J
Jan1970
- Registriert
- 15.12.2021
- Beiträge
- 67
- Reaktionen
- 119
Ich hab`s wieder getan
,
...am letzten Wochenende war mir mal wieder langweilig....Nein - nicht wirklich! eigentlich habe ich gerade mehr als genug um die Ohren aber darum soll es hier nicht gehen.
Da ich ja nicht allzu weit vom großen T in Treppendorf (Musikhaus Thomann) entfernt wohne dachte ich mir es sei mal wieder Zeit für einen Ausflug in die dortige Klavierabteilung. Brauchen tue ich derzeit keines da ich rundum gut ausgestattet bin mit einem Yamaha G2, einem Yamaha-Kemble P112 demnächst auch mit einem Jahrhundertwende Neupert Klavier (für ein ähnliches Bauprojekt wie Peter / Bechstein-Fan).
Aber ab und zu mal Klaviere vor Ort bespielen und testen macht mir immer wieder Spaß. Nachdem Thomann gerade ein 1988er Bechstein No. 8 und einen Shigeru SK 3 im Laden hat und ich beide unbedingt mal unter den Fingern habe wollte ...schwupps meine Oldie BMW (R 65) startklar gemacht nach in einer entspannten Stunde Überlandfahrt in Treppendorf eingetrudelt.
Dann wurde in gut 2,5 Stunden alles was interessant war angetestet.
Flügelabteilung:
- Kawai GX 2, Kawai GX 3 und GL 30:
Alle drei schöne Instrumente. Da man aber auch den Preis mit in die Betrachtung ziehen muss:
Aus meiner Sicht lohnen sich die Mehrkosten für die GX - Flügel* nur bedingt. Oder anders formuliert
- der GL 30 ist für die verlangten ca. 17.500,- wirklich ein tolles Instrument! Ja das Volumen und der
Dynamikumfang der GX-Flügel* (vor Ort nur bedingt testbar wegen "Nebengeräuschen" anderer Klavierspieler)
ist sicherlich noch besser. Aber wie gesagt - für das Geld ist der Kawai GL 30 nach wie vor top!
- Yamaha C3 X, GC 1 und GB1:
Der C3 X ist mit knapp 32.000,- schon nicht mehr ganz billig. Kurzgefasster Eindruck (rein subjektiv!!)
kalt, steril und zu brilliant - absolut nichts für mich und auch nicht mal zum halben Preis wenn ich ihn dafür
bekommen würde.
Der GB1 spielt in einer Klasse mit dem Kawai GL10 den ich oben gar nicht mehr erwähnt habe. Klimpriger
Diskant und kraftloser Bass. In der Mittellage geht er - aber dafür über 10.000,- ? Nein!
Der GC1 ist tatsächlich komplett anders (kommt auch aus Japan im Gegensatz zum GB1). Schön zu spielen
und eigentlich auch sonst sehr schön. Kostet aber ca. 2000,- mehr als der Kawai GL30 - und der gefällt mir persönlich
besser.
- Steinway* M (170 cm) BJ 1925
Ganz ordentlich - bleibt aber hinter dem großen Namen zurück (zumindest dieser Flügel* hier). Würde ich für
29.900,- nicht kaufen!
Klavierabteilung:
Verschiedene Seiler-Klaviere in verschiedenen Größen - teilweise zum Dumpingpreis
Thomann hat die Seiler- Restbestände in Kitzingen aufgekauft und bietet z.B. ein Seiler 122 cm (Made in Germany)
für knapp über 8000,- an (Neu!). Das ist eigentlich ein Kampfpreis.
Ich hatte ja mal vor ca. 2 Jahren (siehe alter Post von mir) ein Seiler 132 SMR bei Thomann angespielt das wirklich bombig
war. Unter den jetzigen Seiler-Modellen hat mich keines so angefixt.
Dann die üblichen Verdächtigen Haessler, Kawai, Yamaha etc. kreuz und quer,
das Kawai K 500 fand ich diesmal nicht ganz so nichtssagend wie sonst - aber für knapp
10.000,- nähme ich etwas anderes.
Das K 200 und K 300 mochte ich auch noch nie.
Die kleinen Yamaha B1 und B2 sind echte "Anfängerklaviere" - damit meine ich:
Die behält man nicht ewig sondern nur solange bis man ein besseres gehört hat.
Das Bechstein No 8 (wegen dem ich ja unter anderem kam) war schön anzuhören, aber
für seine Größe ziemlich zurückhaltend leise. Die Klaviatur war ähnlich schwer gewichtet
wie ich das schon an verschiedenen Zimmermännern aus Seifhennersdorf bemerkt hatte.
Einfach zu schwer - fast zäh - wenn man sich eine Zeit lang an Yamaha-Mechanik und Gewichtung gewöhnt hat.
Yamaha SU-7 ("Das Yamaha Flagschiff")
ein großer Kasten der sich zwar schön spielte und auch ordentlich klang. Aber für 27.000,- fehlte mir
da das gewisse Etwas.
Aber...große Überraschung...es gab natürlich ein echt herausragendes Instrument das ich mal wieder
am liebsten sofort eingepackt hätte (muss ja so sein sonst hätte ich mir diesen Post eigentlich spaten können).
In einer Ecke am Rand des Klaviersaals stand ein schwarzes Yamaha YUS 3. Mit knapp unter 15.000,- auch nicht geschenkt,
aber...wenn ich auf die einsame Insel müsste und kein anderes Klavier mehr bekommen würde - und freie Auswahl
gehabt hätte... Das wärs gewesen! So hatte ich mir in meiner naiven Vorstellung den Steinway*-Klang immer vorgestellt.
Nie verwaschen, klar, formbar, nicht spitz, nicht übertrieben brilliant - einfach perfekt. Und es hat (subjektiver Eindruck!)
- irgendwie ohne Verzögerung reagiert. Einfach ein tolles Klavier!
Und was ist das Resumé ?
Nichts Neues - der Name alleine heißt erstmal nix! Das Modell und der Preis können einen Hinweis drauf geben
ob es was besonderes sein kann (nicht muss). Ums Anspielen kommt man nicht vorbei.
So - Ende der Ausführung (eom)
Gruß Jan
...am letzten Wochenende war mir mal wieder langweilig....Nein - nicht wirklich! eigentlich habe ich gerade mehr als genug um die Ohren aber darum soll es hier nicht gehen.
Da ich ja nicht allzu weit vom großen T in Treppendorf (Musikhaus Thomann) entfernt wohne dachte ich mir es sei mal wieder Zeit für einen Ausflug in die dortige Klavierabteilung. Brauchen tue ich derzeit keines da ich rundum gut ausgestattet bin mit einem Yamaha G2, einem Yamaha-Kemble P112 demnächst auch mit einem Jahrhundertwende Neupert Klavier (für ein ähnliches Bauprojekt wie Peter / Bechstein-Fan).
Aber ab und zu mal Klaviere vor Ort bespielen und testen macht mir immer wieder Spaß. Nachdem Thomann gerade ein 1988er Bechstein No. 8 und einen Shigeru SK 3 im Laden hat und ich beide unbedingt mal unter den Fingern habe wollte ...schwupps meine Oldie BMW (R 65) startklar gemacht nach in einer entspannten Stunde Überlandfahrt in Treppendorf eingetrudelt.
Dann wurde in gut 2,5 Stunden alles was interessant war angetestet.
Flügelabteilung:
- Kawai GX 2, Kawai GX 3 und GL 30:
Alle drei schöne Instrumente. Da man aber auch den Preis mit in die Betrachtung ziehen muss:
Aus meiner Sicht lohnen sich die Mehrkosten für die GX - Flügel* nur bedingt. Oder anders formuliert
- der GL 30 ist für die verlangten ca. 17.500,- wirklich ein tolles Instrument! Ja das Volumen und der
Dynamikumfang der GX-Flügel* (vor Ort nur bedingt testbar wegen "Nebengeräuschen" anderer Klavierspieler)
ist sicherlich noch besser. Aber wie gesagt - für das Geld ist der Kawai GL 30 nach wie vor top!
- Yamaha C3 X, GC 1 und GB1:
Der C3 X ist mit knapp 32.000,- schon nicht mehr ganz billig. Kurzgefasster Eindruck (rein subjektiv!!)
kalt, steril und zu brilliant - absolut nichts für mich und auch nicht mal zum halben Preis wenn ich ihn dafür
bekommen würde.
Der GB1 spielt in einer Klasse mit dem Kawai GL10 den ich oben gar nicht mehr erwähnt habe. Klimpriger
Diskant und kraftloser Bass. In der Mittellage geht er - aber dafür über 10.000,- ? Nein!
Der GC1 ist tatsächlich komplett anders (kommt auch aus Japan im Gegensatz zum GB1). Schön zu spielen
und eigentlich auch sonst sehr schön. Kostet aber ca. 2000,- mehr als der Kawai GL30 - und der gefällt mir persönlich
besser.
- Steinway* M (170 cm) BJ 1925
Ganz ordentlich - bleibt aber hinter dem großen Namen zurück (zumindest dieser Flügel* hier). Würde ich für
29.900,- nicht kaufen!
Klavierabteilung:
Verschiedene Seiler-Klaviere in verschiedenen Größen - teilweise zum Dumpingpreis
Thomann hat die Seiler- Restbestände in Kitzingen aufgekauft und bietet z.B. ein Seiler 122 cm (Made in Germany)
für knapp über 8000,- an (Neu!). Das ist eigentlich ein Kampfpreis.
Ich hatte ja mal vor ca. 2 Jahren (siehe alter Post von mir) ein Seiler 132 SMR bei Thomann angespielt das wirklich bombig
war. Unter den jetzigen Seiler-Modellen hat mich keines so angefixt.
Dann die üblichen Verdächtigen Haessler, Kawai, Yamaha etc. kreuz und quer,
das Kawai K 500 fand ich diesmal nicht ganz so nichtssagend wie sonst - aber für knapp
10.000,- nähme ich etwas anderes.
Das K 200 und K 300 mochte ich auch noch nie.
Die kleinen Yamaha B1 und B2 sind echte "Anfängerklaviere" - damit meine ich:
Die behält man nicht ewig sondern nur solange bis man ein besseres gehört hat.
Das Bechstein No 8 (wegen dem ich ja unter anderem kam) war schön anzuhören, aber
für seine Größe ziemlich zurückhaltend leise. Die Klaviatur war ähnlich schwer gewichtet
wie ich das schon an verschiedenen Zimmermännern aus Seifhennersdorf bemerkt hatte.
Einfach zu schwer - fast zäh - wenn man sich eine Zeit lang an Yamaha-Mechanik und Gewichtung gewöhnt hat.
Yamaha SU-7 ("Das Yamaha Flagschiff")
ein großer Kasten der sich zwar schön spielte und auch ordentlich klang. Aber für 27.000,- fehlte mir
da das gewisse Etwas.
Aber...große Überraschung...es gab natürlich ein echt herausragendes Instrument das ich mal wieder
am liebsten sofort eingepackt hätte (muss ja so sein sonst hätte ich mir diesen Post eigentlich spaten können).
In einer Ecke am Rand des Klaviersaals stand ein schwarzes Yamaha YUS 3. Mit knapp unter 15.000,- auch nicht geschenkt,
aber...wenn ich auf die einsame Insel müsste und kein anderes Klavier mehr bekommen würde - und freie Auswahl
gehabt hätte... Das wärs gewesen! So hatte ich mir in meiner naiven Vorstellung den Steinway*-Klang immer vorgestellt.
Nie verwaschen, klar, formbar, nicht spitz, nicht übertrieben brilliant - einfach perfekt. Und es hat (subjektiver Eindruck!)
- irgendwie ohne Verzögerung reagiert. Einfach ein tolles Klavier!
Und was ist das Resumé ?
Nichts Neues - der Name alleine heißt erstmal nix! Das Modell und der Preis können einen Hinweis drauf geben
ob es was besonderes sein kann (nicht muss). Ums Anspielen kommt man nicht vorbei.
So - Ende der Ausführung (eom)
Gruß Jan
*) Affiliate/Werbung