Benefizkonzert im Juli

Dieses Thema im Forum "Treffen" wurde erstellt von Walter, 26. März 2020.

  1. Walter
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    Walter

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    Hoffentlich ist der Coronawahnsinn bis Juli 2020 vorbei!

    Am Sonntag, den 19. Juli 2020 um 18:00 Uhr werde ich ein Open-Air Benefiz in Bibersfeld geben – in demselben Ort, in dem ich zugunsten der Renovierung der Margaretenkirche im letzten Herbst einen Grieg-Abend gegeben habe.

    Das Programm:

    1.Teil: Klassik aus der Donaumonarchie

    Mozart: Menuett aus der Es-Dur Symphonie, Beethoven: Sonatine G-Dur Op. 79, Schubert: Menuetto aus der großen G-Dur Sonate, Strauß Vater: Radetzki-Marsch, Czerny: drei Etüden, Liszt: ungarische Melodien Nr.8, Ungarischer Sturmmarsch, Ungarische Rhapsodie Nr.15.

    2. Teil:

    Klavierstücke von Chopin: Grande Valse brillante Op.18, Regentropfenprelude, Fantaisie-Impromptu, „Militärpolonaise“.

    Scott Joplin: Maple Leaf Rag, Crush Collision March, Entertainer usw.


    Ich freue mich schon auf das Konzert, die Sachen kann ich schon sehr zuverlässig. (auswendig)

    Walter
     
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  2. Walter
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    Walter

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    Hier meine Überlegungen:

    Meine Programm-Zusammenstellung hat zum Ziel zu zeigen, dass „Klassik“ nicht langweilig sein muss. Voller Klavierklang und flinke Finger, vorwiegend laute Sachen – das Konzert ist im Freien. Bibersfeld ist ein Vorort von Schwäbisch Hall, ländlich, es gibt jugendliche Instrumentalschüler aus der städtischen Musikschule, vom Aufbaugymnasium mit Musikzug, Jungbläser aus dem Posauenchor, fast keine typischen Bildungsbürger. – Wie bei den Orchester Open-Air Konzerten bringe ich keine großen zusammenhängenden Werke. Kleine Sachen mit Kommentar, Stories, auch persönliche Geschichten und viel Abwechslung. "Die Leute wollen unterhalten sein" (Horowitz), ich will aber ein einigermaßen anspruchsvolles Programm bieten.

    Es gibt viele Nebenbedingungen: das Programm soll für das Publikum passen, die Musik muss im Freien hörbar sein, ich habe keinen Flügel, die Stücke müssen auf dem Klavier ausführbar sein.

    Die Bestuhlung/Bänke wird sich gliedern in einen engeren Bereich um das Klavier für die Leute, die aufmerksam zuhören wollen, einen weiteren Bereich, in dem die Leute kommen und gehen können und den äußersten Bereich ohne Bestuhlung für „Laufkundschaft“.

    Erster Teil: Musik aus der Donaumonarchie Österreich-Ungarn.

    Mozart: Menuett aus der Es-Dur Symphonie – relativ leicht, aber gut klingend, für mich zum Einspielen vor Publikum.

    Das längste Stück, sogar mehrsätzig ist von Beethoven: die Sonatine G-Dur Op. 79 mit 10 Minuten.

    Schubert als großer Beethovenverehrer: Menuetto aus der großen G-Dur Sonate (das Trio kann ich wohl nicht nach meiner Klangvorstellung pp und ppp spielen, ich bin mit dem Klavier im Freien. Mal sehen, wie das wird).

    Erinnerung an eine militaristische Zeit mit Strauß Vater: Radetzki-Marsch als Zeichen der Habsburger Macht. Ich bemühe mich immer, diesen Marsch leicht und elegant und nicht dumpfbackig stiefelmäßig zu spielen.

    Vom Wiener Carl Czerny 3 kurze, aber hörbare (Konzert-) Etüden – als Werbung für die anwesenden Klavierschüler, dass das Bemühen um Technik musikalisch lohnend sein kann.

    Von Liszt drei Krawallstücke: ungarische Melodien Nr.8, Ungarischer Sturmmarsch, Ungarische Rhapsodie Nr.15. Zur Letzteren gehören natürlich die historischen Begleitumstände: das Verbot, den Rakoczy-Marsch in Wien aufzuführen, Liszt hatte ihn trotzdem im Konzert öffentlich gespielt usw. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Ungarn (s. auch Sissi-Filme).

    Nach so viel Lärm gibt es eine Pause mit Getränkeverkauf durch die Posaunenchorleute.

    Im zweiten Teil Klavierstücke von Chopin: Grande Valse brillante Op.18, Regentropfenprelude, Fantaisie-Impromptu, „Militärpolonaise“. - Chopin als besten Vertreter gepflegter romantischer Klavierliteratur. - Kein Nocturne, wir sind im Freien, vielleicht kommt noch eine Mazurka dazu.

    Scott Joplin: Maple Leaf Rag, Crush Collision March, Entertainer usw. Vorneweg die Geschichte von Crush und seinen Eisenbahnverrücktheiten – mit Bildern.

    Als Zugaben evtl. noch Chopin Etüden.

    Vielleicht nehme ich noch kleine Änderungen vor, wenn ich zur Vorbereitung ein paar Mal auf dem verwendeten Klavier üben werde.

    Vollklingende Grüße

    Walter


    Hoffentlich geht es mir nicht wie in dem letzten Klavierkonzert mit Rags und Blues – der Pianist wurde gegen Schluss zu einem Kaffee eingeladen, damit er endlich aufhört zu spielen. Na ja …
     
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