Begegnungsstelle aller gläubigen Christen

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Henry, 6. Mai 2019.

  1. maxe
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    maxe

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    sind doch nur Diener der Gläubigen, sie assistieren/ adjutieren ihnen und sollen die Gemeinde als Spezialisten verwalten und wo nötig beraten, lenken und anleiten.
     
  2. rolf
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    rolf

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    jenau - deswegen hat die Gemeinde auch so viel zu sagen und das Bischöflein folgt ihr gehorsam...
     
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  3. maxe
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    maxe

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    wenn sie nur endlich das Maul auftäte, denkst du es werden ganze Dekanate oder gar Diözesen exkommuniziert? ;-)
     
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  4. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Nun, Du weißt ja sicher besser als ich, dass das in erster Linie eine Metapher ist. Die Realität ist anders; dazu genügt schon ein Blick auf die Pfarrgemeinderäte. Sie haben nur Beratungsfunktion (»Ein Beschluss gilt als Empfehlung an den Pfarrer« heißt es in der Ordnung von München/Freising). Bei allen wichtigen Entscheidungen (Haushalt, Personal, etc.) muss der Pfarrgemeinderat nur gehört werden, und der Pfarrer kann jedem Beschluss bereits dann widersprechen, wenn der er Auffassung ist, dass er für die Pfarrei »nachteilig« ist, was ein weites Feld für Quasi-Solipsismus bietet. Und letztlich kann der Pfarrer sogar durch Intervention bei seinem Bischof die Auflösung des Pfarrgemeinderats erreichen. Von einer »Diener«-Funktion kann da kaum reden.

    Du kannst das ja mal mit den Regelungen für die Kirchenvorstände in den ev. Landeskirchen vergleichen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2019
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  5. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Google läuft heiß...
     
  6. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Zuletzt bearbeitet: 11. Mai 2019
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  7. cwtoons
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    cwtoons

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    Passend zum Thema streiken katholische Frauen in Münster. Sie fordern Zugang zu allen kirchlichen Ämtern, Wegfall des Zwangszölibat und Aufklärung der Missbrauchsfälle.

    Sie werden wohl nichts erreichen.

    So ein bisschen Streik am Wochenende und ein paar Plakate, darüber lacht die Kirchenleitung nur. Sie hat schon ganz andere Dinge ausgesessen.

    CW
     
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  8. Father
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    Father

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    Glaube ist ein persönliche, freiwillige Angelegenheit. Ich wurde als Kind getauft, in den Konfirmandenunterricht „geschickt“ und damit war mein Kirchenleben erstmal für viele Jahre vorbei. Der Pastor hat uns im Konfirmandenunterricht körperlich gezüchtigt, wenn wir nicht gut gelernt hatten. Dadurch wollte ich erstmal nichts mehr mit der Kirche und Gott zu tun haben für diverse Jahre. Ich bin dann in einer speziellen Lebenssituation mit Jesus direkt in Kontakt gekommen. Er hat mich gehalten, geführt und geleitet. Danach habe ich wieder Bibel gelesen, gebetet und mich in der Folge der Erwachsenentaufe unterzogen. Für mich war das damals sehr wichtig, da die Reihenfolge Glaube/Taufe für mich sehr wichtig erschien....

    Mein Sohn ist (noch) nicht getauft. Ich wollte meinen Kindern selber die Entscheidung überlassen, wenn sie alt genug dafür sind. Eingesegnet sind sie aber. Mein Sohn kam recht früh auf mich zu und wollte mehr über Jesus Christus erfahren. Damals hatten wir einige Gespräche und ich habe ihm eine Bibel geschenkt. Dann kam er eines Tages an und bat darum in den Konfirmandenunterricht gehen zu dürfen. Eine Erlaubnis dafür war natürlich gar keine Frage. Leider muss ich nun aber sehen, dass er dort hauptsächlich alttestamentarische Sachen und dogmatische Gepflogenheiten der Kirche als Institution „gelehrt“ bekommt. Seitdem ich das weis, spreche ich vermehrt über den Glauben mit ihm und ermuntere ihn sich andere Sachen der Bibel anzuschauen. Die Gespräche helfen uns beiden recht viel. Aber ich will ihn nicht beeinflussen. Er soll seinen eigenen Weg und seine Entscheidungen selber finden...

    Kirche sind nur in Ausnahmefällen „wir alle“. Bei den Landeskirchen beherrscht vor allem die reine Institution mit ihren ganzen Regeln und Dogmen die Inhalte. und das entspricht für mein Verständnis leider oft nicht dem, was Jesus eigentlich von uns wollte, bzw. uns schenken will.
     
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  9. maxe
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    maxe

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    Es muß alles zum Besseren gewendet werden, deine Hinweise sehe ich sehr ähnlich und ich bleibe trotzdem dabei,
    gemeinsam werden wir es schaffen, es wurde ja schon einiges erreicht, was voran bringt, das Alte ist vergangen, siehe das Neue was wir schaffen können vgl . 2. Kor 5,17.
     
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  10. mick
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    mick

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  11. maxe
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  12. Barratt
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    Barratt Lernend

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    Das ist aber völlig normal. Katholiken sind in der Regel theologisch mau bestückt. Sie arbeiten mehr mit Sinnlichkeit. Meine Nichte, die analog zu ihrer Mutter "natürlich" katholisch sein musste, lernte im Kommunionsunterricht Autosuggestion. Die Kleene erzählte mir, was für ein tolles Gefühl es gewesen sei, bei der Eucharistie plötzlich ein Stück Fleisch im Mund zu haben und zu inkorporieren.

    Ich bin heute noch stolz darauf, das arme Kind nicht umgehend ernüchtert zu haben. Die Kinder sind bei der Erstkommunion noch zu jung, um sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen.

    Hihi, und "nichts" ist schon verdammt viel in diesem Kontext. :021:

    Deine Herangehensweise ist des 21. Jh.s würdig. Danke, dass Du sie so offen kommunizierst. :001:
     
  13. motz-art
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    motz-art

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    Es ist doch schon mal ein Fortschritt, dass sie nicht auf dem Domplatz verbrannt werden!

    Wer immer noch an einen Menschen liebenden und gütigen Gott glaubt ist in meinen Augen entweder naiv oder zynisch...
     
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  14. Häretiker
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    Häretiker

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    Das ist übertreiben. Manchmal dauert es eben ein paar Jahrhunderte, siehe Galileo Galilei, der 1992 formell rehabilitiert wurde ....

    Grüße
    Häretiker
     
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  15. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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    So habe ich bei meinem mittleren auch gedacht und ihn nicht taufen lassen - ich hätt es mal besser getan, denn als er sich entschloß katholisch zu werden, wurde er derart vom Pfarrer geschuhriegelt…...des hätt man sich alles ersparen können.

    LG
    Henry
     
  16. m.berg
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    m.berg Guest

    Da hat er doch gleich was fürs Leben gelernt.:019:
     
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  17. Father
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    Father

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    Genau sowas ist dann für mich einfach ein Problem der Kirche. Vollkommen unchristlich diese Reaktion. Jesus hätte sich über einen „Neuzugang“ einfach nur gefreut. Kirche und vor allem die katholische hat leider wenig mit Christus und christlichem Verhalten zu tun. Meine Meinung, sorry.
     
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  18. Shaman1905
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    Shaman1905

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    Eher ein Problem mit dem Bodenpersonal.

    Bei uns wurden in der Osternacht zwei Konfis und ein Geschwisterkind getauft und es war einfach nur schön.
     
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  19. Häretiker
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    Häretiker

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    In der Tat.

    Da hätte man als Vater gute Lust, dem Pfarrer in die E**r zu treten und dann zu sagen: Betrachten sie es als Prüfung. Die Prüfung kann sich unter Umständen wiederholen, sie wissen Bescheid.

    Würde ich atürlich nie tun, aber ich könnte es verstehen.

    Beschwerde an höhere Stelle und einen anderen Pfarrer in der Nachbargemeinde ging wahrscheinlich nicht, oder? Ich bin auch nicht von 'meinem' Pfarrer konfimiert worden, sondern eine Gemeinde weiter.

    Grüße
    Hräetiker
     
  20. claclavier
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    claclavier

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    Genau so sind wir mit unseren Kindern verfahren. Wir wollten ihnen selbst die Entscheidung dafür oder dagegen überlassen.
    Mein Mann ist katholisch, ich evangelisch. Er gläubig, ich eher nicht so sehr. Er hat mit unseren ungetauften Kindern jeden Abend gebetet. Mir haben sie liebevoll nachsichtig zu verstehen gegeben, "Mami, der Papi kann das schon besser als du".
    Es hat mich aber immer sehr gerührt, das sie bei den stets gleichen Worten halblaut mitgebetet haben, dabei das Gähnen angefangen haben, ruhig wurden und mit diesen tröstenden beruhigenden Worten schnell in den Schlaf gefunden haben. Ein schönes Ritual.

    Wir haben sie zum Schuleintritt doch taufen lassen. Sie wollten das. Soweit man das bei so kleinen Menschen herausfinden kann. Sicherheitshalber haben wir sie evangelisch taufen lassen. Dann sind sie in einer winzigen katholischen Zwergenschule eingeschult worden. Dort haben sie wie alle anderen, auch ungetauften und muslimischen Mitschüler katholischen Religionsunterricht erfahren und das nicht zu ihrem Schaden. Ich bin heute noch überrascht wieviel sie davon im Positiven behalten haben. Denn dortigen Lehrern sei Dank!
    Das Taufritual empfand ich auch sehr schön. Wir haben aus hundert oder so Taufsprüchen fünf für sie herausgesucht, sie wählten sich dann den für sich passenden heraus, die Taufkerze wurde verziert, die Deko und Einladungen fürs Tauffest gebastelt.
    Dem Pfarrer hatte das auch viel Spaß gemacht. Und beide waren sehr stolz auf ihren Eintritt in die Kirche.
    Das ist natürlich mit sechs, sieben noch ein magisches Alter. Wenn ich dran denke wie anders und konsumorientiert dann die Konfirmation mit 14 Jahren war. Meine Herren!

    Ich singe in einem katholischen Kirchenchor. War im letzten Jahr mal spasseshalber mal in meiner evangelischen Kirche und habe mich etwas orientierungslos empfunden. Der katholische Ritus ist mir inzwischen durch die vielen Gottesdienstbegleitungen sehr viel vertrauter geworden.
    Bin zwar im Herzen froh evangelisch zu sein und denoch in einer katholischen Kirche mit den dort sehr engagierten, freundlichen, zugewandten und liebevollen Mitmenschen auch eine Art Heimat gefunden zu haben.
    Habe sozusagen das Beste aus beiden Glaubensrichtungen in mein Leben integriert und finde es schön das genießen zu können.