Finger wollen keine Accorde mit 3 Noten spielen

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Merssy

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Hallo,
Meine Klavierlehrerin hat mir nach der 4. Stunde ein Stück zum Üben gegeben mit mehreren Akkorden, die 3 Töne enthalten, G-Dur, C-Dur etc.
Das Problem ist, dass ich den Ring- und den Zeigefinger nicht vom Mitspielen abhalten kann 🙈.Der Ringfinger spielt grundsätzlich mit und der Zeigefinger drückt entweder auch eine Taste herunter oder steht verkrampft steil nach oben.
Wie kann ich trainieren, dass nur die Finger 1,3,5 Druck ausüben?
Kann man das überhaupt trainieren?
Nacheinander die Töne zu spielen funktioniert und nur den obersten und untersten Ton spielen funktioniert auch.
Die Lehrerin meint, "einfach immer wieder die Akkorde üben". Nach speziellen Übungen gefragt, sagte sie, die kennt sie nicht...ist das normal?
Schon mal vielen lieben Dank für eure Antworten, auf die ich sehr hoffe!
Bin bereits 57 und möchte trotzdem noch sehr gerne das Klavierspielen lernen 😊!
 

Hallo,
Meine Klavierlehrerin hat mir nach der 4. Stunde ein Stück zum Üben gegeben mit mehreren Akkorden, die 3 Töne enthalten, G-Dur, C-Dur etc.
[…]
Die Lehrerin meint, "einfach immer wieder die Akkorde üben". Nach speziellen Übungen gefragt, sagte sie, die kennt sie nicht...ist das normal?
Du schreibst, daß Du 57 bist. Da sind solche Schwierigkeiten durchaus „normal“. Nicht normal ist es, eine ungeschulte Hand nach 4 Stunden Dreiklänge spielen zu lassen - und zudem noch, ohne „Hilfestellungen“ anzubieten. Ich an Deiner Stelle würde über einen Lehrerwechsel nachdenken.
 
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Ok, danke schonmal für den Rat!
Hättest du denn auch eine Idee für Übungen bzw entsprechende Literatur?
 

Ich an Deiner Stelle würde über einen Lehrerwechsel nachdenken.
…da müsste ich nicht mal mehr drüber nachdenken!

Wenn mich ein Lehrer mit einem Stück und der Ansage „einfach immer wieder üben“ nach Hause schicken würde, hätte der mich genau zum letzten Mal gesehen

Sinnvolle Übevarianten, die den Schüler da abholen wo er steht und schrittweise zum gewünschten Ergebnis führen, sind halt nun mal der Job des Lehrers…
 
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Hättest du denn auch eine Idee für Übungen bzw entsprechende Literatur?
Der ganze Unterrichtsansatz erscheint mir falsch. Wie @Cheval blanc schon geschrieben hat, ist es absurd, nach so kurzer Zeit schon Dreiklänge einzuführen. Da helfen auch Übetipps aus der Ferne nicht.

Ich würde an deiner Stelle den Lehrer wechseln.
 
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Hättest du denn auch eine Idee für Übungen
Du schreibst, nacheinander spielen geht? Dann spiel sie nacheinander und lass sie liegen, bis der Dreiklang vollständig ist. Verschiedene Reihenfolgen ausprobieren. Langsam!
Bevor du drei Finger koordinierst, vielleicht erstmal zwei üben (also Terzen) …oh man, mir fallen hunderte von möglichen Übungen ein und ich bin gar kein Klavierlehrer 🫣
 
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Kannst Du Deine Hand in normaler Spielhaltung auf eine Tischplatte legen, so dass alle 5 Finger mit den Fingerspitzen auf der Tischplatte aufliegen?
Kannst Du dann - langsam und ohne Gewalt! - den 2. und 4. Finger leicht anheben?
Auch gleichzeitig?
Dann auf dem Klavier von C bis G alle 5 Tasten sanft niederhalten. Ruhig d und f loslassen indem Du den 2. und 4. Finger leicht hebst?
Natürlich mit Links und Rechts!
Wenn das geht, hast Du kein Problem!
 
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Spiele zunächst die Quinte. Dann hat Deine Hand eine gute Position. Alle nicht spielenden Finger liegen locker auf den Tasten. Dann addierst Du den dritten Finger, indem Du ihn einfach auch herunterlässt und freust Dich.
Wenn das gut geht, verkürzt Du den zeitlichen Abstand. Also:
Quinte, drei dazu. Wiederholung hilft tatsächlich. Wichtig ist, dass Du immer entspannt bleibst.
Irgendwann wird der Zeitabstand so gering, dass Du alle drei gleichzeitig spielen kannst.
 
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Vielen lieben Dank an euch alle für die Tipps. Ich werde alle beherzigen.
Ja, ich kann Finger 2 und 4 heben, mit viel Konzentrationsarbeit und nicht schnell oder locker. 4 aber nur minimal, die Taste wird immer noch teils gedrückt. Gilt für rechts und links, wobei rechts etwas besser geht.
Hier auf dem Land Klavierlehrer zu finden ist fast unmöglich, es gibt lange Wartelisten...
 
  • #10
Dafür gibt es Schablonen:
 
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  • #11
Nach speziellen Übungen gefragt, sagte sie, die kennt sie nicht...ist das normal?
Ich fürchte, das ist eine Antwort, die viele Lehrpersonen geben würden, insofern ist es tatsächlich ein Stückweit "normal". Aber wer Klavier studiert hat, sollte eigentlich Übungen kennen und/oder welche entwickeln können und/oder welche finden und Dir in der nächsten Stunde zeigen.

Hier auf dem Land Klavierlehrer zu finden ist fast unmöglich, es gibt lange Wartelisten...
Wohnst Du so ländlich, dass es auch keine Möglichkeit in der nächstgelegenen (Klein-)Stadt gibt? Vielleicht kannst Du Dich ja trotzdem auf eine der Wartelisten setzen lassen oder bei einem anderen Lehrer zumindest mal eine Probestunde nehmen.
 
  • #12
Ich bin bereits in der nächsten Kleinstadt. Weiter zu fahren erlaubt meine Zeit leider nicht. Es gibt wohl eine Art Musikschule hier, aber die ist ziemlich teuer und man muss auch alle Ferien durchbezahlen, obwohl kein Unterricht stattfindet. Leider bin ich auch nicht die Reichste und jetzt zahle ich "nur" 30€/30 min.
 
  • #14
In den Ferien findet auch Unterricht statt. Ich muss nur bezahlen, was auch stattfindet.
Ich arbeite als Inklusionsfachkraft auch nur während der Schulzeit und nicht in den Ferien. Daher muss ICH mir für die Ferien ein Arbeitszeitkonto anlegen um u.a. Essen zu können und bekomme nicht meine sämtlichen geleisteten Stunden ausbezahlt, sobdern nur einen Durchschnitt!
 
  • #15
Die Ferienzeit umfasst etwa 12 Wochen Schuljahres, das sind ca. 23 Prozent. Der Preis für die Einzelstunde Musikunterricht beträgt also ungefähr 23 Prozent mehr als die Stunde, die aufs Jahreshonorar umgerechnet wird. Kommt also für den Kunden aufs Gleiche raus, das Jahreshonorar schafft aber für die Lehrkraft mehr Planungssicherheit.
 
  • #16
Beide Varianten haben ihre Vorteile.

Für meine Region empfiehlt der Tonkünstlerverband übrigens €35-45 für 30 Minuten, wenn Einzelstunden bezahlt werden.

Aber mal abgesehen vom Honorar... Würdest du bei mir Ukulele-Unterricht nehmen, könnte es passieren, dass ich eine so unbrauchbare Antwort geben müsste wie deine Lehrperson im Eingangsbeitrag. Weil ich das Instrument selbst gar nicht gut genug spiele - aber keine Sorge, ich gebe keinen Unterricht an diesem Instrument.

Welche Qualifikation hat deine Lehrperson denn? Und was wäre, wenn du in der nächsten Stunde zu ihr gehst und sie nochmal konkret um Übungsideen bittest?

Oder wenigstens darum, das Stück, in dem die Akkorde vorkommen, zu vereinfachen.
 
  • #17
Wieso sollst du überhaupt einen C- oder G-Dur-Dreiklang mit 1 3 5 spielen? Total unbequem! Besser wäre 1 2 5 oder 1 2 4, je nach Handgröße. Übe am besten alle Varianten im ständigen Wechsel.
 
  • #18
… und nimm mindestens 45 Minuten Unterricht, 30 Minuten sind völlig ineffektiv und Augenwischerei. Ja, kostet Geld. So ist das eben.
 
  • #19
Alle Akkorde mit 1-3-5 klingt verdächtig nach Heumann.
 
  • #20
. 4 aber nur minimal, die Taste wird immer noch teils gedrückt.
Der Ringfinger wird niemals im gleichen Maß so beweglich und so steuerbar wie die anderen vier Finger - bei jedem. Das anzustreben ist völlig sinnlos.

Schonmal eine Baustelle weniger. Hätte Dir Dein Klavierlehrer als erstes sagen müssen.

Ansonsten ist Klavierspielen lernen in einer Gegend mit wenig Klavierlehrern und knappen finanziellen Ressourcen kurz vor 'm sechzigsten Lebensjahr natürlich ein anspruchsvolles Unterfangen.

CW
 
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