Faltschablone für Töne sinnvoll?

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annibee

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Bitte nicht steinigen: Ich bin über eine Schablone gestolpert, die man sich hinter die Tatstur klemmt.
Ist so etwas sinnvoll, um schneller die Noten und Notenamen zu lernen?
 

Nein.
 
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Aus eigener Anfänger-Erfahrung kann ich berichten, dass man sich schnell bei der Orientierung auf der Tastatur an die Beschriftung gewöhnt und dann erst einmal verwirrt ist, wenn sie auf einem anderen Klavier, das man anderswo bespielen soll, fehlt.
Also: Nur kurz auflegen und dann möglichst bald ohne weiterspielen!
 

Es gibt kein anderes Instrument, bei dem die Lage der Töne durch die kontrastierende Anordnung von weißen und schwarzen Tasten (diese sogar noch in Zwillinge und Drillinge unterteilt) so übersichtlich und einprägsam ist wie beim Klavier. Als Gitarrist z.B. muss man sich an Bünden orientieren, die sich bis auf minimale Größenunterschiede sehr ähnlich sehen. Bei Streichinstrumenten fehlen selbst diese visuellen Orientierungshilfen, da muss man sich voll aufs Gehör verlassen.

Das Klavier bietet schon die bestmögliche visuelle Orientierung. Finger weg von Gehhhilfen, wenn du selbst gehen kannst.
 
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möglichst bald ohne weiterspielen!
Weil das Wort „möglichst“ viel Interpretationsspielraum lässt und zu Bequemlichkeit führen kann, sage ich: gar nicht erst verwenden.
 
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Als Gitarrist z.B. muss man sich an Bünden orientieren, die sich bis auf minimale Größenunterschiede sehr ähnlich sehen.
Es gibt aber schon einige Orientierungspunkte und ich glaube nicht, dass irgendein GItarrist die einzelnen Bünde am Abstand zum nächsten Bundstäbchen erkennt.

Oft gibt es in den Bünden 3, 5, 7 kleine Verziehrungen oder einfache Punkte, an denen man sich recht gut orientieren kann. die Gitarren ohne sind eher für Leute, die es eh nicht mehr brauchen.
Da, wo der Hals in den Korpus übergeht, liegt bei einer Konzertgitarre mit "normaler" Mensur der 12. Bund.

Das Klavier macht es einem allerdings viel einfacher.
 
Mir ging es dabei vor allem um den Bereich im Base-Schlüssel. Ich hatte die Hoffnung, dass man dadurch vielleicht schneller die Note mit der Taste verbindet.
 
Vielleicht selbst basteln und dabei soviel lernen, dass sie dann sofort nicht mehr gebraucht wird? Oder eine abgedeckte Variante zur schnellen Überprüfung, nachdem man die Taste selbst gesucht hat.

Das wären sinnvolle Varianten, die mir einfallen.
 
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  • #10
Das wären sinnvolle Varianten, die mir einfallen
Es gibt noch eine weitere Variante: man kann so einen Blödsinn lassen und dann das Lernen von Klavierspielen als einen sowieso gewinnbringenden Prozess betrachten und ihn mit Gelassenheit gestalten. Damit lebt es sich am besten und damit kommt man am weitesten.

Aber es scheint nichts zu geben, das so verrückt ist, als dass es einem übermotivierten und gleichzeitig verunsicherten Anfänger keinesfalls einfallen würde, es in Erwägung zu ziehen.

CW
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #11
Nimm Dir lieber ein einfaches Stück, spiele die linke Hand (Bassschlüssel) langsam und benenne die Töne laut.
So verbindest Du das Tastengefühl mit der Erkennung der Noten und der gleichzeitigen Benamsung.
Das kann sehr hilfreich sein.
 
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  • #12
Danke für die Empfehlungen!
 
  • #13
Mir ging es dabei vor allem um den Bereich im Base-Schlüssel. Ich hatte die Hoffnung, dass man dadurch vielleicht schneller die Note mit der Taste verbindet.
Den Bassschlüssel zu lernen ist genau das Gleiche (also genau gleich schwer) wie den Violinschlüssel zu lernen. Wenn du den einen ohne Hilfen geschafft hast, geht der andere auch.
 
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  • #14
Den Bassschlüssel zu lernen ist genau das Gleiche (also genau gleich schwer) wie den Violinschlüssel zu lernen. Wenn du den einen ohne Hilfen geschafft hast, geht der andere auch.
Das glaube ich nicht. Wenn man die Wahl hat Bass oder Violinschlüssel ist es sicher das gleiche. Wenn man schon einen Schlüssel kann ist der andere einerseits leichter, weil man dann das Prinzip kennt, andererseits schwerer weil er anders als der gelernte Schlüssel ist.

Ohne Hilfen lernen geht natürlich. Hilfen sind, so sie den Nahmen zu Recht tragen, aber hilfreich.
Ich hatte mal nix tun und lud mir die App 'Noten lernen' runter. Da ich im Krankenhaus eh nicht viel anderes machen konnte, war sie okay und hilfreich.
 
  • #15
Das glaube ich nicht. Wenn man die Wahl hat Bass oder Violinschlüssel ist es sicher das gleiche. Wenn man schon einen Schlüssel kann ist der andere einerseits leichter, weil man dann das Prinzip kennt, andererseits schwerer weil er anders als der gelernte Schlüssel ist.
Eigentlich ist der Bassschlüssel nur die Fortführung des Violinschlüssels nach unten, um viele Hilfslinien zu vermeiden. Es hilft, sich die Symmetrie des Notensystems mit Violin- und Bassschlüssel zu vergegenwärtigen:

Die Symmetrie-Achse liegt auf dem c1 bzw. der ihm zugehörigen Hilfslinie. Eigentlich müsste es eine Note c1 geben, die genau in der Mitte zwischen oberem und unterem Notensystem liegt. Nur wegen der Zuordnung (RH / LH) gibt es diese eine Note für dieselbe Taste zweimal.

Und die Symmetrie zieht sich konsequent durch: Jeweils die Noten c sind nicht nur auf den Tasten symmetrisch, sondern auch in den Noten.
 
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  • #16
Meine Erfahrung dazu: wer sich auf die Idee mit den Ankernoten einlässt und versteht, wie sich die Noten in den Zwischenräumen und auf den Linien zueinander verhalten, lernt jegliche Schlüssel in überschaubarer Zeit zu lesen.
Wer sich immer wieder Brücken baut, z.B. für den Bassschlüssel den Violinschlüssel irgendwie "umrechnet" oder die Notennamen überall hinschreibt und was einem sonst so alles einfallen kann, braucht wesentlich länger.
 
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  • #17
Es kann doch wohl nicht so schwer sein, 12 unterschiedliche Töne mit 12 Tasten zu verbinden. Wie lange braucht man dafür? 12 Minuten?
 
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  • #18
Die Tipps von @chiarina hätte ich sehr hilfreich gefunden ... leider konnte ich schon Noten lesen (nicht nur G- oder F-, sondern notfalls sogar C-Schlüssel), als ich zum ersten mal auf sie gestoßen bin.

@annibee
Der Trick ist wie immer Übung ... also "einfach machen" (in dem Fall lesen).
Nicht nur beim oder zum Klavierspielen ... auch beim Musik hören. Viele klassische Klavierstücke gibt es bei YT mit eingeblendeter Notation. Mitlesen ... und keine Sorge, wenn du rausfliegst ... Youtube blättert automatisch um und dann bist du oben links richtig.
Diesen Luxus hatten viele hier nicht, als sie anno Tobak das Notenlesen gelernt bekamen.
 
  • #19
Schablonen hinter der Tastatur haben sich nicht bewährt, weil man mit dem Blick immer zwischen Finger und Schablone pendeln muss.
Richtig ist hingegen, die Tasten direkt zu beschriften. Die Weißen mit schwarzem Edding und die Schwarzen mit weißem Lackstift.
 
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  • #20
Richtig ist hingegen, die Tasten direkt zu beschriften. Die Weißen mit schwarzem Edding und die Schwarzen mit weißem Lackstift.
Das reibt sich mit der Zeit ab.
Ich würde sie gravieren lassen, dann sind sie auch ein wenig griffiger.
:lol:
 
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