Begegnungsstelle aller gläubigen Christen

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Henry, 6. Mai 2019.

  1. maxe
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    bleibe bei den Tatsachen und lass dich nicht von deinen Meinungen überrennen, ich widerstehe, mich selber zu loben;-), wobei das eingeklammerte Gehlensche "Mängelwesen Mensch" wohl ein solcher Allgemeinplatz ist , dass ich für den in 2 Wörtlein verklammert abgesetzten Topos den Urheber nicht habe extra kenntlich gemacht unter Berücksichtiung des vorgestellten Sachverstandes der geneigten foralen Leserschaft;-)
    Es geht im Moment allerorts eine Plagiatsverdächtigungsseuche um, derer sich zu "entschlagen" erste akademische Bürgerpflicht ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Mai 2019
  2. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Daran tust Du gut, denn wäre es abgeschrieben gewesen, hättest Du wenigstens eine Entschuldigung.- Vielleicht könntest Du auf meine oben geäußerten Bitten noch eingehen?
     
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  3. maxe
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    Angesichts des Umfangs der gestellten Aufgabe, wird es auf die Schnelle wohl kaum gelingen. Aber, ich bleibe am Ball und hoffe, dir baldig diesbezüglich zu antworten.
     
  4. maxe
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    maxe Temporär gesperrt

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    Lieber Karsten ( @dilettant ) ,

    lies doch bitte mal einige praktische Lehrschreiben zu den Sozialfragen der neueren Bischöfe von Rom, da steht zu Hauf , wie die Dinge liegen und wohin sie zu geleiten sind:

    z.B.

    Franziskus:

    http://m.vatican.va/content/frances...-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html

    Benedikt

    https://w2.vatican.va/content/bened...ben-xvi_enc_20090629_caritas-in-veritate.html


    Johannes Paul II

    Nicht das Verlangen nach einem besseren Leben ist schlecht, sondern falsch ist ein Lebensstil, der vorgibt, dann besser zu sein, wenn er auf das Haben und nicht auf das Sein ausgerichtet ist. Man will mehr haben, nicht um mehr zu sein, sondern um das Leben in Selbstgefälligkeit zu konsumieren

    http://w2.vatican.va/content/john-p...s/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html


    Paul VI.

    "44. Diese Pflicht betrifft an erster Stelle die Begüterten. Sie wurzelt in der natürlichen und übernatürlichen Brüderlichkeit der Menschen, und zwar in dreifacher Hinsicht: zuerst in der Pflicht zur Solidarität, der Hilfe, die die reichen Völker den Entwicklungsländern leisten müssen; sodann in der Pflicht zur sozialen Gerechtigkeit, das, was an den Wirtschaftsbeziehungen zwischen den mächtigen und schwachen Völkern ungesund ist, abzustellen; endlich in der Pflicht zur Liebe zu allen, zur Schaffung einer menschlicheren Welt für alle, wo alle geben und empfangen können, ohne daß der Fortschritt der einen ein Hindernis für die Entwicklung der anderen ist. Diese Angelegenheit wiegt schwer; von ihr hängt die Zukunft der Zivilisation ab. "

    http://w2.vatican.va/content/paul-vi/de/encyclicals/documents/hf_p-vi_enc_26031967_populorum.html


    Johannes XXIII.

    "Mit diesen Rechten ist ohne Zweifel auch das Recht auf solche Arbeitsbedingungen verbunden, unter denen weder die Körperkräfte geschwächt noch die guten Sitten zugrunde gerichtet werden, noch dem rechten Wachsen und Gedeihen der Jugendlichen Schaden zugefügt wird. Bezüglich der Frauen gilt, daß ihnen solche Arbeitsbedingungen zugestanden werden, die den Bedürfnissen und Pflichten der Ehefrauen und Mütter entsprechen (vgl. Leo XIII., Enz. Rerum Novarum)."

    http://w2.vatican.va/content/john-xxiii/de/encyclicals/documents/hf_j-xxiii_enc_11041963_pacem.html
     
  5. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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    Ich war in der 2.Klasse und äußerte daß ich an Gott glaube.....daß gehässige Verspotten meiner Klassenkameraden war die eine Sache, aber ich mußte vor versammelter Mannschaft bei der Klassenlehrerin antreten und versprechen daß ich nicht mehr "spinne" - hab es mir dann abgewöhnt und bin nur noch heimlich mal in die Kirche gegangen, immer mit der Furcht daß mich jemand sehen könnte.
    Der Marxismus ist ne ganz andere Schiene, das war eine Philosophie welche nie durchsetzbar war.
     
  6. Peter
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    Peter Bechsteinfan

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    Das sehe ich etwas anders.
    Z.B. verhindern die entsprechenden Institutionen die Aufklärung, genau so wie beim Kommunismus. Wenn ein Papst in Rom davon plappert, dass Verhütung Sünde sei, kostet das 100000ste das Leben.
    Es gab noch kein Christentum ohne politische Aktivitäten.
     
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  7. Klavirus
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    Klavirus

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    Christ sein, christlich handeln und einer christlichen Gemeinde/ Institution angehören können drei ganz verschiedene Dinge sein.
     
  8. FünfTon
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    FünfTon

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    Du hast also öffentlich Deinen Glauben verleugnet?

    Wovor genau hattest Du Angst?
     
  9. Klavirus
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    Klavirus

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    Wovor Henry Angst hatte, kann ich nur vermuten. Bei mir/uns war es Mobbing und zwar von Lehrerseite.
     
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  10. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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    Danke einfach dem Herren daß Dir dieses Regime erspart blieb - gläubige Christen waren Klassenfeinde.
     
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  11. Revenge
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    Revenge

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    Hi all, @ thread-Thema:

    wie ich schonmal erwähnte: Auf dem Papier bin ich Katholik.

    Bin aber weltoffen, so dass ich auch Literatur lese, beispielsweise, deren Inhalte konträr zu reinguten katholischen Anschauungen wären ( Texe Marrs, Lavey ( Levey ), Lovecraft usw..., auch Crowley ), deren hauptsächliche Werke hier vorliegen:

    Jedoch haben sie bei experimentellen Beobachtungen meinerseits ihre Berechtigungen, zum Beispiel die Gebote LaVeys... .

    Es gibt ZIGmillionen Leute, die genau so handeln - und mir ist folgendes geschehen:

    Vor nicht allzu langer Zeit versuchte mich ein Zeuge....umzukehren. Er hielt mir auf seinem Handy entsprechende ( ;-);-);-) ) Bibelverse vor und wünschte sich nichts als eine GUTE WELT, frei von SÜnde und Schlechtigkeit.

    Ich sprach:

    "Wisse, ( Name aus Datenschutzgründen weggelassen ) :

    wenn die Welt NUR GUT wäre, und kein Bisschen böse: -

    - WIE LANGWEILIG wäre sie !!!! "

    Ab dann hatte ich Ruhe.

    LG, Olli !! ;-)
     
  12. FünfTon
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    FünfTon

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    Ich frage übrigens aus Interesse, ich bin nämlich ein paar Jahre jünger.

    Und trotzdem gelang es ihnen irgendwie, mir auf subversive Weise grundlegende christliche Werte zu vermitteln, daran kann ich mich erinnern. Ich hatte sogar mal kurz eine Bibel in der Hand, als ich schon lesen konnte. Wenig später verschwand die klassenlose Gesellschaft plötzlich über Nacht. Interessanterweise traten die von Verfolgung Befreiten nun deutlich zurückhaltender auf, während McDonalds, Coca-Cola und anderen Segnungen aus Amerika sich in den Vordergrund drängten...
     
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  13. Peter
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    Peter Bechsteinfan

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    Ganz so war es nicht. Bei uns hatten einige Mitschüler anstatt der Jugendweihe ihre Konfirmation und keine großen Probleme damit. Zudem gab es die CDU, auch wenn als Blockpartei sehr "integriert".
    Einer meiner besten Musikschulkumpels war z.B. sehr religiös (die ganze Familie) und auch sehr aktiv in irgend ner Gemeinde tätig. Probleme hatte er keine. Auch ein anderer Kumpel von mir war in der Kirche. Kann mich noch gut daran erinnern, wie er mir erklären wollte, wie das mit Gott und so alles funktioniert.
     
  14. rolf
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    rolf

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    Übel sowas - aber dass Christen wegen ihrer Überzeugungen gemaßregelt werden, das gab und gibt es in allerhand Staaten. Das ist also 1. kein Alleinstellungsmerkmal der DDR und 2. bedeutet "verfolgt zu sein" nicht automatisch, dass jeder Verfolgte die Wahrheit gepachtet hat!
    ...bevor großes Gezeter anhebt, einfach erstmal nachdenken - lohnt sich.

    Im röm. Imperium war eine Sekte namens Christen nicht gerne gesehen, allerdings erst, als das Imperium auf diese aufmerksam wurde. Ein paar Generationen später etablierten die Bosse des Imperiums (erst Konstantin, dann endgültig Theodosius) die christliche Religion als Staatsreligion. Weder vor noch nach dem Religionswechsel war das röm. Imperium ein Unrechtsstaat! Im Gegenteil: wir zehren heute noch von römischen Recht. Interessant daran ist: der spätantike christliche röm. Staat verurteilte die Zerstörungen jüdischer Synagogen, welche vom christlichen Mob mit Duldung der Kirche und teils auf deren Geheiss veranstaltet worden waren. Ganz offenbar hatte der Staatsapparat mehr Rechtsempfinden als seine "Religion"...

    ...das kann man alles nachlesen, z.B. in Demandts Geschichte der Spätantike (ein hist. Standardwerk, gut lesbar) und des weiteren kann man Brownes "die letzten Heiden" nachlesen und dabei interessantes über die geschickte Konstruktion der christl. Buchreligion erfahren. Und natürlich kann man, wie @Ambros_Langleb empfohlen hat, zusätzlich relevante primäre Quellen ("Kirchenväter") im kulturhistorischen Kontext lesen (und gerne Sekundärliteratur zu diesen) .

    ...irgendwie aber habe ich Zweifel... ich bezweifle, dass die meisten "Christen" a la @maxe & Co. mit ihren blümeranten Schlagwortkaskaden und Papstzitaten Kenntnis von der (hochinteressanten!!) Geschichte und Entwicklung ihrer "Religion" haben... mal schauen, ob von dort noch irgendwas akzeptables kommt (woran ich ebenfalls erhebliche Zweifel habe dank den Bemerkungen zum Neoplatonismus von @Ambros_Langleb )
     
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  15. Barratt
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    Barratt Lernend

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    Eine Religion sollte sich im Kern ausschließlich über ihre irdische Ethik definieren, wenn sie heutzutage überdauern will.

    Es gibt eine universelle Ethik. Voraussetzung: Freier Wille + Vernunft. Diese Voraussetzung klingt simpler als sie ist. ;-)

    Es ist zum Erbarmen, dass sexuelle Handlungen überhaupt in den Bereich Moral (= Ethik) aufrückten. Das ist ebenso redundant wie absurd, denn die "Goldene Regel" (aufgepeppt mit den universalistischen Ergänzungen des kategorischen Imperativs) reicht vollkommen aus.

    So ist es. Diese realistische Bescheidenheit dürfen aber diejenigen nicht an den Tag legen, die ihre Ideologie für die alleingültige halten.

    Moralisch handelnde Menschen sind erkennbar. Sie haben Achtung vor allem was ist und denken "tua res agitur" (schon wieder die Römer :super:), wo auch immer ein anderes Lebewesen ins Spiel kommt. Welchem Glaubenssystem sie anhängen, ist egal.


    P.S. Dass der schöne Begriff "Moral" (bedeutungsidentisch mit "Ethik") für viele Leute heutzutage einen "Touch" hat und nicht mehr gern benutzt wird, ist m. E. die Schuld der röm-kath Ideologie, die in normale Abläufe des irdischen Lebens mit unsinnigen Vorschriften hineinzuregieren versucht. "Sexualmoral" ist ein Widerspruch in sich selbst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2019
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  16. Häretiker
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    Häretiker

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    Moin!

    Worte des Jahres 1965:
    "Nackt duschen widerspricht katholischer Moral."
    -- Generalkirchenvikariat Köln
    https://www.zeit.de/2006/08/I_Worte_d_Jahres/seite-4

    Grüße
    Häretiker
     
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  17. altermann
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    altermann

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    Gauf,

    mit nackt duschen endet dieser Fred.

    Gauf! :017:
     
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  19. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Nachdem Du seit deiner Epiphanie auf dem Forum nicht müde geworden bist, uns den pädagogischen Zeigefinger vor die Nase zu halten, wäre es doch schön gewesen, Du hättest selbst auch auf die elementaren Dinge geachtet und diesen Hinweis im richtigen Faden plaziert. Vielleicht möchtest das nachholen.
     
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  20. Wenn alle anderen Bezüge zur DDR oder sogar zum Nacktduschen hier im Faden mitumziehen, wäre das sinnvoll. Sonst nicht. Mein Vorschlag: Höre dir den Podcast an und Du erkennst den Bezug zum Faden. Nicht nur über den Begriff DDR stolpern, das würde tatsächlich am Thema hier vorbei gehen.

    Epiphanie musste ich erst mal googlen. Ich muss sagen, ich fühle mich geehrt.