Das Haus "Fichtenley" um die Flügel herum

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Marlene, 1. Nov. 2017.

  1. Marlene
    Offline

    Marlene

    Beiträge:
    8.357
    Edit, um Verwirrung zu vermeiden:
    Die ersten 44 Beiträge hat @Barratt von "Ich..." hierher verschoben. #45 sollte eigentlich der Eröffnungsbeitrag meines Themas sein, aber da die Beiträge chronologisch fortschreiten, ist dies nicht möglich.


    ... habe mich seit Tagen immer wieder mit einem faszinierenden Grundstück beschäftigt.

    Die Lage ist traumhaft, Traktorenlärm und Güllegestank können mich dort nicht belästigen – das gibt es da nicht. Die Beschaffenheit des Baugrundes ist allerdings eine Herausforderung, denn das Baufenster wurde in den Fels gesprengt. Ein Teil des Hauses würde – falls meine hobbyarchitektonischen Gedankengänge zutreffen werden – auf einer erhöht liegenden Felsentreppe aufliegen.

    Da ich eine Affinität zu außergewöhnlichen und nicht alltäglichen Dingen habe, hat mir dieses Grundstück partout keine Ruhe gelassen – ich habe es heute besucht.

    ... denke, dass meine Suche heute ein Ende gefunden hat. Wenn die Bauvoranfrage positiv sein wird und es keine baulichen Hindernisse gibt, dann werde ich dieses Grundstück kaufen.

    Es ist weiter entfernt als Montabaur, aber die Lage ist mindestens dutzendfach schöner. Der in der Nähe liegende Ort am Rhein wird Euch reizen, ein oder zwei Tage Urlaub zu nehmen, um nach meinen Clavio-Treffen entspannt die Heimreise anzutreten.
    :-) :super:
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Nov. 2017
    Fips7, Barratt, Boogieoma und 5 anderen gefällt das.
  2. Ambros_Langleb
    Offline

    Ambros_Langleb

    Beiträge:
    6.998
    ... und ich habe die ganze Zeit geargwöhnt, Du wolltest dem Bischof von Limburg seine Wellnes-Residenz abkaufen ...
    Aber das klingt auch gut - fast überall zwischen Linz am Rhein und Bingen lässt es sich leidlich aushalten und gut trinken. ;) Viel Glück und Erfolg, liebe Marlene, mit deinem Projekt!
     
    Marlene gefällt das.
  3. Bernhard Hiller
    Offline

    Bernhard Hiller

    Beiträge:
    576
    Da würde ich die Finger davon lassen. Das mußte bei zwei Nachbarn in meinem Heimatdorfe auch gemacht werden, nach ein paar Jahren hatten sie breite Risse in der Hauswand.
     
  4. Marlene
    Offline

    Marlene

    Beiträge:
    8.357
    ... verstehe nicht, was Du meinst. Auf dem Grundstück wird eine Bodenplatte gegossen; felsiger Untergrund ist sogar stabiler - und er bleibt trocken.

    Wieso Risse?
     
  5. Marlene
    Offline

    Marlene

    Beiträge:
    8.357
    Danke!
    :-)
     
  6. fisherman
    Offline

    fisherman

    Beiträge:
    19.410
    Das kann man nicht verallgemeinern.

    Das aber auch nicht ;-)

    Es ist wie mit den Klavierbauern. Wenns ein guter beurteiltund ein ebenso guter die Arbeit macht, ist alles in Butter. Wenn nicht ...
     
  7. tilo
    Offline

    tilo

    Beiträge:
    395
    Auf jeden Fall das Frühjahr abwarten und dann kontrollieren ob der Hang/Fels wasserführend ist.
     
  8. Marlene
    Offline

    Marlene

    Beiträge:
    8.357
    Was dann?

    Du meist Regenwasser, das nicht oberflächlich abfließen kann und deshalb in den Boden versickert (und somit zu Grundwasser wird)? Warum muss man zur Beurteilung bis Frühjahr warten? Wegen des Winters und des Schmelzwassers? Im Herbst regnet es - so denke ich - doch reichlich genug, um es vorher beurteilen zu können.

    Über den recht steilen bewaldeten Hang (den ich mit einiger Mühe erklommen habe) habe ich mir gestern Abend auch Gedanken gemacht. Das Baufenster ist nicht tief genug für das Haus, weil der Abstand zur Straße eingehalten werden muss. Hinter dem Baufenster steigt eine Felswand in der Höhe eines Vollgeschosses auf. Darüber liegt in ganzer Breite des Grundstücks eine ebene Stufe die knapp drei Meter tief ist. Das Haus müsste – so meine Überlegungen – hinten auf dieser Stufe aufliegen, um vorne den erforderlichen Abstand zu Straße zu wahren.

    Der Hang dahinter - ein kleiner Teil davon gehört zum Grundstück – könnte möglicherweise bei Starkregen nicht genug Wasser aufnehmen. Schnee dürfte dort – Luftlinie 500 m vom Rhein entfernt (in der Nähe von Rhens) eher kein Problem sein. Richtige Winter gibt es dort – laut Aussage einer Anwohnerin – kaum noch.

    Das auf der Felsstufe aufliegenden Haus würde – so meine laienhaften Vorstellungen - für herabströmendes Wasser wie eine Staumauer wirken. Da bei Starkregen allerdings auch von Hausdächern viel Wasser abgeführt und dieses mit Regenrinnen und Fallrohren abgeleitet wird, denke ich, dass es eine solche Lösung auch für das Haus/Grundstück gäbe. Sicherheitshalber sollte zur ingenieurgeologischen Beurteilungen eine Geo-Ingenieur/Bodengutachter hinzugezogen werden.

    Mal sehen, was mein Bauberater dazu sagen wird, der sich das Grundstück bald ansehen wird. Ich habe ihm per E-Mail meine architektonischen Überlegungen (gemauertes Erdgeschoss, das eigentliche Massivholzhaus obenauf) mitgeteilt.

    P.S.
    Mir kam gestern Abend noch ein netter Gedanke (weil ein Holzhaus optisch nicht auf gemauerte Wände passt). Die Außenwände des EG würden sicherlich schön aussehen, wenn sie das Aussehen des Felses bekämen, auf dem das Haus - hoffentlich - bald stehen wird. Derartige Gestein-Riemchen zum Verblenden gibt es vermutlich.

    Fels.JPG
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Nov. 2017
  9. tilo
    Offline

    tilo

    Beiträge:
    395
    Hi Marlene,

    Im Frühjahr kommt mit Abstand das meiste Wasser.

    Ich habe genauso wie Du es vor hast damals in den Hang gebaut. Einmal auf der einen Seite einen Gewölbekeller ohne dabei das Druckwasser im Frühjahr zu beachten; und somit ohne große wasserdämmenden Maßnahmen. Resultat: ein Feuchtkeller.
    Auf der anderen Seite später dann den 80qm großen Musikraum.
    In die Bodenplatte wurde ringsum ein Master-Dichtblech eingebaut. Siehe Foto -->

    upload_2017-11-2_9-29-34.png

    Die absolute Schwachstelle was Dichtigkeit betrifft ist nämlich die Schnittstelle Wand - Bodenplatte.
    Wenn Du dann noch die ringsum Dränage etwas tiefer als die Bodenplatte legst und die Kellerwände gut mit Bitumen vollflächig verstreichst bist Du auf der sicheren Seite.

    Das Erdgeschoß habe ich mit Sandstein (der ist typisch hier) verkleidet und das O.G. ist komplett aus Holz. Ich finde das passt gut.
    upload_2017-11-2_9-43-28.png


    Gibt es in Deiner Gegend nicht auch Schiefer?
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Nov. 2017
  10. Marlene
    Offline

    Marlene

    Beiträge:
    8.357
    ... ich denke, hier liegt ein Missverständnis vor. Ich werde nicht in den Hang bauen, sondern davor. Der Hang beginnt erst hinter dem Baufenster und ca. drei Meter hinter der geschosshohen Felsstufe. Das Baufenster wurde aus dem Hang herausgesprengt und ist völlig eben.
     
  11. fisherman
    Offline

    fisherman

    Beiträge:
    19.410
    Holz und NATURStein harmonieren wunderbar - allerdings nicht als geschnittene Riemchen sondern bittebitte in natürlicher Form. Gibt es von vielen Steinarten auch zum Verblenden von Betonwänden. Da werden dann die äußeren Steinschnitte in etwa 5cm Stärke verwendet. Oder aber Du machst eine massive Verblendung. Nicht billig, aber in meinen Augen ein Muss.
    Übrigens eine Arbeit, die gute Maurer lieben, weil sie das mal gelernt haben und kaum/nie anwenden dürfen. Ich hab das bei unserem Haus machen lassen, da sind dann die drei Maurer fast jedes Wochenende mit wechselnden Familienmitgliedern auftgetaucht, um voller Stolz Ihre (gute!) Arbeit zu zeigen.

    Zur Not kannst Du auch mit geschnittenen, besser gespaltenen Platten verblenden, die aber unbedingt eine Naturkontur haben müssen, also nicht rechteckig beschnitten.

    a) Destabilisierung einer bislang stabilen Schicht
    b) Übersehen von wasserführenden Schichten
     
    Marlene und Barratt gefällt das.
  12. fisherman
    Offline

    fisherman

    Beiträge:
    19.410
    Da ist dann das Hauptthema Wasser. DAS muss unbedingt vorab geprüft werden.
    Ich hatte bei meiner Haussuche anno toback mehrere Häuser mit einer solchen Lage besichtigt und fast alle hatten hangseitig Wasserprobleme. In einem Fall stand das Wasser 20 cm im Heizungsraum... die Besichtigung war dann schnell beendet ;-)

    Aber ich denke, dass man das alles bei einer guten Planung in den Griff kriegt. Eigentlich muss man ja nur dafür sorgen, dass abfließendes Oberflächen- und Zwischenschichtenwasser aufgefangen und UM das Haus herumgeleitet wird. Wichtig dabei ist, bei der Dimensionierung auch Extremwetterlagen zu berücksichtigen. Wir hatten mal einen Starkregen von etwa 160l in 2 h. Da ist trotz Drainagen das Wasser einfach DURCH Abdichtung und Beton in den Keller gedrückt worden. War zumindest glasklar ;-)
     
    Marlene gefällt das.
  13. Marlene
    Offline

    Marlene

    Beiträge:
    8.357
    Genau!
    :-)

    Ach herrje, da habe ich aus Versehen das falsche Wort verwendet.
    :dizzy:

    Riemchen am Stommel-Haus wäre eine krasse Bausünde!
     
  14. Peter
    Offline

    Peter Bechsteinfan Mod

    Beiträge:
    16.192
    Das ist unrealistisch. Die Wetterlagen nennen sich unter anderem deswegen so, weil sie extrem sind. :-)
    Darauf baut man aber nicht hin (das wäre praktikabel fast gar nicht machbar, siehe Flughafen BER :-D ) sondern dagegen versichert man sein Haus. Man kann 160l/2h nicht kontrolliert abführen, wenn man nicht gerade Bewohner einer Talsperre ist. Dass da Keller voll laufen ist normal. Sei froh, dass das Wasser klar war. In anderen Häusern drückt es auch mal von unten durch die Leitung nach oben. Da ist dann nichts mehr klar; man kann das Essen von Gestern sehen. :lol:

    Das dürfte allerdings nicht passieren! Im Gegenteil: Je höher der Druck, desto dichter, wenn richtig isoliert wurde. Meistens drückt es durch einen gepfuschten Durchbruch oder wie Tilo schrieb durch eine gepfuschte Verbindung Bodenplatten-/Wandisolierung. Keller werden "heute" (seit Jahrzehnten) ähnlich isoliert wie Schwimmbäder oder Öltanks. Halb Berlin steht in drückendem Schichtenwasser.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Nov. 2017
    Barratt, Stilblüte und fisherman gefällt das.
  15. Marlene
    Offline

    Marlene

    Beiträge:
    8.357
    ... denke, eine weiße Wanne muss man nicht unbedingt ins Erdreich stecken - die müsste doch auch als EG gehen.

    ... werde Mitte nächster Woche schlauer sein: Dann werde ich mich mit meinem Bauberater und einem Architekten am Grundstück treffen. Und dann kann auch geklärt werden, ob der Sattelschlepper überhaupt die schmale Straße befahren kann und nicht am Anfang schon an einem Mäuerchen hängenbleibt.
     
  16. espresso
    Offline

    espresso

    Beiträge:
    256
    Hallo Marlene,
    ich verfolge deine Nestsuche schon eine Weile. Aber jetzt bin ich neugierig. Werden wir etwa Nachbarn??
    Montabaur ist bei mir auch nicht fern, genauso wie der Rhein und Schiefer haben wir hier auch jede Menge
    :bye:
     
    backstein123 gefällt das.
  17. Marlene
    Offline

    Marlene

    Beiträge:
    8.357
    Vielleicht.
    :-)

     
    Barratt gefällt das.
  18. espresso
    Offline

    espresso

    Beiträge:
    256
    :-)
    noch ein MYKer
     
  19. Marlene
    Offline

    Marlene

    Beiträge:
    8.357
    ... werde in Köln zwar die Brücken abbrechen, aber das Autokennzeichen werde ich behalten - vor allem weil es (am weißen Auto, innen schwarz) "Flügelbezug" hat. Es waren immerhin 58 Jahre in der Domstadt - ein wenig Verbundenheit sollte bleiben.
     
  20. beo
    Offline

    beo

    Beiträge:
    632
    ... bin beeindruckt, Dein Auto ist 58 Jahre alt? Was fährst Du denn?
     
    thomas 1966, Barratt und fisherman gefällt das.