Klavierkauf - wie bringe ich es den Nachbarn am besten bei?

  • Ersteller Ersteller Monsieur_Barso
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  • #101
Ein richtiger Österreicher trägt Erbgut aus halb Europa in sich. Steirer hab ich jedoch keinen in mir — von Ungarn, (deutschsprachigem) Burgenland bis hin zum Sudetenland kann ich aber einiges anbieten.

Ich würde das Zitat einfach "dem Ostösterreichischen" zuordnen. Bin halt ein autochthoner G'scherter.
 
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  • #102
So, liebe Freundinnen und Freunde der schwarzen und weißen Tasten, es ist vollbracht!

Die Hirnfickerei hat ein Ende. Ich habe beiden Nachbarn jetzt doch eine kurze wertschätzende, aber nicht unterwürfige Nachricht geschrieben. Beide haben es sehr locker und entspannt aufgenommen. Sie meinten zwar, dass sie mich leise hören würden, wenn ich auf dem digitalen ohne Kopfhörer spiele, aber für beide nicht störend.

Jetzt gerade ist mein Klavier geliefert und aufgestellt worden und das erste Anspielen war phantastisch und überhaupt nicht so laut wie befürchtet.

Ich bin gerade sehr glücklich und möchte mich noch mal ganz herzlich für Eure Beiträge bedanken.

Anbei ein Foto des guten Stücks.
 

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  • #103
Herzlichen Glückwunsch und ganz viel Freude mit dem guten Stück 🙂
 
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  • #105
Herzlichen Glückwunsch und viel Freude damit! 🎵🎶
 
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  • #107
Ein richtiger Österreicher trägt Erbgut aus halb Europa in sich. Steirer hab ich jedoch keinen in mir — von Ungarn, (deutschsprachigem) Burgenland bis hin zum Sudetenland kann ich aber einiges anbieten.

Ich auch, obwohl ich kein Österreicher bin, jedoch ein Nachfahr österreichischer Exulanten: Waldviertel, Mostviertel, Westungarn (= "Burgenland"), Ländlein unter der Enns, etc. etc. Da die Herrschaften nach ihrer Migration ins vom dreißigjährigen Krieg depopulierte Fränkische zwei Generationen lang nur untereinander geheiratet haben, ist man unweigerlich mit dem halben Habsburgerreich versippt (allemal besser als mit dem Königreich Preußen ;)).
 
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  • #110
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  • #111
Ganz herzlichen Glückwunsch zu Deinem Mut und dass Du Deinem Herzen gefolgt bist :super:!
Ganz lieben Dank!

Meinem Herzen und meinem Bauchgefühl! ☺️
Aber ist schon sehr hart, abends im Bett zu liegen, drauf zu gucken und nicht spielen zu können! 😄
Aber es sieht so aus, als hätte es da immer schon hingehört. Jetzt kommen noch die Beatles drüber, dann ist es perfekt.
 
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  • #112
Und jetzt, wo das Vöglein gelandet ist … wie spielt sich das YU1 nun nach dem intimeren Kennenlernen? Wie fühlt es sich an und wie "arbeitet es sich in den Gehörgang"?
 
  • #114
Näh, näh. Flachlandler, irgendwo zwischen der Puszta, Wr. Neustadt und Wien.
 
  • #115
Und jetzt, wo das Vöglein gelandet ist … wie spielt sich das YU1 nun nach dem intimeren Kennenlernen? Wie fühlt es sich an und wie "arbeitet es sich in den Gehörgang"?
Es spielt sich wirklich ganz wunderbar. Ich bin ja eh Yamaha* Spieler. Erst Clavinova, dann AvantGrand. Da gab es keine große Umstellung.
Ich merke aber trotzdem, dass ich noch nicht Vollgas gebe. Will mich langsam herantasten. Aber ich hatte es mir greller und lauter vorgestellt. Der Sound ist jetzt schon phantastisch.

Die erste Intonation und Nachstimmung werden in sechs Wochen erfolgen. Es kommt der Klavierstimmer, von dem ich das Klavier gekauft habe. Ein ganz phantastischer und zudem kompetenter Mensch.

Wer also im Bereich linker Niederrhein/ westliches Ruhrgebiet auf der Suche nach einem guten gebrauchten ist, kann sich gerne per PN bei mir melden. Dann gebe ich die Kontaktdaten weiter.
Den Tipp habe ich übrigens von meinem damaligen Klavierlehrer bekommen. Der ist auch hellauf begeistert.
 
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  • #116
So, an dieser Stelle muss ich leider von einigen kleinen Wassertropfen berichten, de sich in den Freudenwein der ersten Spielstunden gemischt haben.

Mit den Nachbarn ist alles tippi toppi, hat sich noch niemand beschwert. Der Klang und das Spielgefühl sind ebenfalls immer noch ganz wunderbar. Aber ich befürchte, ich habe ein Problem mit dem Sustainpedal.

Dieses ist leider seit zwei, drei Tagen durch eine Art Knirschen bzw. Knarzen recht deutlich zu hören. Habe zunächst beim Spielen gerätselt, wo diese latenten Knarzgeräusche herkämen. Da es sich vom Klangbild mehr nach morschem Holz als nach irgendwas Quietschendem anhörte, dachte ich zunächst an abgespielte Tasten oder eine fehlerhafte Klavierbank.
Bin dann aber recht schnell auf die Pedale als Quelle gekommen und beim alleinigen Betätigen des Pedals ist dieses Geräusch tatsächlich deutlich wahrnehmbar. Ich meine jetzt nicht das Mechanikgeräusch beim Herunterdrückens des Pedals, sondern es muss irgendetwas mit der inneren Dämpfermechanik und deren Auslösung zu tun haben.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Geräusch beim zweitägigen Probespielen und auch in den ersten Stunden zu Hause nicht wahrgenommen habe.

Mein Händler und Stimmer kommt ja Ende September zur ersten Nachstimmung und Intonation, da werde ich das natürlich ansprechen.

Jetzt ist aber natürlich meine Frage, ob Euch solche Probleme bekannt vorkommen und eventuell nach einem Transport normal sind? Ist das eine Problematik, die ein Klavierstimmer/-techniker gut lösen kann oder könnte das Knarzen auf ein größeres Problem hindeuten?

Wenn man den Klavierdeckel aufmacht, kann man zwar einen ganz zarten Keller-/ Modergeruch wahrnehmen, aber der ist wohl lagerungsbedingt. Zumindest empfinde ich ihn nicht als störend und er ist auch nicht extrem. Dennoch bei genauem Riechen wahrnehmbar. Jetzt mache ich mir schon wieder einen Kopf, ob möglicherweise die Holzbauteile doch nicht mehr so gut sind.

Aber bei der Aufarbeitung durch meinen Händler hätte das doch dann sofort auffallen müssen, oder? Wie gesagt, es ist kein Wald- und Wiesenhändler, sondern jemand mit viel Fachexpertise.

Ich hoffe jedenfalls sehr, dass sich das Problem schnell beheben lässt und freue mich auf Eure Erfahrungswerte diesbezüglich. Vielleicht hilft ja einfach eine ordentliche Portion WD 40.
 
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  • #117
Bei mir knarzt ein Pedal immer zur selben Jahreszeit jedes Jahr. Hat bei uns was mit der Luftfeuchte zu tun. Unsere Klavierstimmerin hatte ich früher mal drauf angesprochen und die hat dann was dran getan. War dann weg, aber im nächsten Jahr kam es wieder. Ich würde den Stimmertermin abwarten und es dann ansprechen.
 
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  • #118
Jedenfalls kein wd40.
 
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  • #119
Ich denke nicht, dass Termiten oder der Hausschwamm in diesem Instrument hausen. Dass alter Staub etwas müffelt ist nicht völlig ungewöhnlich. Also nicht vor Angst sterben … :egelTeufel:

WD40 riecht übrigens auch. Halt anders.

Die Suche nach dem genauen Ort der Geräuschentstehung kann aufreibend sein. Ober- und Unterrahmen abnehmen, für gutes Licht sorgen und die Mechanik bei der Bewegung beobachten und die Ohren spitzen. Die beteiligten Teile, es können je nach Modell Holz- und/oder Metallteile sein, während der Bewegung anfassen und auf Veränderung der Geräusche achten um den Entstehungsort einzugrenzen. Es ist einfache Mechanik, also nicht zuviel Sorge! Das Procedere kann eventuell gemeinsam mit einer zweiten (geduldigen) Person einfacher sein.

Wenn man mal weiß wo und welche Materialpaarung die Geräusche verursacht wird sich hier auch ein Rat für das richtige Mittel finden.
 
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  • #120
Folgender Test: öffne den Unterrahmen. Das ist die untere Platte auf Kniehöhe. Da ist eine Metallfeder, die musst du leicht nach oben drücken. Dann kann man den Unterrahmen nach vorne kippen.

Kippe ihn ein wenig nach vorne zu dir und drücke das Pedal. Ist das Knarzen weg? Da hilft dann selbstklebender Filz an den entsprechenden Stellen. Oft ist es das Bohrloch, in dem die Holzdübel stecken. Kommt häufig vor. Sofern das Knarzen immer noch da ist wenn man den Unterrahmen komplett entfernt hat, dann wird es nervig. Dann muss man den Pedalsockel (Unterboden) komplett entfernen und Filz zwischen Pedalsockel und Seitenwand in den Führungsschlitz kleben. Hab ich tatsächlich auch schon bei fabrikneuen Klavieren erlebt.

Hier mal ein Beispiel:

 
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