Vielen herzlichen Dank für Eure Rückmeldungen! Ich freue mich, dass doch so viele Lust hatten, an dem kleinen Experiment mit der Aufnahme (sozusagen der Blindverkostung) teilzunehmen. Ich löse erstmal auf: Tatsächlich ist das Bechstein 7 gleich das erste Instrument (

ElRealisto), als zweites kommt das Bechstein 12N (etwas „dämpferig“, aber schön, finde ich auch, Wiedereinsteigerin38), das dritte ist der
Blüthner* (ja, tatsächlich ein Flügel; hatte ich nicht dazugeschrieben, tut mir leid, stach aber offenbar doch heraus), das letzte dann also das Grotrian-Steinweg (die liegen Dir offenbar immer noch, Retterspitz

).
Es freut mich, dass der
Blüthner* so viele positive Reaktionen bekommen hat; zum Einen, weil ich eine gewisse Affinität zur Marke habe (im Unterricht spiele ich auch auf einem
Blüthner*), zum Anderen, weil es ja auch ein sehr altes Instrument ist. Ich habe eben eine Schwäche für Instrumente mit Geschichte – es gibt doch auch zahlreiche leidenschaftliche Fans von z.B. alten Bechstein-Flügeln …
Dann habe ich doch das Bedürfnis, noch einmal klarzustellen, dass die Optik natürlich auch für mich nicht Priorität hat – sonst hätte ich das Bechstein 7 ja schon längst kaufen können (aber sie ist mir eben auch nicht völlig egal).
Mich deshalb gleich der mangelnden Musikalität zu bezichtigen, hasenbein, ohne mich näher zu kennen, finde ich doch ziemlich verwegen ….
Vielleicht tue ich mich aber auch deshalb schwer mit den Klavieren, weil ich, wie SternimMeer schon richtig vermutete, eigentlich lieber einen Flügel hätte. Insofern ist jedes Klavier vom Grunde her ohnehin ein Kompromiss, und vielleicht stellt sich auch deshalb das viel gerühmte Bauchgefühl nicht ein. (Andererseits beginnen ja auch andere Beziehungen im Leben nicht immer mit Liebe auf den ersten Blick, und können doch richtig sein, oder?)
Am nächsten dran an diesem (spontanen) Bauchgefühl war ich beim ersten Bechstein 12N, dass ich vor ca. 6 Wochen angespielt habe. Leider hat mir der Verkäufer erst in dem Moment, als ich gewissermaßen Luft holte, um zu verkünden, dass ich es haben will, mitgeteilt, dass es schon reserviert ist. Und tja, wie es eben so geht, der andere Kunde hat es dann ein paar Tage später gekauft. Das 12N in der Aufnahme scheint mir nicht ganz so schön wie das besagte erste zu klingen, aber vielleicht ist das auch nur die Enttäuschung über das entgangene Schätzchen ...
Und warum löst der Blüthner das Bauchgefühl nicht aus? Neben der Größe vermutlich deshalb, weil ich Bedenken habe, einen Flügel in meine Berliner Altbauwohnung mit zahlreichen Parteien drumherum zu stellen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Nachbarn doch recht viel von meinen Bemühungen mitbekommen würden. Leider habe ich keinen Vergleich, weil bei uns im (Vorder-) Haus wohl niemand ein Instrument spielt bzw. in den letzten Jahren gespielt hat. Meine Nachbarn sind wirklich nicht von der besonders empfindlichen Sorte – aber einen regelmäßig an einem solchen Instrument übenden Nachbarn kennen sie eben auch noch nicht.
Was habt ihr für Erfahrungen mit Flügeln in Mehrparteien-Mietshäusern? (Ein Silent-System für einen Flügel kann ich mir eigentlich nicht leisten, und gerade bei den älteren Instrumenten – z.B. dem Blüthner – lässt es sich u.U. ja auch gar nicht einbauen.)
Es spricht also einerseit Einiges für einen Klavier-Vernunftkauf. Andererseits könnte ich nächste Woche einen generalüberholten Blüthner Modell 11 (Stutzflügel) anspielen ... und einen kurzen Seiler gibt es gerade auch im Angebot ... seufz.