Battle of the Champions - Kampfmusik für Großorchester

Dieses Thema im Forum "Theorie, Arrangement & Komposition" wurde erstellt von Tormentor, 6. Jan. 2018.

  1. Tormentor
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    Tormentor

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    Hallo zusammen,

    habe die letzten Tage sehr lange an diesem Stück hier gearbeitet:

    https://soundcloud.com/dustin-naegel/battle-of-the-champions

    Ist quasi orchestrale Kampfmusik mit einer Menge synkopischer Einschübe für Schlagwerk, Blech etc. über einem (hoffentlich) kraftvollen Ostinato in den tiefen Streichern. Stilistisches Vorbild war Basil Poledouris' großartiger Score für den ersten Conan-Film von 1982.

    Da mir sowohl das wirklich professionelle Orchestrierungshandwerk als auch das Privatorchester für eine Live-Einspielung fehlen, wurde natürlich alles MIDI-basiert über ein Sequencer-Programm mit orchestralen Sample-Bibliotheken realisiert. ;)

    Wie immer hat mir besonders das Abmischen ganz zum Schluss das meiste Kopfzerbrechen bereitet, weil man bekanntlich bis zuletzt an allen möglichen Stellen mehr oder weniger große Ungereimtheiten entdeckt und bei so vielen Einzelspuren (knapp über Hundert) rumschrabt, bis der Arzt kommt... Wenn ihr Tipps bezüglich Mix, allgemeiner Sound oder vielleicht Verbesserungen hinsichtlich Arrangement/Orchestrierung etc. habt, wär ich sehr dankbar. :)

    Viele Grüße

    Dustin
     
    backstein123 und Barratt gefällt das.
  2. backstein123
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    backstein123

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    Hey,

    Vorab, mir fehlt das technische sowie das theoretische Wissen um dir eine fundamentalen Antwort zu geben.
    Aber ich weiß wie toll und wichtig Rückmeldung auf die eigenen Arbeit ist :)
    Daher meine persönliche Meinung:

    Dir ist eine unglaublich gute dramatologie gelungen! :super:
    Dein Werk baut eine hervorragende Spannung auf, die Geigen wirken als wirklich solide Basis und das Stück weiß zu überraschen. Besonders gefällt mir da zb die fast schon Hintergründig einsetzenden Trompeten/Posaunen welche schnell die Melodie übernehmen und dominieren, aber dann von einer Querflöte (?) übernommen wird und zum Höhepunkt gebracht wird ( so an 1:13 bis 1:35 ungefähr) Richtig gut gemacht:super:

    Aber es gibt so einen kleinen Kritik punkt :-D
    Mitten beim Hören kam mir der Gedanke: so richtig gut würde das Stück auch in einem Video game rüber kommen, genau genommen in so einem Fantasie Rollenspiel (hab ich in der Jugend gerne und ausgiebig gespielt).
    Einfach weil es eine fabelhafte Dramatik aufweisen kann und eine tolle Spannung aufbaut, ohne (und jetzt kommt die Kritik) von wesentlich abzulenken.

    Für eine "Kampf Musik" fehlt mir da das Tosen einer Schlacht. Dieses hin und her, dieses aufeinander los stürmen, schwer zu beschreiben.
    Ich könnte es am ehesten so beschreiben: es entsteht die ganze Zeit eine Spannung aber es passiert nichts.
    So als würden zwei Heerscharen sich gegeneinander stehen, aber nichts passiert :konfus:

    Allerdings ist das ein "Jammern" auf wirklich hohen Niveau. Und es ist immer noch ein wirklich sehr gutes Stück. Außerdem ziehe ich meinen Hut vor deinen Fähigkeiten und der Arbeit die du dir gemacht hast:super:
     
  3. Tormentor
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    Tormentor

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    Hey, vielen Dank für das Feedback. Freut mich, dass es dir soweit gut gefällt und die Dramaturgie anscheinend rüberkommt! Werde bei Zeiten mal den zugehörigen Filmausschnitt dazu präsentieren, dann werden sicher auch einige eher abrupt erscheinende Übergänge nachvollziehbarer und auch, warum es eigentlich keine wirklichen wie soll man sagen.. "Stimmungstiefs" gibt. Die ganze Szene dient eigentlich nur dem Zweck, auf sehr trashig-plakative zu zeigen, wie toll eine (schlecht kostümierte) Heldentruppe (noch schlechter kostümierte) Monster niedermachen kann. Große emotionale Tiefen bzw. Schwankungen gibt's da leider keine. :D
     
  4. Tormentor
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    Tormentor

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    Hier ist übrigens auch endlich der komplette Filmausschnitt, zu dem dieses Stück sowie zwei weitere Cues geschrieben wurden:


    View: https://www.youtube.com/watch?v=m1Op4EXgQk0


    Alles sehr trashig und natürlich extrem LOW-BUDGET (gedreht wurde 2005 mit einem Discounter-Camcorder), aber mir ging es ja in erster Linie um die Gelegenheit, endlich mal Filmmusik in dem musikalisch unglaublich ergiebigen Fantasy-Genre zu schreiben. War enorm viel Arbeit, aber hat auch mindestens genauso viel Spaß gemacht! :)
     
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