Merkwürdige Suchanfragen :)

LMG

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Also manchmal ist es merkwürdig, liebe Clavios:

Da sitzt man in einer Informationseinrichtung, und dann kommen Kunden, ja, also: Kunden wie Du und ich, normale Leute, die sich etwas aufnotiert haben. Und möchten diese Dinge so schnell wie möglich bekommen...

Ein Beispiel ( ich habe es mir ausgedacht, da so etwas ganz oft vorkommt ) , ist etwa:

Jemand kommt, und gibt Euch einen Zettel, wo draufsteht:

"Album - CA 30 Fantasien und Melod / Alfred Leipzig"


Genaueres weiß der Kunde natürlich nicht, er soll es seiner Tochter mitbringen. Er spricht auch kaum Deutsch, nur unverständliche Sprachen. :-D:-D:-D

...Sicher könnt Ihr. liebe Clavios, diesem verzweifelten Kunden den Zugang zu seinem gewünschten Dokument schnell und zügig gewährleisten ? :teufel::teufel:

Na los, @pianochris66 , @pianovirus und alle anderen Suchmeister...helft dem Kunden bitte! ( Danach kann der, der es gefunden hat, ja weitermachen! )

LG, - Jorge von Burgos - :rauchen:
 
cwtoons

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"Ein Beispiel ( ich habe es mir ausgedacht"
Also weiß niemand, ob hinter der ausgedachten Frage auch ein real existierendes Problem steht. Man läuft demnach Gefahr, etwas zu googeln, was es gar nicht gibt, außer in Deiner Fantasie.

"auch kaum Deutsch, nur unverständliche Sprachen."
Wenn man außer Deutsch keine andere Sprache spricht, sind alle anderen Sprachen natürlich unverständlich. Wahrscheinlich haben die auch weder Inhalt noch sonst irgendeinen Sinn. Da verfällt man schnell dem Gedanken, dass derjenige, der da dreist mit irgendeinem Kauderwelsch ankommt, sowieso von nix eine Ahnung hat und fehlende Deutschkenntnisse sind sowieso immer ein Zeichen von mangelnder Intelligenz.

Soll der doch erst einmal anständig Deutsch lernen. Und dann sehen wir weiter.

Mittagspause.

CW
 
Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

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Nun, nehmen wir mal an, das Beispiel sei nicht erfunden und der Titel dennoch nicht über die öffentlich zugänglichen Kataloge und Fachbibliographien zu ermitteln, die in jeder Universitätsbibliothek verfügbar sind. Wo ist das Problem? Man geht mit dem Hinweis "Titel weder im Opac noch in der Bibliographie XYZ auffindbar" zum Auskunftsdienst. Da sitzen dann Leute wie LMG, die mir den Titel suchen müssen. Gewiß, es kann sein, daß ma da auf jemand trifft, der keine große Lust verspürt oder wegen "Überlastung" Miene macht, mein Anliegen für ein paar Wochen auf den Stapel für wirklich Dringendes zu legen. Die Regel ist das aber durchaus nicht. Aber im Falle eines Falles treffe ich da zufällig nach ein paar Tagen den Chef / die Chefin des Auskunftsfreudigen in der Cafeteria und jammere ihm ein bisserl was vor. Worauf sich die Lust bei LMGs Kollegen in der Regel zuverlässig einstellt.

Also woran erinnert uns die Aufforderung, mal nach Titel Dingsda zu suchen? An nichts als die alte Lebensweisheit, daß der natürliche Feind der Maus der Fuchs, der natürliche Feind des Lesers aber der Diplombibliothekar ist.
 
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Peter

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Bechsteinfan
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Mach Dir nichts draus. Ich leide darunter auch schön länger. :-)
 
dilettant

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Lieber Olli,

da Du uns ja ständig überall erläuterst, wie omnikompetent Du bist, solltest Du Dich von derlei Anfragen geschmeichelt fühlen. Und da Du sowieso sämtliche klassische Literatur kennst, wirst Du vermutlich nicht mal den Katalog bemühen müssen, um Deinen Kunden schnell und freundlich zu helfen.

Vielen Dank, dass Du unser kulturelles Erbe auch Menschen aus anderen Kulturkreisen näherbringst.

Liebe Grüße
- Karsten
 
LMG

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1. ) klassische Literatur [...], 2. ) wirst Du vermutlich nicht mal den Katalog bemühen müssen, um Deinen Kunden schnell und freundlich zu helfen.
Zu 1: Da ist was dran. Allerdings im vorliegenden Recherchefall nicht im Sinne des Epochenbegriffes an sich.

Zu 2: Das ist richtig. Ich brauche nur meinen Arm auszustrecken neben mich auf die Ablage, denn dort befindet sich das gesuchte "Dingsda". Doch ist folgende Reaktion der Bibliothekshelfer am Auskunftsplatz gewährleistet:

Nun, nehmen wir mal an, das Beispiel sei nicht erfunden und der Titel dennoch nicht über die öffentlich zugänglichen Kataloge und Fachbibliographien zu ermitteln, die in jeder Universitätsbibliothek verfügbar sind. Wo ist das Problem? Man geht mit dem Hinweis "Titel weder im Opac noch in der Bibliographie XYZ auffindbar" zum Auskunftsdienst. Da sitzen dann Leute wie LMG, die [...]
...Dich abweisen, mit den Worten, @ Schwarzgedrucktes:

"Was reden Sie denn da. Wie kommen Sie darauf ? Sie können doch nicht einfach diese Annahme zugrunde legen. Versuchen Sie es erneut, von daheim, und nehmen Sie sich noch was Süßes aus dem Körbchen dort mit, einen Schokonikolaus oder einen Marzipanweihnachtsmann!" :-D

LG, - Emma-Alice Zickegeiß, Dipl.-Bibl. - :-D
 
Ambros_Langleb

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...Dich abweisen, mit den Worten, @ Schwarzgedrucktes:

"Was reden Sie denn da. Wie kommen Sie darauf ? Sie können doch nicht einfach diese Annahme zugrunde legen. Versuchen Sie es erneut, von daheim, und nehmen Sie sich noch was Süßes aus dem Körbchen dort mit, einen Schokonikolaus oder einen Marzipanweihnachtsmann!"

LG, - Emma-Alice Zickegeiß, Dipl.-Bibl. -
Ach naja, es kann schon sein, daß Emma sich auf so eine Weise gegen die gewaltbereite Hausfrau wehrt, die grade die Oberstufenarbeit für ihr Zuckerbubi anfertigt. Ich aber mach mit Emma immer ein paar kleine Faxen, und ihr Lachen zeigt mir, daß die landläufige Auffassung, in einer Diplombibliothekarin könne unmöglich auch ein Stück Frau stecken, doch nicht zur Gänze begründet ist. Mein Problem ist eher Herr Dipl.-Bibl. Emmerich, unrasiert und muffelig, der wichtigste Mann am Platze, dessen Übellaunigkeit sich daraus speist, daß er einen wiss. Bibliothekar über sich hat, der doch eigentlich viel weniger kompentent als er selber sei. Freundlich zu dem sein hilft freilich so viel wie einen Ochsen ins Horn zu zwicken.
 

LMG

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daß die landläufige Auffassung, in einer Diplombibliothekarin könne unmöglich auch ein Stück Frau stecken, doch nicht zur Gänze begründet ist. Mein Problem ist eher Herr Dipl.-Bibl. Emmerich, unrasiert und muffelig, der wichtigste Mann am Platze, dessen Übellaunigkeit sich daraus speist, daß er einen wiss. Bibliothekar
Oh ja, da stimme ich zu: Mir sind äußerst angenehme und knuffige Bibliothekarinnen begegnet, sie haben zwar manchmal eine Brille, sind aber wie glühende Lava vorm Ausbruch in einem Permafrostboden der Mammutsteppe, vom Temperament und der Leidenschaftlichkeit her !! Ebenso die sog. FAMIs, meist junge, adrette Mädchen mit ansprechendem Verhalten und Äußeren ! :-D:-D

( Manche sind mithin etwas frech-vorlaut, das gibt sich aber schnell. Es ist entwicklungsbedingt. )

Hmm. was die Bibliothekare angeht: Also es gibt bestimmt mehr Bibliothekarinnen als Bibliothekare.
Ungepflegte und labbrige sind mir eigtl. nicht begegnet. Was passieren kann, ist, wenn man 4 Stunden in staubigen Magazinen herumwühlt, und dann Auskunft hat, dass man dann etwas verstaubt aussieht und pfeffrig riecht, etwa so, wie Lovecraft den Büchergeruch alter Folianten beschreibt.

Im Grunde also zum Teil nur eine Frage der Endung, was da an "Bibliotheka-" angehängt ist. Finde ich. :-D
Genau wie bei der Recherchefrage.... :-D

LG, Bockmann von Fellbock, Helfer.:-D
 
rolf

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Halleluja!
Welch´ ein Segen!
Man kann hier nicht nur mit der absoluten Krone des Bibliothekenwesens parlieren, sondern man erfährt unaufgefordert noch obendrein, dass diese Krone sich als viril wie Zeus darstellt... wie dem auch sei, der Ausdruck Bücherwurm erhält auf diese Weise eine erweiterte Konnotation
:lol::lol::lol:
 
LMG

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@ ALL :

Im übrigen erscheint gerade der Bibliotheksleiter und Chef des Jorge von Burgos, namens Braunbärt Yak-Thar, genannt "Zottelkelle", an meinem, also Jorge's, Auskunftsplatz.

Er schaut auf einen Daten-Analysezettel in seiner Hand, die Balanced Scorecard meines Tagesberichtes, und sagt folgendes zu mir:

"Jorge, wie ich anhand Ihrer letzten statistischen Auswertungen seit gestern früh um 4 Uhr 09 sehe, investieren Sie Ihre Zeit und Ihre Mühen umsonst. Sie scheinen sich die falschen Rezipienten ausgesucht zu haben, und Sie sollten die von Ihnen angesprochene Community für immer verlassen, da diese Leute nicht bereit sind, im geringsten Maße sich kooperativ bezüglich der vorweihnachtlichen Suchanfrage zu zeigen, obgleich Sie bereits Unmögliches für diese Leute gesucht - und gefunden - haben.

Ich selbst werde die Sache also für Sie in die Hand nehmen, und letztmalig ein Ergebnis an die o.g. Gruppe übermitteln:
_______________

- Variante xb44AFFFc88 - zu - Suchanfrage: "Album - CA 30 Fantasien und Melod / Alfred Leipzig"
Worldcat-Treffer über KVK gemäß unten im Bild angezeigter Suchbegriffe und Ressourcen:

Weihnachts-Album : 29 der schönsten Weihnachtslieder, Melodramen und Fantasien / by Alfred Kleinpaul / Leipzig : Sikorski, [1942]

Standort:
1.
Universitätsbibliothek Leipzig (Leipzig)
Universität Leipzig
Dokumenttyp: Musikalische Partitur
Alle Autoren: Alfred Kleinpaul
Weitere Informationen zu:
OCLC-Nummer: 881299403
Beschreibung: 39 S.
Verfasserangabe: für Klavier bearbeitet von Alfred Kleinpaul.
"
________________

7229-eb5ebea69edb67bcdf8ac834d26df358.jpg

__________________
__________________


Und Jorge schaut ihn an.
 
Peter

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Wow! Freitext: "Album", Titel: "Fantasien Melodramen", Verlag: "Leipzig"
Selten so eine komplexe Suchmaske erlebt. Das nenne ich Informationswissenschaft!
 
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kalessin

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(Jorge von Burgos: das ist übrigens der Bibliothekar, der zwar nicht die Hand vor Augen erkennen kann, der aber Kunden, die ihm nicht genehme Anfragen stellen, regelmäßig um die Ecke bringt. :lol:)
 
rolf

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@ ALL : Im übrigen erscheint gerade der Bibliotheksleiter und Chef an meinem, also Jorge's, Auskunftsplatz.
@Peter
genau das habe ich auch gedacht!
Voller Ehrfurcht stelle ich fest, dass in Bibliotheken rund um die Uhr (!) und auch wochenends (!) akribisch gearbeitet wird: sogar Samstag Nacht recte Sonntag früh um 03:04 Uhr ist ein Auskunftsplatz besetzt und selbst ein sorgsam wohlwollend überwachender Chef erscheint am Auskunftsplatz.

Wahrlich soll das Volk sich nun freuen und lobpreisen, weil nachgewiesen ist, dass es rund um die Uhr (also zu jeder Zeit!), wochentags/nachts, wochenends, feiertags etc. am Auskunftsplatz der Bibliothek Auskunft erhalten kann!

...warum jammern die faulen, bafögbetrügenden Bummelanten namens Studenten immer, dass die Uni- und Seminarbiblios Öffnungszeiten haben? Dieses geistig träge Pack muß doch nur zu Jorge und seinem Auskunftsplatz, da wird ihnen geholfen...
:-D:-D:-D

@LMG recte "Louis-Jorge de Burgos creolos":
mag der Stil, in welchem deine Recherche vorgetragen war, reichlich gestelzt gewesen sein - die Sache selber aber ist klasse :drink: Du solltest hier (ernsthaft) den "Bummelanten" anbieten, einen Clavio-Crashkurs bibliographieren zu machen.
 
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Ambros_Langleb

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Wow! Freitext: "Album", Titel: "Fantasien Melodramen", Verlag: "Leipzig"
Selten so eine komplexe Suchmaske erlebt. Das nenne ich Informationswissenschaft!
Der KVK ist schon gut. Der ist ja auch nicht für den Bibliothekar gemacht sondern für die Uninitiierten wie Dich und mich. Und er erspart einem tatsächlich die Sucherei in Dutzenden von OPACs, wenn ein Titel nicht im eigenen Bundeland verfügbar ist. Denn merke, die gemeine UB handelt immer noch nach der Maxime: Kultur ist Ländersache und ein Buch, das es in unserem Bundesland nicht gibt, kann schon mal gar nix sein.
 
 

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