August Förster Modell 98 (1925) Tasten bearbeiten

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Timbre

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Hallo zusammen,
ich habe gestern ein August Förster Klavier (Modell 98, Höhe 128 cm, Baujahr um 1925) privat für 100€ gekauft. Es ist etwa 1,5 Halbtöne gleichmäßig verstimmt und ich möchte es in den nächsten Monaten soweit spielbar machen dass es zumindest für Hausmusik und ein bisschen klimpern geeignet ist, d.h. zunächst in mehreren Durchgängen hochstimmen, Hämmer abziehen und dann mal sehen. Die Stimmung soll A = 432 Hz mit Thomas Young Temperament werden. Das ganze dann per Tuning-App Piano Meter.

Die Tasten des Klaviers sind im mittleren Spielbereich ziemlich vergilbt. Habt ihr einen Tipp womit man da als erstes rangeht? Deckel offen stehen lassen habe ich schon vernommen, wird aber wohl nicht reichen.

Ich bin mir nicht sicher ob es Elfenbein ist. Detailfotos kann ich noch nachreichen. Hier erst mal die Fotos soweit vorhanden.

Danke vorab + viele Grüße
Markus
 

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Hier noch ein paar Bilder vom Innenleben. Mehr folgen demnächst...
 

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Die Stimmung soll A = 432 Hz mit Thomas Young Temperament werden.
Warum? Warum nicht 440 Hz gleichschwebend?
Die Tasten des Klaviers sind im mittleren Spielbereich ziemlich vergilbt. Habt ihr einen Tipp womit man da als erstes rangeht?

 
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Danke.

Zur Stimmung...
Ich möchte einfach die Saitenspannung wegen der alten Stimmwirbel etwas niedriger halten und soweit ich weiß war der Kammerton zur Bauzeit des Klaviers 435 Hz.
Die Temperierung nach Thomas Young möchte ich einfach gern mal testen weil sie mir bei online Vergleichsvideos immer sehr gut gefällt. Ich mag auch den Gedanken dass die Tonarten unterschiedliche Klangcharater haben.
 
Hast du denn schon mal Erfahrung gemacht mit Klavierstimmen? Falls nein: vergiss erst mal die Temperierung. Denn so ziemlich alle Anfänger haben schon Schwierigkeiten, die einzelnen Tasten in sich schwebungsfrei zu stimmen (Chorreinheit). Und solange das nicht passt, wird man auch keine Unterschiede zwischen verschiedenen Temperaturen hören, da alles verstimmt leicht klingt.
 
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Mit Klavier stimmen selbst habe ich noch keine Erfahrung, bin aber Musikinstrumentenbauer im Bereich Glasinstrumente. Sehe das also auch etwas sportlich und hoffe es unter Zuhilfenahme von Stimm-Apps hinzubekommen. Dort kann man auch Temperierungen vorgeben.
 
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Mit Klavier stimmen selbst habe ich noch keine Erfahrung, bin aber Musikinstrumentenbauer im Bereich Glasinstrumente. Sehe das also auch etwas sportlich und hoffe es unter Zuhilfenahme von Stimm-Apps hinzubekommen. Dort kann man auch Temperierungen vorgeben.
Du meinst Blasinstrumente?
 
Glasinstrumente, nicht Blasinstrumente. Hab dir gerade was per Direktnachricht gesendet.

Grüße
Markus
 
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  • #10
Geht ja beschädigungsfrei … also wo ist das Problem? Versuch macht kluch!
 
  • #11
und hoffe es unter Zuhilfenahme von Stimm-Apps hinzubekommen
Viel Erfolg! Habe mir auch zu diesem Zweck ein "Stimmübungsklavier" zugelegt. Einfach ist anders.
An der ersten Stimmung probiere ich jetzt schon Jahre. :lol:
 
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  • #12
Klärst Du uns mal zum Thema „Glasinstrumente“ auf? Danke!
 
  • #14
Google weiß alles. Glasinstrumente unterscheidet man in Reibungs- und Aufschlagidiophone. Können auch von Nichtidioten gespielt werden.

@Timbre : stellst Du den Reibungsidiophone oder eher mehr Aufschlagidiophone her?

CW
 
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  • #15
Ich lass immer mein Weinglas singen!
 
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  • #16
Das Weinglas eignet sich sowohl als Reibungs- wie auch als Anschlagsidiophon.
In deinem Fall ist es die Reibung ... wenn jemand eine Rede halten möchte (oder in gehobener Gesellschaft einen Trinkspruch haushauen will) ist es ein Anschlag.
Die meisten Menschen zweckentfremden diese unterschätzten Instrumente allerdings als Trinkgefäße (Banausen).
Eine große Gruppe Glasinstrumente fehlt hier auch. Die "Zerstörungsidiophone" ... aber die muss ja auch vorher keiner Stimmen (den Klang eines solchen Instrumentes kann man in "Break&Enter" von Prodigy hören), und da sie über keinerlei Repititionsfähigkeiten verfügen, ist es ein sehr einmaliger Spass.

Spass bei Seite.
Das wichtigste beim "Bau" einer Glasharfe ist das Gehör des "Einschenkers", denn geliefert wird das Ding natürlich ohne Wasser ... also komplett ohne Stimmung.
Der "Einschenker" muss also durchaus auch auf Temperatur achten ... vor allem, bei einem chromartischen Instrument, auf dem auch klassische Literatur spielbar sein soll.
Und da gehts dann um "einen halben Tropfen mehr oder weniger". Wenn man das exakt stimmen will, muss man da schon mit der Pipette ran.

Ich würde sagen, immer ran an den Speck ... einem Glasinstrumentenbauer traue ich die Stimmung eines Klavieres einigermaßen zu. Auch wenn der eventuell nicht so die Erfahrung mit der geforderten Chorreinheit mitbringt.

ich bin kein Klavierstimmer, aber die Entscheidung darüber, ob das "gut" ist, sollte man nicht allein einem Stimmgerät überlassen (zumindest bei Gitarren geht das regelmäßig daneben).
Der letzte Richter ist ein hoffentlich an gut gestimmten Klavieren musikalisch geschultes Ohr.
 
  • #17
Das ähnlich alte Klavier meiner Schwiegermutter steht auf 432Hz für das a'. Es würde möglicherweise auch mehr vertragen, aber da es viele Jahre nicht gestimmt wurde, hat es jetzt erst einmal die tiefe Stimmung bekommen und klingt damit wirklich rund.
Aber ich hätte das nicht hingekriegt, das hat die Klavierbauerin meines Vertrauens gemacht.
 
  • #18
 
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  • #19
einem Glasinstrumentenbauer traue ich die Stimmung eines Klavieres einigermaßen zu
Naja, das Hören ist das Eine. Aber man muss es auch schaffen, dass die Stimmung sich nicht gleich wieder ändert.
Da kommt also auch Handwerkliches dazu.
 
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  • #20
Ich möchte einfach die Saitenspannung wegen der alten Stimmwirbel etwas niedriger halten und soweit ich weiß war der Kammerton zur Bauzeit des Klaviers 435 Hz.
Ich weiß nicht, wie alt die Stimmwirbel bei meinem sind. Laut Seriennummer ist der Kasten 130 Jahre alt, aber er hält die 440hz problemlos.
Ich weiß aber nicht, was in den letzten 130 Jahren so alles gemacht wurde ... eventuell sind die Stimmstifte nicht mehr Original (der Stimmstock sieht eigentlich auch nicht nach 130 Jahre altem Holz aus).

Versuch macht kluch ... wenn es die Stimmung nicht hält (oder dir der höhere Klang nicht gefällt), kannst du es noch immer auf 435hz oder so bringen.
Naja, das Hören ist das Eine.
Es ist mMn eine ziemlich wichtige Grundlage.
 

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