Hallo @Saxofonistin, darf man fragen, warum du dir da so sicher bist?
Hi Katt
Die aktuellen Aufnahmen würde ich evtl. glauben… den Kuhlau nach zwei Jahren so spielen - mit Talent, Fleiß und gutem Unterricht, warum nicht.
In den Einspielungen nach einem halben oder ganzen Jahr sehe und höre ich aber Dinge, die nach so kurzer Zeit kaum da sein können (schon gar nicht, wenn jemand nur 1-2 Stunden täglich auf nem Digi übt und in dieser Zeit auch noch Theorie, Gehörbildung und Blattlesen lernt)
Zum Vergleich: Ich habe in den 90er Jahren Musik studiert. Man konnte das damals auch ohne Vorkenntnisse am Klavier machen und ich habe, wie einige meiner Kommilitonen auch, im Studium angefangen Klavier zu lernen. Wir haben alle viel geübt, weil wir wussten, dass wir nach drei Jahren die Nebenfach Abschlussprüfung spielen müssen (da gab es unter den Späteinsteigern ansehnliche Durchfallquoten…); wir hatten natürlich gute musikalische Vorkenntnisse und als Holzbläser oder Streicher ist man ja auch feinmotorisch geübt - trotzdem hat man allen von uns lange angemerkt, dass wir am Klavier „fremdeln“, mit der Koordination und der Klangbalance kämpfen und uns nicht sicher genug an der Tastatur zurechtfinden, um die Bewegungen frei und schwungvoll werden zu lassen.
Und ein Totalanfänger steckt da Musikstudenten locker in die Tasche?
Zum Schluss hab ich mir dann das erste Video angeschaut…
Da erwähnt Sie laufend, dass sie üüüüüberhaupt keine Ahnung von Klavier hat und ganz bestimmt noch nie, niemals never überhaupt, ein Klavier angefasst hat - und dann steht das Ding da ausgepackt und Sie spielt, nachdem sie ein paar einzelne Töne angeschlagen hat, eine Tonleiter. Mit korrektem Fingersatz. Und schön geschauspielertem Zögern beim Daumenuntersatz. Mhmhm… klar. Alles nur Talent; da findet man ne Tonleiter samt Fingersatz ganz intuitiv beim ersten Versuch, ganz sicher…