Tempo und Rhythmus ist eigentlich bei mir jetzt sehr großes Problem geworden, generell in allen Werken... ich muss einfach daran sehr gut arbeiten...ich brauche mehr Kopfarbeit. Ich stimme dir voll zu.
Ich habe mir nicht die gesamte Aufnahme angehört, sondern bin ein wenig darin herumgesprungen. Das, was Scarbo geschrieben hat, kann ich insgesamt unterschreiben.
Bei den von Scarbo erwähnten Temposchwankungen und "falschem Rhythmus" hatte ich beim ersten lesen zunächst nur Kleinigkeiten vermutet. Aber was du da z.B. in Variation 26 machst, ist schon kein falscher Rhythmus mehr, sondern ist völlig verzerrt.
Bist du dir wirklich sicher, dass es nur an deiner "Kopfarbeit" liegt?
Die Variation 26 ist im hohen Tempo technisch ziemlich schwer (mehrmals weitere Sprungbewegung von den Oktaven zu den Terzengruppen, später am Ende noch einige unangenehme Griffe). Das will alles sauber gespielt sein. Mir scheint es eher, dass es gerade in dieser Variation bei dir nicht an fehlender rhythmischer "Kopfarbeit", sondern an technischen Mängeln liegt, denn die Verzögerungen treten immer nach den Oktaven ein, wenn du direkt danach zu den Terzen umgreifen musst. Aber anstatt das Tempo insgesamt zu reduzieren, nimmst du lieber einen deutlich hörbaren zeitlichen "Hänger" in Kauf. Das ist nicht gut. Spiel lieber insgesamt langsamer, wenn es technisch noch nicht klappt.
Was du z.B. in der Variation 30 machst, verstehe ich musikalisch überhaupt nicht. Warum so abgehackt? Dort stehen eindeutig Bögen in den Noten!! Und mir ist auch kein Pianist bekannt, der das so spielt wie du.
Welche Notenausgabe benutzt du? Hast du dir zum Vergleich einmal mehrere gute Aufnahmen des Stücks von bekannten Pianisten angehört?