eine ähnliche Aufgabe. Coronabedingt musste sich ja was überlegt werden. Die Schule hat seit Jahren im Fachcurriculum, dass Musescore eingeführt wird. Eine Aufgabe mit Differenzierung war notiere einen Kanon (darf ein bekannter sein, es ging um die korrekte Setzung im Programm), die Cracks durften / sollten sich einen eigenen Kanon überlegen. Mein Sohn macht solche Sachen sehr gerne, ich darf aber nicht reinreden und bekomme auch das Ergebnis nicht zu hören. Der Zeugnisnote nach zu urteilen muss es "sehr gut" gewesen sein.

Wie ist den das "Profilfach" in eurem Bundesland zu sehen? Hier wäre es, wenn es in der 8. Klasse beginnt ein weiteres Hauptfach und versetzungsrelevant. Abgesehen davon, dass das nicht an vielen Schulen angeboten wird, würden das auch nur Schüler wählen, die eine Affinität für das Fach hat. Wer Musikprofil macht, weil alle anderen Alternativen (hier 3. Fremdsprache oder NaWi oder Informatik) noch blöder sind, hätte einen schweren Stand.
 
Demian

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Ich als Musiklehrer eines durchschnittlichen Gymnasiums halte die geschilderte Aufgabe in ihrer Komplexität für ein missverstandenes „Selbstentdeckendes Lernen“.

Zuerst einmal müssen Grundlagen der Harmonie-, Melodie- und Formenlehre entwickelt werden. Dabei geht es zunächst um das Nachspielen und Analysieren von z.B. Popsongs. Erst danach ist der Schritt sinnvoll, die erlernten musikalischen Mittel auf ein eigenes Produkt anzuwenden. Denn erst wenn die Zielrichtung klar (und bekannt) ist, kann man kreativ werden.

Zur Aufteilung der Arbeit in der Gruppe: Ich hätte den Arbeitsauftrag so gestellt, dass den Schülern zunächst bewusst ist, welche Elemente wie ineinandergreifen, woraufhin sie sich einen Weg überlegen sollen, wie sie etwas gemeinsames Ganzes erschaffen. Dieser Weg wird vor dem eigentlichen Arbeitsprozess ausgewertet. So wie du, @Muck, die Aufgabe geschildert hast, klingt das für mich nach „So, nun macht mal!“

Songwriting an sich ist ein schönes Thema, an dem man viel lernen kann, wenn es mit den richtigen Methoden gut unterrichtet wird. Dazu gibt es auch gutes Material, das der Beliebigkeit entgegensteuert, das der Kollege vielleicht gar nicht kennt.
 
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Edeltraud

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Zuerst einmal müssen Grundlagen der Harmonie-, Melodie- und Formenlehre entwickelt werden. Dabei geht es zunächst um das Nachspielen und Analysieren von z.B. Popsongs. Erst danach ist der Schritt sinnvoll, die erlernten musikalischen Mittel auf ein eigenes Produkt anzuwenden. Denn erst wenn die Zielrichtung klar (und bekannt) ist, kann man kreativ werden.
Das hatte ich bei einem Profilfach 8. Klasse ehrlicherweise vorausgesetzt.
 
Muck

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@Demian, genau so (macht mal) ist es! Ich hab natürlich gefragt, ob die Gruppe irgendwelche Tipps an die Hand bekommt, ob sie vielleicht etwas (ohne Notation) entwickeln sollen. Aber nein.
Im Unterricht werden gerade Kadenzen besprochen. Leider dürfen die Schüler diese nicht spielen (oder hören). Ich habe in der Theorie Defizite, dafür mache u. a. den Umstand verantwortlich, dass ich Theorie nie mit der Praxis in Bezug gebracht habe, was natürlich Quatsch ist, so aber vermittelt wurde... Naja, keiner der Schüler kann eine Melodie notieren! Finde ich auch jetzt nicht so verwunderlich.
Übrigens auf meine Frage hin, ob die Gruppe sich zu dem Song schon Gedanken gemacht hat, in welche Richtung es laufen soll, meinte mein Sohn "wir wollen in a-moll beginnen und irgendwie in dur kommen". Da sieht man doch die Unsicherheit! Er jedenfalls hat Stress, weil er keine Ahnung hat, wie er an das Problem ran gehen soll und ich habe aus anderen Gründen Stress :-)
 
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Demian

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Hier können wir bereits aufhören und das krachende Scheitern der postmodernen Pädagogik final feststellen.

Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Lehrkräfte werden nicht benotet und das merkt man jetzt.
Mit diesem Beitrag zeigst du, dass du zu dem Thema nichts zu sagen hast. Dann halte doch einfach den Mund - äh- die Finger still.
 
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Alter Tastendrücker

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Hier können wir bereits aufhören und das krachende Scheitern der postmodernen Pädagogik final feststellen.
Nein, wir müssen konstatieren, dass die Schulmusik ein Problem hat. Und das nicht seit gestern und in postmodernen Zeiten, sondern seit mindestens 5 Jahrzehnten.

Wozu die ideologische Keule schwingen?

Bessere und logische und realistische Lehrpläne einfordern, die dafür sorgen, dass man erst die Grundlagen vermittelt bevor man "kreativ" werden will.
 
cwtoons

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Der beste deutschsprachige Dozent für die Kids lebt übrigens in Tötensen. Vielleicht hat der ja Zeit. Der weiß, wie 's geht.

CW
 
Demian

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dafür sorgen, dass man erst die Grundlagen vermittelt bevor man "kreativ" werden will.
Genau das sehen aber die Rahmenpläne und verbreitet auch die schulinternen Curricula bereits vor.

Ein Beispiel aus meinem Musikunterricht in Jahrgang 5: Zweistimmige 8-taktige Spielstücke an Stabspielen (Melodie plus Grundtöne der Tonika und der Dominante), gespielt von jeweils zwei Schülern im Rollentausch. Wenn das gut läuft, sollen sie selbst ein Stückchen erfinden. Die Kriterien sind dabei klar vorgegeben: z.B. höchster und tiefster Ton, Anfangs-, Mittel- und Schlusston, die Vorgabe, dass die Melodie größtenteils aus Schritten bestehen soll und innerhalb von zwei Takten nur ein Sprung vorkommen darf. Die Begleitung soll wieder aus den Grundtönen von T und D bestehen, wann welcher Ton passt, soll hörend erprobt werden.

Auf diese Weise werden das Gehör und das Formgefühl geschult, die Fantasie (bzw. Kreativität) geweckt, und das Verständnis der Notenschrift trainiert. Ein völlig logisch aufgebauter Musikunterricht. In den anderen Jahrgangsstufen ebenfalls. Es gibt auch richtig gute Materialien als Inspirationen für hervorragenden Musikunterricht, z.B. die Raabits-Reihe.
 
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Alter Tastendrücker

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@Demian
Super! Glaube ich in Deinem Fall auch sofort!! Ich bin sogar gerne bereit zu glauben, dass es gute realistische und strukturierte Lehrpläne gibt. In welchem Bundesland??
Nur, wie sieht es im tatsächlichen durchschnittlichen Schulbetrieb an einer durchschnittlichen deutschen Schule aus.
Viele Jahre Kontakt mit Schülern der Musikschule und viele Gespräche mit Musikschullehrern und das Niveau in Aufnahmeprüfungen sprechen eher nicht für eine flächendeckend erfolgreiche Schulmusik.
Übrigens (Pisa, ...!) auch in anderen Fächern eher nicht.
 
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Edeltraud

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Nur, wie sieht es im tatsächlichen durchschnittlichen Schulbetrieb an einer durchschnittlichen deutschen Schule aus.
Mal so aus meiner Wahrnehmung: Dort wo Musikunterricht ein Anliegen der Schulleitung ist werden die organisatorischen und ausstattungsmäßigen Voraussetzungen geschaffen und solche Schulen sind attraktiv für die entsprechenden Lehrkräfte. Taffe Leute scheinen sich zu sammeln, ich würde ja auch lieber unter gleichgesinnten Kollegen arbeiten als unter gleichgültigen. Dort wo Musik als Fach wie jedes andere behandelt wird, will man als Lehrkraft vermutlich eher weg wollen oder "Dienst nach Vorschrift" machen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass die Schule meiner Kinder (4-zügiges Gymnasium) fünf Musiklehrkräfte hat, jede leitet eine AG, die AGs liegen so, dass sie nicht mit anderen Angeboten oder gar Pflichtunterricht konkurrieren müssen. Andere Schulen vergleichbarer Größe haben gerade mal zwei und Blockflöte tröten (spielen oder lernen kann man das nicht nennen) im Klassenverband gehört immer noch zum Standardrepertoire.
 
chiarina

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Liebe Muck,

um mal eine Lanze für die Musiklehrer zu brechen: es ist verdammt schwer, Musik zu unterrichten, wenn der Unterricht immer wieder unterbrochen wird. In vielen Schulen findet in der 7. Klasse gar kein Musikunterricht statt. In der 5. und 6. Klasse werden normalerweise Grundlagen gelegt und Schüler sollten in der Lage sein, eine kleine Melodie zu erfinden und aufzuschreiben.

Dann aber kommt das Jahr Pause. Was passiert? Schüler, die Instrumentalunterricht haben, merken sich das Meiste und können dies im 8. Schuljahr immer noch. Schüler, die keinen Instrumentalunterricht haben, haben alles vergessen, weil Notation und alles andere für sie sowieso eine abstrakte Sprache ist, die sie nicht im Alltag brauchen.

Ich weiß natürlich nicht, wie sich in der Schule deines Sohnes auf das Hauptfach Musik vorbereitet wurde. Gab es ein Jahr Pause in der 7.? Konnte der Lehrer ein bestimmtes Wissen und Können voraussetzen? Gab es vor der 8. eine Art erweiterten Musikunterricht für alle?

Grundsätzlich finde ich die Aufgabenstellung gut, nur muss sie natürlich vorbereitet werden und in einem didaktisch-methodischen Kontext stehen. Der neue Lehrer muss wissen, wo die Klasse musikalisch steht. Ich habe schon ein paar Mal verzweifelten Schülern von mir , die in der 8. Klasse waren, geholfen - in ihrer Gruppe konnte nur meine Schülerin Melodien aufschreiben, die anderen hatten keinen Instrumentalunterricht. Es hat ihr geholfen, Melodien auch am Instrument auszuprobieren.

Dann war ihnen auch überhaupt nicht klar, wie sie vorgehen sollten. Erst Text schreiben, dann Melodie oder umgekehrt? Ich habe dann erst mal gefragt, worüber ihr Song inhaltlich denn gehen soll. Aha, Thema Liebe. Welche Richtung? Aha, Liebeskummer. Moll oder Dur. Moll und traurig, ruhig. Aha, soll es Strophen und Refrain geben? Ja. Dann fangt doch mit dem Refrain an. Der Text muss natürlich von der ganzen Gruppe geschrieben werden und so haben sie dann angefangen. Dann dazu eine Melodie gefunden. Erst Refrain, dann die Strophen.

Die Anleitung war in diesen Fällen auch wirklich schlecht. Ich glaube, das steht im Lehrplan und dann wird es halt gemacht. Ich weiß allerdings auch nicht, wie man vernünftigen Musikunterricht an einer normalen Schule geben soll. In der 9. Klasse fällt dann wieder ein Jahr aus und in der 10. müssen die Lehrer dann wieder mit Violin- und Bassschlüssel anfangen. :008:

Ich würde mich auf jeden Fall an den Elternbeirat wenden. Der wendet sich seinerseits an den Lehrer. Dein Sohn wird nicht der Einzige mit diesem Problem sein.

Liebe Grüße

chiarina
 
Ellizza

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Eine Klassenkameradin schreibt jetzt einen Text, eine singt und mein Sohn soll (ohne den Text zu kennen oder zu wissen was die Klassenkameradin singen möchte, weil ihr ist das ja peinlich vorzusingen) irgendetwas komponieren. Besetzung: Keyboard, Violine, Sängerin, Schlagzeug.
Habt ihr vielleicht einganz kleines Notenschreibprogramm als freeware runtergeladen?
Da kann man eine kleine Melodie reinschreiben und sofort abspielen, oder per klaviatur direkt eingeben. Ich würde da erstmal ganz frei ohne Denken nach Regeln die Kinder machen lassen. Sobald sie was schmissiges haben, einen Text dazu erfinden gemeinsam ( Sinn der Gruppenarbeit) und zum Schluss überlegen sie sich eine Begleitung, ein intro. Ich glaube der Lehrer will einfach den Spaß an der Sache herauskitzeln und nicht gleich astreines Komponieren fordern. Popsong ist eh ein weites Feld.......(Atemlos.....)
 
 

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