Klimaschutz (der Faktencheck)

Dieses Thema im Forum "Sonstige Musikthemen" wurde erstellt von ehenkes, 8. Aug. 2019.

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  1. maxe
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    maxe

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    mal als Beispiel:

    --kulturelle Bildung und Sensibilisierung kann Menschen mehr Verständnis für Mitgeschöpfe, hier "Nutz" tiere, bringen und sie zum Tierschutz geleiten....,

    ist das jetzt zu abwegig, weil indirekt nur i.V.m. Klimaschutz?

    --Karl Theo v.u.z Guttenbergs Einschlafgewohnheiten, oder Arbeitszeitregelungen der öffentlichen Verwaltung gehören sehr wahrscheinlich
    nicht in den Faden ;-)

    Dann dürften keine solitären , puren persönlichen Vorschläge, Meinungen, Stellungnahmen, Gegenvorstellungen mehr getätigt werden.

    Auch pure themenbezogene persönliche Wahrnehmungen und Gefühle, Erlebnisse usw. müssten unterbleiben.

    Spontane Repliken, Glossen, Situationskomik usw. als denkzeichenartige Zwischenrufe im Rahmen des noch guten Geschmacks dürften ebefalls nicht mehr erfolgen.

    Würde ein solcher Faden nicht seiner sprühenden Lebendigkeit beraubt zu einem saft- und kraftlosen
    faden Faden mutieren?



    Ps: Der Diskutant als Zeitzeuge ist doch auch eine Quelle und sein Sein in der jeunsrigen Zeit ein Fakt, oder doch nur Artefakt?? ;-)

     
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  2. Robinson
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    Robinson

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    Okay alle Menschen werden Vegetarier.

    Was füttern wir aber dann unseren Lieblingen den Katzen und den Hunden?

    Schon mal jemand ausgerechnet wie viel Fleisch dafür extra produziert wird.?

    Um klar zu stellen , ich habe selbst Katzen und Hunde.
     
  3. maxe
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    maxe

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    Pflanzliche Kost (veggie-fleisch) oder Insektenpräparate oder biotechnologisches Inkubatorfleisch....
     
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  4. alibiphysiker
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    alibiphysiker Super-Moderator Mod

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    Klappt ja super :-D.
     
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  5. Andre73
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    Andre73

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    Das Paper ist Quatsch. Die Gründe werden hier sehr gut diskutiert:
    https://pubpeer.com/publications/3418816F1BA55AFB7A2E6A44847C24

    Umso tiefer man in den Kommentaren geht, umso klarer werden die Gegenargumente.

    Inzwischen ist ein Streit entstanden, wie so etwas überhaupt durch den Review kommen konnte.

    Sie zitiert Paper mit zweifelhaftem Ruf (wo die Journale geschlossen wurden wegen Buddy-Publishing), sie zitiert Autoren falsch, die dort sogar Gegenstellung beziehen, sie hat simpelste logische Fehler drin (Sonne-Erdabstand ändert sich angeblich stark), wo die Astronomen ins Lachen fallen, sie missbraucht Statistik durch willkürliches Graphen-Matching von Ausschnitten, die ihr gerade in den Kram passen - ihre Gegenargumente klingen alles andere als Wissenschaftlich sondern Wolken/Nebel/persönliche Angriffe.
     
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  6. pianochris66
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    pianochris66

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    Ich esse Fleisch und Fisch, bin aber noch lange kein Kannibale:008:. So viel zum Thema "sachliche Diskussion":007:.
     
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  7. Klavirus
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    Klavirus

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    Gar keins.
     
  8. Revenge
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    Revenge

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    Wahrscheinlich war es früher, bis in die 90er Jahre, sogenanntes Freibankfleisch.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Freibank

    Unter dem Begriff kenne ich es noch, aber seitdem hatten wir ja auch kein Kaninchen und keinen Hund mehr, sie starben irgendwann dann oder vorher. :-(

    Was heute verfüttert wird, vermag ich aber nicht zu sagen, unser Hund mochte gern Frolic, wenn wir mit ihm spielten, und noch viel lieber TRIM !!

    Aus Mutproben weiß ich, dass manche Menschen auch solche Bröckchen mal verkostet haben, ohne gleich zu sterben. Alle sagten übereinstimmend, dass das gar nicht so schlimm ist, zu essen, aber ich selbst habe immer davon Abstand genommen.

    LG, Olli
     
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  9. mick
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    mick

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    Nicht füttern, sondern futtern! Die Chinesen sollen da ausgezeichnete Rezepte haben...

    Ich esse Fleisch ohnehin nur aus Gründen des Klimaschutzes. Es gibt viel zu viele Rinder und Schweine, und irgendwie müssen die ja weg.

    :lol::lol::lol:
     
  10. agraffentoni
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    agraffentoni

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    und das nicht freiwillig.
     
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  11. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Mal ne Zwischenfrage: Es wird von Fleischverzicht und vegetarischer Ernährung gesprochen. Während der Vegetarier auf Fleisch und Fisch verzichtet, isst der Pescetarier zwar kein Fleisch, aber Fisch. Vermeidung von Fleischkonsum und vegetarische Ernährung sind also anders als manchmal suggeriert oder faktisch dargestellt wird nicht dasselbe. Bringt denn abgesehen von anderen Aspekten wie Überfischung die Vermeidung von Fischkonsum etwas nennenswertes für das Klima? Ich meine insbesondere Fische, die im offene Meer gefischt und nicht in Farmen „produziert“ werden. Futterbeschaffung und Methanausstoß sind hier immerhin ganz unterschiedlich.

    Denn pro Bürger in Deutschland sind 0,45 t Einsparung beim Fleischverzicht bei mehr als 11 t CO2 pro Kopf mit nicht mal 5% für mich nur relativ wenig und ich vermute, dass es bei Fisch noch viel weniger ist.

    Meiner Meinung nach könnte in Bereichen wie Mobilität, wo täglich zur Rushhour überwiegend Single-besetzte PKW im zähfließenden Verkehr unterwegs sind, und Heizenergie, wo auch im Winter die meisten, die ich kenne, die Räume auf deutlich über 20° C heizen, jeweils ein vielfaches von 5% eingespart werden, wenn man es wollte. Ich finde daher, die Diskussionen und Medienberichte gewichten die einzelnen Bereiche nicht sachgerecht und Verbesserungskonzepte werden zu sparsam und ideenarm präsentiert.
     
  12. Barratt
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    Barratt Lernend

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    Das ist eigentlich ganz einfach: "Pescetarier" sind keine Vegetarier. Fischfleisch ist auch Fleisch (die sterblichen Überreste eines für das Vergnügen getöteten Wirbeltiers).
    Pescetarier ... keine Ahnung, warum sie einen Unterschied machen zwischen der Tötung und dem Verzehr von Landlebewesen und Unterwasserlebewesen. :denken: Vielleicht weil Fische nicht markerschütternd schreien können? Mir ist allerdings schon oft widerfahren, dass man Fischfleisch angeboten bekommt, wenn man um etwas Vegetarisches bittet. Das passiert von der "gehobenen Gastonomie" bis runter zur Krankenhauskantine. :blöd: "Ein Fisch ist keine Pflanze".

    Fürs massenweise und unterschiedslose Töten von Meereslebewesen fahren Schiffe auf ihre Plünderungszüge (plündern = ernten, was man nicht gesät hat). Diese Schiffe gehören zum Übelsten, was Umweltverschmutzer aufzubieten haben. Allerdings, da wirst Du wahrscheinlich recht haben, hinsichtlich ausgerechnet des verd*** Gases wird die Bilanz weniger schlecht ausfallen.

    Tja, was machen wir denn dann? :konfus:

    Aufs Autofahren verzichten - geht (meistens) nicht.
    Aufs Fliegen verzichten - geht (oft) nicht.
    Regional produzierte Lebensmittel kaufen - bemühen sich viele Leute, scheint aber kaum (?) etwas zu "bringen". Außerdem wartet der regionale Anbau von Kaffee, Bananen, Kakao und Ananas immer noch auf ein geeignetes Klima.

    Wir kennen die Daten, sie wurden mehrmals dargestellt. Durchaus kontrovers, aber es gibt offenbar Einigkeit, dass Milliarden Emittenten ihr Schadverhalten reduzieren sollten.

    Vieles "geht nicht". Sachzwänge – und das soll ausdrücklich kein Vorwurf sein. Manches geht aber doch, und dafür muss man nicht auf "den Staat" oder "die Politik" warten, die dann irgendwas "von oben" diktieren. Besser wäre es, wenn es freiwillig geschähe und "im Kleinen" begänne. Aber, da gebe ich Dir vollkommen recht, es wird nicht ausreichen. Was würde denn "ausreichen", was von denjenigen, die es umsetzen müssen, toleriert wird?


    I sadly present: Wasser (besonders: Süßwasser).
     
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  13. Barratt
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    Barratt Lernend

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    Das, lieber Mick, sind so Kommentare, die mich davon abhalten, diese aufgeregte "Jugendbewegung" ernst zu nehmen. Tut mir leid, isso. :022:
     
  14. brennbaer
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    brennbaer

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    Dass so ein paar Freibänke den Bedarf decken können, kann ich mir nicht vorstellen.

    Es scheint gar nicht so einfach zu sein, auf die Schnelle zu ergoogeln, wo die Rohstoffe herkommen.
    Meistens landet man in irgendwelchen Foren, in denen darüber diskutiert wird und Mutmaßungen angestellt werden.
    Auf einer Seite habe ich nun in einem 6 Jahre alten Artikel gelesen, dass nur 50% des Fleisches von Schlachtvieh in den Markt (für den Verzehr durch Menschen) kommt. Der Rest kommt dann wohl teilweise in die Futtermittelindustrie.
     
  15. Peter
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    Peter Bechsteinfan

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    Wen willst Du dann außer Dir selbst überhaupt noch ernst nehmen?

    Nur weil jemand Humor hat, bedeutet das nicht, dass er Dinge nicht auch ernst nehmen kann.
     
  16. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Hatte ich auch nicht behauptet. Da ich mich über Wiki informiert habe, wo das auch so drin steht, ist mir das bekannt.

    Das steht in Wiki bei der Definition von Vegetarier anders (auf Fleisch und Fisch wird verzichtet), aber bei Fleisch wird dort tatsächlich unterschieden in Fleisch allgemein (inkl. Fisch) und Fleisch im engeren Sinne (ohne Fisch) - das war mir nicht bekannt.

    Ich hatte ja auch das geringere Futter für Fische erwähnt. Mit der Verschmutzung durch Schiffe stimme ich dir zu und ja, am besten für Klima, Tierwohl und auch ethisch ernährt man sich vegetarisch. Meine Idee war halt, dass Fische gegenüber anderen Tieren ein ökologisch sinnvoller Ersatz sein könnten, wenn jemand nicht komplett auf Tiere verzichten möchte bei der Ernährung, auch wenn ein Fischfilet gegenüber einem Steak nur mal angenommen 5% Einsparung fürs Klima bringen würde. Ich weiß nicht wie viel es sind, aber wenn Kleinvieh auch Mist macht...

    Auf viele Flüge kann man m. E. verzichten: beruflich Zug nehmen, beim Urlaub kann man gewiss auf Flüge verzichten, Konferenzen per Skype.
    Viele Autofahrten sind vermeidbar - z. B. durch mehr Fahrgemeinschaften, die im Digitalzeitalter viel einfacher zu organisieren sind, aber natürlich auch durch Nutzung von Fahrrad, Bus und Bahn, wie ich bei genug Bekannten sehe und bei mir selbst auch, auch wenn ich mich in diesem Jahr deutlich verbessert habe, indem ich nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahre (vorher ca. die Hälfte der Fahrten).

    Das war nicht meine Aussage, das es nicht reicht. Das kann m. E. auch keiner vorhersagen. Niemand kann eine Epidemie ausschließen, die einen wesentlichen Teil der Bevölkerung tötet. Und falls man es schaffen würde, mehr Zugang zu Bildung zu erreichen und Menschen in Arbeit zu bringen, würde die Geburtenrate zurückgehen. Paare mit üblichem Arbeitseinkommen haben überall auf der Welt im Schnitt nur etwa 2 Kinder (Quelle: Söhne und Weltmacht).
     
  17. dilettant
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    dilettant

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  18. Bassplayer
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    Bassplayer

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    PS: an 18-19 ° Raumtemperatur satt 21 - 22 im Winter, die ich oft antreffe, kann man sich gewöhnen und lüften bie eingeschalteter Heizung wird auch noch oft praktiziert. Hier sehe ich also auch viel Potential, wenn man Energie sparen möchte.
     
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  19. Lizzythep
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    Lizzythep

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    Könnten wir vll den ursprünglichen Thread wieder eröffnen liebe @Stilblüte ?
    Mit dem versprechen dass wir alle freundlich und sachlich miteinander umgehen? Bitte bitte:024:

    Ich finde es schade dass man in diesem Faden so strikte Regeln auferlegt bekommt.
    Ich habe noch keine Talkrunde gesehen in der bei jedem Satz eine Quelle angegeben werden musste, dass würde doch keinen Spaß mehr machen und keine freie Gesprächsrunde mehr zulassen.

    Das Thema ist so wichtig und aktuell, ich lese hier so gerne mit, auch wenn ich nicht mit allen einer Meinungen bin.

    Auch fänd ich es schade wenn nur noch über Klavierbezogene Themen gesprochen werden darf.
    Das Forum wird doch so viel lebendiger und interessanter und insgesamt steht das Klavierspiel absolut im Mittelpunkt.
    :026:

    Liebe Grüße:023:
     
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  20. Melegrian
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    Melegrian

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    So wie ich das kenne, wurde einmal in der Woche vom "normalen" Schlachthof auch Freibankfleisch verkauft. Man musste nur rechtzeitig kommen, in einer Schlange anstehen und einen Wassereimer oder ein anderes geeignetes Behältnis mitbringen. Der Schlachthof lag aber noch am Rande des Stadtzentrums, so dass ein Fahrrad genügte, falls nicht zu Fuß unterwegs, dort wo nach dem Abriss des Schlachthofes das Restaurant Athos erbaut wurde.

    Schlachthof.jpg

    Ich würde davon ausgehen, dass auch andere Schlachthöfe in den 1980ern nebenher Freibankfleisch verkauften, um den Bevölkerungsbedarf zu decken.

    Hundefutter in Dosen kannte ich zu Ostzeiten gar nicht, in der BHG (Bäuerliche Handelsgenossenschaft, heutige Raiffeisen-Märkte) gab es aber Pellets in Säcken. Eigentlich zwei Sorten, so wie ich das noch in Erinnerung habe. Die eine Sorte enthielt wohl so sehr viel Mischmehl, dass der Hund die nicht gerne fressen wollte.

    In den 1960ern sah das aber noch so aus, dass ein Hund einfach nur ein Hund war, der die Reste von den Mahlzeiten erhielt. Also, der erhielt in den Zeiten, in denen der Mensch selbst nur Fleisch als Sonntagsbraten kannte, nicht täglich Fleisch, sondern an den Sonntagen die Knochen vom Braten.
     
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