Klangschönes Klavierspiel bei Anfängern

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Ich wollte mal einen Kanal teilen, auf den ich bei Youtube gestoßen bin.
Es scheint mir, dass wenn junge Menschen (z.B. Jugendliche) mit dem Klavierspiel anfangen, sie ein oder mehrere Stücke im Kopf haben, die sie am liebsten jetzt sofort spielen können möchten (ich war auch so ein Kandidat). Erwachsene gehen die Sache eher Schritt für Schritt von vorne an. Zugegeben gibt es aber recht wenige Anfänger - egal ob sie überstürzt schwierige Stücke spielen oder eben leichte - denen ich wirklich gern zuhören wollte. Und da kommt eben der Kanal ins Spiel. Wie sie manche Phrasen spielt und ihre Art und Weise, sich am Klavier zu bewegen, ist für mich beeindruckender, als wenn einer sich so schnell wie möglich das Fantaisie-Impromptu draufschafft oder das Presto der Mondscheinsonate. Ich will damit keine Vergleiche anstiften, sondern sehe es als Inspiration hier an andere Anfänger, was möglich sein kann! :004:
Ich glaube, dass man damit schon ganz viel gewonnen hat, wenn man so spielen kann. Denn diese Musikalität wird sich auch durch andere Stücke ziehen und fast egal, welche es dann sind, es wird Teil davon bleiben. Denn wenn man andersrum einfachen Sachen schon nicht zuhören mag, wieso sollte es dann später anders sein? (Ich glaube aber, man spielt so, wie man es auch selber mitkriegt. Was man nicht hört, kann man auch nicht spielen und es fällt einem evtl. noch nicht mal auf.)

Achso, hier mal nen Beispielvideo :D
 
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Was bedeutet denn in dem Zusammenhang "Anfänger"? Die Dame kann vieles, was viele Fortgeschrittene niemels lernen...
 
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Was bedeutet denn in dem Zusammenhang "Anfänger"? Die Dame kann vieles, was viele Fortgeschrittene niemels lernen...
Laut Kanalbeschreibung hat sie im März 2024 begonnen ohne Vorerfahrung:

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Dann ist sie in der Tat eine Ausnahme. Steht da auch, ob sie andere musikalische Vorbildung hat?
 
So klangschön finde ich das gar nicht. Manches klingt überhaupt nicht gut phrasiert. Ich bin mir relativ sicher, dass sie sich eben nicht gut selbst zuhört.
 
Natürlich nicht professionell, aber durchaus beachtlich für so kurze Spielzeit. So ein Legato und ein Gespür für Agogik muss man erstmal entwickeln.
 
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Ich wollte es teilen, weil es auch viele andere Beispiele gibt. Aber vielleicht ist das den klavierlernenden Wesen einfach unterschiedlich wichtig? Spricht ja auch nichts dagegen, am Klavier zu machen was man will.
@Demian ich probier's einfach mal selber aus, dann kann man immer noch andere Dinge wahrnehmen :-)
 
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  • #10
Offenbar nicht. In dieser Videobeschreibung steht:
"About me : I started piano in march 2024 with no prior musical or instrumental experience"
Ja, aber sie sagt das im ersten(!) Video:

Das kommt im Video direkt nachdem sie ihr Digi aufgestellt hat. Wieviel Zeit zwischen den beiden Szenen vergangen ist, sagt sie nicht. Aber nach "no prior musical experience" klingt das nicht.
 
  • #11
Es ist mir ehrlich gesagt relativ gleich, wie lang sie spielt - bemerkenswert finde ich, wenn mich jemand mit seinem Spiel berühren bzw. irgendwas auslösen kann. Trifonov ist einer meiner Lieblingspianisten, weil ich von seinem Spiel gefesselt und wie in einem völlig anderem Film bin. Aber auch Amateure (Claviotreffen) können mich ganz in ihren Bann ziehen - und ich möchte eben zeigen, dass das auch "Anfänger" (abgesehen von Wunderkids, haha) können!
 
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  • #12
Ich glaube, in manchen Leuten ist die Magie einfach schon drin, und das Erlernen eines Instruments schaft einfach nur einen Weg nach draussen.
 
  • #13
Dann ist sie in der Tat eine Ausnahme.
Und es ist dann sicher erstaunlich und auch bewundernswert, wie gut sie in der kurzen Zeit, nach eigenen Angaben etwas über einem Jahr und ohne Vorkenntnisse, spielen gelernt hat. Wenn das so ist, ist da sicher erst recht noch viel mehr an Potenzial!

Ich will damit keine Vergleiche anstiften, sondern sehe es als Inspiration hier an andere Anfänger, was möglich sein kann! :004:
Inwiefern das deswegen für andere Anfänger inspirierend sein soll, ist mir allerdings nicht klar. Zwischen dem, "was möglich sein kann", und dem, "was für mich möglich sein kann", besteht nun mal ein Unterschied. Das hängt wohl sehr davon ab, wie man sich selbst und die eigenen Lernfortschritte einschätzt. Eben nicht jeder Anfänger "kann das" einfach so (womöglich sogar die Wenigsten), und wohl auch so mancher, der oder die schon länger dabei ist, nicht. Naturtalente und -genies sind bekanntlich sowieso selten. Wenn man es ganz zugespitzt formulieren will: Manche haben eben außergewöhnliches musikalisches Talent, die Allermeisten wohl eher nicht, päng, aus.

Davon abgesehen gibt es - unabhängig davon, ob Anfänger oder nicht - die "klangschöne", musikalische Qualität des Spiels, und die ist natürlich auch bei (Anfänger-)Stücken ohne großen virtuosen Anspruch möglich. Die ist dann auch beim Hören wahrzunehmen, kann berühren und als Inspirationsquelle dienen. (Und um die dreht sich dann auch vieles im Klavierunterricht.)
 
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  • #14
@Daina Als Inspiration sehen hab ich deshalb geschrieben, weil es... nun ja, mich inspiriert. Wenn ich andere Anfänger/Amateure auf z.B. Youtube höre, dann tut es das halt nicht immer in dem Maße. Und dabei ist nebensächlich, welche Stücke sie spielen. Das heißt nicht, dass ich mich nicht mit ihnen "freue", ich find das toll, Gleichgesinnten zu begegnen, auf öffentlichen Klavieren mit Leuten zu improvisieren, egal, wie sie oder ich spielen, oder oder oder. Inspirierend kann es eben deshalb sein, weil es (mir) zeigt, was es denn da noch alles gibt, was man aus noch so kleinen Sachen alles machen kann und dass man mit irgendwas kleinem schon so viel Freude haben kann (denn die hab ich beim Zuhören mancher auf dem Kanal gespielten Sachen). Es ist auch, wenn ich übe, einer der vorherrschenden Sachen, also, zu überlegen, boar, was könnte man denn damit machen? Wie klingen die Noten, wenn ich sie so und so spiele, damit experimentiere, wenn ich Stimmen weglasse und höre, Mensch, was passiert hier eigentlich?
Um die Zeit, die wer spielt, ging es mir dabei überhaupt nicht, ich wollte nur ein Beispiel finden, von jemanden, der nicht als Kind angefangen hat oder z.B. als Jugendlicher/Erwachsener, dann aber schwierige Stücke so spielt, dass man denkt, hey, an einfachen Sachen ließe sich auch jetzt noch viel lernen (aber das trifft wahrscheinlich sowieso fast immer zu :003:)
 
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  • #15
Vielen Dank für das Teilen @Katt! Vorausschicken möchte ich, dass ich mir normalerweise nur Profis und Lehrer anschaue. Ich bin eine visuelle Lernerin und befürchte, mir etwas Falsches abzuschauen. Hab mir den Kanal aber kurz angeschaut und finde auch, dass sie ihre Sache sehr gut macht. Habe herausgehört, dass sie sich einen Kindheitswunsch erfüllt und berufstätig ist. Ich denke, der Hauptpunkt ist, dass sie sehr gezielt, engagiert, und vor allem informiert vorgeht. Sie hat Unterricht und bedient von Anfang an alle Bereiche, das sieht man schon daran, wie sie übt und wie ihre Noten aussehen: Aufwärmen, Czerny/Etüden, Tonleitern etc., Theorie/Analyse, vom Blatt spielen, Auswahl passender Stücke, Vorspiele, Musik hören/Konzertbesuche usw. Das ist vorbildlich! Und zeigt natürlich Wirkung.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
Hallo Leute,

Ich wollte anmerken dass es auf YT auch viele Fakes gibt, die behaupten gerade erst angefangen zu haben, dabei sind das sehr oft Spieler, die schon lange gut auf Piano sind. Das kann man natürlich nicht jeder Person vorwerfen die schnell lernt und ihren Fortschritt auf YT hochläd. Aber es gibt halt auch sehr viele schwarze Schafe, die behaupten dass sie gerade erst anfangen, obwohl sie doch schon gute Pianisten sind. Dieses "Faken" hilft halt sehr stark sich einen erfolgreichen Kanal zu erstellen. Viele von diesen "Anfängern" wurden schon von professionellen Pianisten "debunked". Trotzdem gibt es natürlich immer Ausnahmen die sehr schnell lernen, vielleicht kennt ja noch jemand "Saugferkel".
 
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