Entkalken

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Henry, 6. Jan. 2017.

  1. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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    Bei mir wurde eine artielle Sklerose festgestellt - sprich "Arterienverkalkung" . Die Ärzte raten mir zu blutverdünnenden Mitteln und blutdrucksenkenden Mitteln und vor allem auf gesünder leben - ist ned so alles mein Ding.......vielleicht weiß ja einer hier ne alternative?

    LG
    Henry
     
  2. Klavirus
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    Klavirus

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  3. pianochris66
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    pianochris66

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    Henry, da kann man nichts mehr "entkalken". Einmal geschädigte Arterien sind geschädigt, Du kannst nur das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, "Schaufensterkrankheit", Impotenz etc. reduzieren. Ich kann Dir nur dringend empfehlen, den Rat der Ärzte zu befolgen, Deine Kinder wollen Dich doch noch ne Weile haben.

    Viele Grüße
    Christian (der z.B. seit mittlerweile fast 7 Monaten weiß, dass man auch ohne Rauchen leben kann;-))
     
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  4. cwtoons
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    cwtoons

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    Kein Problem:

    1. Umstieg auf filterlose Zigaretten
    2. mehr Bier, dafür
    3. weniger körperliche Bewegung
    4. samstags Baden und
    5. sonntags Kirchgang

    So wirst Du hundert Jahre alt.

    CW
     
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  5. Marlene
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    Marlene

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    Da befindest Du Dich in zweifelhafter Gesellschaft....

    Ich frage mich immer wieder, warum viele Männer mit ihrem Organismus umgehen, als hätten sie noch einen zweiten im Kleiderschrank stehen (mein Ex war auch ein solcher Mensch, Asthma, Herzinfakt, aber er raucht fleißig weiter). Warum um alles in der Welt - das frage ich mich auch immer wieder - wollen viele Herren der Schöpfung erst dann ihr Leben und ihre Ernährung ändern, wenn der erste Schuss vor den Bug gekommen ist.

    Beizeiten gesund zu leben, nicht zu rauchen, sich an der frischen Luft zu bewegen, Alkohol in geringen Mengen zu trinken, sich gesund zu ernähren - dies alles würde Beschwerden, Krankheiten und Sorgen mindern.

    Ein krasses Beispiel war mein Ex-Schwager: Mit 180 kg Gewicht und Diabetes hat er fleißig weiter seine Cola getrunken und gefressen (sorry, aber es war so) und stand kurz vor zwei Endoprothesen der Hüftgelenke. Die Krankenkasse hätte ihm also die OP bezahlt anstelle zu sagen: Du bekommst Hüftgelenke, aber nimm vorher gefälligst ab! Kurz vor der OP hatte er einen letalen Herzinfarkt.
     
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  6. Peter
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    Peter Bechsteinfan Moderator

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    Tja, ein ebenso krasses Beispiel hat erst kürzlich Keanu Reeves in einem offenen Brief gezeigt:

    Man könnte ewig darüber philosophieren, was die bessere Lebensweise ist und wo der Sinn dahinter steht, unbedingt alt werden zu wollen; letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn Lebensqualität bedeutet. "Gesund und vernünftig zu leben" kann für manche jedenfalls genau so schwer sein wie das Ertragen einer Krankheit.

    Ich würde mir da nie einen Ratschlag erlauben, selbst wenn @Henry hier öffentlich um Hilfe schreit. Es ist sein Leben, es sind seine Kinder, gegenüber derer er eine Verantwortung hat, es ist seine Entscheidung, wie er lebt und ob er auf die Ärzte hört. Ich wünsche ihm, dass er die für sich richtige trifft.
     
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  7. Barratt
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    Barratt

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    Muss der Freud´sche Todestrieb sein. :lol::blöd:

    (NEIN, ich halte nichts von diesem Geschwurbel, aber letztens wurde hier im Forum noch mit Ernst von der angeblichen "Triebsteuerung" von Männern schwadroniert [durch Männer, nota bene, nicht durch ultraorthodoxe Kampflesben oder militante Feministinnen].)

    @Henry :kuscheln:

    Kommt auf Deine charakterliche Grunddisposition an. Bist Du mehr der Gambler-Typ? Dann mach einfach so weiter wie bisher und vertraue auf Dein Glück. Es besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass gar nix passiert. Die ist zwar nicht allzu hoch, aber die Chance, beim Glücksspiel zu gewinnen, ist es auch nicht - und trotzdem holen immer wieder welche den Jackpot. :super: So ein kleiner Stand oder Bypass ist ja nicht schlimm, wenn er erst mal drinsteckt - nur die irre Uffreeschung drumherum plus Narkoserisiko, Infektionsgefahr mit Krankenhauskeimen etc. ... werden zu Recht gern vermieden.


    Hingegen wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst:

    - stell das Rauchen ein
    - stell den Alkoholkonsum ein
    - ernähre Dich vegetarisch und vielseitig
    - reduziere, falls vorhanden, viszerales Fettgewebe
    - statt Stunden in Internetforen zu verbringen, verbring diese Zeit auf dem Hometrainer oder, noch besser, auf Feldwegen in der Natur bei möglichst geringer Feinstaub- und Stickoxidkonzentration
    - sorg für ausreichend gesunden Schlaf und vermeide Negativstress
    - nimm das Zeugs, zu dem der Arzt rät, und beherzige seine Ratschläge
    - unterstütz es durch Gebrauch bestimmter Wirkstoffe pflanzlicher Provenienz (Kräuter, Gewürze & Co., Kurkuma, Ingwer, Knoblauch, Ananas, Ginseng und so weiter)

    Damit hast Du zwar nicht die Garantie ewiger Jugend (dafür lebst Du ja schon viel zu lange so, wie Du nun einmal lebst, jahrzehntelanger Raubbau lässt sich nicht von jetzt auf gleich aufforsten), aber die lebenswandelspezifischen Risiken sinken über die Jahre/Jahrzehnte wieder ein bisschen.

    Andererseits ... :konfus: auch ein rundherum gesunder Lebenswandel ist kein Garant gegen das Schicksal. Hey, Donald Trump wird US-Präsident, die Phlegräischen Felder rumoren, das Trinkwasser ist nitratbelastet, und schon morgen könnte ein Asteroid in Kollisionskurs mit der Erde entdeckt werden. Oder man stolpert auf der Treppe und bricht sich beim Sturz den Hals.

    Das Leben steckt voller Risiken und endet IMMER irgendwann. (Historische Gegenbeweise konnten bislang nicht wissenschaftlich valide bestätigt werden.);-)Ob sich die Mühe lohnt, die Lebensgewohnheiten zu ändern, um einige Risikopunkte weniger auf der großen Bilanz zu verbuchen, muss jeder selbst für sich entscheiden. :blume:
     
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  8. Pianojayjay
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    Pianojayjay

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    Ich denke es muss jeder für sich selber wissen, wie er lebt. Ein Bekannter von mir hatte im Frühling einen leichten Schlaganfall. Gegen die Meinung der Ärzte trinkt er fröhlich weiter regelmäßig Alkohol, seine Frau hat aber seine Ernährung umgestellt. Ich selber versuche für mich gesundheitliche Risiken zu minimieren, indem ich nicht rauche, auf Alkohol nahezu verzichte, Sport treibe, viel Gemüse esse, fast keinen Zucker. Muss aber jeder für sich selber wissen. Wenn @Henry sagt die Umstellung sei nicht seins, dann ist es alleine seine Entscheidung. Allerdings sollte er auch an Frau und Kinder denken. Ich persönlich - meine Meinung - finde er hat alles ihm mögliche zu tun, Ihnen so lange wie möglich ein gesunder Ehemann und Vater zu sein...
     
  9. Musikanna
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    Musikanna

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    Sehe ich auch so.
    Vielleicht können hier aber, ohne dass Henry missioniert wird, ein paar praktische Anregungen zusammenkommen, aus denen er für sich die eine oder andere aussuchen und in seinen Lebensstil integrieren kann.
    Ich habe z.B. davon gelesen, dass gerade im Zusammenhang mit Arterien Traubenkerne sehr gute Eigenschaften haben sollen.
     
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  10. Rheinkultur
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    Rheinkultur

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    Weil erst dann der Leidensdruck groß genug ist. Allerdings kenne ich auch genügend Frauen, die es genauso halten. Einmal in eine KVB-Straßenbahn steigen und man ist im Bilde, wobei es andernorts nicht anders ist.

    Jeder weiß, dass das so ist, aber längst nicht jeder lebt danach. Wie war das doch gleich mit dem Bibelwort vom willigen Geist und vom schwachen Fleisch? Mich wundert lediglich, dass sich einfach nicht die preisgünstigere Erkenntnis durchsetzt, die Ernährungsumstellung sei bei weitem sinnvoller als jede Diät (bei der auf lange Sicht nur der Geldbeutel abnimmt). Das einzig Nachvollziehbare bei letzterer wäre der motivierende Aspekt: Nach der ausgelösten schnellen Gewichtsabnahme die Bereitschaft aufzugreifen, jetzt endlich die Lebensweise auf Dauer zu ändern.

    Ein solcher Kandidat singt in einem meiner Männerchöre, der mit Mitte Vierzig bereits die Hüfte vollständig kaputt hat. Da er selbst als Krankenpfleger tätig ist, kennt er sich eigentlich in der Materie aus. Uneigentlich gelingt ihm die Umsetzung der ärztlich verordneten Gewichtsreduktion allerdings kaum, zumal es im familiären Umfeld genauso zugeht. Außerdem weiß er, dass das Krankenhaus, in dem er Ende Februar sein zweites Hüftgelenk operiert bekommt, auch auf stark übergewichtige Patienten eingestellt ist - er arbeitet dort...!

    Die Krankenkasse soll Auflagen machen? Das wäre eher die Aufgabe des zuständigen Arztes - und macht das Dilemma deutlich: Meist wird die Verantwortung abdelegiert, anstatt sie selbst zu übernehmen. Letztlich ist es Sache jeder/s Einzelnen, sich für die individuell gewünschte Lebensführung zu entscheiden und mit den Konsequenzen klar zu kommen.

    LG von Rheinkultur (macht selbst gerade strenge Diät: Sechs Wochen lang keine Möhren!!!)
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Jan. 2017
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  11. Rheinkultur
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    Rheinkultur

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  12. Barratt
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    Barratt

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    @Rheinkultur

    Die Schnittmenge ist womöglich nicht unbeträchtlich. :lol:

    Andererseits ist es nicht der Job des Arztes, als Vorbild durchs Leben zu schweben, sondern den Kunden darauf hinzuweisen, was förderlich bzw. abträglich ist. Das kann er objektiv auch dann tun, wenn er selbst jeden Abend seiner eigenen Leber Herausforderungen anbietet, an denen sie wachsen kann. :heilig:


    P.S. Chirurgen und Neurochirurgen sollten den mit Alkoholismus mitunter verbundenen Tremor im wohlverstandenen Eigeninteresse besser meiden.
     
  13. dilettant
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    Gefühlt zumindest.
     
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  14. dilettant
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    Ähm ... klingt irgendwie widersprüchlich <duckundwech>
     
  15. pianochris66
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    pianochris66

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    Peter, das sehe ich auch so. Ich habe mir nur erlaubt, meine Meinung zu äußern, eben weil ich seit einiger Zeit mit den gesundheitlichen Folgen meines ungesunden Lebenswandels zu kämpfen habe. Nichts liegt mir ferner als eine Missionierung, moralisierende Leute sind mir nämlich ein Gräuel. Henry ist ja nicht blöd und den Satz mit seinen Kindern hätte ich mir auf jeden Fall sparen sollen, ja müssen.
     
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  16. Barratt
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    Barratt

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    :lol: "Einseitig vegetarisch" wäre, sich nur noch von Kohlgewächsen* zu ernähren. Oder nur von Butterbrot mit Käse. Oder sich vorwiegend auf Leguminosen zu kaprizieren. Auch Fertigpizza kann vegetarisch sein, ohne dass der hauptsächliche Genuss dieses Nahrungsmittels vorbehaltlos empfohlen wird.:lol:


    * Theoretisch kein Problem - Montag Grün-, Dienstag Rot-, Mittwoch Weiß-, Donnerstag Chinakohl, Freitag Wirsing, Samstag Blumenkohl, Sonntag Broccoli - und für die Woche drauf finden sich auch noch einige Kohlsorten. Langweile muss nicht zwingend aufkommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Jan. 2017
  17. Marlene
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    Marlene

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    Als ich im Irak gearbeitet habe war ich ein ziemliches Pummelchen. Dort hatte ich einen Verehrer (Palästinenser, Mitarbeiter der Firma), der mir aus Baghdad immer Baklawa mitgebracht hat, obwohl ich darum gebeten habe es doch bitte zu unterlassen. Aber er hat nur erwidert: "I love women with creamy body". Nun, die Folge von meiner Schwäche für arabische Leckereien war, dass ich kurz vor Weihnachten 1986 fast 80 kg auf die Waage gebracht habe. Am Vortag zu Heiligabend ist mir dann beim Bücken im Campshop die Hose geplatzt. "So, jetzt reichts!", war meine Reaktion. Mein damaliger Vorsatz für 1987: Diät!

    Ich kann also gut mitreden wie schwer es ist abzunehmen. Es ist vermutlich genauso aufreibend wie die Raucherentwöhnung und erfordert eine unglaublich hohe Disziplin und Willensstärke.
     
  18. jauchzerle
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    jauchzerle

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    Es ist ja schon alles gesagt.
    Aber ich möchte noch anmerken, dass Henry sein Leben nicht radikal ändern muss, sondern nur ein paar Stellschräubchen drehen muss um eine andere Richtung einzuschlagen.
    Hilfreich wäre hier vermutlich 2 Wochen ein ehrliches Ernährungsprotokoll zu führen mit Berücksichtigung der Schlafzeiten. Ein Fitnesstracker auf dem Handy beleuchtet die körperlichen Prozesse. Und mit dem lässt man sich dann vom Hausarzt einen Termin mit einer Diätassistentin geben. Die soll dann einfach schauen, wo man (auf für Henry erträgliche Art und Weise) die Blutwerte verändern kann. Missionieren ist Quatsch. Kleine Änderungen konsequent durchführen.
     
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  19. Klafina
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    Klafina

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    Vieles ist schon gesagt und ich kenne Dich, @Henry, sowieso nur aus dem Forum und nicht persönlich - da halte ich mich lieber zurück.
    Ich würde Dir aber unbedingt zu den blutdrucksenkenden Mitteln raten (und zu ihrer peniblen Einnahme!), und zwar aufgrund von Erfahrung (nicht der eigenen). Es ist auch so, dass es wohl zumindest manchmal einen genetischen Faktor gibt. Es gibt Familien, da ziehen sich Herzinfarkt und Schlaganfall durch die Generationen, auch bei Schlanken, die wenig Alkohol trinken und nicht rauchen.
    Und den Blutdruck solltest Du auch sehr konsequent überwachen.
     
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  20. Clavica
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    Clavica

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    Lieber Henry

    Egal wie Du Dich entscheidest und was Du machst, versuche möglichst viel mitzunehmen und es bewusst (*%&=*&* Modewort) zu machen. Damit meine ich: Wenn Du rauchst, geniesse die Zigi, spüre den Geschmack des Bieres und freue Dich am Essen.

    Wenn aber der Arzt oder dieses Forum oder die Angst um die Gesundheit Zweifel gesät haben, dann versuche einen Weg zu finden der für Dich stimmt und den Du zufrieden gehen kannst. Du musst nicht jeden Tag hassen, weil Du nicht mehr rauchst und Deine Zigis vermisst oder weil Du rauchst, da Du nicht davon loskommst, und Dich dafür schämst.
     
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