Melancholia (eigene Pop-Komposition)

Demian

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Ich möchte euch eine Pop-Komposition von mir vorstellen. "Melancholia" ist der Titel, entstanden und aufgenommen ist es bereits vor einiger Zeit. Gerne Feedback. Ich werde die Aufnahme allerdings aus verschiedenen Gründen nach ein paar Tagen wieder löschen.
 

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cwtoons

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Popnummern haben meistens eine ziemlich klare Struktur. Intro - Strophe - Strophe - Refrain - Strophe - Outro zum Beispiel ist ein gängiges Ablaufschema. Diese immer wiederkehrenden Strukturen tragen wesentlich zum schnellen Verständnis, zum Wiedererkennen und auch zum Mitsingen einer Popnummer bei. Das ist ziemlich wichtig für die Karriere und den finanziellen Erfolg eines in dieser Branche tätigen Künstlers.

In diesem Sinn ist Dein Stück keine Popnummer. Man hört keine Melodie, keinen Refrain (das unverzichtbare Sahnestück einer Popnummer) und das Ganze ist mit mehr als sechs Minuten viel zu lang.

Das ist einfach eine Klavierimprovisation ohne allzu großen Wiedererkennungswert.

CW
 
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Demian

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@cwtoons
Absolut nachvollziehbar, was du geschrieben hast. Die üblichen Formteile sollte es aber bewusst nicht haben. Im Prinzip besteht es aus einem A- und einem B-Teil, in der Wiederholung noch einem C-Teil.
„Pop“ ist vielleicht auch der falsche Begriff, wenn einen das an spezifische Formabläufe denken lässt. Der Begriff bezog sich eher auf die Harmonik und Rhythmik.
 
Peter

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Bechsteinfan
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„Pop“ ist vielleicht auch der falsche Begriff, wenn einen das an spezifische Formabläufe denken lässt. Der Begriff bezog sich eher auf die Harmonik und Rhythmik.
Ich würde es als "Easy Listening" bezeichnen* und da habe ich schon weitaus Schlechteres gehört.
Rhythmisch ist noch Luft nach oben. Es achtelt sich so durch. Da fände ich ein wenig Abwechslung gut.

*) der Begriff "Pop" ist ja nicht verkehrt, da diese Art von Musik recht populär ist. Als einen "Pop-Song" mit der von @cwtoons erwähnten Struktur haste es ja nicht bezeichnet.
 
Dreiklang

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Nicht unbedingt übel (für meinen Geschmack).

Allerdings fing es für mich persönlich nach etwa 2 Minuten an, langweilig zu werden. Es hielt mich sozusagen "nicht wirklich drin".

Vielleicht mehr Abwechslung, Entwicklung oder Spannung reinbringen...?
 
Tastatula

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Mir ging es so, daß ich nach wenigen Sekunden dachte: Und jetzt der Gesang.
Ich habe dann zu Deiner Musik mit gespielt, das klang angenehm und Deine harmonische Struktur ermöglicht es auch geschmeidig, mitzuspielen oder zu singen.
Am Anfang ist es rhythmisch interessant, dann lässt diese Energie aber etwas nach. 6 Minuten finde ich ebenfalls viel zu lang. Drei Minuten ist für ein Stück dieser Art mehr als genug.
Was ihm also fehlt, sind verschiedene Ebenen, wenn Du es alleine spielen möchtest.
Ich finde auch, es klingt wie eine typische Klavierimprovisation, schon alleine deshalb, weil es so dauernd weiterläuft. Ich erlebe es sehr oft in Impros, daß die Menschen so permanent spielen, als könne ihnen gleich jemand das Klavier wegnehmen. Pausen sind auch schön. Motive wirken besser, wenn sie nicht eingepfercht sind in ein Allerleigeklinge.
Bitte mißverstehe mich nicht. Ich finde, es klingt schön, aber jetzt müsstest du noch etwas daraus machen!:-)
 
Demian

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Mir ging es so, daß ich nach wenigen Sekunden dachte: Und jetzt der Gesang.
Interessant, dass du das schreibst. Das Stück ist ursprünglich mal Musik mit Gesang gewesen. Bassoktaven + Akkorde im Klavier, dazu eine gesungene Melodie. Ja, ich weiß, was du meinst. Die Melodie (vor allem im B-Teil) mit Text und anderer Klangfarbe ist etwas anderes als die fette Klavierbegleitung mit zusätzlicher Melodie, die
eingepfercht [...] in ein Allerleigeklinge.
wirkt. Dieses Stück ist eher wie ein Klavierauszug. Genau so ist es ja auch entstanden. Und dadurch hat es wahrscheinlich strukturell wenig Abwechslung.
Allerdings ist es zum Teil wohl auch eine Frage der Ästhetik: Es gibt eine österreichische Künstlerin, von der Ich bewusst oder unbewusst zu dieser Musik inspiriert worden bin (ihre Initialen S&S, wer sie kennt, müsste wissen, wen ich meine, sonst ggf. per PN). Ihre Musik hat auf faszinierende Weise auch etwas düster-eintöniges, aber Eintönigkeit (im Sinne von Spannungsarmut) finde ich nicht per se schlecht (es sei denn es ist dieser italienische Komponist L.E.).
 
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claclavier

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Mir gefällt's. :blume:
Man wandert so mit den Melodien mit, als würde man verschiedene Räume eines Hauses besichtigen. Oder besser durch eine abwechslungsreiche Landschaft marschieren. Mit ruhigem Schritt. Und klarem Geist.
Danke fürs reinstellen ins Forum
 
G

Gefallener

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Was ich dazu beitragen möchte: Ich werde das Gefühl nicht los, dass einige Stellen ruckeln, so als überlegte der Spieler "ok was war dann nochmal?" oder "was fällt mir grade mal ein?" , oder aber es sind technische Schwierigkeiten. Für meine Hörgeschmack sind hier manche Mikrotimings wider meine Erwartung getimed. Es ist nicht viel, aber (für mich) wahrnehmbar und störend.
 
Demian

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@Gefallener
Ich weiß, was du meinst. Das liegt daran, dass manche Stellen einen starken Zug nach vorn haben, ich aber unbedingt das Tempo halten wollte. Dieses nimmst du wahrscheinlich als Abbremsen wahr, ich auch, nun, nach längerem Abstand. Vielleicht werde ich da in den Bögen dem Beschleunigungsdrang minimal nachgeben, damit man nicht das Gefühl hat, es würde stocken.
 
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