Digitalpiano als Zweitinstrument zu einem Akustischen Piano

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lmichael

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Hallo Liebes Forum,

mein Sohn "8 Jahre" spielt seit zwei Jahren Piano "Yamaha* p121UG Upright", jedoch leider ohne Silentfunktion.
Da er gerne an freien Tagen früh morgens spielt, wäre es nicht so schlecht für solche Uhrzeiten ein digitales Piano mit Kopfhörern zu haben. :musik:

Da er sehr gerne am Klavier spielt, gehe ich davon aus, dass er das auch in einigen Jahren noch machen wird und somit stellt sich mir nun die Frage, welches E-Piano am sinnvollsten ist.

Je mehr Reviews ich lese desto unsicherer werde ich, was für diesen Zweck das richtige e-Piano ist.

Da ich unter 1k Eur bleiben will, sind in der engeren Auswahl ein gebrauchtes Kawai* E920, VPC1, ein neues Studiologic SL88 GT mk2 oder Roland* FP10.

Ich war zwar schon bei einem Händler, dieser hatte aber nur das Roland* FP10 und ein paar Yamaha*.
Mein Junge meint, dass er mit den getesteten für das was er bis jetzt spielen kann gut zurecht kommt, jedoch soll es auch etwas sein, was noch in ein paar Jahren Spaß machen soll, wenn er sich weiterentwickelt.

Oder ist es am besten jetzt ein FP10 und in ein paar Jahren weg damit und dann etwas suchen, was ihm dann zusagt?
 

Für den Zweck halte ich das Roland FP10 für angemessen. Spätestens mit 12 Jahren schläft der Teenager gerne länger und dann hat sich das eh erledigt. Bis dahin ist das FP10 eine preiswerte Alternative.
 
Das Nachrüsten eines Klaviers mit einer Silent Funktion wäre auch eine Möglichkeit, allerdings liegt es preislich einiges darüber, dafür behält man die Haptik und benötigt keinen zusätzlichen Platz.
 

An das Nachrüsten hatte ich auch gedacht, aber sollte er weiterhin soviel Freude am Spielen haben werden wir uns eventuell auf die Suche nach einem kleinen Flügel mit ab Werk verbauter Silentfunktion umsehen.

Ich glaube ein nachträglich verbautes System am jetzigen Piano würde den Verkaufswert mindern.
Als Laie ist es aber schwer zu beurteilen, ich kann nur das Wiedergeben, was ich so in den Foren gelesen habe.
 
Für zum Teil unter 1000€ bekommt man gebraucht das Roland Stage-Piano Flaggschiff RD-800 von 2014 (Neupreis damals > 2000). Die Tastatur ist deutlich besser als beim FP10, außerdem noch massig andere hochwertige Sounds. Damit kann der junge Mann dann später auch in seiner ersten Band glänzen...

Wird aktuell auf Kleinanzeigen in Berlin, Zweibrücken, Herrenberg und Wiesbaden angeboten...

 
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Wenn technisch ohne Beanstandung wäre das einem FP-10 ganz sicher vorzuziehen.

Oder man geht gleich "in die Vollen" und nimmt ein RD-2000EX, den "modellgepflegten Nachfolger" des RD-800, dann hat sich der Bedarf an verspielten Möglichkeiten bis zu professionellen Anschlüssen hin bis zum Auszug des jungen Virtuosen erledigt.
 
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Danke für die Antworten. Das RD2000es ist sicher Top nur für diesen Zweck mir leider zu teuer, das "ersparte" will ich später lieber dann in einen Flügel investieren. Auch kann ich auf die Kleinanzeigen als Österreicher nicht wirklich zugreifen.

Ich könnte ein gebrauchtes VPC1 gekauft 2019 um 700Eur bekommen, was haltet ihr davon? Nachteile wären halt schwer transportabel und man bräuchte ein VST etc..
Gibt es sonst noch Punkte, welche gegen ein VPC1 sprechen?
 
VPC1 + gutes VST ist qualitativ sicher eine sehr hochwertige und vor allem bezüglich des Preis-Leistungsverhältnisses unschlagbare Kombi. Der einzige Nachteil ist die etwas umständlichere Handhabung. Du brauchst eben zusätzlich einen Computer/Tablet/iPhone, und in der Regel auch ein Audio Interface. Transportabel ist dieses Setup theoretisch schon, aber aufgrund des hohen Gewichts und der Kabelage eben sehr unbequem.

Aber vorsicht bei gebrauchtem VPC1: da soll es hier und da Verarbeitungsprobleme und Unregelmäßigkeiten in der Tastatur gegeben haben. Habe da keine eigenen Erfahrungen, kann nicht mehr dazu sagen, aber das Gebrauchte würde ich vorher gut prüfen.
 
Für den achtjährigen in der Früh würde ich unbedingt etwas besorgen, wo er nach einem Knopfdruck sofort losspielen kann.

Ich finde die Tastatur des Roland FP10 nicht so schlecht, was aber hinderlich bei der Nutzung von VST ist: kein echtes Halbpedal - dafür braucht man das FP30. Jetzt das und dann upgraden fände ich aber eine gute Lösung.

Oder nach gebrauchten Kawai MP11 (1000,-), MP10 (800,-) oder MP8 (5-600) umsehen. Tastaturen sind gut und können bei Bedarf für VST weitergenutzt werden. Für 250,- wie auf kleinanzeigen würde ich auch ein MP9000 nehmen. Bei diesen Kawai kann allerdings irgendwann das Gebastel mit sliptapes anstehen.

Vom Studiologic würde ich abraten, ganz seltsames Spielgefühl.
 
  • #10
Bitte, bitte, vor einem Roland-Kauf dieses unbedingt anhören. Ich und viele andere mögen den Roland-Sound überhaupt nicht. Tastatur ist prima, aber der Klang eher unschön.
 
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  • #11
Bitte, bitte, vor einem Roland-Kauf dieses unbedingt anhören. Ich und viele andere mögen den Roland-Sound überhaupt nicht. Tastatur ist prima, aber der Klang eher unschön.
Ich denke daß viele hier oft irgendwas empfehlen ohne das jeweilige Gerät zu kennen ... ich habe einige Kunden die mit der Klaviatur der Rolands nicht klar kommen ...
 
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  • #12
Ich denke daß viele hier oft irgendwas empfehlen ohne das jeweilige Gerät zu kennen ... ich habe einige Kunden die mit der Klaviatur der Rolands nicht klar kommen ...
Das RD-800 kenne ich sehr gut und liebe die Tastatur, allerdings stimmt was @axburg schreibt: Die Klaviersounds sind zwiespältig. Ich mag sie in Kombination mit der Tastatur, spiele aber mittlerweile lieber Pianoteq über die Roland-Tastatur (noch bessere Kombi!).
 
  • #13
Auf dem FP10 hat der junge Mann ja schon gespielt und es für gut genug befunden.
Ich glaube nicht, dass hier jemand was empfiehlt, was er nicht kennt, warum auch?
 
  • #14
Nochmals ein Dankeschön für eure Hilfestellungen.

Es wurde nun das VPC1.

Jetzt geht es an das herantasten der verschiedenen VST´s, damit wir es betreiben können.

Als erstes werde ich Pianoteq versuchen, gibt es sonst weiter VST´s, wo es sich lohnt, in Verbindung mit einem VPC1 einen Blick darauf zu werfen?
 
  • #15
Die Klaviersounds sind zwiespältig.
Das Problem hatte ich sehr oft. Ich habe eine Weile in einem Laden gearbeitet, der auf Digitalpianos spezialisiert war ... das ist zwar schon eine Weile her, aber wenn ich aktuell im Handel Digis anspiele, fällt mir noch immer das selbe auf.

Bei Roland waren mir die Bässe immer etwas zu kräftig.
Bei Yamaha waren es die Höhen, die ich als zu klirrend empfand.
Wirklich gut ausgewogen fand ich die Klaviersounds eigentlich fast nur bei Kawai.
Die paar Casios, die wir sonst noch hatten, waren eher Keyboards als Digitalpianos.

@lmichael
Glückwunsch zur Entscheidung ... leider habe ich mit dem VPC1 keine Erfahrung und auch mit MIDI-gestützten Sounderweiterungen habe ich bisher nur sehr wenig spielen können.
 
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  • #16
Nochmals ein Dankeschön für eure Hilfestellungen.

Es wurde nun das VPC1.

Jetzt geht es an das herantasten der verschiedenen VST´s, damit wir es betreiben können.

Als erstes werde ich Pianoteq versuchen, gibt es sonst weiter VST´s, wo es sich lohnt, in Verbindung mit einem VPC1 einen Blick darauf zu werfen?
Eine sehr gute Wahl!

Die heutigen 8-Jährigen sollten mit der routinemäßigen Kopplung an Laptop oder Tablet keine Berührungsängste haben.

Die VSTs sind, genau wie Tastaturen, auch Geschmackssache.

Ich persönlich kann uneingeschränkt Pianoteq empfehlen. Zum Reinfinden gibt es die kostenlose Testversion. Danach ist die relativ günstige Stage-Version plus eventuell ein oder mehrere Instrumentenpakete völlig ausreichend für den Hausgebrauch.

Man braucht etwas Geduld mit der Optimierung der Velocity-Kurve (das gilt für alle VSTs). Idealerweise sind die Presets zufriedenstellend, ansonsten kommt nach anfänglichem Gewürge dann mit hoher Wahrscheinlichkeit bald der "Das-ist-es!-Moment".

Viel Spaß!
 
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  • #17
Bei Roland waren mir die Bässe immer etwas zu kräftig.
Bei Yamaha waren es die Höhen, die ich als zu klirrend empfand.
Wirklich gut ausgewogen fand ich die Klaviersounds eigentlich fast nur bei Kawai.
Die paar Casios, die wir sonst noch hatten, waren eher Keyboards als Digitalpianos.

@lmichael
Glückwunsch zur Entscheidung ... leider habe ich mit dem VPC1 keine Erfahrung und auch mit MIDI-gestützten Sounderweiterungen habe ich bisher nur sehr wenig spielen können.
Die Grundklangfarbe der unterschiedlichen Hersteller ist ja dann trotz allem auch Geschmackssache.

Über Kopfhörer fand ich bei Roland immer alles super, nur über Lautsprecher dann eben tatsächlich oft zu dröhnig und brummelig im Bass. Aber das hängt dann auch sehr von Qualität und Größe das verwendeten Soundsystems ab.
 

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