Bundestagswahl

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Fabian R., 5. Sep. 2009.

  1. .marcus.
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    .marcus.

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    Offenbar findet man es dort ebenso absurd, dass jemand seine Wahl von dem Wahl-O-Mat abhängig machen könnte. :p
    Es soll einfach dazu einladen, sich näher mit den Programmen der Parteien zu beschäftigen. Es ist erstaunlich, wie viele Leute eine Partei wählen, ohne überhaupt zu wissen, was diese Partei im Einzelnen für Forderungen vertritt.

    Ein, wie ich finde, sehr vernünftiger Abschnitt aus den FAQ:

    lg marcus
     
  2. Haydnspaß
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    Haydnspaß

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    Manchmal hat man den Eindruck, sie wissen es nicht nur nicht, sondern sie wollen es auch garnicht wissen.

    Eine politische Wahl ist eine ganz seltsame Form von Schönheitswettbewerb...
     
  3. Pigpen
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    Pigpen

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    Dann wollen wir mal hoffen, dass es auch so ist. ;) Vielleicht machen sich die Leute nicht davon abhängig, aber Unentschlossene, und davon gibt es viele, lassen sich vielleicht davon beeinflussen, und auch das finde ich schon fragwürdig. Und wer liest schon immer das Kleingedruckte (FAQ)?

    Gruß,
    Pigpen
     
  4. just listen!
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    just listen!

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    Erstaunlich, dass die Bundeszentrale für politische Bildung auch Fragen stellt, die gar nichts mit der Bundestagswahl zu tun haben, z.B. die zum Thema Studiengebühren, die ja bekanntlich Ländersache sind. Noch irritierender finde ich die Frage, ob man für christliche Werte ist.
    Da hab ich doch im ersten Moment geglaubt, dass das auf die CDU anspielt. Dabei steht CDU ja für Cash Dealers United.
     
  5. violapiano
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    violapiano

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    es wird Zeit,

    ... sich mal den Wortneuschöpfungen im Zusammenhang mit der diesjährigen Bundestagswahl zu befassen.

    Heut hab ich gelernt im Zusammenhang mit der Wahl:

    Tigerentenkonstellation bzw. Tigerentenkoalition (schwarz-gelb)
    Personelle Überhänge:D (da ging es um Oskar Lafontaine)
    Energiemix
     
  6. Clara Clementi
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    Clara Clementi

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    ICH BIN GRÜN
    wählt GRÜÜÜÜÜN:D:D:D
     
  7. rolf
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    rolf

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    wer ist denn da die Ente?

    ...und wer hat da das Zeug zum Tiger??

    :D
     
  8. DonBos
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    DonBos

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    Genau diese ironisch von Rolf gestellte Frage wurde im TV-Duell ernsthaft von einem der meiner Meinung nach nicht allzu fähigen Moderatoren gestellt (ich drück mich hier noch recht höflich aus). Dass Angela Merkel auf diese Kindergartenfrage nicht antworten wollte kann ich gut verstehen.
    Allgemein war das ganze Duell sowieso ziemlich oft eher ein Duell von Merkel und Steinmeier gemeinsam gegen die Moderatoren...

    Interessant, wie sozialdemokratisch sich die Frau Merkel allgemein darstellte. Und Steinmeier fand dadurch natürlich auch kaum Angriffsflächen gegen sie. Sie wäre ein gute SPD-Kanzlerin:D
     
  9. violapiano
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    violapiano

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  10. Wu Wei
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    Wu Wei

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  11. Dimo
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    Dimo

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    Ich kenne beide nicht, habe aber einige Rezensionen gelesen. Das erste klingt von der Idee recht interessant. Die Schlussfolgerung des zweiten Buches ( = Nichtwählen) kann ich nicht teilen. Dadurch landet man in einem Topf mit allen Verdrossenen und Gleichgültigen. In meinen Augen gibt es sehr wohl Unterschiede zwischen den Parteien, vielleicht nicht so sehr im Moment zwischen den beiden großen, dafür aber zwischen Grünen, FDP und Linken. :cool:
     
  12. Haydnspaß
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    Haydnspaß

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    Ich kenne die Bücher auch nicht. Die Aussage

    Jede Stimme für eine der Parteien wird diese sofort als Ermunterung zum Weiter-so verstehen

    ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen.

    Klar, die Stimmabgabe ist in der Regel die "Wahl des kleineren Übels". Aber eigentlich sollte auch das kleinere Übel die Stimme nicht bekommen.

    Mein Vorschlag wäre die Einführung von negativen Stimmen - daß man also auch ankreuzen kann, welche Parteien man auf gar keinen Fall wählen will. Erst dann wäre das Wahlergebnis ein echtes Abbild des Wählerwillens.

    Garnicht zu wählen ist natürlich keine Lösung. Dann lieber eine "symbolische" Stimme für eine der Miniparteien. Wenn mehr Leute konsequent die ungeliebten Parteien nicht wählen würden, stattdessen die Parteien, die wirklich ihre Interessen vertreten (zumindest dem Wahlprogramm nach), dann würden die etablierten Parteien sehr schnell aufwachen und müßten sich entweder dem geäußerten Wählerwillen anpassen oder sie versinken in der Bedeutungslosigkeit.

    Aber letzten Endes soll der Wählerwille garnicht zum Zug kommen, und deshalb wird beim Wähler die Angst vor Chaos und Anarchie geschürt. Den Eindruck hab ich zumindest.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. Sep. 2009
  13. Fips7
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    Fips7

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    Für den Fall, dass keine der zur Wahl stehenden Parteien, den eigenen Vorstellungen entspricht oder ihnen nahekommt, folgender Vorschlag: Zur Wahl gehen und einen leeren Stimmzettel abgeben. Die Aussage heißt dann: Ich wähle, aber keine von den hier aufgeführten Parteien. Man stelle sich vor, was passieren würde, wenn die Wahlbeteiligung bei 90% läge, jedoch zugleich 80% der Stimmen ungültig wären...

    Grüße von
    Fips
     
  14. gubu
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    gubu Guest

    In der DDR wurden leere Stimmzettel als Zustimmung zu den aufgeführten Kandidaten gewertet!! :D:rolleyes: Wer also in die Kabine ging und etwas schrieb, war schon verdächtig....:neutral:
     
  15. Eva
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    Eva

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    Dann würden NPD und DVU (sind immerhin 22,22% der zur Wahl stehenden Parteien!!!) vermutlich an die Macht kommen und deshalb habe ich mich jetzt für das geringere Übel entschieden und eine Partei gewählt, die ich eigentlich nicht wirklich möchte...

    Übrigens gab es wenigstens in der DDR meines Wissens nach bei den Wahlen nicht Menschen erster und zweiter Klasse so wie jetzt. Vielleicht war dieses Staatssystem in der Hinsicht erheblich besser.
     
  16. gubu
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    gubu Guest

    Eva, hast Du (als Erwachsene) in der DDR gelebt?? Kann ich mir nicht vorstellen. Es gab mindestens vier "Klassen": Die der großen Funktionäre, die der kleineren, die breite angepasste Masse und ein paar , die dagegen waren.
    Und denen ging es in der Regel sehr unterschiedlich. Wenn Du die Klassen allerdings nur auf die "Wahlen" beziehst, verstehe ich Dich nicht. Es waren keine Wahlen. Es war nur ein Zetteleinwerfen.
    g.
     
  17. Eva
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    Eva

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    Ja, aber wenigstens auch für ALLE gleich. Da haben nicht manche ihre Lieblingsparteien wählen können und andere mussten sich eben mit dem kleineren Übel zufrieden geben (Was dann auch nur Zetteleinwerfen ist).

    Bisher habe ich eigentlich sogar IMMER den Westen gegen meine gesamte Familie verteidigt, die das DDR-System besser fand (3 Personen haben auch als Erwachsene dort gelebt (1922, 1955 und 1958 geboren)!) und das obwohl ich laut Aussage meiner Mutter in der DDR hätte Klavier lernen können! Und sogar einige in meinem Alter und sogar jünger fanden und finden das DDR-System noch immer besser.

    Komme mir schon jedesmal wie ein Verräter vor.

    Tja, und bei den Wahlen konnte ich mir dann auch wieder schön von meinen Eltern anhören, dass der Osten immer schon weniger wert war als der Westen, alle den Westen aber haben wollten und nun ja sehen, was sie davon haben. Und wenn ich den Westen immer so verteidige, dann brauche gerade ich mich auch nicht darüber beklagen, dass im Westen bessere Parteien zur Auswahl stehen...

    Ist irgendwie blöd, wenn man zu gar keiner deutschen "Hälfte" dazugehört. Aber irgendwann soll es ja ein einheitliches Deutschland geben. Vielleicht erlebe ich das ja sogar noch :rolleyes:.

    Müsste doch spätestens dann so weit sein, wenn der letzte Mensch gestorben ist, der sich noch an die DDR-Zeit erinnern kann. Ach nee, mir fällt grade ein, dass es ja Geschichtsunterricht und Dokus im Fernsehen gibt. Vergesst das also mit dem einheitlichen Deutschland und zurück zum Thema...

    Als Wahl zählt für mich jedenfalls einzig und allein die Europawahl. DIE hat den Namen verdient und diese Europawahlen liebe ich! Konnte immer gar nicht verstehen, dass es da keine Wahlbeteiligung von 100% gab. So eine Gelegenheit würde ICH mir nicht entgehen lassen. Bessere Wahlen werden NIEMALS auf der Erde existieren.

    Was kostet es eine Partei eigentlich, wenn sie sich in nem Bundesland aufstellen lassen will? Und wieso hat die NPD das Geld und viele andere Parteien nicht? Warum suchen die sich nicht einfach mal nen Sponsor? Gut, kommt natürlich wirklich auf den Betrag an, aber zu hoch kann er doch eigentlich nicht sein, oder? Obwohl, erinnert irgendwie auch an das alte Griechenland(?), wo man auch nur mit viel Geld in die Politik gehen konnte.

    Aber jetzt mal wirklich. Wie viel Geld müsste ich investieren (wenn ich es hätte...), damit in meinem Bundesland eine bestimmte Partei antreten kann? Nur antreten, keine Wahlplakate oder Ähnliches. Einfach nur die Partei auf dem Stimmzettel. Gibt es da eventuell auch staatliche Zuschüsse oder müsste ich das komplett selbst bezahlen? (Man darf dann auch gar nicht drüber nachdenken, wie viele Klaviere, Flügel und dazu nötige Häuser man dafür bekommen würde *seufz*)

    Na ja, für dieses Jahr hat sich das aber jetzt eh' erledigt. Die "Wahl" ist für mich vorbei und die nächste noch weit genug entfernt. Vielleicht klappt es ja bis dahin mit nem Lottogewinn und ich kann wirklich eine Partei MEINER WAHL aufstellen :D (Falls ein Gewinn im deutschen Lotto reicht...)
     
  18. gubu
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    gubu Guest

    Eva, na, das ist ja ´ne tolle Gleichheit gewesen...:rolleyes:
     
  19. Eva
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    Eva

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    Kann nur wiedergeben, was ich so höre, denn ich bin weder im ost- noch wirklich im westdeutschen System aufgewachsen.

    Aber für mich bedeutet es schon Gleichheit, wenn ALLE die gleichen Wahlbedingungen haben.

    Außerdem: Wenn die Wahlen in der DDR doch sooooooo negativ waren und nur Zetteleinwerfen und überhaupt keine wirklichen Wahlen, warum ist dann die Wahlbeteiligung so niedrig?

    Wenn man vorher nie eine Wahl hatte, würde man dann nicht JEDE Chance nutzen? Selbst bei nur 7 wählbaren Parteien?

    Wäre ja sonst irgendwie vergleichbar mit zum Beispiel nem Lottogewinn.

    Vorher konnte man Kleidung, Essen, Hobbys u.s.w nicht frei wählen, sondern musste das nehmen, was zu den vorhandenen finanziellen Mitteln angeboten wurde.

    Würde irgendwer dann nach einem Gewinn plötzlich komplett auf Kleidung, Essen, Hobbys u.s.w. verzichten?

    Kaum, man würde es genießen! Ich würde mir auf jeden Fall etliche schöne Abendkleider kaufen (obwohl man die ja nicht mal einfach so tragen kann), nur noch Essen, was mir schmeckt, würde Klavierunterricht nehmen und noch ein paar andere Instrumente lernen...

    Und das würde ich auch dann machen, wenn mehr als 90% meiner materiellen Wünsche dennoch nicht erfüllt werden könnten.

    Warum ist das mit der Wahl anders? Warum ging man zum Zetteleinwerfen, aber nicht mehr, wenn man sich endlich mal frei entscheiden kann? Für Menschen aus der DDR müssten doch selbst die jetzigen paar Parteien wie das Paradies sein. (So ähnlich wie für mich eben die Europawahl)

    Man nutzt nur eine drastische Verbesserung nicht, wenn es eben keine Verbesserung darstellt. Also können die "Wahlen" in der DDR nicht schlechter gewesen sein.

    Jeder Mensch, der in der DDR schon wählen durfte, jetzt aber nicht mehr geht, der sagt doch damit indirekt, dass das Wahlsystem früher besser war. Sonst würde er die Gelegenheit wahrnehmen und wenn es eben bloß zur Abgabe eines ungültigen Stimmzettels ist.

    Ach ja, Arbeitszeit oder Weg zum Wahllokal bitte nicht als Ausrede schreiben, es gibt Briefwahl und das ist total einfach. Habe das schon zweimal gemacht. Das Abschicken der ausgefüllten Stimmzettel ist auch noch gratis, so dass selbst das kein Hinderungsgrund sein dürfte.
     
  20. gubu
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    gubu Guest

    Ach , Eva, wenn das alles so einfach wäre......Eigentlich müsste es eine lange Antwort werden. Ich versuch´s mal kurz:

    1. Jetzt haben alle gleiche Wahlbedingungen. Wenn man in irgendeinem Bundesland eine Kleinpartei nicht wählen kann, so liegt das nicht am Wahlsystem, sondern der betreffenden Partei, die sich dort nicht aufstellen lassen hat. Deine Kritik musst Du dann an diese Partei richten.

    2. Wenn man keine Auswahl treffen kann, ist es keine Wahl (DDR).

    3. Wer meint, das DDR-Wahlsystem war besser, dem ist nicht zu helfen :D:rolleyes:.

    4. Wer in der DDR nicht zur Wahl ging, hat mit offenen, mindestens verdeckten Repressalien zu rechnen gehabt.

    5. Nach der "Wende" war die Wahlbeteiligung im Osten gut. Wenn sie heute schlecht ist, hat das mit den heutigen Bedingungen zu tun, nicht mit der DDR und schon gar nichts mit dem DDR-Wahlsystem.

    6. Ich wünsche all den DDR-Nostalgikern mal für ein Jahr die DDR zurück. Viele werden dann schnell verstummen.

    7. Materielle Werte? Reichtum? :rolleyes: Das ist doch Schall und Rauch. Es gibt wichtigeres im Leben als danach zu streben. ICH nehme Menschen, die (fast) nur in materiellen Kategorien denken, schon lange -wo irgend möglich- nicht mehr so recht ernst....
    g.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. Sep. 2009