Gendersprache ist gaga.....

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Ellizza, 7. März 2019.

  1. beo
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    Ach wo. Ich beneide die Männer darum.
     
  2. hasenbein
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    hasenbein

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    Tatsache ist, dass Frauen im Hinblick auf Optik von Männern wesentlich "härtere" und engere Kriterien haben als Männer gegenüber Frauen. Circa 85% der Männer in Partnerbörsen werden von Frauen nicht etwa als "mittel" oder "naja" eingestuft, sondern als unattraktiv aussortiert.

    Männer haben unterschiedlichste Geschmäcker in bezug auf Frauen - die einen stehen auf sehr schlanke, die anderen auf Dicke, die einen auf große Euter, die anderen auf kleine Äpfelchen etc.

    Es gibt aber nirgends eine Porno-Kategorie oder Hefte, wo Frauen sich an dicken oder spargeligen Männern erfreuen. Gibt es einfach nicht! Weil Frauen solche Männer optisch NIE attraktiv finden, weswegen die betreffenden Herren das durch sehr starke Pluspunkte in anderen Bereichen ausgleichen müssen, um irgendeine Chance zu haben.

    Wer wird aber geshamt, "oberflächlich" zu sein und das andere Geschlecht zu objektifizieren? Natürlich mal wieder die Männer.
     
  3. beo
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    Das Verhalten auf Partnerbörsen generalisieren halte ich für Fragwürdig. Das ist als würde man die Qualität eines Ladens nach seinen Wühltisch beurteilen.

    Das ist mir jetzt bei der Wohnungssuche aufgefallen, ich bekam Angaben über meine Mitbeweber. 70-80% waren Raucher und um die 60% hatten Haustiere. Das entspricht aber nicht der Verteilung in der Gesellschaft, sondern zeigt eher wer die unattraktiven Mieter sind.

    Was neu rein kommt entspricht einer normalen Verteilung, aber der Ausschuss bleibt halt liegen, und bei einer Partnerbörse ist der Effekt wahrscheinlich noch stärker.
     
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  4. Klein wild Vögelein
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    Klein wild Vögelein

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    Ich korrigiere mich selbst: Diese Diskussionen sind meistens langweilig, aber teilweise auch zum Schreien komisch! :lol:
     
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  5. Häretiker
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    Häretiker

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    Ein selbstbewusster Mann braucht keine Frau als Deko. :-)

    Grüße
    Häretiker
     
  6. beo
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    Ich weiss :-) Aber manchmal habe ich den Verdacht, dass selbstbewusste Männer noch seltener sind als dekotaugliche.
     
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  7. Nora
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    Ich glaube, Du schätzt das falsch ein. Pi Ano hat die sexistische Problematik, die das Foto enthält, schon beschrieben. Hier die Feststellung des Deutschen Werberats, der rassistische oder auch sexistische Anzeigen rügt.

    "Besonders kritisch sieht der Werberat deshalb Slogans wie „Jetzt zugreifen“ oder „Jetzt zuschlagen“, wenn der Werbetext so mit einer Frau bebildert wird, dass man annehmen könnte, der Slogan beziehe sich auf die Frau. Unternehmen erklären in solchen Fällen, dass sich der Text nicht auf die Frau, sondern allein auf das beworbene Produkt beziehen sollte. Dies mag von der Firma auch so beabsichtigt worden sein. Entscheidend ist jedoch der Empfängerhorizont: Solche Slogans in Zusammenhang mit meist nackten Frauenkörpern suggerieren eine Übergriffigkeit gegenüber Frauen, die in der Werbung ebenso wie in der Gesellschaft keinen Platz hat".

    Sexistische Werbung kann beim Deutschen Werberat online gemeldet werden. Ich habe das auch schon mit Erfolg gemacht. Der Werberat schreibt die betreffende Firma an. Die meisten Firmen ziehen die Anzeigen oder Werbeplakate dann zurück. Die Unternehmen, die dies nicht tun, werden öffentlich in der Presse gerügt.
     
  8. mick
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  9. Nora
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    Nora

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    Der von dir zitierte Text geht folgendermaßen weiter: "Die Bezeichnung einer Frau als „Kraftpaket“ ist in solchen Fällen daher aus Sicht des Werberats nicht zu beanstanden".

    Es ging dabei um dieses Plakat:

    37.jpg

    Ich denke, diese Werbung ist in keiner Weise mit der sexistischen Werbung, um die es in unserem Beispiel ging, zu vergleichen - eine Werbung die eben auch die Aussage "greifen sie zu" enthält.
     
  10. mick
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    mick

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    Ich finde die Werbung mit dem Holz witzig. Genauso, wie ich es witzig fände, wenn ein Hühnerhof ein paar nackte Kerle plakatieren würde mit dem Slogan "Wir haben Eier. Greifen Sie zu." Jeder weiß, dass das nicht im wörtlichen Sinne gemeint ist und dass so eine Werbung keine Aufforderung zu Übergriffigkeiten ist. Humor ist halt, wenn man trotzdem lacht.
     
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  11. Nora
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    Nora

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    Wenn du dir die Mühe machen würdest, dir Statistiken zum Thema Übergriffe und Straftaten gegen Frauen anzuschauen, könntest du vielleicht nachvollziehen, warum viele Frauen es anders sehen und auf diese Art von Humor gerne verzichten.
     
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  12. mick
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    mick

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    Wenn du dir die Mühe machen würdest, dir Statistiken zum Thema Akzeptanz der Gendersprache anzuschauen, könntest du vielleicht nachvollziehen, warum viele Bürger es anders sehen und auf diese Form der Sprachverunstaltung gerne verzichten.

    Davon abgesehen ist sexistische Werbung sicher manchmal ein Ärgernis, aber ganz bestimmt keine Ursache für Übergriffigkeiten gegenüber Frauen.
     
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  13. cwtoons
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    cwtoons

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    Das ist nur 'ne Ansichtssache.

    Die Richtigkeit dieses Satztes lässt sich genauso wenig beweisen wie seine Unrichtigkeit.

    CW
     
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  14. Pi Ano
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    Pi Ano

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    Die „augenzwinkernde“ Werbung normalisiert den „augenzwinkernden“ Zugriff, der alltäglich ist.

    Die beschriebene Hühnerhofwerbung gibt es nicht. Wenn sie für so witzig gehalten würde, hätten wir sie längst gesehen.
     
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  15. Barratt
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    Barratt Lernend

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    In

    trifft man nur auf diejenigen, die ... nun ja, die sich in solchen Warenkatalogen feilbieten (müssen?)

    Partnerbörsen können einen nicht zu verleugnenden Vorteil bieten. Es können sich Leute begegnen, die
    1. offen für eine Beziehung sind, einander aber
    2. aufgrund ihrer jeweiligen Lebensumstände nie über den Weg gelaufen wären.
    Das kann eine reale Chance sein.

    Die Tücke ist, dass viele Menschen gar nicht wissen was sie wollen, sondern oft nur eine mehr oder weniger klare Vorstellung davon haben, was sie NICHT wollen. Und: Je billiger die Mitgliedschaft auf der Plattform, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die dort vertretenen Menschen mehr am Spiel interessiert sind, an Abenteuern/Zeitvertreib bzw. am Abchecken ihres Marktwerts. Je bodennäher die Motive, desto höher schlägt die Optik zu Buche.

    Och Hasenbeinchen. Pornos (Optik pur!) sind für Männer gemacht. Phantasien halt. Manche Männer sind bereit, für die Verwirklichung ihrer entgleisten "sexuellen" Phantasien zu massakrieren (die Maßregelvollzugsanstalten sind voll von solchen Kerlen – ein Phänomen, das bei Frauen gar nicht auftritt). Der Konsument soll sich mit dem Stecher identifizieren, nicht mit dem Objekt, an dem dieser sich abreagiert. Wer identifiziert sich denn mit nem Kerl, der genauso sch*** aussieht wie er selbst. :-D

    Falls Männer objektiv attraktiv sein sollten, finden Frauen sie durchaus hinguckenswert, durchaus tauglich z. B. für einen ONS oder eine kleine Affäre. Bei der (auf Dauer angelegten) Partnerwahl sind für klug kalkulierende Frauen definitiv andere Eigenschaften vorrangig gegenüber der rasch vergänglichen Optik. Dafür sollten Männer täglich ihrem Herrgott danken. :004:

    In freier Wildbahn gilt Äquivalenzattraktivität und "Damenwahl". Jeder Mensch entwickelt während der Adoleszenz eine mehr oder weniger klare Vorstellung von seinem Marktwert, nicht zuletzt aufgrund seiner Rangordnung in der jeweiligen Peergroup. Um dies abzuchecken laufen zum Beispiel manche jungen Mädchen in den oben beschriebenen Textilien herum – die machen das definitiv NICHT, weil sie an den Typen interessiert sind, die ihnen hinterher glotzen oder pfeifen, sondern um ein Feeling dafür zu entwickeln, was auf wen wie wirkt. Ohne sich dessen bewusst zu sein, üben/erlernen sie ein Arsenal von Methoden bzw. ihre Dosierung, auf das sie später zurückgreifen können, wenn sie auf jemanden treffen, den sie wirklich wollen. Die wissen doch, dass "Optik" vom Grundsatz her der wichtigste Door-Opener bei Männern ist.

    Ja nu, Männer sind für Optik ja auch empfänglicher als Frauen. Das macht sich die Werbung doch auch zunutze (ich finde die Werbung des Holzhändlers übrigens perfekt gemacht - hat alles, was gute Werbung haben sollte).

    Manche Frau begeht den Fehler, irrtümlich zu erwarten, partnerschaftlicher "Tiefgang" äußere sich bei Männern so wie bei ihr: Gaaanz viel kommunizieren. Dahingehend gibt es ein fatales Missverständnis. Männer zeigen (durchschnittlich) ihre Zuneigung und Wertschätzung eher durch Taten als durch Worte. Diejenigen Männer, die viele Worte machen, handeln oft nicht.

    Ich finde es immer tragisch zu beobachten, wie viele Männer sich den A*** aufreißen, um ihrer Partnerin oder ihrer Familie ein schönes Leben zu ermöglichen, und dann werden sie trotzdem noch benörgelt, weil sie nach der Vorstellung ihrer Partnerinnen letzteren "zu wenig Aufmerksamkeit widmen". Das muss für diese Männer wie ein Schlag aus dem Hinterhalt wirken. :020:
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juni 2019
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  16. frosch
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    frosch

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    Warum so verschüchtert klein? Schämst Du Dich etwa dafür? Oder hast Du Angst, dass Pech und Schwefel aus dem Sternenhimmel auf Dich niedergehen? ;-)
     
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  17. dilettant
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    dilettant

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    Tja, Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Das wusste schon Loriot. Insofern ist es eine tolle Sache, dass wir jetzt die gleichgeschlechtliche Ehe haben. Da sind derlei Kommunikationsprobleme schon mal ausgeschlossen.
    :super:
     
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  18. Holger
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    Holger

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    @Barratt Deinen Beitrag solltest du noch weiter ausschmücken, mit Quellen und Studien belegen und dann als Buch veröffentlichen.
     
  19. mick
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    mick

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    Wenn das stimmt, müsste man auch unterhaltsame Krimis verbieten. Sie normalisieren Mord und Totschlag.
     
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  20. Stegull
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    Stegull

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    Ich möchte gern einmal auf den Umstand hinweisen, dass das sexistische Anbiedern der Frauen (Mega-Ausschnitt, BH-loses T-Shirt tragen, Hotpants die mehr preisgeben als verhüllen) bei diesen sommerlichen Temperaturen wieder Hochkonjunktur hat.

    Ich habe kein Problem mit dieser Form der Extrovertiertheit, allerdings wirkt dann das zwanghafte Problematisieren einer angeblich männlich initiierten Sexismus-Werbe-Kampangne ein wenig deplaziert.

    Meine Theorie: Einfach mal die Protagonisten/innen dieser Kritik in Augenschein nehmen....dann versteht man einiges.
     
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