Klaviere aus China

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reymund

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Jetzt noch mal, was ist von Klavieren aus China zu halten?
Ich kann nicht glauben das es China in all den Jahren nicht gelernt hat vernünftige Klaviere zu bauen.
Vielleicht meldet sich ja mal ein Händler der solche Klaviere verkauft.

vg
Reymund
 
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Curby

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China kann Elektronik und Plastik gut. Klaviere würde ich da nach wie vor nicht kaufen. :-D
Hat ein China Klavier eine gute Qualität, wird es auch dort nicht billig sein. Die behalten die aber und werden nicht exportiert.
 
Tastenscherge

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Ich verkaufe China Klaviere. Und sehe im Außendienst täglich jede Menge andere chinesische Marken. Da geht die Qualität von Sondermüll bis hin zu sehr ansprechend. Grundsätzlich muss man sagen, dass die eine ziemlich schnelle Entwicklung gemacht haben. Das, was heute angeboten wird, hat wenig bis nichts zu tun mit dem, was vor 20 Jahren auf den Markt kamen. Mittlerweile lassen doch viele namhafte Hersteller ihre Zweitmarken in China produzieren (Steinway-Essex, Blüthner-Irmler, Bechstein-Zimmermann usw........).

Die Verbesserungen sind deutlich spürbar und gehen immer schneller. Früher hat man über diese Klaviere die Nase gerümpft. Heute sind die als Konkurrenz so gut geworden, dass keiner mehr lacht. Noch ist es tatsächlich so, dass die mit deutscher Qualität nicht mithalten können. Aber wenn man für die Hälfte des Preises anständige Qualität bekommt, ist das auch ok.

Auch geht der Trend dahin, dass chinesische "Halbfertigprodukte" hier verbaut werden. Also die bezogene Raste und das Gehäuse aus China kommen, aber hier dann die Mechanik gesetzt wird und der ganze Rest. Also auch die Feinausarbeitung und Intonation.

@Curby dass die die guten Klaviere für sich behalten und die nicht exportieren, ist auch so eine Verschwörungstheorie. Der Witz dabei ist: genau das gleiche behaupten die Amerikaner von den deutschen Klavierbauern. Und mich würde nicht wundern, wenn die Chinesen das auch über die Deutschen behaupten :005:
 
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reymund

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Nicht zu vergessen hat China eine hervorragende optische Industrie. Warum sollten sie nicht gute Klaviere bauen. Und billig, ok, aber billig ist natürlich eine Möglichkeit in einen Markt einzugreifen. Yamaha bau Klaviere in Malaysia und ich denke Malaien sind nicht besser als ein Chinesischer Arbeiter.
 
Tastenscherge

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Curby

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@Curby dass die die guten Klaviere für sich behalten und die nicht exportieren, ist auch so eine Verschwörungstheorie.
Was heutzutage nicht alles gleich eine Verschwörungstheorie ist :-D? Sitzen da also alles so hochkarätige Entscheider, die das im geheimen beschlossen haben? Nenne es doch lieber Irrglaube, anstatt Verschwörungstheorie - da gehört wohl etwas mehr dazu.

Naja, ich korrigiere mich: Ich könnte es mir evtl. ganz durchaus vielleicht vorstellen. Ich bin zwar niemand mit einer ultimativen Expertise, aber das was ich so bisher gesehen habe hat mich nicht sonderlich überzeugt.

Von welchem preislichen Rahmen reden wir hier eigentlich? Eine Chinagurke für 2000€ kann einfachn nichts taugen.
 
Peter

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Bechsteinfan
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@Curby dass die die guten Klaviere für sich behalten und die nicht exportieren, ist auch so eine Verschwörungstheorie.
Ich kann mir gut vorstellen, dass, wenn in China höherwertige Klaviere gebaut werden (ich weiß es ja nicht), die für den Export (bzw. den europäischen Import) nicht lukrativ sind und daher im Binnenmarkt bleiben. Immerhin schaffen es bereits vereinzelt höherwertige Elektro-Marken mit riesigem Werbeaufwand nach und nach auf den europäischen Markt. Evtl. reihen sich in x Jahren auch mal höherwertige Instrumente aus China neben Kawai und Yamaha ein. Aber für die chinesischen Instrumentenbauer stelle ich mir diesen Markt wenig lukrativ vor. Alleine der Aufwand, um eine "Höherpreisige Marke" zu etablieren bei vergleichsweise wenig Käufern und starker Konkurrenz... Da ist es doch günstiger, sich in bereits etablierte Marken einzukaufen. :-)
 
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Klavierbauermeister

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Das wäre mir neu. Ich denke, du meinstest Indonesien? Yamaha hat auch in China produziert. Ob die das immer noch machen, weiß ich nicht. Und so weit ich weiß, lässt bzw. ließ Kawai auch dort produzieren. Aber diese Klaviere sollten eigentlich nicht nach Europa gelangen.
Stimmt, sowohl Yamaha als auch Kawai produzieren auch in China.
Vor einigen Jahren gab es Versuche diese Modelle auch in Europa zu verkaufen , beide Hersteller haben kurze Zeit später entschieden das wieder zu lassen.
Für chinesische Ansprüche mag diese Qualität wohl passen.
 
Tastenscherge

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Hier in Europa wurde ja auch diese Marke Linden von Kawai verkauft. Und bei Yamaha war es glaube ich das Modell C109?
 

Henry

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China kann Elektronik und Plastik gut. Klaviere würde ich da nach wie vor nicht kaufen. :-D
Hat ein China Klavier eine gute Qualität, wird es auch dort nicht billig sein. Die behalten die aber und werden nicht exportiert.
Die Chinesen kaufen sich selbst lieber Steinway. Die wissen ganz genau was von ihren eigenen Instrumenten zu halten ist.
 
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Curby

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GIbt es denn irgendwelche chinesischen Marken, die qualitativ hervorragend sind? Ich behaupte aber mal, dass die Chinesen wissen, dass die hier wenig Chancen haben im Hochpreissegment. Bevor sich der Deutsche einen hochwertigen China Flügel/Klavier kauft, greift er doch zum Deutschen Pendant. Würde ich ja genauso machen :001:
 
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trm

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Die Deutschen kaufen sich selbst auch lieber Steinway oder Fazioli. Nur können das die meisten nicht. Und das wird in China nicht viel anders sein...
Ich würde den Concert Grand von Luigi Borgato kaufen, notfalls einen von Angelo Fabbrini getuneten Steinway.;-)
Im Dezember 2019 habe ich Maurizio Pollini auf seinem "Fabbrini" gehört, ein traumhaftes Instrument!
 
Henry

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Ja. Allerdings nur hervorragend aus der Masse der anderen chinesischen Hersteller.
Nun, Du vertreibst ja selber Chinaböller - habe ich ja auch Verständnis für, besser ein mickriger Umsatz als garkeiner. Ich selbst handel aber nicht mit Klavieren, kann es mir daher also leisten Chinaböller sowohl aus fachlichen wie auch aus moralischen Gründen werteneutral zu beurteilen.
Und nein, ich will niemand daran hindern sich einen Chinaböller zuzulegen namens Schwechten Berlin und wie die noch alle heißen. Wenn man das Geld nicht hat, ist der Griff zum Chinaböller schnell getan, obwohl ich eher ein gut überholtes Instrument mitteleuropäischer Bauart empfehlen würde, welche auch nicht teurer als Chinaböller und Stalinorgeln sind. Ich hoffe daß Du mich da als Kollege so verstehen kannst wie ich Dich auch als Händler verstehe.
 
 

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