Digitalpiano für Senior im Pflegeheim

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azalee

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Hallo zusammen,

mein Vater ist Ende 70 und lebt seit ein paar Monaten im Pflegeheim. Er vermisst sehr die Möglichkeit von zu Hause, jederzeit Klavier üben zu können. Er ist ein recht guter Klavierspieler (natürlich mit zunehmendem motorischen Einschränkungen) und hatte zu Hause einen Flügel* sowie auf der anderen Etage ein altes ziemlich durchgespieltes Klavier.

Im Heim hat er zwar ebenfalls die Möglichkeit, auf einem Flügel* zu spielen und nutzt diese auch, allerdings steht der im Aufenthaltsraum, so dass er dort eher zur Unterhaltung der Mitbewohner spielt. Zu Hause hat er auch gerne stundenlang immer wieder dieselben Takte aus irgendwelchen Beethovensonaten trainiert 😉

Da er sich insgesamt auch sehr langweilt, mit zunehmender Demenz zu tun hat und generell auch nicht so offen für neue Beschäftigungen ist, überlegen wir, ob wir ihm nicht ein Digitalpiano ins Zimmer stellen, auf dem er mit Kopfhörern üben kann. Priorität hätte dabei ein möglichst authentisches Spielgefühl (die Einschränkungen sind mir bekannt).

Preislich kann ich noch gar nichts sagen, da müsste ich erst meine Mutter fragen, was möglich wäre. Es käme definitiv auch ein Gebrauchtkauf in Frage.

Wir haben selbst ein normales Klavier, obere Einstiegsklasse würde ich sagen, und hatten uns selbst erst kürzlich mit den Yamaha* NUs beschäftigt und auch ein NU1a probegespielt. Die spielen sich gut, nicht zufrieden waren wir eher mit der Tonausgabe, wenn man akustische Instrumente gewöhnt ist, aber das wäre bei meinem Vater ja nebensächlich. Leider sind diese Instrumente natürlich sehr teuer, ich glaube nicht, dass meine Mutter mehrere tausend Euro investieren kann.

Gibt es günstigere Empfehlungen, die vom Spielgefühl her in eine ähnliche Richtung gehen? Es muss ja kein Hybridpiano sein, aber eben gute gewichtete Tasten haben (lieber ein bisschen leichter) und nichts sein, was schnell kaputt geht.

Vielen Dank für alle Hinweise!
Christiane
 
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Das Yamaha* Avant Grand N2 habe ich noch, vermutlich weil ich mit der damaligen Preisvorstellung Interessenten abgeschreckt habe. Über den Preis lasse ich mit mir reden, wie ich bereits mitgeteilt habe.

@azalee, ich finde es sehr schön, dass Dein Vater musizieren möchte. Vielleicht kommt das N2 für ihn in Frage. Das Spielgefühl kommt einem Flügel* sehr nahe, mit verbundenen Augen spielend hätte ich es für einen solchen gehalten.



 
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Danke dir, Marlene, aber ein N2, auch gebraucht, ist definitiv zu teuer und vermutlich auch von den Abmessungen her zu groß (zu tief).
 
Sehr gute Mechanik mit Holztasten:

 
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… und vermutlich auch von den Abmessungen her zu groß (zu tief).
Hmmm.

 
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Und wenn alle zusammen legen und Weihnachten und Ostern zusammen ..........dann sollte schon ein vernünftiges Hybridpiano möglich sein.
 
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Yamaha P-525 - sehr gute Preis/Leistung, gibt es mit festem oder portablem Unterbau.
 
Und wenn alle zusammen legen und Weihnachten und Ostern zusammen
Denke ich auch. Das sollte nicht nur die mutmaßlich ebenfalls pensionierte Ehefrau alleine zahlen. Da gibt es Kinder (zumindest eines) und vielleicht sogar Enkel, die schon etwas beisteuern können, und andere Verwandschaft. Gerade bei Demenz ist musizieren gut, und gegen die Langeweile im Heim...
 
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  • #10
Seltsame Ratschläge … das wird sich die Familie schon selber ausmachen.
 
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  • #11
Bei mir steht im Arbeitszimmer ein schon etwas älteres Clavinova CLP-480, auf dem ich ab und zu spät abends spiele.
Ich finde das Spielgefühl gut, auch die Akustik. Etwas vergleichbares sollte sich eigentlich mit etwas Suche finden lassen. Das CLP-480 hat schon künstliches Elfenbein und ziemlich gute Lautsprecher. Wenn der Vater überwigend mit Kopfhörer spielt, würde vermutlich auch ein Gerät 1-2 Preisklassen darunter genügen.
Und Klavierspielen ist ganz nebenbei gut für die Hirnfunktion, wirkt der Demenz entgegen.
 
  • #12
Gerade mal nachgeschaut, das hier empfolene P-525 scheint eine schon ziemlich gute Tastatur zu haben, wobei ich persönlich eher zu einem klavieränhnlichen CLP tendieren würde. Das CLP-845 liegt neu bei etwa 2000 Euro und hat schon Holztasten.
Evtl. könnte man ja auch mit dem Vater zusammen mal ein gut sortiertes Geschäft besuchen und ihn probespielen lassen.
 
  • #13
Klang und Spielweise sind bekanntlich Geschmackssache. Im Pflegeheim wird de Platz beschränkt sein.

Ein Roland FP-90X wäre ein kompaktes Instrument mit angenehm zu spielender Tastatur, klanglich sind die Rolands anders, muss man mögen. Ich denke man sollte auch auf eine einfache Bedienung achten.
 
  • #14
Ich spiele regelmäßig auf einem P515 (Vorgängermodell des 525) und auf einem P525.
Die Tastatur ist ordentlich und man kommt, wenn man tatsächlich "nur" Klavier spielen möchte, mit der Benutzung weniger Bedienknöpfe aus. Wenn man einmal die Einstellungen hat, die einem zusagen, muss man es nur noch einschalten und kann drauflos spielen.
 
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  • #15
Wäre Miete eine Option? Bei beginnender Demenz muss man leider für den Fall vorsorgen, dass es irgendwann einfach nicht mehr geht. Auch wenn wir ihm und uns alle sicher wünschen, dass eine Demenz durch Klavierspiel so weit wie möglich hinausgezögert wird.
 
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  • #16
auf dem er mit Kopfhörern üben kann
Es stellt sich mir die nicht ganz nebensächliche Frage (da ich selbst mit Kopfhörern spiele und auch schon die zweimalige Erfahrung mit Familienangehörigen im Pflegeheim habe): Ist Dein Vater an das Hören über Kopfhörer gewöhnt? Diese müssen akzeptiert werden, und nicht jeder schafft das. Wenn er dann - versehentlich oder gewollt - über die Lautsprecher spielt, wird das vom Pflegeheim akzeptiert?
 
  • #17
Wenn er dann - versehentlich oder gewollt - über die Lautsprecher spielt, wird das vom Pflegeheim akzeptiert?
Dann kann er immer noch leise stellen. Aber vermutlich wird das kein Problem, denn in Pflegeheimen brüllen Radios und TV ohnehin.
 
  • #18
Ich spiele regelmäßig auf einem P515 (Vorgängermodell des 525) und auf einem P525.
Die sollen sich vor allem im Spielgefühl unterscheiden (verschiedene Klaviatur, Vorgänger war schwerer gewichtet)...

Mich interessiert wie Du das Spielen bei beiden empfindest und beschreiben würdest?

Lohnt sich die Suche nach dem Vorgängermodell, bzw. ist das auch klanglich anders?
 
  • #19
Ich spiele das P525 und finde die Tastatur super. Jedenfalls besser als alles andere, was ich in der Preisklasse angespielt habe. Das P515 kenne ich dagegen nicht.
 
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  • #20
Mich interessiert wie Du das Spielen bei beiden empfindest und beschreiben würdest?
Für ein Stagepiano erstaunlich gut (was auch ein Grund für die jeweilige Kaufentscheidung war).
Laut Verkäufer ist das neue "noch besser", aber mein Eindruck ist, dass das nur Nuancen sind.
Es ist halt trotz allem "nur" ein Stagepiano. Ich würde, wenn es ein Klavierersatz sein soll, auf jeden Fall in den festen Ständer investieren statt es einfach auf einen klappbaren Ständer zu stellen. Sonst wird es wackelig.
Lohnt sich die Suche nach dem Vorgängermodell, bzw. ist das auch klanglich anders?
Du meinst das 515? Ich komme gut damit zurecht und wenn ich privat so etwas bräuchte, würde ich durchaus nach einem guten gebrauchten gucken.
Klanglich gibt es keinen großen Unterschied, denke ich. Aber vielleicht muss ich einfach bei Gelegenheit nochmal genauer hinhören.
 
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