Kurzen Vorschlag üben

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Charly70

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Hallo,
hat jemand eine gute Übung, wie man den kurzen Vorschlag üben kann, so dass er schnell und leicht klingt?

(Irgendwie sind es immer die Ferien, in denen ich Fragen habe - sorry. Aber wer es nicht erträgt, dass Schüler auch mal was fragen, was eigentlich der Klavierlehrer erklären müsste, kann die Frage auch einfach überlesen).
Vielen Dank:blume:
 

Reihe mich hier mal mit ein - kurzer Vorschlag ist bei meiner aktuellen Sonatine auch das Problem.
 
Ein kurzer Vorschlag sollte leicht, locker und unauffällig klingen. Und so sollte man ihn auch spielen: mit wenig Aufwand.

Versuche ihn mal so zu spielen, als wolltest du die Hauptnote spielen, aber „zufällig“ erwischst du mit dem anderen Finger zuvor noch ganz leicht die Nebentaste.
 
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Versuche ihn mal so zu spielen, als wolltest du die Hauptnote spielen, aber „zufällig“ erwischst du mit dem anderen Finger zuvor noch ganz leicht die Nebentaste.
Hey danke, der Tipp war gut. Geht schon besser.
 
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So ein Vorschlag sollte immer dergestalt gespielt werden, dass man die beiden Töne mit EINER Bewegung spielt - die Vorschlagsnote nimmt man sozusagen "auf dem Weg kurz mit", bevor man dann auf der Hauptnote ankommt. Viele Anfänger denken, es seien 2 Töne, also müsse man auch irgendwie 2 Anschlagsbewegungen machen, was dann natürlich nie schnell genug sein kann.

Bei Jazz, Blues, Pop etc. kann man oft den Vorschlag auch so spielen, dass man beide Töne auf einmal anschlägt (!) und dann die Vorschlagsnote schnell loslässt. Dies führt zu einer kurzen Dissonanz bzw. wenn man mit dem Loslassen ein Tickchen länger wartet zu einem Guitar-Bending-ähnlichen Effekt, was "bluesy" rüberkommt.
 
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Tipp von Paul Badura-Skoda, in vielen Fällen hilfreich: Vorschlag und Hauptnote zusammen anschlagen und 'Vorschlagfinger' sofort wieder weg.
 
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Ist eine alte Empfehlung schon von Carl Philipp Emanuel Bach.
 
Ist eine alte Empfehlung schon von Carl Philipp Emanuel Bach.
Nicht dass ich wüsste. C.P.E. Bach beschreibt so etwas als Ausnahme bei Mordenten auf ganz kurzen Noten, sofern sie ex aprupto, d.h. ohne Verbindung zu anderen Noten stehen. Da werden beide Noten zusammen angeschlagen und die untere unmittelbar wieder losgelassen.

Tipp von Paul Badura-Skoda, in vielen Fällen hilfreich: Vorschlag und Hauptnote zusammen anschlagen und 'Vorschlagfinger' sofort wieder weg.
Das würde ich auch nur in seltenen Ausnahmefällen machen - beispielsweise innerhalb schneller 16tel-Ketten. Im Gesang oder auf Melodieinstrumenten ist so etwas ohnehin nicht möglich; schon deshalb taugt es nicht als allgemeine Regel.
 
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  • #10
Bei der Gitarre gibt es bei Vorschlagsnoten das Problem, dass die leiser sein sollen, als der folgende Hauptton, man aber nur den Vorschlag wirklich anschlägt. Da lernt man sehr gut, dass das eine Bewegung sein muss, damit es auch klingt ... und man lernt, wie man nur mit der Greifhand zusätzliche Energie in einen Ton geben kann (damit der ohne Anschlag lauter sein kann, als der tatsächlich angeschlagene Vorschlag).
HammerOns oder PullOffs sehe ich nicht als Vorschlagsnoten ... das ist ein anderes Tier, obwohl auch die in einer Bewegung verlaufen müssen.

Da ich das erst auf der Gitarre, und dann auf dem Klavier gerlernt habe, kam ich nie auf die Idee, das am Klavier mit zwei Anschlagsbewegungen lösen zu wollen.
Das ist eine Bewegung zur Hauptnote hin. Diese bekommt die volle Energie der Anschlagbewegung ... der Vorschlag wird dabei lediglich "unterwegs" mitgenommen.

"Gleichzeitigkeit" finde ich in dem Zusammenhang irgendwie etwas irreführend aber das mag daran liegen, dass das auf einer einzelnen Gitarrensaite so eben nicht umsetzbar ist.
 
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  • #11
Ich kenne das zusammen Anschlagen auch nicht aus der Klassik und sehe ehrlich gesagt auch keinen Grund, warum man das machen sollte, solange es als getrennte Töne spielbar ist.
Es klingt für mich anders als es notiert und (meiner Meinung nach) gemeint ist. Und man müsste es ja dann auch innerhalb eines Stückes konsistent, also immer so machen.

Was wäre denn ein musikalischer Grund, die beiden Töne zusammen anzuschlagen?

Im Blues bzw. bei Blue Notes allgemein geht es voll in Ordnung, da man da ja eher ein Bending imitiert bzw. eher einen Ton / Tonverlauf irgendwo dazwischen andeuten möchte.

Als Ergänzung gibt's noch die Möglichkeit, wenn es von schwarzer auf weiße Taste geht, von schwarz auf weiß zu rutschen (meistens mit dem Daumen). Braucht man manchmal bei Akkorden oder Doppelgriffen, bei denen ein Ton mit Vorschlag versehen ist, aber auch eher im Blues/Jazz-Stil.
 

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