Kawai Seriennummer auf Klavier und Zertifikat entsprechen nicht

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lica_419

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Guten Tag, ich habe vor ca. 7 Monanten ein neues Kawai K-500 von einem berühmten Händler gekauft. Nach der Bestellung, hat der Händler zwei Klavier von dem gleichen Typ zur Auswahl vorbereitet. Mein Klavierlehrer und ich haben eines davon, das hellere und klarere Klangfarbe hat, gewählt. Leider haben wir vergessen, ein Foto von der Seriennumber auf der Klavier zu nehmen. Aber es war der Berater klar, welches ich nehmen wollte, eigentlich hat er bei dem Auswahl auch gezeigt, oder, zumindesten ich das gefühlt habe, dass ich das andere vermeiden soll. Das Klavier war nach zwei Tagen zu mir geliefert. Beim Spielen war ich aber ein bisschen enttäuscht, weil es nicht so gut wie bei dem Händler geklingt. Ich habe aber angenommen, dass es erst nach der ersten Stimmung verbessert wurde. Gleich nach der Lieferung ist die Geschäft des Händlers wegen COVID-19 Lockdown geschlossen und erst nach Ostern wieder geöffnet. Ich habe dazwischen einige Probleme mit dem Klavier gefunden, e. g. zwei Tasten konnten nicht oder ganz langsam zurück springen und das USB Recording mit dem ATX-3 System ist nicht gegangen. Ich habe den Händler kontaktiert und sie haben einen Techniker zu mir geschickt, um die Probleme zu lösen und das Klavier zu stimmen. Nach der Service war die Problem gelöst aber ich war immer noch nicht sehr zufrieden mit dem Klang. Aber ich spiele meisten Zeit in der Nacht mit ATX-3, habe deshalb gedacht, dass ich vielleicht nicht an dem Klang vom akustischen Klavier gewöhnt habe. Am Anfang Juni konnte eine der voher bearbeiteten Tasten wieder nicht richtig zurückgehen und das Problem ist wieder von dem Techniker behoben.

Erst am Anfang Oktober hat mein Klavier uns besucht und auf das Klavier, das er in März getestet haben sollte, gespielt. Er konnte aber nicht glauben, dass es das selbe Klavier ist, das viel wir ausgewählt haben. Was bei uns zuhause steht klingt dämmerig und unklar. Ich habe dann das mitgelieferte Zertifikat geschaut und bemerkt, dass die Seriennumber auf dem Zertifikat 27355xx ist währen die auf dem Klavier 27348xx ist. Ich glaube, dass der Händler falsche Klavier geliefert. Ich habe versucht, das Händler zu kontaktiern. Erste nach zwei Werktagen bin ich zurückgerufen. Der Berater hat aber gemeint, dass das Klavier das richtige ist, nur das Zertifikat von einem anderen Klavier ist, und das ist ganz normal, sie haben noch mehere solche Zertifikaten, die nicht von Kunden gefragt sind. Laut er ist das Klavier mit der Seriennummer 27355xx in Februar schon an den anderen Kunden (eine Musikschule) geliefert und ich sollte keine Chance gehabt haben, es auszuprobieren. Er wird mal versuchen, ob er das Zertifikat für mein jetztiges Klavier zu finden. Aber solche Erklärung ist mir schwer zu akzeptieren. Ich habe Ende Februar zwei Wochen gewartet, bis die Händler die zwei neue Klavieren bekommen haben. Wenn das 27355xx schon am Anfang Februar verkauft ist, wie konnte das 27348xx später angekauft ist. Ich habe Kawai Europe GmbH angerufen. Es scheint wie, dass die Dame keinen Anruf von Kunden erwartet und sie mir einfach zu Händler zurückschieben möchtet. Trotzdem habe ich noch per Email nach den Logistikdaten der zwei Klavieren gefragt, mit der Hoffnung dass irgend etwas zu nachweise ist.

Übrigens ist ein neue Problem mit dem Klavier entdeckt. Dieses Mal mit der ATX-3 System. Die linkste F Taste klingt nicht im ATX Mode. Der Händler hat gemeint, dass sie wieder einen Techniker zu mir schicken kann.

Hier möchte ich mal fragen, ist es normal das der Klavier Händler das Klavier ohne Zertifikat oder mit einem falschen Zertifikat liefern (dürfen)? Was ich noch machen kann, um die Wahrheit herauszufinden? Versicherung für Rechtsberatung habe ich. Falls das jetztige Klavier so bei mir bleiben muss, ist es möglich, die Klangen zu verbessern?

Danke!
 
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jensen1

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Wie ein Klavier klingt, hängt immer sehr stark von der Beschaffenheit des Raumes ab. Es ist sehr gut möglich, dass dir das Klavier beim Händler gut gefallen hat und nun in deinen Räumen nicht mehr so gut klingt, weil das Zimmer in dem das Klavier steht akustisch anders reagiert als der Verkaufsraum.

Dass die Klaviere verwechselt wurden glaube ich nicht. Die Händler verkaufen jeden Tag Klaviere und sie würden sich keinen Gefallen tun, wenn sie einem Kunden ein Instrument liefern, was der Kunde nicht ausgesucht hat. Ausgeschlossen ist eine Verwechslung jedoch nicht.

Wenn du viel auf dem Silent-Sound gespielt hast, dann ist eine Klangveränderung zum Laden aber ausgeschlossen. Die Samples sind digital, die klingen in allen Klavieren mit denselben Samples exakt gleich. Möglich ist aber, dass du im Laden einen anderen Kopfhörer hattest, als zu Hause. Das kann einen großen Unterschied ausmachen.

Ein paar hängende Tasten sind zwar ärgerlich, jedoch ist das bei neuen Instrumenten durchaus normal, dass ein paar kleine Probleme auftreten. Das lässt sich alles mit meist wenigen Handgriffen in Ordnung bringen.

Wenn du mit dem Klang weiterhin nicht zufrieden bist, könntest du die Raumakustik versuchen zu optimieren. Möglich ist auch, dass man das Klavier nachintoniert. Wenn der Klang dir zu weich ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Klang von ganz allein etwas härter wird, wenn das Klavier viel gespielt wird. Durch die Verdichtung des Hammerkopffilzes wird der Ton brillianter. Ein neues Klavier würde ich immer erstmal eine Weile einspielen, bevor man ggfs. nachintoniert.
 
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lica_419

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Wie ein Klavier klingt, hängt immer sehr stark von der Beschaffenheit des Raumes ab. Es ist sehr gut möglich, dass dir das Klavier beim Händler gut gefallen hat und nun in deinen Räumen nicht mehr so gut klingt, weil das Zimmer in dem das Klavier steht akustisch anders reagiert als der Verkaufsraum.

Dass die Klaviere verwechselt wurden glaube ich nicht. Die Händler verkaufen jeden Tag Klaviere und sie würden sich keinen Gefallen tun, wenn sie einem Kunden ein Instrument liefern, was der Kunde nicht ausgesucht hat. Ausgeschlossen ist eine Verwechslung jedoch nicht.

Wenn du viel auf dem Silent-Sound gespielt hast, dann ist eine Klangveränderung zum Laden aber ausgeschlossen. Die Samples sind digital, die klingen in allen Klavieren mit denselben Samples exakt gleich. Möglich ist aber, dass du im Laden einen anderen Kopfhörer hattest, als zu Hause. Das kann einen großen Unterschied ausmachen.

Ein paar hängende Tasten sind zwar ärgerlich, jedoch ist das bei neuen Instrumenten durchaus normal, dass ein paar kleine Probleme auftreten. Das lässt sich alles mit meist wenigen Handgriffen in Ordnung bringen.

Wenn du mit dem Klang weiterhin nicht zufrieden bist, könntest du die Raumakustik versuchen zu optimieren. Möglich ist auch, dass man das Klavier nachintoniert. Wenn der Klang dir zu weich ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Klang von ganz allein etwas härter wird, wenn das Klavier viel gespielt wird. Durch die Verdichtung des Hammerkopffilzes wird der Ton brillianter. Ein neues Klavier würde ich immer erstmal eine Weile einspielen, bevor man ggfs. nachintoniert.
Danke sehr für die Antwort. Die Raumakustik habe ich vorher auch berücksichtigt und die Meinung von dem Techniker gefragt, wie ich sie ausbessern konnte. Die erste Intonation war nach ca. 6 Wochen nach der Lieferung. Ich werde die zweite in diesem Winter haben.

Die Klangfarbe, die ich beschrieben habe, ist vom akustischen Teil. Ich bin immer zufrieden mit dem Klang von Silent system wie vorher.

Ich konnte auch nicht glauben, dass so ein berühmter Händler ein falsches Klavier absichtlich geliefert hat. Aber ihre Erklärung über das falsche Zertifikat ist mir zu schwach. Es ist mein erstes akustischen Klavier, aber ich Jahren lang behalten möchte. Kümmern sich die anderen Kunden wirklich nicht um das Zertifikat, auf dem die Technikern von Kawai unterschrieben haben?
 
pianochris66

pianochris66

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Selbstverständlich muss die Seriennummer auf dem Zertifikat mit der Nummer auf dem Instrument identisch sein. Was für einen Sinn hat denn sonst die Abfrage der Seriennummer auf dem Zertifikat? Ein Zertifikat wird bei Neuinstrumenten auch immer automatisch mitgeliefert, das muss man als Kunde nicht erfragen. Die Erklärung des "Beraters" ist doch hanebüchen.
 
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Cheval blanc

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Wurde denn beim Kauf kein Kaufvertrag aufgesetzt mit Seriennummer etc.? Eigentlich macht das jeder seriöse Händler.

fragt sich verwundert
cb
 
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lica_419

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Wurde denn beim Kauf kein Kaufvertrag aufgesetzt mit Seriennummer etc.? Eigentlich macht das jeder seriöse Händler.

fragt sich verwundert
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Die Seriennummer auf der Rechnung ist identisch mit der auf dem Klavier. Die auf dem Zertifikat nicht. Laut dem Händler ist das Zertifikat nicht wichtig, weil die Garantie durch Rechnung ist. Ich weiß aber nicht, ob das bei Kawai üblich so ist.
 
Father

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Das klingt alles sehr „merkwürdig“. Wie schon geschrieben gehört die Seriennummer zwingend (!) auf den Kaufvertrag und auch das Zertifikat muss mit dem Instrument übereinstimmen. Ich würde dem Händler mal ordentlich „auf den Zahn fühlen“!

Du hast zudem geschrieben, dass das Klavier bereits nachintoniert wurde und jetzt bald die 2. Nachintonation anstehe. Kann es sein, dass du da etwas verwechselst? Stimmen und Intonieren sind 2 verschiedene Dinge. Intoniert wird normalerweise auch nur auf Wunsch, es sei denn einzelne Töne schlagen sehr aus der Reihe. Stimmung ist die „Einstellung“ der Tonhöhen. Intonation ist eine Veränderung der Klangcharakteristik.

Wenn das Klavier zu Hause deutlich anders klingt als im Geschäft, dann ist das prinzipiell aber nicht unerheblich durch eine Intonation erheblich zu verändern/verbessern. Wie bereits geschrieben wird sich eine “weiche“ Intonation durch das tägliche Spiel noch verändern und „härter“ werden. Das dauert aber eine gewisse Spielzeit.... 😉
 
pianochris66

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Die Seriennummer auf der Rechnung ist identisch mit der auf dem Klavier. Die auf dem Zertifikat nicht. Laut dem Händler ist das Zertifikat nicht wichtig, weil die Garantie durch Rechnung ist. Ich weiß aber nicht, ob das bei Kawai üblich so ist.
Nein, das ist nicht bei Kawai üblich, auch nicht bei einem Produzenten irgend einer anderen Marke. Du musst da zwischen dem Hersteller und dem Händler unterscheiden. Kawai wird mit Sicherheit nicht erfreut sein, so etwas wie von Dir berichtet zu lesen. Behaupte ich jetzt einfach mal aus tiefster Überzeugung. Fehler können doch immer mal passieren, es muss aber gewährleistet sein, dass Du tatsächlich das Instrument mit der richtigen Seriennummer, das Du Dir ausgesucht hast, auch geliefert wird. Daran zweifelst Du, das kann ich voll nachvollziehen. Die Garantie ist ja nur ein Aspekt. Bedauerlich, dass Du mit so unangenehmen Folgeerscheinungen Deines Klavierkaufs zu kämpfen hast.
 
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lica_419

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Das klingt alles sehr „merkwürdig“. Wie schon geschrieben gehört die Seriennummer zwingend (!) auf den Kaufvertrag und auch das Zertifikat muss mit dem Instrument übereinstimmen. Ich würde dem Händler mal ordentlich „auf den Zahn fühlen“!

Du hast zudem geschrieben, dass das Klavier bereits nachintoniert wurde und jetzt bald die 2. Nachintonation anstehe. Kann es sein, dass du da etwas verwechselst? Stimmen und Intonieren sind 2 verschiedene Dinge. Intoniert wird normalerweise auch nur auf Wunsch, es sei denn einzelne Töne schlagen sehr aus der Reihe. Stimmung ist die „Einstellung“ der Tonhöhen. Intonation ist eine Veränderung der Klangcharakteristik.

Wenn das Klavier zu Hause deutlich anders klingt als im Geschäft, dann ist das prinzipiell aber nicht unerheblich durch eine Intonation erheblich zu verändern/verbessern. Wie bereits geschrieben wird sich eine “weiche“ Intonation durch das tägliche Spiel noch verändern und „härter“ werden. Das dauert aber eine gewisse Spielzeit.... 😉
Danke für die Erklärung über Stimmen und Intonieren. Am April ist das Intonieren und das Stimmen beide gemacht (In dem Kaufauftrag ist so ein erstes Service inkludiert). Es hat insgesamt 2,5 Stunden gedauert. Ich habe eigentlich vor, das Klavier im Winter noch mal stimmen zu lassen. Aber nach der Vorschläge von jensen1, ist vielleicht ein Intonieren auch wertvoll?

Der Händler hat gemeint, dass er mal versuchen kann, das Zertifikat für mein jetziges Klavier 27348xx zu finden. Wegen dieser "Unmatch" kann ich den Händler nicht mehr glauben. Aber was für eine Lösung soll ich erwarten? Das andere Klavier is wahrscheinlich nicht mehr da. Soll oder kann ich das Klavier zurückgeben (für die Miete für 7 Monaten kann ich zahlen)?
 
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lica_419

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Nein, das ist nicht bei Kawai üblich, auch nicht bei einem Produzenten irgend einer anderen Marke. Du musst da zwischen dem Hersteller und dem Händler unterscheiden. Kawai wird mit Sicherheit nicht erfreut sein, so etwas wie von Dir berichtet zu lesen. Behaupte ich jetzt einfach mal aus tiefster Überzeugung. Fehler können doch immer mal passieren, es muss aber gewährleistet sein, dass Du tatsächlich das Instrument mit der richtigen Seriennummer, das Du Dir ausgesucht hast, auch geliefert wird. Daran zweifelst Du, das kann ich voll nachvollziehen. Die Garantie ist ja nur ein Aspekt. Bedauerlich, dass Du mit so unangenehmen Folgeerscheinungen Deines Klavierkaufs zu kämpfen hast.
Aber aus der Telefonkontakt mit der Damen von Kawai Europe GmbH habe ich das Gefühl, dass es ist Kawai egal, wie der Händler es gemacht hat.
 
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Cheval blanc

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Für Garantieansprüche ist der Kaufvertrag entscheidend. Wenn die Nummer dort mit dem Instrument übereinstimmt - wo ist das Problem? Das „Zertifikat“ ist bloßes Marketing, um dem Käufer zu suggerieren, er habe etwas Besonderes (und kein Serienprodukt von der Stange) gekauft. Ist was zum Einrahmen (am besten schwerer barocker Goldrahmen).
 

Peter

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Bechsteinfan
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Empfindest Du die Aussage des Beraters nicht als seltsam?
Nö, überhaupt nicht. Der bekommt vermutlich nen Stapel Klaviere und nen Stapel Zertifikate. Die verteilt er dann an seine Kundschaft. Die Priorität des Händlers liegt dabei mit Sicherheit auf der Rechnung / dem Kaufvertrag und der dort hinterlegte Seriennummer.
Für Dächer gab es auch mal Zertifikate; die musste man für die 30 Jahre Garantie auf die Dachsteine extra anfordern. Längst reicht dank Digitalisierung als Nachweis der Lieferbeleg oder die Rechnung.
Ein Zertifikat hat ja nur eine Funktion: Nachweis/Authentifizierung. Wenn diese Funktion entfällt, wird es überflüssig, unwichtig und evtl. auch bei Klavierherstellern irgendwann ganz verschwinden.
 
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lica_419

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Für Garantieansprüche ist der Kaufvertrag entscheidend. Wenn die Nummer dort mit dem Instrument übereinstimmt - wo ist das Problem? Das „Zertifikat“ ist bloßes Marketing, um dem Käufer zu suggerieren, er habe etwas Besonderes (und kein Serienprodukt von der Stange) gekauft. Ist was zum Einrahmen (am besten schwerer barocker Goldrahmen).
Nein, ich als Kunden sollte durch das Zertifikat (mit den Namen von Kawai Techniken) wissen, dass Kawai einen vollständigen Qualitätkontroll durchgeführt hat. Es sollte ein definierter Prozess geben. Leider ist der Prozess beim Händler unklar. Wenn ich jetzt einen Prozess fürs Verkauf definieren dürfte, wäre Serienummer beim Proben und Auswahl zu protokolieren auch ein notwendiger Schritt. Leider fehlt solche Prozess bei einem Händler mit über 200 Jahre Geschichten und er liefert noch Klavier mit irgendwelchem Zertifikat dabei.
 
pianochris66

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Nö, überhaupt nicht. Der bekommt vermutlich nen Stapel Klaviere und nen Stapel Zertifikate. Die verteilt er dann an seine Kundschaft. Die Priorität des Händlers liegt dabei mit Sicherheit auf der Rechnung / dem Kaufvertrag und der dort hinterlegte Seriennummer.
Für Dächer gab es auch mal Zertifikate; die musste man für die 30 Jahre Garantie auf die Dachsteine extra anfordern. Längst reicht dank Digitalisierung als Nachweis der Lieferbeleg oder die Rechnung.
Ein Zertifikat hat ja nur eine Funktion: Nachweis/Authentifizierung. Wenn diese Funktion entfällt, wird es überflüssig, unwichtig und evtl. auch bei Klavierherstellern irgendwann ganz verschwinden.
Nun ja, Dächer sind aber keine Klaviere:005:. Und die Priorität eines Händlers sollte ja, neben dem wirtschaftlichen Erfolg, bei der Kundenzufriedenheit liegen. Und die ist in diesem Fall doch eindeutig nicht mehr in vollem Maße gegeben, was ja leicht hätte vermieden werden können. Der Zweifel, dass nun nicht das tatsächlich gespielte und ausgesuchte Klavier geliefert wurde, ist gesät und wird ein ungutes Gefühl hinterlassen. So lange mit Zertifikaten gearbeitet wird, sollten diese auch stimmig sein.
 
instrumentenfreak

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Der Händler sollte sich alle seine verkauften Zertifikate zurücksenden lassen und korrekt verteilen. Da geht halt mal ein Arbeitstag eines Azubis drauf ... aber ich würde drauf bestehen.
 
claclavier

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Erst am Anfang Oktober hat mein Klavier uns besucht und auf das Klavier, das er in März getestet haben sollte, gespielt. Er konnte aber nicht glauben, dass es das selbe Klavier ist, das viel wir ausgewählt haben.
Solche Dinge können tatsächlich passieren. Eine gute Freundin hatte sich in München (auch in einem sehr bekannten Klaviergeschäft) in einen Bechstein verliebt und ihn gekauft.
Nach Lieferung war sie so enttäuscht das der Klang und das Spielgefühl sich ganz anders angefühlt und angehört hat. Nach einer Woche hatte sie die Nase voll, war hin- und hergerissen zwischem "ich stell mich an" und " es ist doch normal das es zuhause anderes klingt", ist noch mal in den Laden gegangen und hat "ihr" Klavier dort immer noch stehend vorgefunden. Sie war so erleichtert das ihr Gefühl sie nicht getäuscht hat.
Und so mag es @lica_419 auch gehen. Nur ist inzwischen viel Zeit vergangen, da etwas zu ändern scheint mir schwierig.

Meine Freundin hingegen konnte die Verwechslung rückgängig machen und ist nun sehr glücklich mit ihrem Klavier.
 
Marlene

Marlene

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Meine Frage dazu: Was für einen Sinn hat so ein Zertifikat?
Das habe ich mich auch gefragt. Von meinem Wiener habe ich kein Zertifikat und ich habe es nicht vermisst (ich wusste nichtmal, dass es das überhaupt gibt).

@lica_419, die Seriennummer auf Deinem Kaufvertrag stimmt mit der auf dem Klavier überein. Somit ist für mich naheliegend, dass es sich nicht um eine Verwechslung handelt, sondern versehentlich das falsche Zertifikat übergeben wurde. Ich halte - wie auch @jensen1 geschrieben hat - die räumlichen Gegebenheiten für die Ursache, dass Du den Klang anders wahrnimmst. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an einen Freund, der nach der Lieferung monatelang todunglücklich über den Klang seines Instruments war. Seit einer Intonierung und akustischen Anpassungen im Raum ist er zufrieden.
 
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lica_419

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@claclavier Deine Freundin ist wirklich glücklich. Leider als Beginner war ich mit meinem Gefühl nicht so sicher und die Lieferung war gerade vor dem Lockdown (ich habe damals aber gefreut, daß zumindestens ich während dem Lockdown mein neues Instrument hatte).

@Marlene Danke für die Wörter, die mein unglückliches Gefühl erleichtert. Das Klavier war in ca. 6 Wochen nach der Lieferung mal intoniert. Aber ich habe damals einfach den Techniker so gelassen, was er notwendig fund auszubessern. Vielleicht kann ich nächste Mal ihn genaue Beschreiben, welche Tasten schwach sind und was für einen Klang ich bevorzugen.
 
 

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