Klavierkauf - wie bringe ich es den Nachbarn am besten bei?

  • Ersteller Ersteller Monsieur_Barso
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  • #82
Diese Regel, dass man 2 Stunden am Tag musizieren darf, ist glaub ich mal so ein Referenzfall vor Gericht gewesen, aber ein allgemeines Gesetz ist das glaub ich nicht geworden, oder? Aber ähnliche Zeiten bis 20 Uhr werden die Nachbarn glaube ich schon erdulden müssen. Ich würde das nicht ansprechen oder ankündigen. Wenn du mit 5 Partien in einem Haus bist, bekommt du dann am ende 5 verschiedene Uhrzeiten genannt und du findest keinen passenen Zeitraum. Vielleicht ist es ja den meisten Nachbarn komplett egal wann du spielst. Ich würde nur nicht vor 10 anfangen zu spielen, von 12-14:30 auch nicht, und ansonsten nur bis 20 Uhr. Und bei Beschwerden natürlich immer freundlich sein, und nach einer gemeinsamen Lösung suchen. Ich würds aber erstmal drauf ankommen lassen.

Anscheinend ist aber wohl alles schon geklärt und ich wünsche dir viel Freude und Erfolg mit deinem neuen Instrument! (Wollte nur meine unqualifizierte Meinung abgeben, da mir gerade langweilig ist.)
So, es wird langsam ernst. Übernächste Woche wird das gute Stück geliefert. Bin schon etwas vorfreudig aufgeregt.

Eine konkrete Kommunikation mit den Nachbarn hat bislang nur in meinem Kopf stattgefunden. Ein Freund und Bandkollege, der Trompete spielt, meinte auch zu mir, ich solle erst mal gar nichts sagen. Hätte er schließlich auch nicht. Er meinte, seine Nachbarn, die entweder tobende Kinder oder eine nicht zu überhörende Fitnessstation haben, hätten das ja auch nicht als mögliche Lärm- bzw Geräuschbelästigung angekündigt.

Für mich ist auch klar: nicht vor zehn Uhr morgens anfangen, bis maximal 20 Uhr abends spielen, Mittagspause von 12/ 13 bis 15 Uhr einhalten. Maximal täglich 60 bis 90 Minuten spielen. Das sind da ja schon recht enge Zeitkorridore.
Wenn ich jetzt beide frage, ob es neben den gesetzlichen Ruhezeiten noch Zeiten gibt, wo sie das eventuell stören würde, sagt der eine vormittags und der andere später Nachmittag und plötzlich habe ich nahezu gar keine durch Nachbarn legitimierte Zeitfenster. Auch doof.

Ich hatte schon überlegt, dem Nachbarn über mir, der mich durch seine Wohngeräusche tendenziell eh mehr nervt, lediglich eine kurze Info Nachricht zu schreiben.
Mit dem Nachbarn unter mir, zu dem ich besseren Kontakt habe und öfter mal kurze Tür- und Angelgespräche führe, würde ich die Thematik kurz in eben so einem Gespräch ansprechen.

Ich weiß nur nicht genau, was genau jeweils Inhalt von Nachricht respektive Gespräch werden soll?

„Lieber XY, ich erfülle mir kommende Woche einen meiner Lebensträume und bekomme ein akustisches Klavier. Kann sein, dass Du dies mehr mitbekommst als mein digitales. Die gesetzlichen Ruhezeiten sind aber nach wie vor heilig für mich, in sechs Wochen kommt der Stimmer noch mal zur Nachstimmung und Intonierung, um es perfekt auf den Raum abzustimmen. Sollte es darüber hinaus irgendwas Gravierendes geben, was Dich stört, sag bitte Bescheid. Wir finden eine Lösung.“

Also entweder so was in der Art oder vielleicht doch erst mal gar nichts. Wird wohl eine Bauchentscheidung.

Weitere Meinungen von Euch sind weiterhin herzlich willkommen. Ich kann alle Richtungen nachvollziehen und es gibt für alle Vorgehensweisen Pro und Contras.

Ich merke allerdings, wie mich diese Hirnfickerei gerade etwas mürbe macht.
 
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  • #83
Mein Tipp: Freu dich auf und über dein schönes, neues Instrument und sag gar nix!

-Ich merke allerdings, wie mich diese Hirnfickerei gerade etwas mürbe macht. -


. und dir offensichtlich die Freude nimmt.
 
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  • #84
Ich würde auch erstmal nichts sagen und falls dich jemand anspricht kannst du immer noch sagen, dass sie einfach Bescheid sagen sollen wenn es mal überhaupt nicht passt. In dem (seltenen) Fall würdest du dann auf das Digitalpiano ausweichen. Freue dich auf dein neues Instrument und lass dir die Freude nicht verderben. So würde ich es jedenfalls machen. Die anderen Nachbarn nehmen ja auch keine Rücksicht, nur das es hier andere Lärmquellen sind. Meine Nachbarn sind zum Glück nett.
 
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  • #85
Ich merke allerdings, wie mich diese Hirnfickerei gerade etwas mürbe macht.
Oh Mann, und das schon, bevor das gute Stück überhaupt da ist. Mein Hirnfick kam erst nach der ersten Beschwerde.
Versuche, Dich davon zu lösen. Wie, weiß ich auch nicht. Aber mit der Feile im Kopf wirst Du keine echte Freude haben.
 
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  • #86
Genau so wie du schriebst: Nix proaktiv ansprechen, einfach in mehrheitsfähigen Zeitbereichen anfangen in vernünftiger Dauer zu spielen. Das andere, elektronische Instrument werden sie ja auch schon mal gehört haben, also wird sich der Neuigkeitsgehalt in Grenzen halten. — Da du schon versiert bist ersparst du den Nachbarn immerhin das Schlimmste!
 
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  • #87
Ich würde auch einfach spielen und schauen, was passiert.
 
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  • #88
Du legst einfach die Klavierlieferung auf Samstag 10 Uhr. Und tataaaa, während sich die Klavierschlepper mit lautem Gespräch durchs Treppenhaus quälen ("Noch ein bisschen, jaaaa, jetzt um die Eeeeeeckeeeeee...") wird sich sicher die gesamte Nachbarschaft im Treppenhaus einfinden und sogleich von der frohen Neuigkeit erfahren :005:
 
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  • #89
Das Weitere ergibt sich dann alles ganz organisch und natürlich... Im Verlauf wirst du alle Nachbarn auf ein kleines spontanes* Kurzkonzert auf dem neuen Instrument in dein Wohnzimmer** hereinbitten und alles wird wunderbar und es wird ein spontanes Nachbarschaftsfest*** draus mit Grillen auf dem Balkon und Polonaise durchs Treppenhaus :005:
Profi-Tipp: Autogrammkarten nicht vergessen :005:

* = bereite schon mal was vor
** = räum schon mal auf
*** = stell schon mal ein bisschen Getränke kalt
 
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  • #90
Das Klavier (mit Rollen versehen) wird bei mir übrigens auf einem recht dicken und gewebten Baumwollteppich stehen, welcher aufs Laminat gelegt wird.

Würdet Ihr mir trotzdem zusätzlich noch Piattinos zur Körperschallentkopplung empfehlen? Habe an anderer Stelle gelesen, dass die eigentlich nur Sinn machen, wenn das Klavier direkt auf Holz oder Fliesen steht.
 
  • #91
Jeder geht anders an eine Sache heran.
Ich sehe keinen Vorteil darin, nix zu sagen und beim Spielen und darauf zu hoffen, dass sich keiner negativ meldet.
In meinen 3 Umzügen erzählte ich vorher über meinen "Mitbewohner" und klimperte entspannt los. Gemecker kam bisher nie, eher "ich höre leider nix"
 
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  • #93
Bekommt eigentlich der Nachbar unter meiner Wohnung tendenziell mehr mit als der über mir? Oder gilt das insbesondere für Tritt- und Körperschall?

Die jeweilige Bausubstanz spielt in jedem Individuellen Fall sicherlich auch eine Rolle, oder?
 
  • #94
Jeder geht anders an eine Sache heran.
Ich sehe keinen Vorteil darin, nix zu sagen und beim Spielen und darauf zu hoffen, dass sich keiner negativ meldet.
In meinen 3 Umzügen erzählte ich vorher über meinen "Mitbewohner" und klimperte entspannt los. Gemecker kam bisher nie, eher "ich höre leider nix"
Das wäre natürlich eine geschickte Formulierung: „Ich bekomme einen neuen Mitbewohner.“ 😃
 
  • #95
Würdet Ihr mir trotzdem zusätzlich noch Piattinos zur Körperschallentkopplung empfehlen? Habe an anderer Stelle gelesen, dass die eigentlich nur Sinn machen, wenn das Klavier direkt auf Holz oder Fliesen steht.
Warte doch erstmal ab!

Dein Gedankenkarussell ist inzwischen bestimmt schon ganz heißgelaufen.
 
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  • #97
Unsere Nachbarn freuten sich über unser Klavier und die Kinder spielten nicht besonders professionell.

In meiner früheren Wohnung waren die Nachbarn nicht so tolerant. Das könnte aber auch daran gelegen haben, dass ich ziemlich laut Heavy Metal hörte und noch kein Klavier hatte. 😁
 
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