Beethoven 32 Variationen in c-moll

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Hallo ihr Clavios! :bye:


Hier lege ich die Aufnahme meiner Einspielung : Beethoven 32 Variationen in c-moll WoO 80


Und wie immer, es wäre super, dass ich konstruktive Feedbacks bekommen darf ! :-D


Viel Spaß (?) und schöne Vorweihnachtszeit euch !



LG, HSC
 

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Ich habe das Stück auch mal geübt. Neben der Mondscheinsonate und der Wandererfantasie bin ich an keinem Stück so kläglich gescheitert wie an diesem.

Du beherrschst das im Gegensatz zu mir. Ein wenig Präzision fehlt an der Stelle, an der es das erste Mal links richtig schnell wird, bevor dann Dur kommt. Bei der Trilenstelle um 6:28 rennst du ein wenig. Auch so um 7:28 fehlt wenig Ruhe.

Du artikulierst insgesamt gut, stellenweise finde ich persönlich aber die Dynamik etwas lieblos, z.B. in der ersten Variation oder in der Variation wo man zwei gegen drei und dazu diese Oberstimme hat. Auch in der vorletzten Variation muss da irgendwie so ein Melodiebogen erkennbar sein trotz staccato. Das sind irgendwie nur einzelne Akkorde.

Insgesamt aber ganz sicher eine gelungene Aufnahme.
 
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Ich habe die Variationen auch mal gespielt und irgendwo (Stichwort "Variationen, Variationen") in dem Einspielungensfaden findet man auch eine Einspielung von mir.
Vorweg: Es lohnt sich mit dem Variationswerk zu beschäftigen. Es ist quasi ein Kompendium mit den Klaviertechniken, die Dich in der Zeit erwarten - mit Ausnahme der letzten Variation komprimiert auf acht Takte. Außerdem ist es ein Riesenunterschied, ob Du nur eine Variation spielst oder immer schnell von einer Variation zur nächsten umschalten musst.
In Deine Aufnahme habe ich aus Zeitgründen bisher nur teilweise reinhören können. Genaueres von meinen Eindruck zu Deinem Spiel schreibe ich vermutlich am Freitag.
 
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Ein wirklich nicht einfaches Werk, das Du gut eingeübt hast. Ich hoffe, dass Du Dich weiter damit beschäftigen wirst, da ich vom Hören den Eindruck habe, dass die Einspielung nicht das Maximum ist, was bei Dir möglich ist.

Ein paar allgemeine Hinweise:

Tempo: Die meisten Variationen können im gleichen Tempo gespielt werden wie das Thema. Das gibt dem Werk eine geschlossenere Form und sei Dir bewusst, wenn Du von dem Grundtempo in einigen Variationen abweichen willst.

In einigen Variationen gibt es Temposchwankungen oder auch einen falschen Rhythmus (z.B. Var 26). Ich würde empfehlen, einmal mit Metronom das Stück durchzuspielen. Dann wirst Du merken, welche Stellen anfällig sind.

Basslinie: Die Variationen beruhen auf eine Basslinie. Bei einigen Variationen geht diese verloren. Achte noch mehr auf die Basslinie, versuche die zu hören und sei Dir bewusst, wie Du genau phrasieren möchtest. Aktuell klingt das noch etwas zufällig. Acht Takte sind schnell vorüber. Einmal etwas nicht aufgepasst und es kann in der Variation nicht mehr wirklich gut korrigiert werden.

Var. 1-3 zu den Tonrepetitionen: Es ist zum Teil Glaubensfrage, ob man die Finger wechseln will oder nicht. Ich habe erst die Finger gewechselt und keine Stabilität reinbekommen. Ohne Fingerwechsel klang es dann bei sehr schnell deutlich besser. Ich würde generell letzteres empfehlen. Wie hast Du Dich entschieden?
 
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Tempo und Rhythmus ist eigentlich bei mir jetzt sehr großes Problem geworden, generell in allen Werken... ich muss einfach daran sehr gut arbeiten...ich brauche mehr Kopfarbeit. Ich stimme dir voll zu.


Das war mir weniger aufgefallen!

Es handelt sich auch um Dynamik auch, ich denke, ich spiele zu brutal.

Var. 1-3 zu den Tonrepetitionen
Ich mache immer Fingerwechsel, 5432 oder 1212 / 2121. Wenn ich mit kleinem Finger eine Arpeggio anfangen muss, nehme ich 1212 für Tonrepetition, andererfalls 5432.





Danke für dein Feedback ! :super: Ich denke, dein Feedback ist sehr sinnvoll.
 
Tempo und Rhythmus ist eigentlich bei mir jetzt sehr großes Problem geworden, generell in allen Werken... ich muss einfach daran sehr gut arbeiten...ich brauche mehr Kopfarbeit. Ich stimme dir voll zu.

Ich habe mir nicht die gesamte Aufnahme angehört, sondern bin ein wenig darin herumgesprungen. Das, was Scarbo geschrieben hat, kann ich insgesamt unterschreiben.

Bei den von Scarbo erwähnten Temposchwankungen und "falschem Rhythmus" hatte ich beim ersten lesen zunächst nur Kleinigkeiten vermutet. Aber was du da z.B. in Variation 26 machst, ist schon kein falscher Rhythmus mehr, sondern ist völlig verzerrt.

Bist du dir wirklich sicher, dass es nur an deiner "Kopfarbeit" liegt?

Die Variation 26 ist im hohen Tempo technisch ziemlich schwer (mehrmals weitere Sprungbewegung von den Oktaven zu den Terzengruppen, später am Ende noch einige unangenehme Griffe). Das will alles sauber gespielt sein. Mir scheint es eher, dass es gerade in dieser Variation bei dir nicht an fehlender rhythmischer "Kopfarbeit", sondern an technischen Mängeln liegt, denn die Verzögerungen treten immer nach den Oktaven ein, wenn du direkt danach zu den Terzen umgreifen musst. Aber anstatt das Tempo insgesamt zu reduzieren, nimmst du lieber einen deutlich hörbaren zeitlichen "Hänger" in Kauf. Das ist nicht gut. Spiel lieber insgesamt langsamer, wenn es technisch noch nicht klappt.

Was du z.B. in der Variation 30 machst, verstehe ich musikalisch überhaupt nicht. Warum so abgehackt? Dort stehen eindeutig Bögen in den Noten!! Und mir ist auch kein Pianist bekannt, der das so spielt wie du.

Welche Notenausgabe benutzt du? Hast du dir zum Vergleich einmal mehrere gute Aufnahmen des Stücks von bekannten Pianisten angehört?
 
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Aber was du da z.B. in Variation 26 machst, ist schon kein falscher Rhythmus mehr, sondern ist völlig verzerrt.
Zuerst danke für deine ausführliche Feedbacks !

Oha...es ist mehr problematischer, dass ich nicht gemerkt habe, dass es so katastrophal klingt.

sondern an technischen Mängeln liegt, denn die Verzögerungen treten immer nach den Oktaven ein, wenn du direkt danach zu den Terzen umgreifen musst. Aber anstatt das Tempo insgesamt zu reduzieren, nimmst du lieber einen deutlich hörbaren zeitlichen "Hänger" in Kauf.
Noch ein Punkt zum Üben !

Ich denke, zuerst muss ich hören sogar merken, dass ich einen Hänger in Kauf genommen habe.
Was du z.B. in der Variation 30 machst, verstehe ich musikalisch überhaupt nicht. Warum so abgehackt? Dort stehen eindeutig Bögen in den Noten!! Und mir ist auch kein Pianist bekannt, der das so spielt wie du.

Welche Notenausgabe benutzt du? Hast du dir zum Vergleich einmal mehrere gute Aufnahmen des Stücks von bekannten Pianisten angehört?
Oha, ja, ich wusste schon, dass da Bogenlinien im Var. 30 stehen, aber ich glaube, ich bin nicht dazu klar gekommen, die echte Bedeutung des Artikulationszeichen richtig zu verstehen. Generell muss ich mehr denken, welche Zeichen was bedeuten können und wie ich sie realisieren sollte.

Ich benute Henle Ausgabe und ich habe die Aufnahme von Angela Hewitt gehört. Aber sonst nicht...

Also, wieder Arbeit...
 
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