Kann sich gute Musik in feiner Sprache widerspiegeln

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von klavigen, 24. Okt. 2010.

  1. fisherman
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    fisherman

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    Schmarrn! Klavigen, mach hier keinen auf Märtyrer. Kannst Dich ja selber sperren :D.

    Für die Allgemeinheit hier ist der Kraftausdruck etwas heftiger und es haben sich wohl mehr darüber aufgeregt als über Dein Honigtopf-Statement. Das hat "nur" die Schreiber getroffen.

    Mit dieser etwas hanebüchenen Begründung sitzt pppetc nun die U-Haft ab. Kerkermeister fabian, wann ist mit Entlassung zu rechnen?:D
     
  2. rolf
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    rolf

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    So kann man sich in den eigenen Worten verstricken... Der Fadentitel ist der Beginn, der Anfang, der Anlaß des Fadens, und Du schreibst ja selber, dass dieser - der Fadentitel - "eine Art Honeypot war" usw usw

    Die Beteuerung "Bist zu diesem Beitrag" wird leider von eben diesem Beitrag inhaltlich widerlegt, und das in Deinen eigenen Worten.

    Und die Formulierung "eine Art" rettet nichts, denn sie ist unnötig: der Honigtopf selber ist eine Metapher, der braucht keine Art.

    Und zudem, was den Honigtopfbeitrag betrifft: Du solltest besser vermeiden, darüber zu spekulieren, was ich denke. Und Du solltest Deinen plumpen Mobbingversuch einer "betreffenden Zielgruppe" gegenüber nicht nachträglich zu einer Heldentat stilisieren - Du hast damit eine Menge Leser und Schreiber, die sich Gedanken gemacht haben, die sich interessiert gezeigt haben, schlichtweg verxxxxxt, nix anderes.

    Du bist hier nichts mehr und nichts weniger als jeder, der sich hier anmeldet und schreibt. Die sonderbare Rolle eines Honigtopfagenten solltest Du Dir besser schleunigst abgewöhnen, es sei denn, Du könntest nachweisen, für diese Tätigkeit vom Eigentümer des Forums engagiert worden zu sein... Ich bin aber ziemlich sicher, dass das Forum keinen Null-Null-Honigtopf-Agenten mit der Lizenz zum Mobbingaufruf in Brot und Arbeit hat.
     
  3. fisherman
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    fisherman

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    und jetzt trauen sie schon nicht mehr, "verarschen" zu schreiben. Hat FOX Clavio übernommen?:D
     
  4. Neapolitaner
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    Neapolitaner

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    Arsch darf man schreiben, Loch hintendran nicht mehr.
    Es soll keiner sagen, ich hätte nichts gelernt hier in diesem Faden. :D :D
     
  5. rolf
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    rolf

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    geht mir genauso: ich finde "verxxxxxt" viel deutlicher als das eher harmlose "verarscht" - - denn durch die Selbstzensur (hähä, was für ein schönes Wort) bekommt es sowas verruchtes...
     
  6. Nuri
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    Nuri

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    Lieber Klimperer,

    Es war nicht meine Absicht, dich in irgendeiner Form anzugreifen oder zu kränken.

    Man mag mir gerne vorwerfen, dass ich gelegentlich Dinge zerhacke. Als „Wortglauberei“ aber betrachte ich es weder hier noch grundsätzlich.

    Es stehen mit „im Zweifel für den Angeklagten“, mit „pater familias …“ und „Vorsorgeprinzip“ verschiedene Aussagen im Raum, die höchst unterschiedlichen Gebieten und Epochen angehören. Man muss die Unterschiede nicht kennen, und man darf locker darüber plaudern, wie es einem beliebt.

    Wenn man aber Schlüsse daraus ziehen will, wenn man sagen will, es ist so und so, siehe Prinzip xy, dann halte ich es durchaus für angebracht, Prinzip xy und seine Existenz zu hinterfragen.

    Mir scheint, es geht in dieser Diskussion darum, jemanden zu bestrafen. Würde lediglich „unfeine Sprache“ stören, dürfte es ein Leichtes sein, die unfeine Sprache zu entfernen. Und ginge es um unfeine Inhalte, dann wäre es kaum sachgerecht, einzig und allein pppetc zu sperren.

    Wenn man nun – aus welchen Gründen auch immer – das Bedürfnis verspürt oder es für notwendig hält, Strafen zu verhängen, dann sollte man sich bitte zumindest Gedanken darüber machen, welche Sätze man warum zugrunde legt, und was sie beinhalten.

    Weder verlangt das aktuelle Recht, dass sich der Mensch verhält wie ein „guter und vorsichtiger Familienvater“, noch ist es eine moralische Verhaltensanforderung. Warum auch sollte ich mich verhalten wie ein vorsichtiger Familienvater? Vorsichtige Familienväter bilden im Übrigen nicht einmal die Bevölkerungsmehrheit.

    Wofür oder wogegen soll denn der Mensch Vorsorge treffen und Vorsicht walten lassen statt Nachsicht zu haben? Dass er andere nicht kränkt? Und wenn er selbst gekränkt worden ist, dann hätte er halt besser vorsorgen sollen? Oder dass er bestraft wird? Und wenn er bestraft wird, dann ist er selbst schuld, denn er kann ja nur bestraft werden, wenn er keine hinreichende Vorsorge gegen eine Bestrafung getroffen hat?

    Lieber Klimperer, nimm es bitte nicht persönlich, weder ist es persönlich gemeint, noch sind meine Worte speziell an dich gerichtet.

    Und, wenn man mal von der „Wortglauberei“ absieht:

    Es kann ja mal passieren, dass man in der Hitze des Gefechtes die Nerven verliert und anderer Leute feines Porzellan an die Wand schmeißt.

    Selbstverständlich kann man dies dramatisieren, diskutieren, Hausverbote erteilen, sich in Schuldzuweisungen ergehen. Wochenlang. Monatelang.

    Genau genommen könnte man (nicht ganz so spektakulär, aber durchaus pragmatisch) auch sagen: „Gut, kam alles nicht so dolle“ und „war ein beschissener Abend, irgendwie“ und es dabei bewenden lassen.

    Liebe Grüße,
    Nuri
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. Nov. 2010
  7. Klimperer
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    Klimperer

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    Nee, Rolf, ich regte mich nicht über die humorigen Geschichten auf (die so manches Mal als "Kläranlage" für's Forum dienen ;) ), sondern darüber, dass mein (versuchter) Aufruf, das Geschriebene aus weiteren Perspektiven zu beleuchten, unter lauter Juristerei verschütt ging. Da kam mir der Botschafter gerade wie gerufen.

    Die Beleuchtung brachte ja dann freundlicherweise fisherman, dessen Worten auch ich mich anschließen kann.

    In diesem Sinne habe ich nach langer Abstinenz mal wieder eine kleine Episode in der u.F. verfasst... i hoff, 's gfoit. :)
     
  8. rolf
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    rolf

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    das ist schön - und die Abkehr von der Abstinenz ist nicht minder prima :) - - und wie ´s g´foiln hat!!!
     
  9. Clavio-1
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    Clavio-1 Guest

    Einige Beiträge wurden gelöscht. Bitte tragen Sie persönliche Differenzen per PN aus.

    Die Moderation
     
  10. Nuri
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    Nuri

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  11. Dreiklang
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    Dreiklang

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    Ei ei ei - wunderbar...! ;););)
     
  12. gubu
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    gubu Guest

    .....finde ich das nicht!:roll: Im Gegenteil. Wie wäre es, diesen Faden ruhen zu lassen?
     
  13. tornado13
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    tornado13

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    Ich liebe diese Musikphilosophie...
    Ich denke dass Sprache nie an Musik stösst, aber interessanter Weise kann uns die Sprache helfen den Gedanken der Musik in zu beschreiben, die Emotion wird dann durch das musizieren- durch die Töne ausgelöst.

    Ich denke der Unterschied kann unter anderem hier drin liegen:
    Die Sprache löst bei jedem Menschen individuelle Assoziationen aus. Unter "traurig" stellt sich jeder etwas anderes vor. Was für gefühle löst es bei mir aus wenn ich an einen Sommernachmittag denke?- Das ist bei jedem anders.
    Wenn die Musik jedoch einen Gedanken, oder eine Emotion umschreibt, erzielt sie im Grunde genommen bei Jedem genau die gewünschte wirkung. Wenn wir Klagende Stellen von Beethoven oder Chopin etc. hören, dann verstehen wir das es Klage ist,- und nicht nur das- unsere Gefühle werden gezielt beeinflusst. Wenn wir Debussy hören und er Wassertropfen oder Glockenschläge nachahmt- erkennen wir sofort diese Elemente aus der Natur.

    Den Gedanken eines Komponisten hätte man nie in Worte fassen können. Seine genauen Emotionen und seine Seelenverfassung konnte er jedoch in der Musik verewigen und weitervermitteln- und so wie der Komponist diese gefühlt hat, kommen sie bei uns an. Denn es sind menschliche Werte.

    liebe Grüsse (ich hoffe doch dass ich nicht allzuviel Unverständliches rede :D )
     
  14. Ijon Tichy
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    Ijon Tichy Guest

    Hallo,


    Bei Gott, nicht im entferntesten! Sehr anregende Gedanken sind das!


    Das ist richtig und falsch. Der Begriff der Trauer oder Traurigkeit ist zunächst jedem Menschen auf dieselbe Weise verständlich, das kommt daher, dass dieser Begriff, dessen Gegenstand zwar in der Regel subjektiver Natur (weil Empfindung) ist, objektiv besteht und somit - grundsätzlich! - von jedem aufgefasst wie von dem Nächsten. Und dann assoziiert, wie Du richtig sagst, jeder mit diesem Begriff etwas Eigenes, etwas, das nur seinen eigenen Erfahrungen immanent ist und das von keinem anderen auf diese Weise nachempfunden werden kann. Daher wohnt jedem Wort, sei es nun Trauer, Glückseligkeit oder Erbsensuppe (wobei ich geneigt bin, die beiden Letztgenannten für Synonyme zu erklären), ein objektives Moment inne, das die Begrifflichkeit stützt und überhaupt erst im Sprachgebrauch verwendbar macht, aber ebenso ein subjektives, das jedem Menschen den ganz individuellen Gebrauch des Begriffs möglich macht.


    Ist das so? Ich bin mir da nicht so sicher:


    Damit setzt Du aber voraus, dass jeder, der solche Musik hört, auch ein entsprechendes Wissen über Kompositions- und Klangfarbentechniken besitzt. Es gibt Menschen (meine Mutter zum Beispiel), die können ein musikalisches Motiv oder ein naturalistisches Element in der Musik nicht von Spinat, der auf den Boden klatscht, unterscheiden, und sind damit auch nicht in der Lage, seinen Gehalt (nicht den des Spinats, ich esse keinen) wirklich zu begreifen.

    Die Wirkung der Musik ist abhängig von dem Horizont des Hörers.

    Ansonsten bleibt zu sagen: "Aber keine Musik ist etwas wert, von der man dem Hörer zuerst berichten muß, was darin erlebt ist - respektive was er zu erleben hat." (Gustav Mahler)


    Liebe Grüße!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. Sep. 2011
  15. Christoph
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    Christoph

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    Wollte nur anmerken, dass in Kierkegaards "Entweder - Oder" durch das ich mich momentan wühle, im ersten Teil unter "Das Musikalisch-Erotische" sehr interessant und umfassend u.A. das Verhältnis von Musik und Sprache reflektiert wird. Also eine Buchempfehlung an alle Interessenten dieses Treats:)
     
  16. pppetc
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    pppetc

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    Da darf ich mich lediglich mit einer weiteren Empfehlung anschließen:




    Das Gesamtwerk Schuberts


     
  17. Christoph
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    Christoph

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    Ein virtuelles Häuflein?
     
  18. pppetc
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    pppetc

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    Ein Haufen Virtuelles?
     
  19. Christoph
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    Christoph

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    und wo hast du dein Herrchen gelassen?
     
  20. pppetc
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    pppetc

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    häääääääääääääääääh?