Ich...

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Amfortas, 19. Jan. 2008.

  1. Kulimanauke
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    Kulimanauke

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    Ich fange in diesem Moment Deine Freude auf. :)

    Die Prelude heute gespielt, ist nicht zu vergleichen mit den Umständen in der Zeit und in dem Haus, in dem Chopin die Prelude schrieb. Wenn er wüßte ....

    Ich war vor 2 Jahren an Chopins Grab in Paris. Polnische Frauen steckten Blumen durch das Gitter wie auch viel anderes Beiwerk das Grab schmückt, Zettelchen hinterlegt sind und man nicht umhin kommt, voller Andacht davor zu stehen.
     
  2. Hacon
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    Unter welchen Umständen hat er es denn geschrieben?
     
  3. Kulimanauke
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    Kulimanauke

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    "Dabei waren die Umstände, unter denen diese Meisterwerke entstanden, alles andere als glücklich. Das ungleiche Liebespaar aus dem fernen Paris, dazu Chopins Tuberkolosekrankheit riefen in den Mallorquinern Argwohn und Ablehnung hervor. Erst im Kloster von Valdemossa fanden sie die dringend benötigte Ruhe."

    "Die Eremitenatmoshäre dieser Einöde und die schlecht Witterung blieben nicht ohne Wirkung seines schlechten Zustandes aus.
    Selbst wenn er sich wohlbefand, war das Kloster für ihn voller Schrecken und Gespenster. George Sand fand ihn oft abends bleich und mir irren Blicken und gesträubten Haaren an seinem Klavier ..."

    nachzulesen rororo F. Chopin von Jürgen Lotz, "Insel-Alptraum" Seite 91, Auszüge, S. 102
     
  4. Hacon
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    @KulimanauKe: Danke für die Zitate. Mit solchen Umständen hätte ich ja nun wirklich nicht gerechnet.
     
  5. Kulimanauke
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    Kulimanauke

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    Du hast mich angeregt, noch genauer nachzudenken...

    "- besonders bei den Préludes, obwohl die zum größten Teil schon vor dem Inselaufenthalt komponiert worden waren. Wo formuliert er musikalisch sein Liebesglück, wo ist er depressiv, wo von Todesahnungen und Gespensterszenen umfangen? Zu besonderem Ruhm sollte es das berühmte Regentropfen-Prélude (Nr. 15) bringen, dessen Erschrecken die Freundin (George Sand) mit einer dramatischen Hallutination des Schreckens garnierte. ..."

    Die Lebensgeschichte Chopins ist durchträgt von Krankheit, Depression, Leidenschaft, Einsamkeit und Genialität. Er starb mit 39 Jahren.

    Hacon, schön, daß Du die Regenprélude heute gespielt hast.
    Ich werde das Buch gleich noch einmal lesen und hier ein Bericht von einem jungen Mann, der F.Ch. eine Homage widmete. http://josefhoelzl.com/chopin/k_klavierschule.php
     
  6. Hacon
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    Hacon

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    Wenn wir jetzt wirklich schon beginnen, Chopins Stücke auf diese Weise zu deuten ( hätte ich vielleicht bei Beethoven, aber nicht bei Chopin gemacht),
    dann frage ich mich vor allem, inwelcher Lage Chopin sich befunden haben muss, als er das Prélude Op.28 No.4 geschrieben hat. Liebeskummer?

    Was hast du denn heute gespielt, Kulimanauke?

    Lg Hacon
     
  7. Kulimanauke
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    Lieber Hacon!

     
  8. Hacon
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    Hacon

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    Hallo Kulimanauke
    Ich begnüge mich jetzt erstmal damit, das Vorwort des Prélude-Urtextes zu lesen:D ( laut dem wurde das Regentropfenprélude ja schon vor der Mallorca-Reise im Groben fertigkomponiert).

    Gerade bei den Préludes gibt es ja Stücke, bei denen man auch als Anfänger mal reinschnuppern kann. Dieses Op.28 No.4 ist zum Beispiel dazu gut geeignet, technisch gut machbar, aber musikalisch.....

    Na dazu ist Chopin ja bestens geeignet. Mach weiter so!

    Mfg Hacon
     
  9. Pandaking
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    Pandaking

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    Chopins Grab war sehr schön, aber schlicht geschmückt. Wenn man dann am Grab von Jim Morrison vorbeischlendert (auch auf dem Père), dann findet man das krasse Gegenteil: bunt, wild, modern...
    Es war amüsant :-D
     
  10. Sabri
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    Sabri

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    -hat sich erledigt ;-)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Mai 2008
  11. thepianist73
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    thepianist73

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    Kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen!

    Wozu verplemperst du auch soooo viel Zeit mit diesem Pferd?
    Mein ich jetzt völlig ernst!

    Entweder dir ist das Pferd wichtiger, was okay ist, dann heul aber nicht rum wenn das Klavierspielen bachab geht.

    Oder dir ist Klavierspielen wichtiger, dann verkauf den Gaul.

    Ich verstehe, dass du keine Zeit für alles hast.
    Aber dann musst du dich nicht beklagen und rumheulen.
    Man kann nun mal nicht alles haben im Leben.
    :cool:
     
  12. J. Gedan
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    J. Gedan

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    Thepianist kam mir zuvor. Ich hätte geantwortet:

    Das nenne ich Gejammer auf höchstem Niveau: Man gönnt sich ein Pferd (das war eine freie Entscheidung, nehme ich an?) und schimpft dann, daß es Zeit kostet und versorgt sein will. Ein Klavier ist zum Glück kein Lebewesen und hat keine Bedürfnisse, und falls man es doch einmal nutzt, muß man sich nicht "da noch verquatschen, hier noch mitfahren, sonstwo noch zugucken". Wenn du auf dem Klavier etwas können willst, kann niemand hier etwas anderes antworten, als daß du dem dann auch Zeit widmen mußt. Man kann offensichtlich nicht alles haben, auch wenn man sich alles leisten kann. Wenn du zwei Stunden dem Pferd widmest und nur eine halbe "klimperst", wäre "Verkauf den Gaul, dann hast du auch wieder Zeit", die einzig sinnvolle Antwort -- aber die willste bestimmt nicht hören...
     
  13. Altneuling
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    Altneuling

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    Hallo Sabri!
    wie ich aus meiner eigenen Erfahrung weiss, laeuft es im Leben nicht immer zielgerichtet. deshalb , nicht traurig sein, wenn das Pferd jetzt so viel Zeit einnimmt. Du bist gewiss noch ziemlich jung und da ist es voellig normal , dass es auch viele andere Dinge gibt, die zeitweilig Prioritaet fordern. von Pferd verkaufen und Zwang zum Klavierspielen aufbauen, halt ich garnichts. das Klavierspielen laeuft Dir nicht weg und wenns eben sein muss, dann halt jetzt mal das Pferd.
    schlecht finde ich, dass Du in dieser Situation so jammerst. es ist, als ob Dich ein schlechtes Gewissen umtreibt. das ist schlecht, denn letztendlich kannst du dann garnichts mehr mit echter Freude tun. Klavierspielen , Musik muss aus Dir kommen, es ist kein Zwang. Du kennst am besten Deine Neigungen und Stimmungen und ich bin ganz sicher, je lockerer Du mit der jetzigen situation umgehst, desto schneller wird sich der Spass beim Spielen wieder einstellen.
    denke daran, Leben ist immer eine Summe von allen Aktivitaeten und die sollten auch zum geniessen sein. vielleicht ist ja ein Ausritt, die schoene Natur jetzt , irgendwann mal genug Motivation fuer die Beschaeftigung mit der Musik.
    lass Dir hier kein schlechtes Gewissen einreden, lebe einfach , so wie Du kannst, dann kommt alles wieder von selbst
    liebe Gruesse Sigurd
     
  14. Sabri
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    Sabri

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    Ist ok, ich hör auf mit Klavier.
    Vorher habe ich es noch alles hinbekommen, jetzt nicht mehr ;)
     
  15. Altneuling
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    Altneuling

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    Hallo Sabri!
    ist schon wieder so was Absolutes. sieh das alles doch nicht so eng. das Klavier wird geduldig warten und ist auch zufrieden, wenn Du es halt ab und an mal besuchst. es gibt in wirklichkeit nicht das "eine oder andere". erhalte Dir doch die Vielfalt, sei wenige anspruechlich an Deine Person. ich persoenlich bin geritten, Motorrad gefahren, hab gedichtet , gemalt, bin gerne gereist, aber da ist immer auch ein Platz fuer die Musik geblieben unter den vielen anderen Dingen, die ich getan habe. das wird dann nicht so perfekt, aber wer bitteschoen errichtet uns "Denkmaeler", wenn unsere Zeit mal um ist?
    deshalb , einfach leben, mit all dem , was uns die Vielfalt und fantasie anbietet
    liebe Gruesse Sigurd
     
  16. Wiedereinsteigerin
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    Wiedereinsteigerin

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    Hallo Sabri,
    ich weiß was es bedeutet, ein Pferd zu haben - hab ja auch eins. 3 Stunden täglich sind da normal. Und so einfach ist es nicht, sich von einem Pferd zu trennen, mit dem man vieles gemeinsam unternimmt, das man genau kennt und das zu einem treuen Freund geworden ist. Das können Leute, die dazu keinen Bezug haben, natürlich nicht verstehen. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen Klavier und dem Pferd, das Pferd würde allemal gewinnen.

    Gott sei Dank, muss ich so eine Entscheidung nicht treffen, ich hab ja jetzt Zeit genug. Vor meinem Pensionsantritt war das schon anders und manchmal auch sehr stressig (ganztags Büro, Mann, Pferd, Haushalt, Garten und dann auch noch das Klavier). Pferd UND Klavier waren aber damals meine Stressabbauer :D.

    Der Vorteil beim Klavier ist der, dass es egal ist, ob du drauf spielst oder nicht. Ganz aufhören würde ich an deiner Stelle aber trotzdem nicht. Lass das Ganze mal ne Zeit lang ruhen. Es kommt schon wieder die Zeit, dass Du mehr Zeit hast. Auch wenn es nur ein paar Minütchen sind, die du zwischendurch mal spielst, auch die bringen was, und wenn es "nur" zur Entspannung dient.

    Lass dich nicht unterkriegen.
     
  17. Stilblüte
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    Stilblüte Super-Moderator Mod

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    Schreibe morgen die letzte Physikklausur meines Lebens :mrgreen:
    :bongo:
     
  18. Ladanum
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    Ladanum

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    Wie liefs denn?


    ...komme gerade vom Orgelunterricht...
     
  19. Stilblüte
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    Vorbeiiiiii!!!!

    Joa, war ganz in Ordnung, 15 Punkte sinds bestimmt nicht :D
    Aber ich bin einigermaßen zufrieden mit mir.
    Jetzt kommen nur noch 6 andre Klausuren und ein Haufen Kurzarbeiten...:rolleyes:
     
  20. Pflaume
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    Pflaume Guest

    Ich ...

    ...trinke gerade einen leckeren Wein.

    Dachte das interessiert vielleicht jemanden :D.

    Tschüß :P

    die Pflaume