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Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Dreiklang, 9. Mai 2014.

  1. Destenay
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    Destenay

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  2. dilettant
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    Absolut.

    Und vielleicht übertreibe ich ja, wenn ich einen Unterschied mache zwischen "ich möchte nach dem Abitur 1 Jahr ins Ausland gehen" und "Ich habe keine Idee bzgl. meiner Zukunft. Naja, geh ich erstmal ein Jahr ins Ausland, machen ja alle". Weil, egal welche Motivation, die Erfahrungen sind auf jeden Fall bereichernd.

    Aktuelle Erfahrung in der Familie ist allerdings: Die Schule bietet einen Schüleraustausch mit einem Gymnasium in Athen an. Im März eine Woche nach Athen, im November hier für 1 Woche einen Schüler beherbergen. Reaktion: Was soll ich 'n da und was bringt mir das? Das hat mich schon ziemlich enttäuscht. Klar müssen die Jungen ihren Weg finden. Aber so ein Desinteresse? Keine Neugier? Was hab ich da falsch gemacht!?
     
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  3. Stegull
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    Kenne ich!
    "Was soll ich´n da und was bringt mir das?" hört sich besser an als "Ich möchte eigentlich nicht fort hier von meinen Freunden und von euch (Eltern)." Das würde ich nicht als Desinteresse interpretieren wegen dieser Bemerkung. Jungens können oft nicht die Wahrheit sagen weil das uncool wäre.
     
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  4. mick
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    Sei froh. Es soll Schüler geben, die nach einem Auslandsaufenthalt nicht mehr zurück nach Hause gekommen sind.
    :lol::lol::lol:
     
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  5. Klafina
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    Klafina

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    Du hast gar nichts falsch gemacht. Jungen haben vor solchen Unternehmungen eher Angst als Mädchen, können es aber nicht zugeben.
    Andererseits kann es auch ein gewisser Überdruss sein, wenn man als Kind/Jugendlicher schon viel gesehen hat/mit den Eltern unternommen hat.
    Austauschmaßnahmen werden häufig von den Jugendlichen nicht mehr als so exotisch wahrgenommen, wie sie das für uns (in den 70ern, in der alten BRD) noch waren.
    Manchmal steckt einfach auch Bequemlichkeit dahinter - das eigene Umfeld zu verlassen und sich irgendwo anzupassen ist ja auch eine Herausforderung.
     
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  6. rolf
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  7. dilettant
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    Deswegen bin ich ja so enttäuscht, dass er nicht fahren will.:schweigen::schweigen::schweigen:
     
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  8. fisherman
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    Möchte grad nicht mit Dir tauschen, @dilettant

    Ist schon sch... und man fragt sich, was man falsch gemacht hat. Ich wäre versucht, einen gewissen, subtilen Druck aufzubauen (und müsste mich furchtbar zusammnreissen, um ihn nicht zwangsverreisen zu lassen ;-)).

    Aber es gibt noch eine Spielvariante:

    Vielleicht ist das wirklich uncool? Sind wir doch mal ehrlich!

    Athen - hmm, ja, wenns sein muss...
    Gymnasium-Austausch - fahren da die Coolen oder die "Eigenartigen"?
    Austausch - kann sch.. sein, wenn man sich nicht versteht
    1 Woche - bringt eh nix

    Vielleicht hat er ja einfach ...recht?
     
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  9. fisherman
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    fisherman

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    Also,irgendwie schocken mich diese Bilder, auch wenn ich sie "lustig" finde. Nee, das ist zu nah an der traurigen Realität. Was hier scheinbar die Kirche an den Pranger stellt, verhöhnt zum zweiten Mal die Opfer, finde ich.
     
  10. trm
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    trm

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    In der DDR gab es in der Kunst den "Sozialistischen Realismus".

    Ist das hier "Katholischer Realismus"?:konfus::heilig::-(:heilig::denken:
     
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  11. trm
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  12. Barratt
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    Barratt Lernend Mod

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    Sicher gar nix. :025:

    Ich finde die Reaktion pragmatisch. Ganz plump + ehrlich – falls man keinen speziellen Bezug zu Athen hat (denkbar: Altgriechisch Leistungskurs / spezielles Interesse für Antike o.ä.), was soll man da?

    "Austausche" sind eh so ne Sache, wenn die Austauschenden einander nicht zuvor schon kennen und mögen. Wenn ich da an meinen Austausch in Gonesse bei Paris denke (heute so eine Art NoGo-Area, damals, Mitte der 80er, noch eine normalhässliche Banlieuestadt mit RER-Verbindung nach Paris, die man damals auch noch bedenkenlos benutzen konnte)... o je. Das einzig Interessante daran war, dass es sich dabei zufällig um eine praktizierende jüdische Familie gehandelt hatte. Und sehr goldige und zutrauliche Katzen hatten sie. Mit dem Mädel selbst konnte ich original gar nix anfangen, ein Girly eben. Der Aufenthalt dauerte nicht nur eine Woche, sondern knapp zwei.

    Aber immerhin hatte es den "Sinn", alltäglich in einer Sprache zu kommunizieren, die in der Schule abstrakt gelernt wird.

    Falls Dein Sohn nicht Neugriechisch lernt oder womöglich auch kein Altgriechisch lernt, ist ein Austausch mit ausgerechnet Athen echt ne sonderbare Idee von der Schule.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Jan. 2019 um 06:33 Uhr
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  13. Revenge
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    Revenge

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    Hi all,

    zu diesem Thema „Schüleraustausch“ fällt mir auch was ein.

    Zunächst jedoch: Hab ich nie dran teilgenommen.

    Aus mehreren Gründen.

    Erstmal war ( und bin ) ich ein Freund spontaner ( und teilw. wenn's drauf ankäme, blitzschnellen, ohne Planung ) Aktionen. Und nicht von geplanten, durchstrukturierten und – im Falle von Schüler-Austauschen ganz gleich wohin und mit wem – aufoktroyierten ( von Schule / Eltern usw. ) correctness-mainstream-Aktivitäten.

    Darüberhinaus glaube ich, dass, wenn die Eltern sagen würden:

    „Okay, hier sind 2000 Mücken, kannst in den Sommerferien Deinen InterRail-Rucksack schultern und fahren, wohin Du möchtest!!“,

    der jeweilige Familienspross wesentlich begieriger sein könnte, eine solche Aktion zu unternehmen.

    Der zweite Punkt wäre die Interessenlage, die schon von Vorpostern angemerkt wurde.

    Denn auf die selbst nach EIGENEN Vorstellungen durchgeführte „Fahrt ins bisher Unbekannte“ bezogen, könnte man sich DIE Dinge, die einem am Wichtigsten und Interessantesten erscheinen, reinpfeifen in fremden Ländern und Städten, und nicht etwa – für sich selbst – Uninteressantes und Langweiliges, was ZUDEM ( es wurde bereits erwähnt, dass man sich ja z.B. auch mit Gastfamilien gut verstehen können sollte ) an den Nerven zerren könnte, und man kommt dann zurück – genervter als zuvor.-

    Dies wäre – und war - z.B. bei mir eins der Ausschlusskriterien. No-Go.

    Vergleiche ich beispielsweise den Spanien-Besuch, als ich 13 war,

    ( er fand zwar mit der Familie statt, aber wir Kinder / Jugendlichen konnten dort MACHEN WAS WIR WOLLTEN, im wahrsten Sinne des Wortes Tag und Nacht ) , mit einem „geplanten Schüleraustausch“, ist klar, dass ich letzterem in jedem Fall eine ABSAGE erteilen musste und muss.

    Wichtiger Punkt sind Schule ( ich denke ja, dass niemand GEZWUNGEN wird, an einem Austausch teilzunehmen ) und Eltern selbst:

    Bei den Eltern hatte ich Glück:

    Meine Eltern: „Willste teilnehmen ??“
    Ich: „Auf keinen Fall.“
    Meine Eltern: „Dann nicht.“

    Auf keinen Fall hätten die mich zu etwas „gezwungen“, wozu ich auf keinen Fall Lust hatte. Ich hatte und habe viele andere Aktivitäten, die ich nach Interesse – daheim – verfolgen konnte und kann.

    Meine Großeltern waren noch spezifischer:

    „Bleib daheim und nähr' Dich redlich!“, pflegten sie zu sagen, auch wenn KEIN Austausch o.Ä. das Thema war.

    LG, Olli :super::drink:

    Nachtrag / Edit :

    Nach dem Abi hatte ich zu 50 % eine Reise ( 3 Wochen ) nach Mexiko im Kopf. Weil ich da einige schrottige ( hehe ) Tempel oder Pyramiden oder solches Zeugs anschauen wollte. -

    Meine Eltern waren einverstanden - fand ich gut, ist ja nicht gleich nebenan, das Land. Die Kohle war da, doch letztendlich:

    Ich habe mir zwar die 3 Wochen genommen, aber in diesen 3 Wochen "wohnte" ich dann doch lieber am vereinsgepachteten Baggersee, um EIN MAL über einen LÄNGEREN ZEITRAUM fast Tag und Nacht ( habe dort übernachtet mehrere Nächte der 3 Wochen, kam nur manchmal nach Hause, um Essen nachzuholen / mitzunehmen ) den wirklich großen Aalen nachzustellen, und habe da, nach langem langem Ansitz, 3 oder 4 "Granaten" gezogen.

    Nie werde ich diese "Einsiedlerzeit" ;-);-);-) vergessen - und habe mir statt der Mexikofahrt zuvor lieber gutes Tackle ( Equipment ) geholt.

    Eine fantastische Zeit, es war - in der Reflexion - die Entscheidung, die mir VIEL mehr zusagte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Jan. 2019 um 09:44 Uhr
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  14. Destenay
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    Destenay

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    diese dringende Warnung hat Tobias "Pianovirus"herausgegeben.
    Meine Mutter musste sofort in die Klinik in Basel eingeliefert werden, heute ist sie gestorben.

    "Dringende Warnung! Auch über Basel geht nun chemisches Dihydrogenmonoxid (DHMO) als kristallines Pulver nieder. Die scharfkantigen Kristalle bestehen aus dem brennbaren Wasserstoff und dem brandfördernden Sauerstoff. Die Chemikalie flockt bei ca. 0 Grad aus und begräbt ganze Landschaften und Städte unter sich. Es handelt sich um die Säure mit dem höchsten pH-Wert überhaupt; im Umgang mit der Substanz, welche sich unter Krafteinwirkung zu kugelförmigen Makrostrukturen formen lässt, ist also unbedingte Vorsicht geboten."
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Jan. 2019 um 12:45 Uhr
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  15. Kalivoda
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    Kalivoda

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    Der Unwille oder die Unfähigkeit, sich auf etwas Neues einzulassen, ist ein Zeichen für eine konservative Persönlichkeit. Vielleicht solltest Du Dir mal die Eltern der Kinder ansehen? :teufel:
     
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  16. Kalivoda
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    Interessanter und lehrreicher als eine Woche Schulalltag ist es mit Sicherheit.
     
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  17. Kalivoda
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    Kalivoda

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    Es täte Dir gut, einmal selbst nach Athen zu fahren. Dann würde Dir auffallen, dass da zwar ne Menge altes Zeugs rumsteht, das aber für die modernen Athener nur eine untergeordnete Bedeutung hat. Ausser vielleicht für die Leute, die ihr Geld an denen verdienen, die für die alten Trümmer die Stadt kommen...

    Eine Woche Austausch bringen als Sprachtraining so gut wie nichts. Dafür kann man eine Menge andere Dinge lernen. Die dann auch dabei helfen würden, nicht solche Kommentare zu schreiben :bomb::-D:bomb:
     
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  18. rolf
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    rolf

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    @Kalivoda hm... Suflaki essen, die Gastfamilie via Google Translator (aufm handy) ethnografisch über die Slawentheorie aufklären und sich damit Freunde machen? :021:...erwähnen, dass die Griechen sich schon in Sachen Byzanz als eklatante Versager erwiesen hatten, sodass die moderne Finanzkrise (Rettungsschirm) nicht sonderlich wundert? :021:
    ...ich war in Athen, allerdings lange nach dem Abi - der Altertumskram ist das interessanteste an dem Großstadtmoloch (ok, die Altstadtgassen sehen nett aus, sind wie geleckt für Touris hergerichtet) :-D:drink:
     
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  19. maxe
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  20. Barratt
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    :004: Du wirst lachen, in Gonesse / Paris ist das genauso.

    Wobei das "alte Zeugs" in Paris nicht ganz so alt ist, dafür aber immerhin tausend Jahre näher an uns dran.

    Wenn ich der Landessprache kein bisschen mächtig bin, würde mir ein Austausch noch weniger als
    bringen. Während eines Austauschs würde ich mich gern austauschen können :006: , sonst macht man besser eine Solotour.
     
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