Auf der Suche nach einem Flügel

  • Ersteller Ersteller Horsti
  • Erstellt am Erstellt am

  • #21
Ich habe einmal auf einem Steingräber mit Kohlefaserboden gespielt, der klang auch sehr gut und war eindeutig als Steingräber identifizierbar.
Ach, warst du Ende April auch in Nürnberg? War auch dort und hab mich mit dem "Techniker" ausgetauscht der einen Flügel* (Resonanzboden) mit den "Shakern" ausgestattet hatte. Hab den Flügel* leider nicht ausprobiert.
 

  • #22
Warum ist das Wort Techniker unter Anführungszeichen? Und meinst du mit Shakern die Transducer?
 
  • Like
Reaktionen: Tastenschnurri
  • #23
Hallo Flieger!
Ja, ganz genau. war gerade auf die Schnelle geschrieben. Genau, ich meinte die Transducer bei Steingraeber. Ich glaube, dass ist das hier übliche Wort? ähnliche Technologie gibt es ja auch bei Yamaha*/Kawai*, mit Transacustic/Aures.
Techniker hatte ich in Anführungszeichen gesetzt, weil er sich mit der Technik auskannte und den Flügel* mit der Transducer Ausrüstung betreut hat (und wahrscheinlich auch konfiguriert und aufgebaut hat). Er war möglicherweise Klavierbaumeister, Ingenieur oder noch mehr.
Ich war jedenfalls tief beeindruckt und sehr angetan.
 

  • #25
Transducer ist das Wort, das Steingraeber auf der eigenen Homepage verwendet.
Wenn ich "Techniker" schreibe, meine ich damit jemanden, der so tut, als würde er sich auskennen, und der gerade mal einen Schraubenzieher richtig herum halten kann. Aber ich hatte ein Gefühl, dass du das anders meinst.

Ich würde mir das auch einmal gerne anschauen, aber es ist nicht einfach einmal ein Nachmittagsausflug.
 
  • Like
Reaktionen: Tastenschnurri
  • #26
Ich würde mir das auch einmal gerne anschauen, aber es ist nicht einfach einmal ein Nachmittagsausflug.
Bei jedem halbwegs gut sortierten Yamaha-Händler findet man das aktuelle TA3-System zum Testen.
 
  • Like
Reaktionen: Austro-Diesel und Tastenschnurri
  • #32
Bei jedem halbwegs gut sortierten Yamaha-Händler findet man das aktuelle TA3-System zum Testen.
Mit "das" meinte ich die Steingraeber-Ausstellungsräume und evtl. auch Werkstätte. Die hat leider nicht jeder Yamaha-Händler... ;)
 
  • Like
Reaktionen: Tastenschnurri
  • #34
Die Fotos sind von der Akustika in Nürnberg dieses Jahr. Der Flügel hat aber nicht den Kohlefaserboden (der war aber auch ausgestellt, stand weiter rechts).
 
  • #35
Wobei sich mir bei all den Transducer-Systemen die Frage stellt, inwiefern der digitalisierte Klang "fremder" Instrumente durch den gegebenen Klangboden bei der Wiedergabe "verbogen" wird. Ein Teil der Klangfarbe eines Instruments mag von der Besaitung und der Position des Tonstegs kommen, der Rest wird jedoch wohl von den Eigenheiten des Klangbodens bestimmt. — Ich hadere mit der Vorstellung, dass ein mittelgroßes Pianino den Klang eines Bösendorfers wiederzugeben im Stande ist. Und generell finde ich den Wow-Effekt des TA3-Systems eher beschränkt.

Leider habe ich Yamahas TransAcoustic-3-System noch nicht an wesentlich unterschiedlichen Instrumenten wie zB einem Salonflügel und gleich daneben an einem Pianino hören dürfen, um das genauer beobachten zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #36
Ich denke nicht daß es um die ultimative Klangwiedergabe geht sondern um die elegante all-in-one Möglichkeit .
 
  • Like
Reaktionen: Flieger und Tastenschnurri
  • #37
Wobei sich mir bei all den Transducer-Systemen die Frage stellt, inwiefern der digitalisierte Klang "fremder" Instrumente durch den gegebenen Klangboden bei der Wiedergabe "verbogen" wird. Ein Teil der Klangfarbe eines Instruments mag von der Besaitung und der Position des Tonstegs kommen, der Rest wird jedoch wohl von den Eigenheiten des Klangbodens bestimmt. — Ich hadere mit der Vorstellung, dass ein mittelgroßes Pianino den Klang eines Bösendorfers wiederzugeben im Stande ist. Und generell finde ich den Wow-Effekt des TA3-Systems eher beschränkt.

Leider habe ich Yamahas TransAcoustic-3-System noch nicht an wesentlich unterschiedlichen Instrumenten wie zB einem Salonflügel und gleich daneben an einem Pianino hören dürfen, um das genauer beobachten zu können.
Ohne nun so Transducer wirklich zu kennen, weiß ich zum Einen aus einem Besuch bei Pianova Großefehn (Ostfreisland), dass die Erregung von Klang per Fichtenholz-Mono-Membran schon jahrelang gemacht wird.

Zum Zweiten ist die Möglichkeit gegeben, dass die "Verbiegungen"; die ein unverändertes Wave durch einen Fichtenboden erfährt, ggfs. auch auskonterbar sind, indem man die Waves umrechnet entweder, oder aber indem man an mehreren Stellen des Resobodens Magnete arbeiten lässt, die man "modifiziert" ansteuern könnte.
Theorie.
Weiß nicht, ob das "so" jemand macht.

Aber generell sollte klar sein: ein Klavier ist klangtechnisch nichts anderes als ein hölzern mit Membran ausstaffierter Mono-Lautsprecher - im Standard mit mechanischer Ansteuerung. Aber was nicht elektronisch ist, könnte noch elektronisch werden ...

Ich ... habe hier auch seit mitte der 80er Jahre einen Synthesizer, de guten alten Yamaha DX-7, der "algorhythmisch" operiert, mit Rechteck-, Sinus- und Sägezahngeneratoren. Die in ziemlich vielen gegenseitigen Beschaltungen einander modifizieren können.
Diese Modifiziererei ist ein Arbeitsgebiet, das Akustikingenieure heute bis ins FF und mit weit ausgefeilteren Methodiken betreiben als zu der Zeit der 80er Jahre.

Statt an sowas komplex herumrechnen zu lassen, sampelt man heute eher. Schnappt sich EINEN feinen Ton, und rechnet den die Frequenzskala herauf und herunter, oder ein paar Referenztöne, die man miteinander verschneidet.

So gesehen gäbe es "eigentlich" keinerlei Grund, noch irgendeinen nagelneuen Flügel kaufen zu sollen ... zumal kein Ding, das in der Liste mit irgendwas bei 230 oder 240 Tausies steht, wie ein neuer D-Konzertflügel, und einen irren Platz beansprucht.
Hier darf trotzdem so einer 'ran ... wenn auch einer von 1877. Ist eben noch das Echte, Alte. Von sanftem Klange.
Außerdem sieht ein Flügel einfach bannig "kultiviert" aus - man sehe nur die vielen "Tatorte", in denen ein Flügel kulturtäuschig ums Eckchen lugt.

... und da war noch die Ansage eines Berliner Klavierfreundes, dessen Stimmer wusste, dass im Speckgürtel der Hauptstadt an die 500 Steinways kultursimulativ herumstehen, oft ohne dass überhaupt irgendeiner des Haushaltes sie spielt... die werden nur gewartet, in der Hoffnung, eines Tages Vladi Horowitz oder so zu Gast zu haben.

Merkmal des Arriviert-Seins?

Man sehe also, die Motivlage, "Flügel !" zu wollen, ist uU. vielschichtig ...

Jedenfalls, die Ladys, diie daheim als Höhere Töchter (TM) noch Klavier lernen "mussten", dürften so langsam wegsterben. Obschon wir (pl.maj.) hier auch wieder eine heranziehen, eine pfiffige 14-monatige Enkelin, die schon gecheckt, scharf beobachtet hat, dass das Herumpatschen auf den Tasten minder nachgefragt ist gegen das Eintasten-Einfinger-Betätigen, nur ist mit einem Jahr da noch nicht die richtige Kraft drauf...
 
  • Like
Reaktionen: Tastenschnurri
  • #38
Wenn mann sich ersteinmal mit einem Thema bschäftigt...
Mir ist aufgefallen, dass es auch von Bechstein und Blüthner Flügel mit eckigem Korpus gibt. Waren das Ausnahmen? Bei den neuen Flügeln gibt es das ja wohl nicht mehr.
 
  • #39
Mir ist aufgefallen, dass es auch von Bechstein und Blüthner Flügel mit eckigem Korpus gibt. Waren das Ausnahmen?
Mir fällt hier nur der Neo-Bechstein ein.

images
 
  • #40
Eckig ist vielleicht nicht ganz richtig - zusammengesetz ist wohl besser
 

Anhänge

  • 46029ceb-766e-4cde-9c2f-889842131cf2.webp
    46029ceb-766e-4cde-9c2f-889842131cf2.webp
    113,1 KB · Aufrufe: 14
×
Dir gefällt Clavio.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Affiliate/Werbung
AKAI Professional
MPK Mini IV Black
99 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben Unten