Wobei sich mir bei all den Transducer-Systemen die Frage stellt, inwiefern der digitalisierte Klang "fremder" Instrumente durch den gegebenen Klangboden bei der Wiedergabe "verbogen" wird. Ein Teil der Klangfarbe eines Instruments mag von der Besaitung und der Position des Tonstegs kommen, der Rest wird jedoch wohl von den Eigenheiten des Klangbodens bestimmt. — Ich hadere mit der Vorstellung, dass ein mittelgroßes Pianino den Klang eines Bösendorfers wiederzugeben im Stande ist. Und generell finde ich den Wow-Effekt des TA3-Systems eher beschränkt.
Leider habe ich Yamahas TransAcoustic-3-System noch nicht an wesentlich unterschiedlichen Instrumenten wie zB einem Salonflügel und gleich daneben an einem Pianino hören dürfen, um das genauer beobachten zu können.
Ohne nun so Transducer wirklich zu kennen, weiß ich zum Einen aus einem Besuch bei Pianova Großefehn (Ostfreisland), dass die Erregung von Klang per Fichtenholz-Mono-Membran schon jahrelang gemacht wird.
Zum Zweiten ist die Möglichkeit gegeben, dass die "Verbiegungen"; die ein unverändertes Wave durch einen Fichtenboden erfährt, ggfs. auch auskonterbar sind, indem man die Waves umrechnet entweder, oder aber indem man an mehreren Stellen des Resobodens Magnete arbeiten lässt, die man "modifiziert" ansteuern könnte.
Theorie.
Weiß nicht, ob das "so" jemand macht.
Aber generell sollte klar sein: ein Klavier ist klangtechnisch nichts anderes als ein hölzern mit Membran ausstaffierter Mono-Lautsprecher - im Standard mit mechanischer Ansteuerung. Aber was nicht elektronisch ist, könnte noch elektronisch werden ...
Ich ... habe hier auch seit mitte der 80er Jahre einen Synthesizer, de guten alten Yamaha DX-7, der "algorhythmisch" operiert, mit Rechteck-, Sinus- und Sägezahngeneratoren. Die in ziemlich vielen gegenseitigen Beschaltungen einander modifizieren können.
Diese Modifiziererei ist ein Arbeitsgebiet, das Akustikingenieure heute bis ins FF und mit weit ausgefeilteren Methodiken betreiben als zu der Zeit der 80er Jahre.
Statt an sowas komplex herumrechnen zu lassen, sampelt man heute eher. Schnappt sich EINEN feinen Ton, und rechnet den die Frequenzskala herauf und herunter, oder ein paar Referenztöne, die man miteinander verschneidet.
So gesehen gäbe es "eigentlich" keinerlei Grund, noch irgendeinen nagelneuen Flügel kaufen zu sollen ... zumal kein Ding, das in der Liste mit irgendwas bei 230 oder 240 Tausies steht, wie ein neuer D-Konzertflügel, und einen irren Platz beansprucht.
Hier darf trotzdem so einer 'ran ... wenn auch einer von 1877. Ist eben noch das Echte, Alte. Von sanftem Klange.
Außerdem sieht ein Flügel einfach bannig "kultiviert" aus - man sehe nur die vielen "Tatorte", in denen ein Flügel kulturtäuschig ums Eckchen lugt.
... und da war noch die Ansage eines Berliner Klavierfreundes, dessen Stimmer wusste, dass im Speckgürtel der Hauptstadt an die 500 Steinways kultursimulativ herumstehen, oft ohne dass überhaupt irgendeiner des Haushaltes sie spielt... die werden nur gewartet, in der Hoffnung, eines Tages Vladi Horowitz oder so zu Gast zu haben.
Merkmal des Arriviert-Seins?
Man sehe also, die Motivlage, "Flügel !" zu wollen, ist uU. vielschichtig ...
Jedenfalls, die Ladys, diie daheim als Höhere Töchter (TM) noch Klavier lernen "mussten", dürften so langsam wegsterben. Obschon wir (pl.maj.) hier auch wieder eine heranziehen, eine pfiffige 14-monatige Enkelin, die schon gecheckt, scharf beobachtet hat, dass das Herumpatschen auf den Tasten minder nachgefragt ist gegen das Eintasten-Einfinger-Betätigen, nur ist mit einem Jahr da noch nicht die richtige Kraft drauf...