César Franck (arr. Jules Delsart): Cellosonate in A-Dur

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ganzenote

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Dieses Stück ist so unfassbar schön, dass ich es hier teilen muss:
 

Ja, fantastische Sonate, als Ergänzung:
Im Original ist es eine Sonate für Violine und Klavier. Die Fassung für Cello von Jules Desart ist die einzige von Franck genehmigte Fassung. Weitere (mehr oder weniger gelungene) Fassungen gibt es z.B. für Bratsche, Flöte und Saxophon.
Der Klavierpart ist sehr anspruchsvoll, aber immerhin ist der Klavierpart für Cello und Geige identisch.
Hast Du vor das Stück zu spielen?
 
Für mich ist die Cellofassung mit Abstand die Schönste!
 

Für mich ist die Cellofassung mit Abstand die Schönste!
Würde ich so gar nicht unterschreiben. Zum einen liegt die Cello-Stimme immer mitten im Klaviersatz, was die Balance deutlich problematisch macht, zum anderen haben durch die hohe Lage des Cellos die Saiten wenig Nachhall, was in mir immer das Gefühl einer gewissen asthmatischen Enge und Anstrengung auslöst. Wie herrlich klingt dagegen die sich in bester Lage entfaltende Violine!

Sämtliche Fassungen für Blasinstrumente halte ich für eine Zumutung. Würde ich mir im Konzert niemals freiwillig anhören.
 
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Sämtliche Fassungen für Blasinstrumente halte ich für eine Zumutung. Würde ich mir im Konzert niemals freiwillig anhören.
und das würde ich wiederum nicht unterschreiben. Klar kann in diesem Beispiel keine Bearbeitung mit dem Original mithalten, aber aus Sichtweise eines Bläsers kann ich aufgrund mangelnden Repertoires durchaus nachvollziehen, warum auch solch eine Bearbeitung einstudiert und aufgeführt werden möchte.

Aber ich möchte jetzt hier keine Grundsatzdiskussion über Bearbeitungen lostreten.
 
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Ja, fantastische Sonate, als Ergänzung:
Finde ich auch. Für mich war Franck total neu. Mein Cellolehrer hatte diese Sonate mal am Rande erwähnt, und dann hörte ich sie vor einigen Wochen live und war hin und weg, besonders vom Klavierteil.

Hast Du vor das Stück zu spielen?
Eigentlich nicht, aber bei manchen Passagen muss ich mich zwingen, sie nicht zu spielen, also ja, ich habe schon ein bisschen davon gespielt, hab aber noch keine Noten besorgt.

Für mich ist die Cellofassung mit Abstand die Schönste!
Ehrlich gesagt für mich auch, und zwar deshalb, weil das Klavier gegenüber dem samtigen Celloklang mit seinem perkussiven, strahlenden Klangcharakter so gut rauskommt. Die Geigenfassung ist auch fantastisch, aber da strahlt die Geige stärker und tritt nach meinem Geschmack manchmal stärker mit dem Klavier in Konkurrenz.

Zum einen liegt die Cello-Stimme immer mitten im Klaviersatz, was die Balance deutlich problematisch macht, zum anderen haben durch die hohe Lage des Cellos die Saiten wenig Nachhall, was in mir immer das Gefühl einer gewissen asthmatischen Enge und Anstrengung auslöst. Wie herrlich klingt dagegen die sich in bester Lage entfaltende Violine!
Kann ich nachvollziehen. Das Cello ist eigentlich kein Melodieinstrument, eher eines für die Mittelstimme, also zur Untermalung des Klaviertons. Es gibt aber auch Stellen, die mit dem Cello eindeutig besser klingen, z. B. hier meine absolute Lieblingsstelle

bei Min. 28:05 - 29:35
versus
bei Min. 22:25 - ca. 23:48.

Da ist mir der Geigenton zu dünn und zu schrill, das Cello hat da einfach mehr Power und Volumen und lässt das Klavier trotzdem mehr rauskommen.

aber aus Sichtweise eines Bläsers kann ich aufgrund mangelnden Repertoires durchaus nachvollziehen
@Presto welches Instrument spielst Du denn? Klarinette?
 
Finde ich auch. Für mich war Franck total neu. Mein Cellolehrer hatte diese Sonate mal am Rande erwähnt, und dann hörte ich sie vor einigen Wochen live und war hin und weg, besonders vom Klavierteil.

Es ist eines der bedeutendsten Kammermusikwerke in der Spätromantik - und das zu Recht.

Eigentlich nicht, aber bei manchen Passagen muss ich mich zwingen, sie nicht zu spielen, also ja, ich habe schon ein bisschen davon gespielt, hab aber noch keine Noten besorgt.

Wenn Du die Noten besorgst, dann bitte nicht die Ausgabe von Kunzelmann. Da bin ich mit dem Korrigieren der Druckfehler kaum hinterher gekommen. Das Beste haben sie sich für den Schluss aufgehoben:

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Ich habe mich in den vergangenen Monaten intensiver mit der Sonate befasst und auch einige Male sie mit Geige geprobt. Der 2. Satz ist eher ein Klavierkonzert mit Cello- bzw. Geigenbegleitung.
 
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Da ist mir der Geigenton zu dünn und zu schrill, das Cello hat da einfach mehr Power und Volumen und lässt das Klavier trotzdem mehr rauskommen.
Das anhand einer Aufnahmen in so knalliger Akustik zu beurteilen, halte ich für gewagt. Ich habe diese Sonate sehr oft gespielt, dünn und schrill ist da wirklich nichts, schon gar nicht diese b-Moll-Stelle in recht tiefer Lage.
 
  • #10
Ich habe mich in den vergangenen Monaten intensiver mit der Sonate befasst und auch einige Male sie mit Geige geprobt.
Das ist großartig :herz:!!! Wenn Du einmal auftrittst oder eine Einspielung hast, sag bitte Bescheid. Ich würde es sehr sehr gerne hören. Und vielen Dank für den Tipp mit der Ausgabe. Und wenn ich irgendwann soweit bin ich, dass ich die Sonate am Cello spielen kann, melde ich mich bei Dir :001:

und schrill ist da wirklich nichts, schon gar nicht diese b-Moll-Stelle in recht tiefer Lage.
Schrill sind in meinen Ohren eher die hohen Lagen, und etwas schwach auf der Brust die tiefen Lagen. Aber ich bin jetzt auch den Celloklang gewohnt und daher nicht neutral in meinem Urteil ;-)
 
  • #11
Der 2. Satz ist eher ein Klavierkonzert mit Cello- bzw. Geigenbegleitung.
Nun ja, angesichts der Programmatik dieses Satzes kann man hier kaum von einer "Begleitung" sprechen...
 
  • #12
Diese Einspielung mit dem noch jungen Krystian Zimerman finde ich sehr schön:
 
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  • #13
Das Cello ist in meinen Ohren nicht so capriziös wie die Geige. Das ist sicher Geschmackssache, aber gerade bei Franck kehrt das Cello gemeinsam mit dem Klavier die ungeheure schwermütige Tiefe dieses Werkes hervor. Vor allem beim 3. Satz kann das niemand so gut wie das Cello. Der Geige fehlt die tiefe Lage, sie kann nur oben und manchmal leidet sie darunter.
Aber sicher spielt auch bei der Empfindung mit, wie man sozialisiert ist. Ich habe die Sonate vor allen Dingen mit Cello gespielt, aber auch mit Geige und Flöte. Für mich können sie nicht mithalten. Und ja, die Geige eher als die Flöte, das war ganz gruselig. Flöten können kein Drama.
 
  • #14
die ungeheure schwermütige Tiefe dieses Werkes
Schwermut empfinde ich in dieser Sonate an keiner Stelle. Ganz im Gegenteil. Es ist sicher kein Zufall, dass dieses Werk ein Hochzeitsgeschenk war…
 
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  • #15
Welche Ausgabe ist denn empfehlenswert? Bärenreiter?


(kann doch nicht widerstehen, das Teil ist einfach zu schön.)
 
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